Bericht Trumps Kill Switch: Wie die EU Alternativen zu MS365, ChatGPT und Co. aufbauen will

40l0so schrieb:
Das alles in eine Einzellösung abzubilden ist zwar möglich, aber welches Unternehmen möchte das denn zahlen?
Ganz zu schweigen von der Verfügbarkeit. Ich hab desöfteren einen Stromausfall oder das hops gehen eines Servers erlebt, als die Serviceeinschränkung durch MS/M365.

Conqi schrieb:
In der Privatwirtschaft ist das Problem, es gibt keine schlüsselfertige Lösung im gleichen Umfang wie M365 und Co. und die wird auch keiner aus eigenem Antrieb entwickeln.
Ich kann heute zu dutzenden IT-Dienstleistern marschieren und mir das Kombopaket aus Betriebssystem, Identitätsverwaltung, Office-Suite, CRM, Security und was weiß ich nicht alles von Microsoft verkaufen lassen. Wenn ich was anderes will, muss ich deutlich mehr suchen und hoffen, dass die für die meisten Anforderungen was haben, was irgendwie zusammen funktioniert.

MS (und andere) werden doch mit Steuergeldern zugeschmissen ;).
Obwohl der bestehende (F)OSS Markt vollkommen in der Lage ist den Bedarf von KMU zu erfüllen - komplett.

Nimmt man eine solche Lösung, so gibt es auch hier die Möglichkeit bestehende Lösungen von anderen Anbietern warten und betreuen zu lassen - am Ende ist das alles auch nur Standard-Tech.
Und wegen "EINES Servers": hostet man halt selbst in der Cloud oder gleich Hybrid.
Bevor nun jemand sagt, sowas gäbe es nicht: doch gibt es, habe ich gebaut, ready-top-use, enterprise-grade, auditierbar. Also machbar.


Technisch und inhaltlich ist das also alles lösbar und gelöst. Nur vieleicht nicht von den Großen? Und - gerade hier im Land der Dichter und Denker, der Ingenieure treffen immer mehr Auflagen die kleineren Betriebe nd Selbstständigen. Förderungen kann man machen, ja, machen alle anderen ja auch - ist aber im Grunde auch ein Halbtagsjob alleine.

Und kurz an die Nutzer, wie sie auch bei er ersten Linux Lösung in München scheinbar reagierten und einige hier: Alternativen sind (hoffentlich) nie exakt wie die bekannten großen Lösungen. Sie schmecken oft etwas anders. Einfach mal offen sein und probieren. Sich vorher Gedanken machen, was überhaupt gelöst werden soll; das persönliche Gefühl oder ein konkretes Ziel?
 
Eigentlich ist das Problem eher weniger Microsoft sondern dass sämtlicher anderer Krempel Windows/O365 zum laufen braucht.

Hatte mir mal Icewarp für die Firma angeschaut, zumindest bis ich die Kosten vs. Exchange on prem. geprüft habe. Da ist MS quasi alternativlos da unfassbar günstig. Windows selbst könnte ich in zwei/drei Jahren los werden da die Hersteller der Software zumindest für meinen Betrieb allmählich auf Browser-Clients umstellen.
 
Crypta_cs schrieb:
Sich vorher Gedanken machen, was überhaupt gelöst werden soll; das persönliche Gefühl oder ein konkretes Ziel?
Und gerade letzteres ist ja z.B. in München gescheitert.
 
@LikeHike Die Frage ist für mich nicht, wie der Ausgang war, sondern WARUM. Und genau hier höre ich immer wieder:
"Es ist eben nicht wie MS."
Oder auch hier im Thread immer wieder "Das muss aber mindestens BESSER sein."
Besser? In welchem Aspekt nach welchem Maß?

WIr haben uns derart weit von Problemlösung zu einer in Bequemlichkeit etränkten Feelgood Gesellschaft entwickelt, dass die Bewegllichkeit stark eingeschränkt scheint. Und ja, dann gibt es auch nie eine Lösung.

Linux funktioniert wunderbar - wie auch Microsoft weiss. Denn ohne Linux gäbe es auch die Azure in dieser Form nicht.
Und dann sind die Buttons eben woanders oder - für mich - nicht so hübsch wie die alten. Die Tech ist aber da: Auf OPS Ebene, auf Services Ebene und auch im Bereich Konfigurationsmanagement.

