News Telekom-Chef verteidigt Drosselpläne vor den Aktionären

R²-H schrieb:
Also wenn die User, die monatlisch "viel" Traffic brauchen mehr zahlen sollen, dann will ich aber auch bei einem bezahlten 6000er Anschluss bei dem nur 768 kBit/s ankommen, auch monatlich Geld wieder bekommen oder monatlich weniger bezahlen.
In die andere Richtung ist es der Telekom natürlich egal.

So siehts aus. Aber das raffen viele der "Wenignutzer" eben nicht. Lieber lassen sie sich von der Telekom gegen die verschwindend geringe Zahl der Poweruser aufwiegeln. Ist halt typisch Deutsch. Immer die Schuld bei jemandem suchen, den man angeblich mitfinanziert (ist ja bei den Arbeitern vs. Hartz IV genauso), statt einfach mal bei den Konzernen, die einen abzocken.
 
Hier in Süddeutschland, in etwas ländlicheren Gebieten hat man wenn überhaupt eine 6mbit leitung, die dann nochmal 80% gedämpft ankommt. Wenn man einen Installationsmonat braucht wo man viel lädt, ist das ein Spiel, ca 20gb; Tools, ca 15gb. Wenn man nun Serien anschaut, kann man sowieso nur 480p nutzen, sonst lag. Dann hat man etwa noch 20h serien und genug für Browsing + Musikstream. -> knappe 75gb
Viel geht eh nicht z.B. selber streamen, wegen der eh schon schlechten Anbindung.
In vielen Haushalten kann man das Spiel eh weglassen und 20+ Stunden wird auch nicht eine Serie im Monat gestreamt. Man könnte sicherlich pro Woche 30min Youtube + 1h Serie + mehrere Stunden (Hintergrund)Musik+ 21h Surfen rechnen.
Der Telekomchef hat mit seinen Behauptungen mMn Recht. Es wird sowieso nicht soviel Bandbreite in einer Mehrzahl der Haushalte genutzt.
Passen würde es. Trotzdem ist es grottig, wenn man andere Länder sieht für die 100mbit leitungen normal sind und hier nichtmal 1mbit ankommt.
 
Atlan_11 schrieb:
3 Prozent verursachen 30 Prozent des Datenvolumens
Und die können dann dafür bezahlen und nicht ein anderen 97 Prozent

Wie dämlich kann man eigentlich sein? Denkst du die 97 Prozent bezahlen dann weniger? :lol:

Echt lustig wie manche hier ihren eigenen Henker verteidigen. Die Konzerne haben sich die Kundschaft schon gut erzogen.
 
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Also 384kbits drosselung ist schon Hart das ist sehr Traurig, die fangen langsam an wie beim Mobilfunk mit diesen drosselung wir haben 2013 da sind 75GB in heutigen Zeit nicht viel und eher ein Witz.
auf 384kbits drosseln aaaghhh ist schon sehr mager.
Da würde ich wirklich Anbieter wechseln (falls diversen Anbieter Mitbewerber mitgehen sollten mit drosselung) bin ich knall Hart und Verzichte auf DSL und Festnetz zuhause. Und das würden bestimmt auch viele tun...!!!

Wegen Emails abchecken und kleinigkeiten habe ich dann mein Mobilfunkvertrag weshalb ich dann auf Dsl und Festnetz verzichten könnte.

Gut das ich nicht bei der Telekom bin =) hab Kabel Deutschland mit 100mbit (Tagesvolumen 10GB nur bei Filesharing) am sonsten keine drosselung bis jetzt gehabt.
 
luda schrieb:
Vor wenigen Tagen ein Video auf Youtube geguckt, wo jemand etwas zeichnet. Bei der Dauer von etwas über 2 Stunden war selbst die 720p Version schon bei 1,4GB. Jaja die bösen Filesharer müssen ja die einzigen in deren Köpfen sein, die solche Trafficwerte erreichen.. :rolleyes:
Nur weil du ein Video gesehen hast, sind es auf einmal sehr viel mehr, die soviel Traffic brauchen? Das glaubst du doch selber nicht.
Ist mal wieder typisch hier für CB. Viele denken wirklich das so ein Forum das wiederspiegelt, was der Durchschnitt ist. Die meisten User kommen nun mal mit deutlich weniger Traffic aus, als die wenigen Poweruser, von denen sich wahrscheinlich die Hälfte hier schon auf CB tummelt.
diego85 schrieb:
Gut das ich nicht bei der Telekom bin =) hab Kabel Deutschland mit 100mbit (Tagesvolumen 10GB nur bei Filesharing) am sonsten keine drosselung bis jetzt gehabt.
Damit ist ja mal wieder bewiesen warum die, genau diese User wieder mal wegen der Drosselung meckern. Aber natürlich sind das selbstverständlich alles legale Daten die beim Filesharing gezogen werden, was anderes kommt nicht in Frage.
 
