News Ubuntu denkt über „Rolling Release“ nach

fethomm

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Der jetzige Release-Zyklus von Ubuntu bringt eine neue Version alle sechs Monate. Alle zwei Jahre erhält eine Version besondere Aufmerksamkeit und die Auszeichnung LTS, was für Langzeitsupport steht. Zuletzt war das Ubuntu 12.04. Ab Ubuntu 14.04 LTS wird Canonical unter Umständen das Release-Modell auf Rolling Release umstellen.

Zur News: Ubuntu denkt über „Rolling Release“ nach
 

derGrimm

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Ich finds klasse,
LTS für die die Stabilität wollen und Rolling Release für den Rest.
Ich hoffe allerdings, dass Canonical trotzdem noch gut testet beim Rolling Release ;)

PS:
Ubuntu kann jetzt sogar schon denken? :o
 

baizon

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Ja, bin auch für ein RR! Da ich ehe jede 6 Monate ein upgrade durchführen muss kann ich auch gleich ein RR nutzen. Zusätzlich bekommt man aktuelle Software sofort und muss nicht PPAs nutzen, oder warten. Bestes Beispiel für eine gelungene RR Distro ist Arch Linux.
 

ghecko

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@derGrimm
Ich habe das so verstanden, das es nur noch alle 2 Jahre ne LTS gibt, die dann aber per Rolling Release aktuell gehalten wird. Somit würden die Zwischenstufen wegfallen.
 
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Zeboo

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Bin dafür. Wer jetzt mit "ja aber dann wird es extrem unstabil" argumentiert:
- die non-LTS Versionen sind so oder so verbuggt, kann kaum noch schlimmer werden
- wer stabil will nimmt LTS und gut ist

Dann gibt es eine Variante für alle und alles ist super.

Sehe aber noch die Probleme bei einigen Paketen, denn unter Ubuntu ist vieles sehr stark modifiziert. Wenn die da nicht immer an alles so extrem rumschrauben würden könnte es mit dem RR auch Problemlos klappen.

@ghecko: nein
 
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baizon

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@ghecko
Nichz ganz. Es würde dann eine RR geben die z.B. im Februar 2014 einen Feature Freeze bekommt und dann als 14.04 LTS erscheint. Dabei würde es für die LTS nur noch Updates geben, wie es im Moment geschieht. Die RR Variante würde einfach weiterlaufen. So wie es jetzt ist, nur statt den Normalen Releases würde es eine RR geben. Dadurch fallen Wartungsarbeiten weg, da alte Versionen (z.B. 11.10) nicht mehr gepflegt werden müssen.
 
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M@C

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Würde ich eigentlich begrüssen.
Benutze sowieso immer die aktuellste ubuntu Version, würde sich also eh kaum etwas ändern.
Für das Team bedeutet das weniger Ansturm bei Releases und deutlich weniger Arbeit zum Supporten der alten Versionen.
 

SavageSkull

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Verstehe nur Bahnhof
Ist es jetzt so, dass man die Wahl hat, alle 6 Monate das System platt zumachen um aktuell zu bleiben unter Umständen aber Probleme bekommt für die es kaum Support gibt alternativ ein 2 Jahre altes OS zu benutzen was nicht aktualisiert wird?
Rolling Release heißt dann es gibt ständig Bugfixes ähnlich Windows Update und alle haben immer dieselbe Version installiert?
 

baizon

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@SavageSkull
Die Versionen, welche alle 6 Monate erscheinen gibt es dann nicht mehr. Es gibt nur noch eine RR Distribution und eine LTS. Die LTS bekommt dann die Bugfixes (wie Windows Updates), aber keine neuen Versionen der Software, bzw. Backports. Die RR Version bekommt immer aktuelle Software und Treiber, dafür wird sie vielleicht nicht so stabil laufen wie die LTS.
 
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Krautmaster

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die 12.10 haben sie auch komplett vergeigt. Ich bin immer wieder schockiert wie die Jungs was perfekt laufendes im nächsten Release zerschießen können ;)

Noch dazu hat man seit 10.04 gefühlte 500% Geschwindigkeitsverlust. (mit SSD)
 

Zehkul

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Rolling Release heißt dann es gibt ständig Bugfixes ähnlich Windows Update und alle haben immer dieselbe Version installiert?
Nö, das verstehst du vollkommen falsch. Sicherheitsupdates bekommen ja auch Ubuntuversionen während ihrer Supportzeit. Rolling Release kann man einem Windowsnutzer, der nie ein Linux angefasst hat, auch nur schwer erklären, da es das einfach nicht gibt.

Du bekommst immer von allem die neuesten Versionen in die Repos. Alle Programme bleiben auf dem aktuellsten aller aktuellen Stände, mit allen damit verbundenen Problemen. (Stichwort Bleeding Edge) Eine „Version“ vom Betriebssystem gibt es dann auch nicht wirklich, da der Übergang ja fließend ist. Es gibt nur das Betriebssystem zum Zeitpunkt xy.