Was die fehlenden RZ angeht: da würde ich sicher weniger den Atomstrom sehen, der bei 4°C Kühlwassererwärmung eh abgeregelt werden muss und dessen Kernelemente auch aus dem Ausland i.d.R: eingekauft werden müssen.. Vielleicht fangen wir auch hier mal damit an uns wieder über messbare Ziele statt Absichten zu unterhalten. Was wollen wir erreichen? Und Bedarf es dazu wirklich immer genau das, was wir gerade nicht haben? Und so geschrieben... wann werden wir wieder lösungsorientierter statt problemfokussiert?
 
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Muntermacher schrieb:
Ich wußte gar nicht, daß 13,3 % der Abgeordneten bei einem Bevölkerungsanteil von 18,6% der größte Teil sein soll. Finde den Fehler..... in Deiner Datenlage.
Siehe #167. Darfst gerne einmal drüber schauen, nachrechnen und Dich melden.
 
Crypta_cs schrieb:
Und genau hier höre ich immer wieder:
"Es ist eben nicht wie MS."
Und genau das ist im Bezug auf Kompatibilität von Fachsoftware, Datenschnittstellen und User-Acceptance nunmal ein valides Argument.
Crypta_cs schrieb:
Oder auch hier im Thread immer wieder "Das muss aber mindestens BESSER sein."
Besser? In welchem Aspekt nach welchem Maß?
Mindestens mal im Preis-/Leistungsverhältnis wäre doch gut, oder? Aber da es ja massiv an der Leistung gefehlt hat und trotzdem teuer war…
 
Ich bin in dem Thema nicht drin, aber was würde denn passieren, wenn die EU und deren Mitgliedstaaten beschließen würden, dass IT-Services eine genauso große Bedeutung haben, wie ein souveränes Militär und - sagen wir - ab 3031 Nicht-EU-Anbieter ihre Dienstleistungen nicht mehr in der EU anbieten dürfen oder nur zu Bedingungen, die eine vollständige Kontrolle ermöglichen?

Sicher, das würde einen Riesenärger mit den USA und China geben, das BIP würde vermutlich EU-weit ein paar Prozentpunkte verlieren, aber Not macht bekanntlich erfinderisch.

China hat mit dem Holzhammer auch innerhalb weniger Jahre in der KI-Technologie quasi aus dem Stand zu den USA aufgeholt. Die haben das schlicht erzwungen.

Und wie einige Kommentatoren bereits geschrieben haben - es gib ja offensichtlich Alternativen. Die sind zwar weniger bekannt und verbreitet und noch nicht so leistungsfähig, aber sie existieren und darauf kann aufgebaut werden.

Man würde Staat, Wirtschaft und private Anwender quasi zwingen, sich mit Alternativen zu beschäftigen.

Das mag undemokratisch und drakonisch wirken, aber die "Gegenspieler" im Kampf um die globale Dominanz/Selbstbehauptung - (und um nichts geringeres geht es hier!) spielen auch mit gezinkten Karten und nach ihren ganz eigenen Spielregeln.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die EU versuchen könnte, einen großen technologischen Sprung zu machen: Fusionskraft, Quanten-Computing etc. Also Felder suchen, die noch nicht monopolisiert sind und eigene Technologie-Monopole aufbauen und als Faustpfand im Handel mit den anderen Machtblöcken nutzen.
 
n8mahr schrieb:
ich wünsche dir viel glück bei DEINER selbständigkeit, und ich hoffe nicht, dass du angestellter oder beamter bist und deshalb so eine meinung quasi "gratis" vertrittst.
Man kann nicht alles mit Geld aufwiegen und nur weil etwas nicht mit Geld aufgewogen werden kann ist es auch gratis.

Vielleicht kommst du in deinem Leben auch noch irgendwann darauf. (aber achtung, Alter allein ist kein Garant dafür!)
 
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Ironbutt schrieb:
WiR weRdeN ALLE UntErGeHen!!! :freak:

Nein mal im Ernst,
Hahaha, danke für den Post - nach seitenlangem Gejammer das wir so scheiße sind und sich ja doch nichts tun wird und Totgeburten, etc. gesprenkelt mit politischen Fingerpointing & Blaming die als "Meinungen" verkauft werden, dachte ich schon alle hätten nur noch nen Stock im Arsch und würden sich im Selbstmitleid suhlen. :evillol:

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, schauen wir doch einfach mal was draus wird :daumen:
 
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Einfach niemandem trauen. So einfach ist das. Zu viel gesehen die letzte Jahre. Ich schenke keiner KI ein Konto oder alle meine Daten.