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alex_k schrieb:
Wie soll man sonst die neuste Ankündigung erklären, dass Neubauten auf dem Lang ggf gar nicht mehr ans Festnetz der Drosselkom angebunden werden sollen?

Ich fordere eine Netzführerschein und das Pisa-Opfer die nicht einmal ein Mindesmaß an Textverständnis entwickeln können von Newsgroups ausgeschlossen werden. Tut mir leid, aber wer eine so eindeutige Meldung dermaßen verzerrt gehört zur Nachschulung geschickt. Natürlich werden die Neubaugebiete auch künftig ans Festnetz angeschlossen. Das ist Teil der Verpflichtung zur Grundversorgung. Die Pläne sehen lediglich vor die Leitung ins Festnetz durch Funk zu ersetzen. Vodafone und Konsorten machen das bei ihren Geiz-ist-geil-Anschlüssen schon jetzt.

Es muss also erst ein Wettbewerber Leitungen in der Straße verlegen, damit die Drosselom es ihm gleichtut... - Danke liebe Drosselkom.

Drosselkom != Heilsarmee. Schonmal gehört?

Wie wäre es denn mit einer gestaffelten gebühr für DSL 16K Anschlüsse, je nachdem, wie hoch der Downstream tatsächlich ist, gestaffelt in 1 MBIT Schritten?

So wie Du beim Italiener die Pizza per Gramm bezahlst? Die Straßenbahn per Meter? Den Handwerker per Minute?
Ergänzung ()

dgschrei schrieb:
Der einzige Grund warum die Telekom insgesamt einen Verlust ausweist, ist weil sie seit Jahren das Geld was sie mit absoluter Unverfrorenheit den deutschen Kunden aus den Taschen zieht, auf dem amerkanischen Mobilfunktmarkt verzockt.

Das ist der gleiche amerikanische Mobilfunkmarkt der in 2012 einen Gewinn in Millionenhöhe erwirtschaftet hat, richtig?
 
Kenneth Coldy schrieb:
So wie Du beim Italiener die Pizza per Gramm bezahlst? Die Straßenbahn per Meter? Den Handwerker per Minute?
Pizza pro Gramm? Ja macht man, nur in der Maßeinheit Zentimeter.
Auch bei vielen öffentlichen Verkehrsmitteln zahlt man sog. Kurzstrecke (u.a. Münster). Und auch der Handwerker wird in Minuten bezahlt. Deswegen schreiben die auch die Zeiten auf - zumin die Seriösen. Und bei großen Arbeiten kann man auch einen Pauschalpreis aushandeln.

Ich habe auch kein Problem mit einer Preisstaffelung nach Geschwindigkeit und/oder nach Traffic. Nur sollten eben diese auch fair sein, meinetwegen DSL light 8,99€, bis DSL 2000 11,99€ bis DSL 6000 15,99€ bis DSL 16.000 24,95€ und ab VDSL 25 dann eben 29,99€ usw
Alle Tarife mit 1TB Traffic pro Monat inkl.
Ab VDSL meinetwegen 2TB inkl.

Damit sollte jeder Nutzer in Deutschland klar kommen, wer mehr traffic verbraucht muss dann eben ein Paket zubuchen oder sich ernsthaft Gedanken über sein Leben machen.
 
Über das Thema der Netzneutralität braucht man eigentlich garnicht mehr diskutieren, da es indiskutabel ist. Das darf so einfach nicht passieren. Man kann sich kaum ausmalen, wohin sowas führen kann.

Zur Drosselung: Prinzipiell finde ich die Limits und die Geschwindigkeit nach der Drosselung zu niedrig, aber die TCom hat selbst eingeräumt, dass sich diese Werte (zumindest die Volumina) noch ändern können. Ein fader Beigeschmack bleibt natürlich so oder so.

