Technologische Singularität

Intelligenz ist eigentlich nur die Fähigkeit, etwas zu erkennen, zu interpretieren und danach zu handeln. Wenn man eine Maschine macht und der 99% aller möglichen Dinge zum erkennen einprogrammiert, ein bestimmtes Handlungsmuster vorgibt (beim Menschen wäre das die Erziehung und der Charakter) und das ganze kompiliert, hat man eine Intelligenz. Ganz einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Odium
Das sehe ich grundsätzlich anders als Du. Aus der Sicht eines Programmierers mag alles Mögliche "intelligent" erscheinen. Aber keine "Maschine" wird die Kreativität eines van Gogh oder eines Picassos hevorbringen. Ich glaube auch nicht, dass "Programme" intelligente Witze erfinden können. Oder wie sieht es mit dem Sachverstand eines Kunsthistorikers aus, der den Wert eines antiken Möbelstücks, eines alten Gemäldes oder einer historischen Handschrift bewerten kann? So etwas traue ich keiner "künstlichen" Intellgenz zu.

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
 
Intelligenz ist eigentlich nur die Fähigkeit, etwas zu erkennen, zu interpretieren und danach zu handeln. Wenn man eine Maschine macht und der 99% aller möglichen Dinge zum erkennen einprogrammiert, ein bestimmtes Handlungsmuster vorgibt (beim Menschen wäre das die Erziehung und der Charakter) und das ganze kompiliert, hat man eine Intelligenz.

Aber nur eine die dem Menschen garantiert unterlegen ist. Wenn man den Menschen übertreffen will muss man ihn komplett verstehen und verbessern können!


Mit genug Rechenpower wird es auch eine entsprechend fortgeschrittene KI geben.

Ich bin einmal so frech und behaupte, wenn die Rechenleistung nicht mehr limitiert ist die KI maximal so intelligent wie ihr Erschaffer. Da das aber nicht zu erwarten ist, wird die KI wohl immer nur ein "Spielzeug" bleiben.
 
mir fällt nach einer runde css ein.

wie soll der "intelligenteste" mensch noch "intelligenter" werden. <- bei menschen
man kann kein "ding" herstellen das schlauer ist als der "intelligenteste" mensch <- bei maschinen, technologie, iein roboter

will damit irgendwie erklären das es niemals etwas geben wird das inteligenter ist als der mensch.
 
Es gibt Eigenschaften von Menschen, die eine KI nicht imitieren kann. Künstlerisches Verständnis... Mitgefühl.. denn diese Eigenschaften basieren nicht auf Logik und können nicht programmiert werden.

Trotzdem gibt es genug Felder, wo eine KI uns übertreffen kann. Ein Computer kann besser rechnen als jedes Mathegenie. Er kann besser Schach spielen als die Großmeister.
Computer verlieren momentan beim Go spielen extrem gegen menschliche Gegner.. aber auch das ist nur eine Frage von Rechenpower.

Und das reicht.. wenn er auf genug Feldern dem Menschen überlegen ist, dann ist der Computer intelligenter.
Und selbst wenn die Grenzen durch den Programmierer gesetzt werden. Es können diverse Menschen ihr Wissen an einen Computer weitergeben.. aber kein Mensch kann das komplette Wissen aller Menschen aufnehmen. Der Computer schon.
 
keshkau: Dagegen halte ich die Computerkunst, die entweder strenge Formeln hat oder einen dicken Batzen Chaos. Es kommt immer darauf an, wo wir die Basis legen, den Anbeginn für Intelligenz. Sind Affen oder Raben intelligent, weil sie unterschiedliche Werkzeuge benutzen können? Was ist mit dem Papagei, der hunderte Worte gelernt hat? Der Übergang von Instinkt zu Hochintelligenz ist fließend, schätze ich.
Schließlich sagte Kant:
"In jeder reinen Naturlehre ist nur soviel an eigentlicher Wissenschaft enthalten, als Mathematik in ihr angewandt werden kann.
Bis wir unsere Intelligenz also richtig erfasst haben, klare Linien ziehen können, kann man über das Thema wohl nur spekulieren.

