Tonspur "PCM"

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Ich habe gerade mal wieder den Film "Underworld Evolution" in der Hand.

Auf der BluRay ist da eine Tonspur im Format "PCM" drauf.

Was ist dass denn für ein Tonformat?

Das sieht man sonst ja nur sehr selten.
 
Vereinfacht heißt PCM einfach, dass es ein unkomprimierter Audio-Stream ist.
Die Zahl dahinter gibt die Kanäle an. PCM 2.0 ist also unkomprimiertes Stereo und entspricht CD-Qualität. Mehrkanal geht natürlich auch.
Mehrkanal-PCM auf Blurays wäre allerdings ungewöhnlich. Normalerweise trifft man dieses Format bei Spielkonsolen und dem PC an.
 
ich glaube, ich habe absolut keine Blueray auf der sich Mehrkanal-PCM befindet. In freier Wildbahn habe ich das so noch nie gesehen.
 
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Derbysieger1995 schrieb:
Was ist denn der Unterschied von so einer Tonspur zu einer Dolby TrueHD oder DTS-HD Master Spur?

Alle 3 sind ja dann ein umkomprimiertes Format?
Lies den Link von mir, und nein. Du kannst davon ausgehen, daß heute fast alle Formate komprimierte sind, deshalb brauchst Du ja einen entsprechend aktuellen AVR, der daß dann korrekt decodieren kann. PCM ist das reine rohe Protokoll ohne jegliche Komprimierung, und wird für Abwärtskompatibilität bei älteren Geräten notwendig. Heute macht man nur noch Bitstream, und fertig.

Denkt doch nicht immer so kompliziert. Grobes Beispiel: Bitstream ist Autobahn, PCM ist Landstraße, und da fahren unterschiedliche Laster mit Beladungen (Codecs wie Dolby TrueHD oder DTS-HD, DD+ usw.). Bei PCM muß man nichts mehr auspacken, da ist alles direkt auf dem Laster drauf. Aber dafür paßt da nicht so viel mehr drauf, weil es einfach Platz kostet unkomprimiert.
 
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Derbysieger1995 schrieb:
Alle 3 sind ja dann ein umkomprimiertes Format?
Nein, die Dolby und DTS Formate sind komprimiert. Man liest bei HD Tonformaten oft von "lossless" (verlustfrei), das bedeutet jedoch nicht unkomprimiert.
 
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PHuV schrieb:
Heute macht man nur noch Bitstream, und fertig.
Bitstream bedeutet nur, dass der Bitstrom so wie er ist weitergeleitet wird, egal ob komprimiert oder nicht. Das ist kein Synonym für Kompression.
 
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Habe ich auch mit keinem Wort so behauptet. 😉 Ich sagte, daß man davon ausgehen kann, daß heute jeder verwendete Codec komprimiert ist. Die meisten Leute verstehen eben nicht den Unterschied von Protokoll/Modulation und Codec.
 
PHuV schrieb:
habe ich auch mit keinem Wort so behauptet.
Ok, dann habe ich "Bitstream ist Autobahn, PCM ist Landstraße" ggf. missverstanden. Weil der Vergleich ja so eigentlich nicht passt, da es sich inhaltlich nicht um Vergleichbares handelt. Weiter oben hattest du ja auch nochmal "Wie Bitstream, nur unkomprimiert" geschrieben, was ja so auch nicht passt, weil auch PCM als Bitstream laufen kann.
 
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Ja, ich wollts einfacher erklären, und bitte keine Verwirrung schaffen, daß Bitstream auch PCM kann. 😉 Ich sach nur Container, Container, Container.
 
