Technologische Singularität

Zunächst mal meine "definition" von intellienz. Natürlich ist kreativ mit inhalten. Aber ich denke, das ist etwas zu wenig. Ich finde man müsse gucken, wie sich unsere intelligenz von den der tiere unterscheidet. Im gegensatz zu tieren haben wir ein Ich-Bewusstsein, Fähgkeit zur Abstraktion, kreativität und das meiner meinung nach wichtigste: Reflexion. Zu reflektieren bedeutet in eine meta position zu gehen und so zu sagen von oben auf sich selber zu sehen und z.B. zu überlegen, ob die Handlung von vor 2 wochen in ordnung von einem selber war.

Kommen wir zu den Emotionen. Du sagst ja, menschen denken nicht nur rational, weil sie von emotionen beeinflusst werden. Wenn man also viel viel schneller denken könnte, würden die emotionen nicht mit kommen. Da sag ich nur, umso besser. Emotionen würden uns nicht mehr so stark beeinflussen. Ich glaube dann würde auch der schlimmste diktator darauf kommen, dass nur frieden allen menschen ein gutes leben geben kann.
Ich denke man könnte dann auch schneller kreativ denken, da emotionen dafür nicht benötigt wird.
Es ist auch vorstellbar, dass man sich einfach das bewusstsein der größten genies auf einen speicher ins gehirn lädt.
 
Qubit schrieb:
Darf man neurowissenschaftlichen Erkenntnissen Glauben schenken, so nutzt jeder Mensch - wie erfolgsversprechende Sekten oder intelligenzsteigernde Coachingexperten natürlich widersprechen - nicht nur 10% (oder weniger), sondern zu jeder Zeit die gesamte Kapazität seines Gehirns. Meiner Meinung nach ist aber nicht die Ausschöpfung der Gehirnkapazität prägend für die Spezifikation von Intelligenz, sondern vielmehr die Abstraktionsfähigkeit bei der Zusammenführung unterschiedlicher Problembereiche.

Das ist genau der Punkt. Einfach gesagt und auf den Computer übertragen: Nicht die Rechenleistung ist entscheidend, sondern die KI. Erst die KI macht die Rechenleistung wirksam.


Marius schrieb:
Es ist schlicht nicht machbar einer Maschine, sei sie auch noch so hochentwickelt, schöpferischen GEIST einzuhauchen, der uns allen eigen ist.

Der GEIST ist es der uns so besonders macht, nicht die Intelligenz, intelligenz ist etwas völlig logisch/abstraktes, sie kann nur rechnen und schlußfolgern.

Aber wer besonders Intelligent ist, der kann noch lange nicht was gescheites machen oder was erfinden.

Ich würde behaupten, dass der Geist nur ein Zusammenspiel aus Emotionen (= einfluss auf die Intelligenz und das Rationale Denken) und der Intelligenz entsteht (= für mich Problemlösung). Ist beides in großem Maße vorhanden, entwickelt sich der Eindruck von Geist und Kreativität.

Ich glaube nicht, dass es möglich sein wird, egal wie groß die Rechenleistung ist (siehe unser Gehirn), eine Intelligentere KI als unsere eigene zu programmieren. Daran scheitert es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.

Ein Beispiel: Der Schachcomputer, der jeden schlägt.
Seine Intelligenz (= Problemlösung) kann nur Schach, nichts weiter.
Die KI muss hier nur so groß sein, dass er alle Schachzüge versteht.
Der Mensch kann das gleiche, er kennt auch die Schachregeln.
Warum gewinnt immer der Computer?
Weil er schneller rechnen kann. Er kann jeden beliebigen zug ausrechnen und weis, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist zu gewinnen.
Ein Mensch kann das nicht. Weil er Emotionen hat, die solch aufwendige Rechenarbeiten blockieren.

Ist nun der Schachcomputer intelligenter? Natürlich nicht. Er kann auch nur die Scharegeln, wie der Mensch. ABER, (wie gesagt) da er keine Emotionen hat, kann er auch ungehemmt rechenen. Das kann der Mensch wegen den Emotionen, die das blocken nicht.
Aber um wirklich intelligent zu sein und zu denken, braucht man auch Emotionen, um z.B. in einer Gesellschaft zu leben und logische Entscheidungen zu finden.