Lieber anonym und mit regelmäßig neuer Sitzung, falls wirklich benötigt.
 
@Saint81
Jep, die Wimmer-Nation.

"Jeder kleine Schritt nach vorn ist besser, als jeder nach hinten oder stillzustehen!"
(Morgendlicher Fußmatten-Spruch). 😅
 
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Die Ganze Diskussion hier führen wir doch im Grunde nur, weil alle nur den Mainstream kennen, sich von großen Namen beeindrucken lassen, die "schon immer da waren" und somit ein Surrogat der Illusion von Zuverlässigkeit erzeigen, die für den Konsumenten und Politiker eben reicht.

Erinnert sich noch wer an den Grundgedanken des Internets? Dezentral, resilient und so? So Ende der 90er, nachdem es in der Zivilgesellschaft ankam?

LikeHike schrieb:
Und genau das ist im Bezug auf Kompatibilität von Fachsoftware, Datenschnittstellen und User-Acceptance nunmal ein valides Argument.

Nutzer werden 'erzogen' bzw gewöhnt. Das ist kein Naturgesetz.
Kompatibilität ein Ergebnis des Schaffens und ebenfalls kein Naturgesetz. Oft eher eine Frage des Willens.

Und solange "Datenschnittstellen" gebaut werden wie "ZUGpferd", wo etwas anderes drauf stehen darf als drin ist (technischer Fakt, keine Behauptung), solange können wir auch bestehende Datenformate einsetzen - die gibt es ausreichend und DTOs (Data Transfer Objects) sind auch keine Hexenkunst.

WhatsApp läßt sich schon lange vor der EU Verordnung in Matrix (Messenger) integrieren und zeigt sehr gut, das es um WOLLEN und nicht um 'KÖNNEN' geht.

Auch "Fachsoftware" ist overrated. Und das sage ich als ehemaliger Softwareentwicklungsleiter einer führenden Arztsoftware und jemand der leider zwingend auf Windows Programme zur Maschinensteuerung angewiesen ist - mache ich auch mit Linux, so what? Nichts davon spricht dagegen bestehende Wege zu gehen, die von den bisherigen abweichen.




LikeHike schrieb:
Mindestens mal im Preis-/Leistungsverhältnis wäre doch gut, oder? Aber da es ja massiv an der Leistung gefehlt hat und trotzdem teuer war…

Ich höre Du willst billig? Oder reden wir hier über Ziele? Ziele hatten schon immer einen Preis, billig ist, was übrig bleibt. Davon ab: werde doch mal konkret, welche "massive" Leistung fehlt?
 
Crypta_cs schrieb:
Auch "Fachsoftware" ist overrated. Und das sage ich als ehemaliger Softwareentwicklungsleiter einer führenden Arztsoftware und jemand der leider zwingend auf Windows Programme zur Maschinensteuerung angewiesen ist - mache ich auch mit Linux, so what? Nichts davon spricht dagegen bestehende Wege zu gehen, die von den bisherigen abweichen.
Nobody gets fired for buying IBM.
 
Ein rotes Auto schrieb:
Habe mir sogar die Mühe gemacht und nachgerechnet.
das ist schön für dich. und wenn du die zahl mit 1000 multiplizierst wird sie noch viiiiel grösser. ändert bloss nichts daran, dass das genauso unsinnig ist wie deine berechnung. deutschland stellt einfach nicht den grossteil der eu-abgeordneten... bezogen auf die einwohnerzahl sogar unterdurchschnittlich. kannst ja gerne nochmal nachrechnen :)
 
Ein rotes Auto schrieb:
Wenn der Median bei 20 Mitgliedern liegt und Deutschland 96 Abgeordnete stellen darf, haben wir den Faktor 4,8 im Raum stehen. Finde ich jetzt nicht so wenig, als dass der "Großteil" an den Haaren herbei gezogen wäre.
Die deutschen EU-Abgeordneten gehören aber nicht alle der gleichen Partei an oder bilden einen festen Block.
Sondern sie verteilen sich auf die derzeit im EU-Parlament sitzenden 9 Parteien mit insgesamt 720 Sitzen.
 