Für mich ist Kreativität, Genialität und so weiter nichts besonderes. Das kann man ohne weiteres auch einer Maschine zuschreiben, wenn die Power ausreicht. Unsere Biohardware ist vielleicht anders aufgebaut, aber mit einer Maschine kann man sie irgendwann perfekt simulieren, davon gehe ich aus. Dann folgt der nächst Schritt, etwas näher an die Singularität heran, wenn wir denn wollen.

dOM89DoM: Ich würde nicht sagen, dass die Fähigkeit zu lernen und eine Evolution zu haben, nur auf Lebewesen beschränkt ist. Gib einer Maschine Sensoren, die Möglichkeit sich zu reproduzieren und eine Menge Zeit. Nichts anderes waren unsere Vorfahren, die Einzeller ;)

Eines sollte man nie vergessen: Wir sind gar nicht in der Lage, intelligenteres Leben wirklich zu erfassen, ähnlich wie die Katze das bei uns nie schaffen wird. Doch wenn die Intelligenz sich auf einer neuen Ebene befindet, sitzen wir auf dem trockenen. Das ist so wie der Sinn für das vierdimensionale. Die Katze weiß nur, dass wir ihr überlegen sind, aber mehr geht da nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
will damit irgendwie erklären das es niemals etwas geben wird das inteligenter ist als der mensch.

Du willst genau dasselbe sagen wie ich. Es stellt sich bloss die Frage wie argumentiert man vernünftig gegen eine dem Menschen überlegene KI. Schliesslich müssen wir auch einsehen, dass wir Menschen sind und dementsprechend nicht einsehen wollen, dass es irgendwann eine uns überlegene Intelligenz geben wird.
Man müsste folglich zeigen, dass der Mensch sich selbst nicht verstehen kann - also kann er sich selbst nicht verbessern. Des weiteren müsste gewährleistet sein, dass es keine uns überlegene Intelligenz geben wird, die sich nicht aus uns selbst entwickelt.
Das impliziert wiederum, dass Intelligenz eingeschränkt sein muss und dass der Mensch das intelligenteste Wesen ist und auch sein wird. Stellt sich bloss die Frage wie man das absolut beantworten könnte...

Ich kriege wieder einmal gesunde Kopschmerzen vom Nachdenken in bisher unberührten Regionen der Philosophie. Interessante Thematik und gute Diskussionsgrundlage!
 
aber kein Mensch kann das komplette Wissen aller Menschen aufnehmen. Der Computer schon.
aber er kann sie nicht verwenden, ausnutzen, verstehen (zb: wenn ich ein text auswendig weiß, aber sie nicht aussprechen kann oder sie nicht verstehe. was habe ich davon

PS. dieses thema ist wirklich sehr interessant, man kann monate lang darüber diskutieren. wahrscheinlich ohne eine lösung
 
Zuletzt bearbeitet:
Emotionen haben nicht viel mit Intelligenz zu tun, sie sind höchstens ein Teil davon. Auch Tiere haben im gewissen Rahmen Emotionen.
Nur weil wir bislang biologisches Leben gesehen haben, die nicht nur über intelligenz sondern auch Emotionen und Instinkte hatte, heißt das nicht, dass Intelligenz ohne Emotion möglich ist.
Für mich gehören die Emotionen zum Grundgerüst unseres Körpers, der sich damit besser in der Gemeinschaft und der Umwelt orientieren kann.

Wer das nicht glauben mag: Es gibt einige Autisten, die können keine bestimmten Gefühle empfinden, haben aber dafür manchmal erstaunliche Fähigkeiten, die wir nur einer Maschine zuschreiben würden. Trotzdem sagen wir doch, dass es intelligente Menschen sind.
Intelligenz ohne Emotionen ist sehr wohl möglich, anders herum nicht, weil dann die Fähigkeit fehlt, die Umwelt überhaupt richtig zu interpretieren.
 
Es gibt Eigenschaften von Menschen, die eine KI nicht imitieren kann. Künstlerisches Verständnis... Mitgefühl.. denn diese Eigenschaften basieren nicht auf Logik und können nicht programmiert werden.

Stellt sich bloss die Frage ob Instinkt und Gefühle des Menschen zu Intelligenz zählt oder nicht. Schliesslich limitieren Gefühle und Instinkt die Fähigkeit, rational und frei zu Denken -
das ist für uns ja Intelligenz. Die kann ja allerdings maschinell umgesetzt werden - einfach soweit beschränkt wie die Menschen etwas verstehen.

Ich würde nicht sagen, dass die Fähigkeit zu lernen und eine Evolution zu haben, nur auf Lebewesen beschränkt ist. Gib einer Maschine Sensoren, die Möglichkeit sich zu reproduzieren und eine Menge Zeit. Nichts anderes waren unsere Vorfahren, die Einzeller.