(Soweit ich weis sind Emotionen ein Zusammenwirken verschidener Stoffe im Gehirn, die es dann beeinflussen.)

Was ich sagen will ist, dass Die Rechenleistung schon jetzt ausreicht, aber man für jede Situation die es gibt eine KI programmieren müsste und dass man für weiteres selbstständiges Handeln auch Emotionen braucht.
Aber Emotionen hat die Natur uns gegeben. Mann müsste das komplette Leben und die Natur vestehen, um es einer Maschine einzupflanzen.

KI programmieren geht schon ins unendliche, dann noch Emotionen verstehen und einpflanzen. Ich glaube, bevor es soweit ist, gibt es die Erde nicht mehr.
Ich kann es mir nicht vorstellen.

Die Natur wird es irgendwann verhindern. Besonders, wenn wir sie kontrollieren wollen und nur eine Kleinigkeit vergessen haben, wird alles zugrunde gehen. Amen. :)


Edit: Das man einfach ein Gehirn kopieren kann, halte ich für möglich aber verbessern? Man müsste, wie beim Computer die KI veressern. Wie ich schonmal gesagt habe. Wir können unsere eigene KI nicht verstehen, da wir dazu eine bessere KI als unsere eigene bräuchten. (Ich hab zur veranschaulichung Intelligenz durch KI ersetz)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind emotionen wirklich notwendig zum denken ? Ich glaube auch ein mensch, bei dem aus welchen gründen auch immer etwas schiefgegangen ist und dieser keine emotionen empfinden kann (ist nicht so wichtig, ob es sowas wirklich gibt) könnte auch intelligent denken. Nur die emotionen würden ihn halt nicht beeinflussen. Solange er reflektieren kann, kreativität besitzt, ein ich bewusstsein wird es reichen, um intelligent nach zu denken.
Es ist ganz klar, dass es noch keine echte KI gibt. Nur dumme schachcomputer, die einfach nur schnell sind, sonst nichts. Man sollte auch nicht überlegen, wie wir mit den heutigen mitteln eine starke künsliche intelligenz entwickeln können. Da würde man wohl wirklich nur darauf kommen, ihm jede kleine kleinigkeit ein zu programmieren und auch dann wäre er nicht wirklich intelligent. Man muss einen algorithmus entwickeln, der es erlaubt, zu lernen. Also keine sich selbst optimiereden algorithmen. Sondern wirkliches lernen. Ist momentan schwer vorstellbar. Aber bei einer zukunftstechnologie die irgendwann in 20-30 jahren rauskommen soll/kann, darf man nicht darüber nachdenken, wie es mit den heutigen mitteln zu bewältigen ist.
Hätte man füher aristoteles gesagt, irgendwann laufen wir dort oben auf dem mond herum, würde er uns für verrückt erklären. Hätte man die entwicklung der pcs vor 50 jahren vorher gesagt, würden alle einen auslachen.
Jeder experte sagt, man kann zukunftstechnologien nicht vorher sagen. Höchstens warscheinlichkeiten aussprechen, die aber auch nicht stimmen müssen. Deswegen finde ich es gar nicht so interessant darüber zu diskutieren ob es entsteht, weil darüber nicht einmal die wissenschaftler die daran tüfteln sich einig sind. Viel interessanter finde ich darüber nach zu denken, wie sich die welt ändern würde, wenn wir eine superintelligenz erschaffen (durch K.I. oder durch verbesserung unseres eigenen gehirns). Auf was für Probleme/Möglichkeiten würden wir treffen. Würde die Menschheit untergehen oder sich im ganzen universum ausbreiten. Was für vorkehrungen müssten getroffen werden, negative folgen aus zu schließen. Mit welchen mitteln ist es möglich, eine superintelligenz zu erschaffen.
Über solche dinge wird es in meine referat gehen.