Was mich aber etwas wundert ist die Argumentation der Gegner (wobei ich auch ehr ein Gegner bin, aber auch versuche, die "Pros" zu erkennen und zu diskutieren): Es gibt für viele scheinbar nur noch YT (+ sonstige Streamingdienste), Steam und ähnliche Dienste. Niemand erwähnt auch nur, dass man TV auch anders beziehen kann. Klar ist das, was im "normalen" TV läuft ziemlich mau. Trotzdem fehlen da noch Dinge, wie DVD, BD und CD. Man tut gerade so, als würde die ganze Welt nur noch aus Streamen bestehen. Sicher ist das der Wandel/Lauf der Zeit, immer mehr online zu beziehen. Aber es ist doch nicht der einzige Weg.

Klar nimmt ein Spiel bei Steam mehrere GB ein. Kauft man sich aber jeden Monat mehrere Spiele? Kann man ein Spiel nicht mehr altmodisch analog kaufen? Schaut man jeden Monat zig Stunden YT, Maxdome und Konsorten? Läd man jeden Monat zig Musikalben runter?

Ich spiele jede Woche jeden Tag ein Onlinegame und muss hin und wieder auch Patches (teilweise mehrere GB) laden. Bin mehrere Tage pro Woche im Teamspeak und schaue mir den ein oder anderen "Film" auf YT an. Ich würde so nie an das für meinen Vertrag gültige Limit von 75GB kommen. Bisher gibt es 2 Rechner + 2 Smartphones im Haushalt. Meine 2 Kids sind noch zu jung und ich kann natürlich nicht abschätzen, wie sie das Internet jetzt nutzen würden, wären sie alt genug.

Ich nutze aufgrund der 6mbit-Leitung kein Steam, würde aber auch bei einer schnelleren Leitung mein Geld nicht wirklich für viele (wenn überhaupt) Spiele ausgeben. Andere müssen scheinbar jeden Tag ihr Spiel neu laden, weil es nicht mehr funktioniert. Wieder andere Kaufen offenbar 3-7 Titel jeden Monat, wobei jedes Spiel dann immer mind. 35GB hat.

Sicher gibt es Personen, die auch beruflich auf größere Volumen (Linux, große Uploads, ect.) angewiesen sind. Aber auch hier dürfte dies ein zeitlich begrenzer Rahmen sein, was u.U. nur selten zum kompletten Ausschöpfen des Volumens beiträgt (zumal hier wohl auch vermehrt Verträge abgeschlossen werden, die ein höheres Volumen haben, bis die Drosselung einsetzt [VDSL]).

Ich denke, es kann vieles entschärft werden, wenn die Volumina realitätsnäher (vorallem für 2016) gesetzt werden und auch die Drossel-Geschwindigkeit angehoben wird. Dann bleibt natürlich die Frage, warum dann überhaupt gedrosselt werden muss. Pauschale Drosselung ist eh ein Thema für sich. Besser finde ich da auch die "Lösung" von KabelDeutschland.

Bin gespannt, wohin sich das alles noch entwickelt. Aber diskutiert werden muss und ich finde es gut, dass diese News auf CB so ausgiebig diskutiert werden.
 
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PiPaPa schrieb:
Ich habe auch kein Problem mit einer Preisstaffelung nach Geschwindigkeit und/oder nach Traffic

Genau diese Staffelung nach Geschwindigkeit liefert Drosselkom bereits. Die Stufen dieser Staffelung sind bis zu 16|25|50|100|200 Mbit/s. Das bis zu bedeutet das der Kunde damit rechnen muss das auf diesen Wert gedrosselt wird wenn die Leitung mehr her gibt. Und ja, durch neue Kabel, neue Verteiler, neue Wegeführung, neue Grenzwerte,... sind in der Vergangenheit schon in einigen Fällen die erzielbaren Bitraten nach oben gegangen.

Und nein, das man dem Unsinn von der angeblich zugesicherten Bitrate widerspricht soll nicht heißen das man automatisch die [er-]Drosselung gutheißt.
 
wie soll ein monatliches volumen zur netzstabilitaet beitragen? zwei wochen schnarchlames netz und den rest des monats dann gedrosselt? da finde ich den ansatz von KD einleuchtender: mit taeglichem volumen...

aber das groesste problem habe ich mit der aussage, dass dies nicht fuer die telekom angebote, z.B. videoload, gilt... damit werden maxdome und co. eindeutig im wettbewerb behindert.