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Bistream ist ja eben kein Container. Der haut einfach nur auf Bitebene das durch was kommt, egal was. Das Endgerät muss dann mit dem Resultat klarkommen (oder ggf. auch nicht ;) )
 
Marcel55 schrieb:
Mehrkanal-PCM auf Blurays wäre allerdings ungewöhnlich. Normalerweise trifft man dieses Format bei Spielkonsolen und dem PC an.
Spellbound schrieb:
ich glaube, ich habe absolut keine Blueray auf der sich Mehrkanal-PCM befindet. In freier Wildbahn habe ich das so noch nie gesehen.
Konzert-BDs haben oftmals auch PCM Stereo (was übrigens bereits Mehrkanal ist, sonst wärs ja Mono).

PHuV schrieb:
Aber dafür paßt da nicht so viel mehr drauf, weil es einfach Platz kostet unkomprimiert.
Naja, bei 44,1 kHz, 16 Bit und Stereo sind es etwa 10 MB/min, fällt bei BD nicht wirklich auf. Für höhere Auflösungen einfach hochrechnen, z.B. 15 MB/min bei 24 Bit und ca. 35 MB/min bei 24 Bit / 96 kHz.

24/96 ist aber mehr fürs Marketing, denn keine Stereoanlage der Welt kann das auflösen bzw. erst recht die Dynamik (144 dB) umsetzen (nichtmal Manowar schafft das beim Soundcheck, der Weltrekord von 2008 liegt bei 139 dB Schallpegel).
Menschliche Ohren machen (im Kindesalter) bei etwa 20 kHz dicht, dafür reichen 44,1 kHz Abtastrate. Fledermäuse und Delfine sind da audiophiler und würden von 96 kHz Abtastrate profitieren.

Für die Bearbeitung im Studio macht 24/96 oder gar 24/192 Sinn wegen Verminderung von Ungenauigkeiten bei mehreren Bearbeitungsprozessen hintereinander.
 
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Derbysieger1995 schrieb:
Auf der BluRay ist da eine Tonspur im Format "PCM" drauf.

Was ist dass denn für ein Tonformat?

PHuV schrieb:
Das ist das Protokoll, kein Tonformat. Wie Bitstream, nur unkomprimiert.

PCM (LPCM, DPCM, ADPCM), PDM, PWM, PPM, PBM, PAM, PLM und PFM haben mit dem Datenaustausch nichts zu tun, es sind algorithmische Modulationsverfahren. PCM ist in der häufig angewendeten Elektronik sozusagen das digitale Äquivalent zum analogen PWM.

Es existieren so Bezeichnungen wie Full Digital Amplifier oder Full Digital Voltage Regulator Module. Wenn man sich das mit einer Vorkenntnis zur Physik anschaut, dann hinterfrage man sich, was denn ein digitaler Versärker sein solle oder was eine Voltage mit dem Digitalen zu tun haben solle. Digital ist stromlos, um es kurz zu fassen. Die Welt des Digitalen ist eine Dekohärenz. Man kann keine Schallwandler oder CPUs mit Bytes antreiben. Das bisschen Elektrizität, was ein Lichtwellenleiter befördern kann, hat mit den zu transportierenden Informationswerten gar nichts zu tun, sie entsteht woanders und reiche nicht einmal, um die LEDs zu befeuern, was es mittlerweile bei so manchem Kabel gibt. Es steht zwar Digital da, jedoch gemeint ist der Kommunikationsaustausch vom Analogen (PWM) ins Digitale (PCM oder PDM) und umgekehrt.

Tastgrad lautet das Zauberwort: Ich nenne einen Tastgrad gerne einen Morsecode, der den Puls (analog) so pulsieren lässt, dass er den Code eines Signals (digital) abbilde.

Die Pulsweitenmodulation schaltet über den Tastgrad, daraus ergeben sich die Spannungsimpulse, diese das Produkt aus der Impulsfolgefrequenz und der Impulslänge sind und die daraus resultierende Impulsantwort, deren Frequenzspektrum die Impulsleistung ergibt, entspricht in der Modulation ins Digitale der Signalstärke. (Die Impulsfolgefrequenz und die Impulslänge bilden demnach den Morsecode ab.) Ein fast zu simples Prinzip, das sich bestimmt Seefahrer ausgedacht haben. xD
 
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