Edit: Wieso sollte man ein kopiertes gehirn nicht verbessern können. Man müsse es einfach an einen extrem schnellen rechner anschließen, die dann schneller als das gehirn sind. Es würde sich alles im gehirn abspielen, wie sonst auch immer. Nur das die "gehirn-cpu" ausgelagert wird. Und ich glaube nicht, dass wir unsere intelligenz nicht verstehen können. Es sind natürliche prozesse die durch die natur entwickelt wurden. So wie die funktion anderer organe müssen wir nur lang genug forschen um dies heraus zu finden. Informatiker und gehirn forscher sind zusammen jetzt schon dabei, ein virtuelles gehirn zu erstellen. Natürlich wird es einige zeit dauern, bis sie fertig sind. Aber ein solches kostspieliges und langes experiment würde keiner anfangen, wenn er nicht davon ausgeht, dass dies auch möglich ist. Alles eine frage der zeit denk ich.
 
@Marius
:freak:
Marius schrieb:
Ist ein Eingeborener aus dem tiefsten Dschungel eines eben erst entdeckten Stammes strunzdumm?
Wohl kaum.
Trotzdem wird er in einem UNSERER IQ Tests äußerst bescheiden abschneiden.
Warum?
Weil ihm alle Logik und Sozialregeln abgehen, die uns von der Wiege weg eingetrichtert werden und auf die unsere Tests abzielen.
Falsch. Unsere IQ-Tests haben den Namen nicht verdient. Eigentlich sind sie Wissenstests.
Gut erkennbar an Fragen wie:

Streichen sie den Punkt, der nicht zu den anderen passt:
a) GIOENB
b) LPOE
c) LLAUTNE
Um diese Frage zu beantworten, müsste der Ureinwohner erst einmal wissen, dass Boeing (Antwort A) ein Flugzeughersteller, Opel (Antwort B) ein Fahrzeughersteller und Nutella (Antwort C) was zu Essen ist.

Marius schrieb:
Wer sagt eigentlich, daß sich der Mensch nicht weiterentwickelt?
Keiner. Vielleicht ein paar religiöse Spinner oder so.

Marius schrieb:
Ich glaube nicht, daß es jemals möglich ist eine Maschine zu bauen, die etwas erfinden, oder designen kann.
Es ist schlicht nicht machbar einer Maschine, sei sie auch noch so hochentwickelt, schöpferischen GEIST einzuhauchen, der uns allen eigen ist.
Du legst das hier einfach fest, ohne eine ausreichende Begründung (und wenn es geht: ein Beispiel) anzugeben. Das Argument ist nicht stichhaltig.

Marius schrieb:
Echte Erfindungen sind selten durch langes forschen und rechnen entstanden, sondern durch Geistesblitze oder "Eingebungen".
Das Forschen, Rechnen und Testen kommt erst nach der Idee!
Nach dieser Aussage würde ich zB sowas sagen: Ich habe den Teleporter erfunden. Ich habe zwar keine Ahnung, wie es geht, und kann die Maschine auch nicht bauen, aber ich bin der Erfinder und damit hyperintelligent bzw. haben einen riesen Haufen "Geist". :freak:
Merkst du was? So wie du dir das denkst, kann es nicht funktionieren.

Marius schrieb:
Das macht es ja so schwer eine KI zu entwickeln, sie hat überhauptgarnichts mit Logik und Rechnen zu tun!
Falsch. Solange versucht wird, eine KI in einem Computer (= logisch arbeitendes Gerät) zu erzeugen, hat das sehr wohl was mit Logik und Rechnen zu tun. Man müsste schon den Intelligenzträger ändern, damit sich die Logik & Rechnen-Anforderung eventuell minimiert.


