News TSMC: 450-mm-Wafer sparen viel Personal

hansufranz schrieb:
hey
ich weiß gar nicht was ihr habt. Es ist ein natürlicher lauf der dinge, dass Menschen durch Maschinen "ersetzet" werden. Früher fuhr eine ganze Segel-crew, um Sachen über das Meer zu transportieren, heute hat man 1,2 Männer (Achtung!! starke Übertreibung) die sich um das Boot kümmern. Das gleiche in der Auto-industrie, wie viele Mitarbeiter brauchte man vor 50 Jahren für ein Auto; wie viele heute??

Tja, nur dass so bald irgendwann der Kapitalismus nicht mehr funktioniert! Und es hat noch keiner ein System entdeckt, mit dem man das Leben im globalen Sinne, den Fortschritt etc regeln kann, welches so überleben würde.

Meinst du, dass, wenn es nur noch Roboter gibt, die Unternehmen, denen diese gehören, alles produzieren lassen, weil sie so nett sind? Das würde uns noch viel, viel abhängiger machen als es jetzt schon der Fall ist. Außerdem geschieht der Wandel nicht ruckartig sondern sehr langsam, und das ist das Problematische. Denn sobald man erstmal dort angekommen ist, ist es nicht schwer, aber die letzten Schritte bis dahin sind nicht begehbar.
 
Mystic-Car schrieb:
Was macht TSMC den falsch? o.O
Sie erhöhen bloß die Effizienz einer Fabrik...

Bsp:
450mm -> 1000 Mann -> 10.000 Chips
300mm -> 1000 Mann -> 5.000 Chips

Um auch auf 10.000 Chips mithilfe von 300mm Wafern zu kommen muss doppelt soviel Personal eingesetzt werden => man spart sich 5000 Arbeiter einzustellen.

Muss ja nicht immer unbedingt heißen, dass diese Arbeiter gefeuert werden, aber hey solche Leute schreien dann meist auch:
"Microsoft, Nokia, Apple, Sony *Liste bitte weiterführen* sollen untergehen, wenn kümmern die Arbeitsplätze..."

Grüße

Die Rechnung taugt nichts.
Größere Wafer -> größer Maschinen -> weniger Maschinen im gleichen Raum -> weniger Bedienpersonal.
 
warum sollte ein unternehmen auch wirtschaftlich denken. ist ja umsonst.
besser unwirtschaftlich denken und untergehen und dann garkein personal einsparen...
ist das besser ?
wer tut mehr für die wirtschaft und die arbeitsplätze ?
die 3personen radiowerkstätte die sehr mitarbeiterorientiert ist ?
oder der große böse konzern der tausende mitarbeiter einstellt ?

man MUSS wirtschaftlich denken und agieren um zu wachsen und am ende mehr mitarbeiter einstellen zu können. so funktioniert JEDES system. ZUERST die wirtschaft, DANN das soziale.
umgekehrt ist es unmöglich...
umgekehrt ist kein wachstum möglich und dementsprechend auch keine arbeitsplätze.
was wäre das für eine welt wenn die ganzen kurzsichtig sozialen denker hier führende positionen übernehmen würde...

is halt einfach als außenstehender immer nur zu jammern...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Wirtschaft ist aber auch auf Kunden angewiesen womit der soziale Teil wieder ins Spiel kommt. Was bringt es zu produzieren wenn man es nachher nicht absetzen kann?
Mit dem Spruch "Wirtschaft zuerst" kann man selbige auch zugrunde richten.
 
sav1984 schrieb:
warum sollte ein unternehmen auch wirtschaftlich denken. ist ja umsonst.
besser unwirtschaftlich denken und untergehen und dann garkein personal einsparen...
ist das besser ?

Warum sollen wir das jetzt verallgemeinern? Da werde ich nicht mitziehen. In diesem speziellen FAll reden wir von TSMC, und da wäre es doch wohl nicht mehr als ein schlechter Witz, wenn man sagen würde, dass sie auf diese Effizienz angewiesen sind. Schau dir mal deren GEWINNE an.

umgekehrt ist kein wachstum möglich und dementsprechend auch keine arbeitsplätze.

Allein dieser Gedanke... ich möchte mich immer wieder übergeben, wenn ich sowas höre. Wie schlimm es ist, dass Wachstum der geforderte Standard ist. Hallo? Die Welt hat keine unendlichen Ressourcen, der Weg geht nicht immer nach oben. Ständiger Wachstum KANN gar nicht die Forderung sein, ist es aber! Und mir erschließt sich auch nicht, warum das nötig wäre. Natürlich, dann macht man selbst mehr Gewinn, und danach strebt man. Aber wenn man selbst Gewinn macht, hat irgendwer anders auf der Welt wieder weniger Geld. Also führt das auch zu nichts.
Ständiger Wachstum ist nicht erforderlich, wird aber ständig gefordert. Und das ist das Bescheuerte.