[EDIT]ok.. ist wohl nur entertain von ausgenommen, videoload wird wohl doch dazugerechnet..
 
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Ein Bilderbuchbeispiel gegen Privatisierungen von lebenswichtiger Infrastruktur in Deutschland. Wollte ja keiner glauben, dass ab der Privatisierung der Telekomunikation der Ausbau auch nur noch durch Staatsgelder finanziert werden wird (Konjunkturpaket 1&2) der Gewinn geht vollständig in ausländische Abenteuer und ans die Kaste des Leistungslosen Einkommen.

So wird es euch noch gehen beim Trinkwasser, Abwasser, Abfall, Strom, Straßen, Bahn, Schulen, Behörden .. der Staat wird privatisiert und dann geht es richtig ab. Dann hilft auch keine Demo mehr oder .... dann hilft nur noch... ach da freu ich mich schon drauf!
 
Echt lächerlich das ganze Getue von den ganzen Leuten, die ihren eigenen Verbrauch nicht wissen und sich trotzdem der empörungswelle anschließen... Erstens beginnt die drosselung bei höheren Tarifen erst viel später, zweitens ist eine Flatrate sowieso ein unglaublicher Luxus und drittens ist es technisch kaum möglich, ohne drosselung die nächsten Jahrzehnte internetversorgung zu akzeptablen geschwindigkeiten zu gewährleisten... Und zu 75 GB sage ich nur folgendes: selbst wer spielesüchtig ist und ab und zu youtube Videos (vielleicht sogar 3 lps am tag) schaut kommt normalerweise nicht drüber. Wobei auch ich sagen muss, dass hier 100 GB besser wären. Aber die Typen mit dem 200gb Verbrauch, die alles illegal runterladen, Musik auf YouTube hören und für die filmstreaming Kinox heißt, die sollen ruhig gedrosselt werden. Kein Verständnis.
 
Hi,

Erstens beginnt die drosselung bei höheren Tarifen erst viel später

...dafür erreiche ich sie auch schneller, wenn die Datenraten höher sind...

zweitens ist eine Flatrate sowieso ein unglaublicher Luxus

...der bis jetzt auch funktioniert hat...

und drittens ist es technisch kaum möglich, ohne drosselung die nächsten Jahrzehnte internetversorgung zu akzeptablen geschwindigkeiten zu gewährleisten

...was auf den schlechten Entscheidungen der Telekom beruht, nicht auf der Technik an sich. Oder wie ist es erklärbar, dass Litauen und Andorra (!) im EU Glasfaservergleich beide schon 100% der Haushalte erschlossen haben und Deutschland in dem Vergleich unter "ferner liefen..." geführt werden muss und auch dort in den Medien von "Drosselung" nichts zu hören ist? Oder dass Google Fiber in den USA mit 1 GBit angebunden wird (symmetrisch!) und auch dort nichts von Drosseln zu lesen ist?

Und zu 75 GB sage ich nur folgendes: selbst wer spielesüchtig ist und ab und zu youtube Videos (vielleicht sogar 3 lps am tag) schaut kommt normalerweise nicht drüber.

Ja super, du bist mein allwissender Held! Ich nutze meinen privaten Anschluss zu Hause auch beruflich - da komme ich gut und gerne in der Woche mal auf die 50 GB. Und das ohne was Illegales und ohne YouTube oder sonstiges. Wenn ich mir dann HD-Clips auf YouTube anschaue und Musik streame dann explodiert das Ganze. Und jetzt?

Kurzsichtige und horizontbeschränkte Sichtweisen hier, unglaublich.