Am0k3o0o schrieb:
Zunächst mal meine "definition" von intellienz. (...) Ich-Bewusstsein, Fähgkeit zur Abstraktion, kreativität und das meiner meinung nach wichtigste: Reflexion.
Nun, diese Kriterien erfüllen mMn auch Tiere.
Ich-Bewusstsein: Man kann dazu auch Ego sagen, ne? Ich kenne so einige Hunde, die sehr egoistisch sind und sogar Eifersucht entwickeln. Ist das nicht eine Form von Ich-Bewusstsein?
Abstraktion: Tiere neigen auch dazu Dinge abstrakt zu sehen. Ein Beispiel ist dabei das Gelb/Schwarz-Muster, dass Gefahr signalisiert. Es ist dabei egal, was dieses Muster trägt (Biene, Wespe, Straßenschild), Tiere reagieren darauf.
Kreativität: Tiere sind in einigen Fällen kreativ genug, sich Werkzeuge oder Jagdtaktiken auszudenken. Beispiele wären Affen und sogar Rabenvögel. Ich hab' mal eine sehr interessante Dokumentation gesehen, wo Raben sich Werkzeuge gebastelt(!) haben.
Refelxion: Ein Kind, dass sich am Feuer verbrannt hat, wird das Feuer meiden. Genauso ist es bei Tieren. Desweiteren ziehen auch Tiere aus Situationen ihre Schlüsse. Als Beispiel nehme ich hier wieder Vögel: Die haben irgendwann mal gesehen, dass Regenwürmer bei Regen aus dem Boden kriechen. Also stampfen sie mit ihren Füßen auf dem Boden, um die Erschütterung durch Regentropfen zu simulieren -> der Wurm kriecht aus dem Boden.
Sehr geniale Sache.

Aber du hast Recht, Kreativität, so wie ich es mir dachte, kann es nicht alleine sein.

Am0k3o0o schrieb:
Emotionen (...) Da sag ich nur, umso besser. Emotionen würden uns nicht mehr so stark beeinflussen. Ich glaube dann würde auch der schlimmste diktator darauf kommen, dass nur frieden allen menschen ein gutes leben geben kann.
Ich sehe da die Gefahr, dass der Diktator dadurch vielleicht noch skrupelloser wird. Und die Sklaven noch sklavenhafter, weil sie die ungerechte Behandlung dank minimierter Emotionen vielleicht gar nicht mehr als ungerecht empfinden. So ideal finde ich diese Vorstellung nicht.

Am0k3o0o schrieb:
Es ist auch vorstellbar, dass man sich einfach das bewusstsein der größten genies auf einen speicher ins gehirn lädt.
Ist man dann noch Ich?

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Erst die KI macht die Rechenleistung wirksam.
+1

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Ich glaube nicht, dass es möglich sein wird, egal wie groß die Rechenleistung ist (siehe unser Gehirn), eine Intelligentere KI als unsere eigene zu programmieren. Daran scheitert es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
Das ist nicht schlüssig. Erst sagst du, dass nicht die Rechenleistung das Maß der Intelligenz ist, dann aber machst du es zur Voraussetzung für eine Intelligenz. So geht das nicht.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Der Schachcomputer, der jeden schlägt.
Ich würde einen Schachcomputer nicht als Intelligenz bezeichnen.
Fatal!ty Str!ke schrieb:
Ein Mensch kann das nicht. Weil er Emotionen hat, die solch aufwendige Rechenarbeiten blockieren.
Hm... in diesem Fall wohl eher weniger. Im Gegensatz zum Schachcomputer sortieren wir automatisch und unbewußt dumme Züge aus. Die Schach-"KI" kann das nicht. Sie _muss_ auch dumme zügen zuende rechnen, um deren Sinnlosigkeit für sich zu beweisen.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Aber um wirklich intelligent zu sein und zu denken, braucht man auch Emotionen, um z.B. in einer Gesellschaft zu leben und logische Entscheidungen zu finden.
Muss man wirklich Emotionen haben, um intelligent zu sein? Du gehst hier zu sehr vom Menschen aus.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Aber Emotionen hat die Natur uns gegeben. Mann müsste das komplette Leben und die Natur vestehen, um es einer Maschine einzupflanzen.
Nicht mal die Menschen verstehen die Natur komplett - sind wir also unintelligent? Man sollte, falsch, man _muss_ der KI die Fähigkeit geben sich anzupassen. So kommt sie auch mit unbekannten Dingen zurecht.