Eine Maschine die sich selbst reproduzieren kann und die Umwelt wahrnehmen und verstehen kann müsste zwangsläufig so intelligent sein wie der Mensch, da er ja die Maschine erschaffen hat und ihr die Algorithmen mit auf den Weg gegeben hat. Wir haben die Evolution noch nicht verstanden - wie wollen wir also etwas schaffen, das sich selbst verbessert? Wo ist der Punkt wo Stagnation in Evolution übergeht? Wie schon gesagt, die Maschinen sind an die Grenzen ihrer Erschaffer gebunden.
 
wer i robot gesehen hat und die szene kennt wo er erzählt das er ein auto unfall gehabt hat sagt er:
ein ns4 ist gekommen und hat "ausgerechnet" das ich eine überlebens chance von 45% habe und das mädchen 11%, er hat mich gerettet und nicht das mädchen.
die logische wahl wäre will smith! das mädchen hatte ihr leben noch vor sich!

ein mensch würde versuchen beide zu retten! ICH: zuerst das mädchen und dann will smith. warum? das mädchen (11%) würde überleben, will smith(45%) wird sowieso überleben, wenn ich ihn rette.

Edit:
beitrag nicht gut sry
 
dOM89DoM schrieb:
Eine Maschine die sich selbst reproduzieren kann und die Umwelt wahrnehmen und verstehen kann müsste zwangsläufig so intelligent sein wie der Mensch, da er ja die Maschine erschaffen hat und ihr die Algorithmen mit auf den Weg gegeben hat.
Das ist der klassische Logikfehler. Andersrum wäre es richtig(er). Der Mensch müsste mindestens so intelligent wie sein Konstrukt sein, wie es sich dann weiterentwickelt ist eine ganz andere Story.
Wenn du religiös bist, ist für dich selbstverständlich, dass dein Gott dir wenigstens überlegen ist.

Im Zusammenhang zur Singularität steht noch die Omegapunkt-Theorie (Kurzversion) oder hier (Langversion). Obwohl das ganze wissenschaftlich angehaucht ist, übertrifft es noch die Phantasie der meisten SciFi-Autoren, wenn dort die Rede von einem Informationsfluss ist, der die Wirklichkeit on-the-fly simulieren kann und alle intelligenten Lebewesen in ihrer Wahrnehmung gegen eine Art zeitlich-göttliche Asymptote gehen.
 
Ich glaube nicht an eine „Intelligenz“ ohne Emotionen. Ein Mensch, der keine Emotionen empfinden kann, kann in einer menschlichen Gemeinschaft kein Leben führen, das man als „intelligent“ bezeichnen kann. Da kann er noch so viele Insel- oder Spezialbegabungen haben.

Wenn dieser Mensch auf eine Beerdigung geht und nicht weiß, warum dort einige weinen, dann ist er nie und nimmer intelligent genug für diese Welt. Es hat nicht die Fähigkeit, die Situation richtig zu erkennen und einzuschätzen. Folglich kann er auch nicht angemessen (bzw. richtig) reagieren. Da ist ihm jeder Hund überlegen.

Intelligent ist, wer eine Situation richtig einzuschätzen weiß, daraus die richtigen Schlüsse zieht und sich situationsgerecht verhalten kann.

Man kann zwar eine Datenbank mit so vielen Daten füttern, dass sie das „Faktenwissen“ eines einzelnen Menschen übersteigt. Und man kann auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit auf Rekordhöhe bringen.

Trotzdem gibt es genügend Situationen, in denen der Mensch nicht zu ersetzen ist. Eine Mutter kann z. B. das Schreien ihres Kindes interpretieren und beurteilen, ob das Kind hungrig ist, Aufmerksamkeit sucht oder ernsthafte Beschwerden hat. Bei gewalttätigen Ausschreitungen während einer Demonstration können die Polizisten und die Einsatzleitung individuell reagieren. Sie wissen intuitiv, wann sie zu einer Strategie der Deeskalation greifen und wann sie hart durchgreifen müssen. Diese Entscheidungsgründe erschließen sich einer Maschine nicht unbedingt. Oder nehmen wir die Entscheidung eines Arztes am Sterbebett eines Patienten. Soll er Hilfsmaßnahen einleiten oder erkennt er, dass hier nichts mehr zu machen ist und man den Patienten vielleicht besser in Ruhe sterben lässt, statt ihn mit Blaulicht in die Klinik zu fahren?

Eine Maschine kann so etwas nicht, weil für die Entscheidungsfindung des Menschen zusätzliche Kriterien herangezogen werden, die man mit Stimmung, Atmosphäre oder Begleitumstände beschreiben kann. Ich nenne hier auch das sog. Bauchgefühl. Die Menschen handeln schließlich längst nicht so rational, wie viele meinen. Solange man aber nur rationale Entscheidungen (wie im Falle einer Ampelsteuerung) an Elektro-„Gehirne“ delegieren kann, sind wir von einer Übertragung menschlicher Intelligenz auf Maschinen Lichtjahre entfernt.