VG,
Mad
 
Echt lächerlich das ganze Getue von den ganzen Leuten, die ihren eigenen Verbrauch nicht wissen und sich trotzdem der empörungswelle anschließen...
Klar, der Verbrauch eines jeden ist ja auch eine Naturkonstante, Du bist echt ein vorbildlicher Konsument ... die Telekom liebt Leute wie dich ;)
... Erstens beginnt die drosselung bei höheren Tarifen erst viel später, zweitens ist eine Flatrate sowieso ein unglaublicher Luxus und drittens ist es technisch kaum möglich, ohne drosselung die nächsten Jahrzehnte internetversorgung zu akzeptablen geschwindigkeiten zu gewährleisten...
Bei soviel Unsinn weiß man garnicht wo man Anfangen soll ... Unglaublich ist nur die hündische Ergebenheit mit der du hier akzeptierst das man aus Profitgier bestehende Verträge ändern möchte. Und wer seinen Gewinn in die Infrastruktur investiert anstatt Milliarden in den USA zu verpulvern dann wären auch die steigenden Datenvolumen kein Thema.
Kein Verständnis.
... nee, haben wir auch schon gemerkt :rolleyes:
 
Madman1209 schrieb:
...dafür erreiche ich sie auch schneller, wenn die Datenraten höher sind...
Warum sollte man aber deshalb die Grenzen erreichen? Du kannst einen Film nicht schneller erleben oder Musik schneller genießen, nur, weil du schnelles Internet hast. Du lädst dir nicht mehr Spiele im Monat runter, nur weil du schnelles Internet hast (OK - man könnte es und jemand mit VDSL nutzt Steam sicher auch eher, als einer mit DSL6000. Aber der limitierende Faktor ist hier eher das Geld).

Berufsbedingte Nutzung, wo große Datenmengen hoch- und runtergeladen werden müssen, sind natürlich immer kritsch (wobei es auch eher suboptimal ist, alles große von zu Hause aus zu machen. Wozu gibts den Arbeitsplatz? Und wenn man selbst Unternehmer ist, hat man Geschäftskundenanschlüsse). Daher sollten die Volumen definitiv nicht so gering angesetzt werden. Dann stellt sich natürlich die Frage, warum dann überhaupt noch drosseln?

Aber die Aussage "Mit schnellem Internet komme ich auch schneller an die Volumengrenze" ist für mich kein wirkliches Argument.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ist sicher richtig. Nur reden wir nach wie vor von 2016, und wenn meine Gewohnheiten und die Entwicklung gleich bleiben ist 2016 die Projektgröße, mit denen ich von zu Hause arbeite auch größer, die Filme hochauflösender (auch bei besserer Kompression, also h265, wird die Datenmenge wahrscheinlich steigen).

Die schnelleren Pakete, von denen hier gesprochen wird, sind aber auch (zumindest in meinen Augen) nur dann interessant, wenn ich auch VoD Dienste nutze und mehrere Personen im Haushalt habe. Und wenn die Personenanzahl steigt... rechne selbst :) Ausserdem wird doch erst bei solchen Datenraten wie "100 MBit" Cloud-Computing und Online-Storage interessant. Und wenn ich die Dinge, die ich momentan hier auf Platte habe jedesmal aus dem Netz ziehe dann macht es "Kabumm" und bei der Telekom platzen die Köpfe :D :)

Klar, würde alles so bleiben wie bisher dann bräuchte ich keinen schnelleren Anschluß und die Datenmenge würde auch nicht schneller erreicht werden - würde alles so bleiben wie bisher bräuchten wir aber auch die ganze Diskussion nicht ;)

VG,
Mad
 
Obermann tut doch nur das was er in seinen 2 Semestern VWL halt gelernt hat... "Preisteigerung durch (künstliche) Verknappung = Gewinnsteigerung"
... vielleicht hätte er sich die anderen 6 Semester auch mal anhören sollen, um zu sehen wo das hinführt...
 
Madman1209 schrieb:
Klar - was 2016 an Datenmengen aufkommen, kann man nicht einschätzen bzw. kann man pauschal sagen, dass sie definitiv steigen werden. Daher denke ich auch bzw. bin mir relativ sicher, dass die aktuellen Volumina angepasst werden. Ob sie dann realitätsnäher sind, weiß man natürlich nicht.

Auch ich finde, es ist der blanke Hohn, solche Volumina einzuführen, wenn doch selbst die TCom mit ihren tollen Cloud-Services wirbt. Und ich bin auch selbst gegen solch ein Gebahren, versuche aber (und du ja auch) das Thema aus allen möglichen Blickwinkeln zu betrachten.