Fatal!ty Str!ke schrieb:
KI programmieren geht schon ins unendliche, dann noch Emotionen verstehen und einpflanzen. Ich glaube, bevor es soweit ist, gibt es die Erde nicht mehr.
Ich kann es mir nicht vorstellen.
Keine Fantasie? ^^

Fatal!ty Str!ke schrieb:
Edit: Das man einfach ein Gehirn kopieren kann, halte ich für möglich aber verbessern? Man müsste, wie beim Computer die KI veressern. Wie ich schonmal gesagt habe. Wir können unsere eigene KI nicht verstehen, da wir dazu eine bessere KI als unsere eigene bräuchten. (Ich hab zur veranschaulichung Intelligenz durch KI ersetz)
Warum sollte man das Gehirn nicht verbessern können? Es gibt bereits jetzt schon Stoffe, die uns konzentrierter denken lassen (zB Ritalin). Ein Gedächtnischip würde ich persönlich gut heißen. Endlich die Pin-Nummer für die Kreditkarte nicht mehr vergessen - ein Segen!
 
e-Laurin schrieb:
Nun, diese Kriterien erfüllen mMn auch Tiere.
Ich-Bewusstsein: Man kann dazu auch Ego sagen, ne? Ich kenne so einige Hunde, die sehr egoistisch sind und sogar Eifersucht entwickeln. Ist das nicht eine Form von Ich-Bewusstsein?
Abstraktion: Tiere neigen auch dazu Dinge abstrakt zu sehen. Ein Beispiel ist dabei das Gelb/Schwarz-Muster, dass Gefahr signalisiert. Es ist dabei egal, was dieses Muster trägt (Biene, Wespe, Straßenschild), Tiere reagieren darauf.
Kreativität: Tiere sind in einigen Fällen kreativ genug, sich Werkzeuge oder Jagdtaktiken auszudenken. Beispiele wären Affen und sogar Rabenvögel. Ich hab' mal eine sehr interessante Dokumentation gesehen, wo Raben sich Werkzeuge gebastelt(!) haben.
Refelxion: Ein Kind, dass sich am Feuer verbrannt hat, wird das Feuer meiden. Genauso ist es bei Tieren. Desweiteren ziehen auch Tiere aus Situationen ihre Schlüsse. Als Beispiel nehme ich hier wieder Vögel: Die haben irgendwann mal gesehen, dass Regenwürmer bei Regen aus dem Boden kriechen. Also stampfen sie mit ihren Füßen auf dem Boden, um die Erschütterung durch Regentropfen zu simulieren -> der Wurm kriecht aus dem Boden.
Sehr geniale Sache.
Aber du hast Recht, Kreativität, so wie ich es mir dachte, kann es nicht alleine sein.

Wenn es nach meinem früheren philosophie lehrer in der schule geht, haben tiere kein ich bewusstsein. Ich würde niemals darauf kommen. Aber tiere wissen nicht, dass sie sich selber im spiegel sehen. Sie haben vielleicht instinkte, die ihnen sagen "ein anderer hund versucht dir deinen platz beim herrchen ein zu nehmen - attacke". Aber er wird nie einen gedanken über sein aussehen verlieren, auch wenn er es technisch könnte.

Abstraktion besitzten tiere wohl schon. Jedoch ist unseres halt viel viel besser ausgeprägt.

Das ist aber keine Reflexion. Man hat sogar bei blumen beobachtet, dass wenn man ihre blätter mit nadeln durchsticht, sie plötzlich dickere blätter beim nächsten wachsen hervorbringt. Jedoch würde keiner behaupten, dass blumen relektieren können. Wenn einem tier bei einer tätigkeit etwas weh tut, dann meidet er diese. Das würde ich als Instinkte bezeichnen. Aber erst wenn der hund bei einer sache bestraft wird, wird er diese aktion nicht mehr machen. Nur die angst vor der strafe hindert ihn daran. Er wird nie selber darauf kommen, dass diese süßigkeiten die ihm so schmecken, ihm schaden könnten oder dass das beißen des anderen hundes vorhin nicht gut war, weil der ja eigentlich nichts böses wollte. Erst wenn du ihn bestrafst, weiß er "ok, nicht mehr machen, sonst werde ich nochmal bestraft".

e-Laurin schrieb:
Ich sehe da die Gefahr, dass der Diktator dadurch vielleicht noch skrupelloser wird. Und die Sklaven noch sklavenhafter, weil sie die ungerechte Behandlung dank minimierter Emotionen vielleicht gar nicht mehr als ungerecht empfinden. So ideal finde ich diese Vorstellung nicht.