Und ja, stell mit den neuen Maschinen halt tollere Wafer her, die dann keiner mehr kaufen kann, weil alle gefeuert sind. Es kommt keines der beiden zuerst, beides kommt gleichzeitig und Hand in Hand.
 
Sav1984@ Bitte informiere dich noch mal genauer über Wirtschaft und CO und deren negativen Auswirkungen bei mangelnder, positiven, Sozialgefüge.
 
Megatron schrieb:
Den Fortschritt sei Dank, wir brauchen immer weniger Arbeiter. Nur ??? Wer kauft dann all diese Produkte und mit welchen Geld.

Die Replikatoren in Raumschiff Enterprise hatten auch keinen Münzschlitz!
Das ist doch nicht die Aufgabe von TSMC den Mehrwert umzuverteilen!

Wenn unser politisches System mit modernen Maschinen nichts anfangen kann, weil Einkommen noch immer nur nach sinnloser menschlicher Arbeit am Amboss und Spinnrad definiert wird, dann sind doch nicht die Maschinenhersteller daran schuld!

Das ist Aufgabe der Politik und Gewerkschaften, jetzt die Arbeit neu zu verteilen, z.B. die Stundenwoche bei vollen Lohnausgleich für alle zu verkürzen und die verbliebenen Einkommen weiter zu entlasten.

TSMC hat wie alle Firmen nur die Aufgabe die beste Arbeit abzuliefern, also das Produkt. Künstliche Arbeit außerhalb von diesem Prozess wäre volkswirtschaftlich vollkommen sinnlos und nur die Umwelt höher belastend!
 
Da das eh schon ein Wirtschaftsthread geworden ist:

Die heutige Wirtschaft hat sich selbst in einen Wachstumszwang manövriert, das Stichwort sind Zinsen und Zinsenszinsen.

Die Fremdkaptialfinanzierung, die so unglaublich überhand genommen hat, zwingt jedes System, sei es Arbeiter, Unternehmen oder Staat, Wachstum zu produzieren um die Zinsen abzubezahlen. Gekoppelt mit dem Inflationsgedanken (abnehmender Geldwert) werden Unsummen an Schulden aufgenommen (Vorauszahlung der nachfolgenden Generation) die überhaupt nur langfristig bezahlt werden können.

Nur deshalb ist Wachstum nötig, sonst würde das System zusammenbrechen. Sobald jemand anfängt seine Zinsen nicht mehr zu bezahlen, bricht das System in sich zusammen, Stichwort Immobilienmarkt, oder auch Stichwort Staatsanleihen (Grichenland, Irland, usw.), die 2 wohl prominentesten Beispiele der jetzigen Zeit.

Staaten z.b. haben früher oft Insolvenz angemeldet. Heute pumpt man Steuergeld rein um weiterhin die Zinsverpflichtungen zu bedienen, egal ob man dadurch der nächsten Generation erneut Zinsverpflichtungen aufhalst was wieder ein unbedingtes Wachstum erfordert.

Es sollte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein daß dieser Zyklus nicht ohne dramatische Folgen unterbrochen werden kann, die Situation kann sich nur zuspitzen. Jede Generation versucht sich weiterzuschleppen damit es nicht sie trifft.

P.S. das hat übrigends gar nichts mit Sozialgedanken zu tun, nein jeder Wirtschaftsexperte oder Kapitalismusvertreter der was auf sich hält sollte sich über diese Probleme im klaren sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja vereinfacht dargestellt wird die aktuelle Entwicklung (reiche werden reicher und der Anteil der armen immer größer) noch lange so weitergehen.
Aber im Bereich der niedrigqualifizierten denke ich dass man langfristig einfach immer weniger Bedarf hat und parallel wird der Dienstleistungsbereich wohl nicht so extrem wachsen dass alle Arbeit finden.

Bei Fortlaufender Automatisierung würde man irgendwann zwangsläufig an einen Punkt kommen wo ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nur noch auf die sozialen Netze angewiesen ist.
Gleichzeitig konzentrieren sich immer größere Gewinne auf immer weniger und immer größere Konzerne.

An irgend einem Punkt würde man dann zwangsweise eine "kritische Masse der Unzufriedenheit" erreichen (was dann geschieht sieht man aktuell in Tunesien, Ägypten, Lybien ...) es sei denn es ändert sich eben vorher etwas am generellen Wirtschaftssystem.
Ich bin gespannt wie die Welt in 50 Jahren aussehen wird...
 
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