Dein Beitrag zeigt ja auch, dass du nicht nur wild lostippst und wie viele hier mit den wildesten Argumenten ankommst. Wir sind selbst aktuell zu zweit im Haushalt + zwei 4-jährige Kids und natürlich kann ich jetzt nicht einschätzen, wie meine Kids das internet heute nutzen würden, wenn sie Teenies wären. Aber alle Welt scheint zu denken, dass jede Person (egal in welchem Alter) den ganzen Tag nur Video-/Spielestreaming betreibt und genau das ist mir einfach viel zu einseitig und klingt, als nähme man einem Kind den Lolli weg :D

Und klar sind Anschlüsse mit 100mbit erst sinnvoll, wenn man mit mehr Personen solche Streaming-Dienste nutzt. Bzw. nutzen viele auch solche Datenraten/Verträge, weil einfach mehr Upload da ist, der auch für sehr viele sehr interessant ist (wie z.B. deine Heimarbeit). Aber wer weiß, wieviele dieser Menschen auch wirklich eine 100mbit-Leitung benötigen. Es ist einfach Luxus, den man sich gönnen will und ist der nicht mehr vorhanden, motzt man halt erstmal rum.
 
@Reglohln
Die Telekom spricht von ~3% der User die 20% des Traffics verursachen würden. Gehen wir also mal naiverweise davon aus, dass dies so stimmt. Damit ist doch direkt von der Quelle belegt worden, dass man diesen Traffic ohne Probleme erreichen kann. Jegliche Argumentationen, dass 75 Gigabyte viel Traffic wären sind damit hinfällig.

Und wie bereits gesagt wurde, du darfst nicht von der Einzelperson ausgehen die das Internet ab und an mal nutzt, geh mal von einer Großfamilie aus oder einer WG oder einer Studentenbude. Dort wird das Internet viel intensiver genutzt und dann musst du diesen Traffic noch mit den Köpfen multiplizieren die diese Leitung nutzen. Schon wenn 5 Leute auf eine Leitung kommen sinkt der verfügbare Traffic von 75 GB auf 15 GB pro Person im Monat. Und auch wenn du dir Spiele im Laden kaufst musst du diese zu 95% über Steam installieren. Und du glaubst doch nicht im ernst wenn mal eine Neuinstallation fällig werden würde, dass ich dann meine DVD suchen gehe? :rolleyes:

Desweiteren werden 90% der Spiele über Keyshops gekauft oder sogar Amazon bietet massenweise downloadbare Spiele an. Selbst Gamesload eine 100% Telekomtochter setzt auf dieses Geschäftsmodell...

Es gibt für viele scheinbar nur noch YT (+ sonstige Streamingdienste), Steam und ähnliche Dienste. Niemand erwähnt auch nur, dass man TV auch anders beziehen kann. Klar ist das, was im "normalen" TV läuft ziemlich mau. Trotzdem fehlen da noch Dinge, wie DVD, BD und CD.
Aber das ist der Wandel der Zeit, immer mehr Videotheken werden schließen müssen. Warum noch ausser Haus gehen wenn man alles per Knopfdruck haben kann?

Netflix per VPN , Watchever, Zatoo, Maxdome, ARD Mediathek und einfach Inhalte die es im Fernsehen nicht gibt. z.B. diverse WoW Streams. Diese sind im normalen Fernsehen nicht zu bekommen. Dann gibt es mit Sicherheit vieles was über One Klick Hoster geht und ähnlichen Seiten wie kino.to . Selbst wenn man auch BlueRay und DVD's setzt und z.B. ein Lovefilm Abo hat, selbst Lovefilm setzt auf Streaming!

Wieder andere Kaufen offenbar 3-7 Titel jeden Monat, wobei jedes Spiel dann immer mind. 35GB hat.
Wie ich bereits sagte teile das Limit durch 5 und du hast eine realistischere Vorstellung von dem tatsächlich pro Kopf zur Verfügung stehenden Traffic.

Aber ich erkläre euch gerne mal wie eine Meinungsbildung in der Öffentlichkeit funktioniert. Mal angenommen ich wäre die Familienministerin und wurde durch die Lobbiearbeit dazu gebracht zu versuchen deutschlandweit Internetsperren zu installieren.

Würde ich hingehen und den Leuten sagen: "Liebe Menschen, wir müssen leider die Inhalte im Netz kontrollieren damit die Unternehmen Konkurrenz gezielt aussperren können?" Nein ich würde eher hingehen und von Terrorabwehr sprechen.
Oder noch besser, dies wäre der einzige Weg KiPo Seiten zu bekämpfen. Ich würde also einen Grund suchen der in der Allgemeinheit voll akzeptiert ist und gegen den keiner argumentieren kann ohne öffentlich angegriffen zu werden.