Ich glaube es gibt einen zusammenhang zwischen intelligenz und friedlicher art und weise. Jetzt kann man natürlich mit beispielen von intelligenten schurken kommen. Aber von den intelligentesten leuten waren sicherlich 80-90 % friedlich. Was man von nicht so klugen nicht behaupten kann. Ist natürlich nur eine these von mir, die ich mir mal eben aus gedacht habe. Aber ich könnte mir vorstellen, dass ab einer gewissen intelligenz keiner böses anrichten würde.

e-Laurin schrieb:
Ist man dann noch Ich?

Solche fragen lieben ich :) Sogar beim upload des bewusstseins auf rechner (es werden immer wieder neue kopien erstellt. Somit ist das bewusstsein mehrmals drauf, nur aktualisiert) denkt die philosophie darüber nach, ob dann alle kopien dieses ich sind oder keine. Sind natürlich sehr interessante fragen. Darüber müsste man aber erst intensiv nach denken.
 
Würdest du es auch Instinkt bezeichnen, dass Krokodile ihr Maul von Vögeln reinigen lassen? (Hast du sicher schon mal gesehen. Die liegen da so träge rum, während so ein kleiner Vogel die Reste zwischen den Zähnen versucht rauszufischen.)

Ich denke schon, dass Tiere ein gewisses Bewusstsein haben. Ich sehe, wie mein Hund gelegendlich träumt. Er quiekt dann oder strampelt rum. Ich halte einen Traum für einen Nebeneffekt des Bewusstseins.
 
Warum kann jemand behaupten, daß sich der Mensch nicht weiterentwickelt?
Wir wachsen an der Herausforderung und passen uns an, ständig, unbemerkt und ziemlich schnell.
Immer häufiger wird von der Wissenschaft bestätig, daß Dinge wie technisches Verständnis usw. sogar von einer Generation zur nächsten naturgegeben verbessert werden, bzw. die von den Ahnen benutzen Hirnregionen ausgeprägter sind.

Wie sonst sollte man in unserer heutigen Welt zurecht kommen?
Dazu gibt es umfangreiches Material/Studien.
Z.B. Eingeborenen Kind/Neugeborenes oder auch ganze Stämme die auch mit allem Bemühungen NICHT in unsere Zivilisation überführt werden können.
Sie KÖNNEN nicht mit uns schritthalten, weil sie völlig anders konditioniert sind.
Andersherum wären wir unfähig bei ihnen leben zu können, auch nach Generationen.

So ähnlich wie Eisbär <> Braunbär, die kann man auch nicht austauschen.
Der Mensch ist eben auch nur ein normales Säugetier.
Man darf sich da nicht von unserer total überzogenen Zivilisation und der dünnen Kulturdecke täuschen lassen.
Ein paar tausend Kilometer weiter weg von uns leben Menschen in der Jungsteinzeit!

Mittlerweile sprich man Tieren durchaus schon ein Bewusstsein zu, ein Ego sowieso, jeder Tierbesitzer wird das bestätigen.
Der Wandel vom Wolf zum Hund ist auch eine Anpassung an die Umstände!

Jeder Bauer wird auch jeder einzelnen Kuh einen eigenständigen Charakter bestätigen...
Sogar Insekten sind lernfähig oder eher konditionierbar.

Was mich unheimlich interessieren würde, ist das Zustandekommen der Technologieexplosion in den letzten 200 Jahren.
Die vorhergehenden 10.000 Jahre tat sich ja relativ wenig, bzw. wissen wir nichts mehr.
Möglicherweise oder sogar ziemlich sicher gab es schon einmal eine oder mehrere technologisierte Hochkulturen vor uns.
 
