xexex schrieb:
Was heißt "realistisch"? Weniger Spezialeffekte, keine Laserwaffen und die Raumschiffe bleiben nicht plötzlich stehen und fliegen in eine andere Richtung. "Realistisch" wären gar keine Geräusche, dafür fehlt im Raum einfach die Luft, es ist "realistischer" aber nicht "realistisch", was vermutlich tatsächlich langweilig wäre.
Kämpfe innerhalb der Reichweite der PDCs (close quarter combat) sind die absolute Ausnahme. Auf dieser Distanz kämpft man auf der letzten Verteidigungslinie.
Üblicherweise wird auf 1.000 Kilometer oder größeren Distanzen gekämpft mit Missiles (die von den Point Defense Cannons, kurz PDCs, abgeräumt werden sollten) und mit Railguns (die ab 1.000 Kilometer wenig Sinn machen, weil das Ziel bequem ausweichen kann - falls es nicht pennt wie ein gewisses Schiff in der sechsten Staffel).
Die Kämpfe und Schlachten in der Serie sind natürlich dramaturgisch so präpariert und aufbereitet, dass sich die Schiffe spektakulär nahe kommen. In einem Spiel würde aber niemand so fliegen und kämpfen, wie man es in der Serie sieht, denn - unter Annahme, dass das Spiel der Vorlage treu bleibt und keine Spielereien wie Energieschilde einführt - würde dein Schiff binnen Sekunden zu Klump zerballert werden.
Man würde auf einer Distanz von min. 1.000 Kilometern bleiben und hoffen, dass eine Missile ins Ziel kommt, oder dass der Feind das Railgun-Projektil nicht kommen sieht. Schießen, 30 Sekunden warten, ob man was getroffen hat - wahrscheinlich nicht, aber falls doch, ist der Kampf sofort vorbei (denn in The Expanse gibt es keine Schilde und jeder Treffer mit etwas, dass größer als ein PDC-Projektil ist, ist tödlich).
P.S.: Ja, ich weiß, dass die Rocinante einen Railgun-Treffer geschluckt hat. Aber das war in der finalen Schlacht mit einer Spezialpanzerung, die es zum Zeitpunkt der Spielhandlung noch nicht gab.