Eine ganz andere Frage ist, ob wir auf Dauer Spaß an "intelligenten" Maschinen hätten. Wir neigen schon heute dazu, sehr viel Verantwortung zu delegieren. Das ist mitunter eine gefährliche Entwicklung. eben weil die Rationalität Überhand nimmt und das "Menschliche" ins Hintertreffen gerät.
 
Hat die technische Singularität nicht schon längst eingesetzt?
Ich meine: Die meisten Menschen sind doch schlichte "Nutzer".
Nutzer von Technologien, die teiweise schon vor über 60 Jahren erfunden wurden!

Die wenigstens können einem von der Pike auf erklären, wie ein Radio oder gar ein Fernseher funktioniert.
Sofern man sich nicht damit beschäftigt, wird man praktisch zu so einem "Nutzer"
 
@ Reuter:

Das stimmt insofern. Denn die technologische Singularität schliesst voraus, dass der Schöpfer die Intelligenz nicht mehr versteht, die er erschaffen hat.

Und bei vielen Menschen, ich würde sagen bei den Meisten, ist dies schon eingetroffen. Versteht ihr denn wie ein Computer aufgebaut ist? Wie er genau funktioniert? Das verstehen nur noch Experten....

Und irgendwann verstehen selbst diese Experten die KI nicht mehr, da sie sich selber weiterentwickeln kann aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit im Vergleich um menschlichen Gehirn.

Die technische Entwicklung wird dann so schnell, dass man vielleicht schon 10 Jahre nach der Singularität solche Träume erfüllen kann, an die man noch gar nie geglaubt hat.
 
Kann hier jeder erklären wie ein Antriebsstrang in einem Auto funktioniert? Mit allem was so dran hängt - Verbrennung, Katalysator, Partikelfilter?

Trotzdem ist dein Auto wohl kaum als intelligent zu bezeichnen. Die Theorie der technologischen Singularität beschäftigt sich mit Intelligenz durch Technologie - nur einfach nur mit Hochtechnologie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt einen kleinen Unterschied hier anzumerken :D

Ein Auto besitzt KEINE Rechenleistung und ist auch nicht mit einer KI ausgestattet, gut vielleicht das GPS :D

Aber sonst kann man das wirklich nicht mit Supercomputer vergleichen. Ein Supercomputer wurde dazu erschaffen, dass er "intelligent" ist und z.B. das Wetter berechnet. Das Auto besitzt keine Intelligenz und erfüllt nur den Zweck der Fortbewegung.
 
Wollte nur darauf hinaus, dass etwas durch den Menschen erschaffenes nicht einfach dadurch intelligent wird, weil es die meisten Menschen nicht verstehen - und damit trifft das was Reuter angesprochen hat auch nicht auf die Theorie zu.

Zur zweiten Hälfte deines Posts:
Wetterberechnung hat nichts mit Intelligenz zu tun.
Auch Schachcomputer sind nicht intelligent - es gibt keine, der menschlichen Intelligenz ähnliche KI. Mit der Steigerung der Rechenleistung lässt sich solche eine Intelligenz nur immer besser vortäuschen.

Mein Computer erfüllt nur Zweck, im Internet zu surfen, CAD zu zeichnen und Games zu zocken - trotzdem "verstehe" ich ihn nicht. Er erfüllt vielleicht mehr und komplexere Aufgaben als ein Auto, trotzdem nimmt er mir dummerweise keinen meiner Architekturentwürfe ab. Böd irgendwie.
 
Naja, neue Fahrzeuge haben aber auch Computer bzw. Chip drinne die je nach Kurvenlage die Querstabilisatoren anpassen können, das berechnet dann auch eine Art Boardcomputer...

Topic: Computer wurden auch mal entwickelt um den Menschen die Arbeit abzunehmen, in bestimmen Bereichen. Natürlich machen sie jenes auch, aber ohne unsere Wartung derer machen die auch nichts. Ich bin davon überzeugt das sämtliche von Menschen entwickelte Computer, etc. sowie nach dem Thema "entwickelte Computer VON Computern" ausbleiben werden, selbst in ferner Zukunft. Der Artikel scheint zwar sehr interessant, ist aber zu weit abgehoben.

Jaja ich weiß, vor 50 Jahren dachte man auch nicht an das was heute möglich ist... :D
 
Zurück
Oben