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aus meiner Sicht muss man die Akzeptanz-thematik genau so angehen, wie Microsoft damals keine illegalen, privaten Windows-Installation verhindert hat. Jeder hat einfach Windows genutzt, weil es ja quasi umsonst war. Auch Office wurde damals massiv wenig verfolgt. Alles schon lange her und alles vor den Cloud-Zeiten, aber damit hat sich Microsoft alle Nutzer auf die Seite gezogen. Jeder hatte es privat und hatte expertise darin.

Um dem nun mit einem "neuen" System entgegenzuwirken muss man sich dazu entschließen für jeden EU-Bürger entsprechend eine kostenfreie Version bereitzustellen. Wie wir alle wissen, stehen Menschen auf kostenlose Sachen (im allgemeinen...). Der Ansatz ist mittlerweile ja gegeben, da die Cloudversionen von den ganzen Diensten, oder Office eben Geld kosten im Abo.

Mit kostenlosem Speicher, kostenlosem Office, kostenlosem Mailpostfach, usw. könnte man sicherlich eine ganze Menge Privatmenschen erreichen und damit auch Expertise im Umgang mit den Produkten schaffen.

So etwas dauert natürlich, das ist mir klar, aber irgendwann muss man anfangen.
 
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Diese Dinge sind aber nicht kostenlos. Die Frage ist immer nur: wie die Kosten bezahlt werden ;).

Kostenloses Analytics hat damals Google auch geholfen. Finanziert durch Venture Kapital, also dem Willen des Marktes, konnten sie kostenlos diesen Service anbieten. Was sie auch taten. Genau so lange wie es Mitbewerber gab. Als die dann seltsamer Weise nicht mit dem Preis mithalten konnten, war der Markt bereinigt und Google konnte auch dafür wieder Geld nehmen.

Verantwortung sehe ich hier eher. Denn es ist alles da. Nur Verantwortung haben wir schon iommer wegoptimiert. Linux IST kostenfrei zu 'erwerben', den Preis bezahlen tausende Entwickler in Freizeit oder ihre Chefs in Freistellung. Es IST angekommen... sonst würden Steam Machines wohl immer noch mit Windows laufen.
Aber man KANN natuerlich immer sagen: "Haben wir schon immer so gemacht. Echte Alternativen gibt es nicht."
Keine Argumente, kein Inhalt, nur Meinung. Dagegen ließe sich freilich nichrt mehr argumentieren ;).
 
Crypta_cs schrieb:
Diese Dinge sind aber nicht kostenlos. Die Frage ist immer nur: wie die Kosten bezahlt werden ;).
Tatsächlich bin ich der Meinung das dies eine essentiell wichtige Investition seitens der EU in seine Bürger und dem Erfolg eines souveränen Systems wäre.

Eine finanzielle Aufstellung müsste natürlich aufgestellt werden. Ich maße mir nicht an, das wirklich aussagekräftig bewerten zu können.

Fakt aus meiner Sicht ist jedoch: Solange die Leute alle mit den kostenpflichtigen Produkten von Microsoft arbeiten und auch im privaten Bereich nur damit zu tun haben, wird sich jedes andere OS oder Office, usw. sehr schwer tun.

Und wie es so oft ist, wird die Einsicht erst zu spät kommen, wenn nichts mehr geht.
 
Pipmatz schrieb:
Nur zur Erinnerung:
Es gab damals nicht nur den Homo Sapiens.
Es gab glaube ich 4 oder sogar 6 verschiedene und der Homo Sapiens hat sich am Ende durchgesetzt.

Man kann in uns (Asien, Europa, Amerika) allen wohl noch 1% Neandertaler DNA nachweisen.

Und selbst wenn es nur noch 1% sind, in den Urinstinkten ist der Hang zur Selbstzerstörung der heutigen Menschheit immer noch vorhanden.
Irgendwie bedauerlich, das die Natur uns so erschaffen hat. Und das wir durch die Geschichte bis heute was Machthunger angeht, nichts dazugelernt haben oder lernen wollen.

Wir bewundern unsere angeblich so hohe Intelligenz beim Weiterentwickeln der KI und diese wird uns eines Tages, egal in welchen Zusmmenhang zum Verhängnis werden.

Sie wird von den Machthungrigen sehr perfide gegen uns eingesetzt.
 
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