1) Wenn ich gegen Netzsperren bin und für Netzneutralität damit kein Unternehmen den Wettbewerb darüber behindern kann, dann stehe ich öffentlich noch gut da

2) Hat mein gegenüber um seine Ziele zu erreichen allerdings die Terrorabwehr vorgeschoben so kann ich viel schwieriger argumentieren. Denn ich würde in der Öffentlichkeit gleich so hingestellt werden, dass ich den Terrorismus und Anschläge gut finden, und dies obwohl ich nur identisch mit dem Fall 1 die Netzneutralität verteidigen würde

3) Hat mein gegenüber nun weder mit der Terrorabwehr noch mit dem Lobbieeinfluss argumentiert, so könnte er noch mit dem KiPo Argument die Internetsperren verargumentieren. ( Was technisch völliger Unsinn ist und eine Sperre schon immer möglich wäre, siehe Fakebankseite die innerhalb weniger Stunden weltweit vom Netz genommen werden können. Aber das weiß die dumme Masse glücklicherweise nicht )

Auch da würde ich eigentlich nur wieder die Netzneutralität verteidigen, aber öffentlich würde man den Stempel "Kinderf*****" aufgedruckt bekommen. Wie perfiede und krank muss man sein um damit zu argumentieren? Aber gut, glücklicherweise bin ich weder bei der CDU noch Familienministerin...

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Aber kommen wir zurück zur Telekom, hier verhält es sich ähnlich wenn auch die Telekom deutlich fairer argumentiert. Das Prinzip ist identisch... . In den Vordergrund wird wieder eine Minderheit geschubst, und der Allgemeinheit wird suggeriert, dass diese Nutzergruppe sowieso nur aus Powersaugern besteht die illigale Dateien herunterladen würden. Damit wird die allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung gestärkt.

Zusammengefasst. "Es betrifft mich eh nicht, also sollen die Poweruser doch dafür zahlen, dass sie mehr Leistung nutzen. Das ist doch gerecht."

Das Ende vom Lied wird allerdings sein, dass bis zum Jahr 2016 der Bandbreitenverbrauch allgemein steigen wird. Dann sprechen wir nicht mehr von 3% sondern von 10%. Und das wird dann auch nicht nur die vorgeschobenen Powersauger treffen, sondern auch den 0815 Familienvater der sein Kabelfernsehen abgeschafft hat und es z.B. durch Zattoo in HD ersetzte. Ihr werdet euch noch alle wundern wie schnell der Traffic weg sein wird bei einer normalen Nutzung... :king:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

@Reglohln

klar das stimmt sicher. Es wird viel zu viel übertrieben. Der Vergleich mit dem Lolli trifft es schön :D Da gehen wir absolut in die gleiche Richtung und man merkt auch an deinen Aussagen, dass es ruhig, besonnen und mit Bedacht verfasst ist. Nur so kann man wirklich diskutieren und es artet nicht in einen Shitstorm aus wie so oft...

Aber das Problem an der Sache ist glaube ich einfach, dass die Telekom der Platzhirsch und der Vorreiter ist. Wenn das Verhalten Schule macht dann ist es mit der Netzneutralität und den echten Flatrates bald vorbei, weil alle anderen nachziehen. Davor haben viele Angst - und das sogar zu Recht in meinen Augen, weil sicher einfach vieles in die "Cloud" (wie ich es hasse dieses Modewort :) ) verlagern wird, da passen Volumentarife einfach nicht mehr so Recht ins Bild. Lustig auch, wenn man mit ausländischen Kollegen per Video-Chat spricht und die einen dann damit aufziehen:

"Du, sollen wir lieber telefonieren? Habe in den Nachrichten gehört, bei euch wird wieder nach MB abgerechnet" :D

Es geht glaube ich vielen hier nicht so sehr darum, dass sie nur noch 75 GB oder 150 GB im Monat verbrauchen dürfen, sondern dass die Argumente der Telekom ("wir brauchen das Geld für den Ausbau") durch ihr eigenes Verhalten (siehe aktuelle News auf der Main) ins Lächerliche gezogen wird und man sich einfach vera*scht vorkommt.

VG,
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