Plattmachen muss man ein Ubuntu zum Upgraden auf eine neuere Version übrigens eh schon nicht. Da gibt es schon lange eine spezielle Upgradefunktion, die dann auf eine neuere Version upgradet. Ziemlich unkompliziert.
 
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Feuerbiber

Ensign
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Damit würden viele PPAs überflüssig werden. Finde ich super. Allerdings wäre es gut, wenn es parallel zur normalen RR Version eine experimental geben würde, aus der sich die normale Version speist, um so kritische Sachen abzufangen bevor sie evtl. auf die Allgemeinheit losgelassen werden.
 

csch92

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unter windows wird microsoft dafür gehasst, das sie jedes jahr ein Neues OS gibt, bei Linux Freuen die sich darüber.

wo liegt der unterschied, abgesehen davon das es Kostenlos ist, wo liegt da der unterschied?
 

baizon

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Feuerbiber

Ensign
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unter windows wird microsoft dafür gehasst, das sie jedes jahr ein Neues OS gibt, bei Linux Freuen die sich darüber.

wo liegt der unterschied, abgesehen davon das es Kostenlos ist, wo liegt da der unterschied?

Weißt du überhaupt worum es hier geht? Der Sinn eines rolling Release ist ja gerade der Punkt, dass es nur noch eine Version gibt, die dauerhaft und fließend aktualisiert wird.
Stell dir vor, du hättest vor Jahren mal ein Windows 98 installiert und es wäre im Laufe der Zeit zu dem geworden, was dein Windows 7 (inklusive all deiner installierten Software), jetzt ist. Krass, oder?
;)
 

baizon

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@Feuerbiber
Sehr schön erläutert, muss ich mir merken :)
 

Daaron

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@HammerFall4ever
Evtl. solltest du einfach mal ein Linux-System angucken, dann würdest du es verstehen. Unter Linux ist vieles ganz anders als unter Windows. Das fängt schon damit an, dass es bei fast allen Distributionen eine zentrale Paketverwaltung gibt, aus der man seine Anwendungen heraus bezieht. Das heißt, dass du jederzeit die aktuellste (in der Verwaltung verfügbare) Version von ALL deiner Software hast, egal ob das nun der Betriebssystem-Kernel ist, reguläre Kern-Funktionen wie Dateiverwaltung etc oder einfach nur eine neue Version von GIMP, VLC oder LibreOffice.

Bei dem aktuellen Release-Modell von Ubuntu gibt es 2 Stufen:
- Long Term Support: alle 2 Jahre kommt EINE Version, deren Pakete sich danach für die nächsten 2 Jahre auch nicht grundlegend ändern. Es gibt lediglich Sicherheitsupdates (aber für alle Pakete, nicht nur für "das Linux"). Das kommt einem Windows relativ nahe, außer dass Windows natürlich kein Office, Mediaplayer, Photoediting,... mit verwaltet.
So bringt z.B. Ubuntu LTS 12.04 z.B. auch jetzt noch nur GIMP 2.6 in den regulären Paketquellen mit, obwohl GIMP 2.8 schon lange zur Verfügung steht.
- die halbjährlichen Releases: hier kommt wirklich aktuellere Software hinein, nicht nur Sicherheitsupdates. Hier gibts halbjährlich neue Features, innerhalb des Halbjahres nur Sicherheitsupdates und wichtige Bugfixes.

Und im Rolling Release - Zyklus? Da fallen dann die Zwischenstationen einfach weg. Wenn heute ein neues GIMP-Release zur Verfügung steht, dann musst du nicht bis April warten, dass es für Ubuntu 13.04 eingebunden wird. Du hast es nach einer kurzen internen Testphase zur Verfügung.
 

SoilentGruen

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Find ich gut.... das sollten andere auch machen: Mozilla mit Firefox (ok, die haben ja auch ihre "LTS" Versionen, ESP oder wie heissen die?), Google mit Chrome....
Auch Android könnte ruhig etwas länger entwickelt werden und etwas mehr Features bringen von Version zu version... dann gäbe es auch nicht so ein Update-Chaos.
 

Zedar

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Ich finde das in Ordnung, es würde wirklich eine Menge Arbeit wegfallen.

Und zum Thema Bleeding Egde: Man kann auch Rolling Release fahren ohne ständig das neueste vom neuen zu haben, siehe Debian Testing. Ist auch Rolling Release, aber bei weitem nicht das neueste das an Paketen die erhältlich ist.

Ich danke das Ubuntu sich etwas hinter Sid bewegen würde und kritische Updates erst nach einigem Bugfixing in die offiziellen Repositories kommen. Bin mal gespannt, vielleicht kommt über kurz oder lang ein ähnliches System wie bei Debian? Die LTS analog der stable-Repositories, Rolling Release anaglog Testing, nur aktueller, dann noch eine "unstable" wie Sid oder gar der "unstable" Zwei von Debian?

Arch LInux macht das z.b. hervorragend. Immer Bleeding Edge aber immer sehr stabil, hatte bisher noch nie wirklich Probleme.
 
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