Zuletzt bearbeitet:
e-Laurin schrieb:
Würdest du es auch Instinkt bezeichnen, dass Krokodile ihr Maul von Vögeln reinigen lassen? (Hast du sicher schon mal gesehen. Die liegen da so träge rum, während so ein kleiner Vogel die Reste zwischen den Zähnen versucht rauszufischen.)

Ich denke schon, dass Tiere ein gewisses Bewusstsein haben. Ich sehe, wie mein Hund gelegendlich träumt. Er quiekt dann oder strampelt rum. Ich halte einen Traum für einen Nebeneffekt des Bewusstseins.

Von wikipedia:

"1. Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Es wird allgemein anerkannt, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein ist als so genanntes Qualiaproblem eine Herausforderung für die naturwissenschaftliche Erklärung.

2. Bewusstsein des Selbst und seiner mentalen Zustände: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern sich auch darüber im Klaren sind, dass sie ein solches Bewusstsein haben. Dieses Selbstbewusstsein ermöglicht somit ein Bewusstsein von sich selbst als Individuum. Man trifft es bei Menschen und rudimentär bei einigen Säugetieren an. "

Ich meinte das zweite.
 
@Fatal!ty Str!ke:

haha, Emotionen als eine Vorraussetzung für eine Entscheidung, die logisch sein soll.

das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen ....
 
Ich finde, die Behauptung, man kann keine Größere Intelligenz schaffen, als man selber hat, nicht schlüssig.
Ich kann einen Stein höher werfen als ich springen kann.

Im übrigen ist Künstliche Intelligenz heute schon möglich. Was meint ihr wer diese Zeilen gerade "schreibt"?
 
Ein sehr interessantes Thema mit dem ich mich auch schon länger beschäftige.
Im Grunde ist es wirklich nur noch eine Frage der Zeit bis endlich der entscheidende Sprung zur künstlichen Selbsterhaltung/ -erschaffung kommt.
 
Sehr interessante Diskussion hier.

Zitat:
Zitat von Marius
Das macht es ja so schwer eine KI zu entwickeln, sie hat überhauptgarnichts mit Logik und Rechnen zu tun!

Falsch. Solange versucht wird, eine KI in einem Computer (= logisch arbeitendes Gerät) zu erzeugen, hat das sehr wohl was mit Logik und Rechnen zu tun. Man müsste schon den Intelligenzträger ändern, damit sich die Logik & Rechnen-Anforderung eventuell minimiert.

Wieso sollte eine KI nicht auf Logik aufgebaut sein.
Beim Menschen werden bei einer bestimmten Eingangsspannung Potentiale frei, die wiederum zu anderen Neuronen "fließen" und dort wieder ein Potential auslösen. (Oberstufe LK Bio sei dank ;))
Es ist also alles ein Spiel, wenn auch ein komplexes, aus 1+1=2.
 
Was versteht denn jeder unter einer künstlichen Intelligenz? Wie begreifen wir selbst unsere eigene Intelligenz? Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Da spalten sich doch die Ansichten, wie man hier gut nachlesen kann.

Ich halte neben der Logik auch das sogenannte Bauchgefühl/Emotionen/Instinkte, also der ungewisse Zufallsfaktor aus pers. (Lebens-)Erfahrung, "Muttermilch", Erfolgen/Misserfolgen für gleichberechtigt zur logischen Richtigkeit und Vorgehensweise.

Eine KI muss auch für uns unliebsame Entscheidungen treffen können. Sie kann eigennützig sein und muß einen individuellen Charakter vorzuweisen haben. Sie muß auch selbstständig frei agieren und sich erweitern/lernen können (wollen). Erst dann kann überhaupt eine techn. Singularität eintreten. Denn solange wie wir Menschen ihr alles verbieten und vorgeben können, können wir sie auch beherrschen, kontrollieren und verstehen.

Ein vorhersehbar "logisch" agierender Taschenrechner ist aus meiner Sicht keine künstliche Intelligenz, höchstens eine Hilfskrücke zur Entscheidungsfindung für den Menschen, kurz ein Entscheidungscomputer mit Wissensdatenbank.
 
Eine künstliche Intelligenz gibt es heute eigenlich noch nicht in der Form, wie sie in Zukunftsfilmen und Theorien vogestellt wird.

Computer, Handys, Rechner sind einfache Hilfsmittel, die kein eigenes Denkvermögen besitzen und nur zum "Ausführen" dienen.

Eine Künstliche Intelligenz kann aber selber "entscheiden" und dann auch "ausfühen"...

Das ist der Unterschied.
 
Ein Computer entscheidet nicht selbstständig, sondern führt die Entscheide des Menschen aus ;)
 
Dem würde ich widersprechen.

Nur weil der Mensch Teil eines Inputs des PCs ist, heißt das nicht dass der PC nicht entscheidet. Mal ein Beispiel:

Du hast an deinen PC, der nur aus 1 Taste und 1 Lampe besteht, ein Thermometer angeschlossen. Die Lampe leuchtet, wenn du die Taste drückst UND wenn die Temperatur - sagen wir - 30° beträgt.
Du entscheidest dich nun, die Taste zu drücken. Die Lampe leuchtet aber nicht, weil es grade nur 20° hat.
Plötzlich kommt wie aus dem nichts die Sonne hervor, und es wird schlagartig 30° warm.
Dein "PC" analysiert beide Inputs und durch die logische Verknüpfung wird daraus "BÄM! Lampe an."
Hast du jetzt dem PC deine Entscheidung mitgeteilt, dass die Lampe angehen soll, und ist sie dadurch angegangen? Nicht wirklich oder?

Ob es sich jetzt um so eine simple Schaltung, einen in 45nm gefertigten Prozessor oder um das menschliche Gehirn handelt, es ist immer der gleiche Vorgang.

Kannst du dir selbst sicher sein, dass du frei entscheidest? Woher weißt du, dass es nicht Erfahrungungen und deine 5 Sinne sind, die dich zwingend zu einer Handlung führen?

(Ich liebe diese Diskussionen. Gibt es einen Zufall? Gibt es freie Entscheidungen? Ist alles Ursache+Wirkung?)
 
Doch, du hast dem PC die Entscheidung abgenommen, jedoch zu einem anderen Zeitpunkt und der PC hat die Entscheidung einfach später ausgeführt.

Verstehst du das?


Ein Computer kann NOCH nicht selber entscheiden, deshalb ist es auch keine KI.

Dein Beispiel ist schon gut überlegt, doch wie gesagt, die Entscheidung wurde vom Menschen schon gefallen, vom Computer einfach später ausgeführt aufgrund einer Regel.

;)

Naja also deine letzten paar Fragen gehen ja schon ziemlich in die Richtung "Gibt es denn eine höhere Macht"... Was verstehst du unter einer freien Entscheidung??? Das verstehe ich jetzt nicht ganz.... Jeder Mensch kann frei entscheiden oder unter Druck anderer Gegebenheiten...

Und ob es Zufall gibt, da ist wieder die Frage, wie du das verstehst. ?? xD
 
Zuletzt bearbeitet:
Spartaner117 schrieb:
Falsch. Wie kannst du dem PC eine Entscheidung abnehmen, deren Parameter noch garnicht festgelegt sind? Du hast 2 Möglichkeiten vorgegeben, aber welche der beiden eintrifft ist für dich weder vorsehbar oder beinflussbar.

Ja logisch ist es nicht beeinflussbar oder nicht... Das bestreite ich gar nicht. Aber du hast die Entscheidung, dass der PC bei über 30 Grad pipsen soll und sonst nicht schon vorher aufgegeben.... Der PC hat diese nicht erfunden.

Der PC hat diese Regel nicht selber gestaltet oder pipst einfach wenn er gerade Lust hat.... ;) Alles wurde von Menschen entschieden, obs dir passt oder nicht xD ;)
 
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