News Überführt: Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training und zerstört sie

@MDM Ist es ja auch, zumindest wenn das "notwendigerweise anzuordnende Zerfaserung von Insolvenzmasse" heissen soll.
 
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@Yosup Ich stelle mir gerade vor, wie viele dieser Internetbutzen, e. K. oder UG, die sich modernes Antiquariat nennen, bei einer Insolvenz überhaupt einen Insolvenzverwalter sehen werden ... . Aber du hast völlig recht. Der ökonomische Wert von Büchern wird praktisch immer überschätzt.
 
Yosup schrieb:
@MDM Ist es ja auch, zumindest wenn das "notwendigerweise anzuordnende Zerfaserung von Insolvenzmasse" heissen soll.
Find das so dämlich, dass man hier nur den Daumen hoch geben kann. Daher: 🤣
Ergänzung ()

cubisticanus schrieb:
Der ökonomische Wert von Büchern wird praktisch immer überschätzt.
Dafür ist der Brennwert gut. ;)
 
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M@tze schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass bei dieser Maschine auch jedes Buch penibel von Hand eingelegt werden muss, oder?
Och, wie die das machen keine Ahnung. Vielleicht haben die 8 Maschinen 2 Mitarbeiter und machen "nur" 1900 Bücher am Tag.
Aber vielleicht haben die auch 10 und machen im Schichtsystem über 7000 Bücher am Tag, oder 20 Maschinen.... Wir werden es nie erfahren.
 
cubisticanus schrieb:
Man ist sich ziemlich sicher, das Kulturtechniken wie die Schrift keine tausende Jahre durchhalten bzw. dann noch gelesen werden können. Wenn man sieht, wie viele Probleme wir mit den ägypt. Hieroglyphen hatten oder mit Keilschriften haben ... .
Die chinesischen Schriftzeichen verwendet man seit rund 3.000 Jahren (Shang-Dynastie), die griechischen Schriftzeichen sind 2.800 Jahre alt, die lateinischen Buchstaben 2.700 Jahre und das Hebräische 2.2000 Jahre. Also da wäre schon was möglich. :schluck:
cubisticanus schrieb:
Bei digitalen Formaten wird man wohl eher in Jahren und Jahrzehnten rechnen dürfen.
Und gleichzeitig forscht man an neuen Materialien für Langzeitarchive (Glassubstrate), die man einmalig beschreiben kann und 1.000 Jahre lesbar sein sollen. Das passt dann nicht so ganz zusammen.
cubisticanus schrieb:
Natürlich gibt's ne DIN-Norm, 31644, aber die beschreibt wie man das als best practise angeht, sie ist kein Garant für Erfolg.
DIN ist leider nur für Deutschland gültig. Für die Welt bedarf es schon einer ISO-Norm.
cubisticanus schrieb:
Die DFG verlangt von wiss. Institutionen, dass sie v.a. im XML-Format ihre Daten speichern, um halbwegs langfristig lesbare Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften zu erzeugen. (Aber nicht alles ist in XML abbildbar oder ohne Informationsverluste, wenn ich zB an Graphen denke.) Immerhin kann man XML verlustfrei ausdrucken oder auf Stein meißeln (ist wohl am haltbarsten).
Leider kann man nicht "die Welt" in XML packen (ist wie HTML nur eine Beschreibungs- oder Auszeichnungssprache). Bei Texten geht es recht einfach, bei Bildern oder Videos wird es "schwierig".
cubisticanus schrieb:
Im MINT-Bereich fallen dann ganz andere binäre Daten an.
In der Tat.
cubisticanus schrieb:
Was hat das mit Amazon zu tun. Na ja, wenig. Ich geb's zu. Vielleicht hatte ich zu viel Kaffee gerade ;-)
Der eine hat zu viel Koffein intus, der andere Teein. :schluck:
 
LikeHike schrieb:
Du unterschätzt die Menge sowie die Dauer der Verarbeitung.

Händler berichten genau das von mir beschriebene Verhalten. Spezifische ISBN's, genau ein Exemplar. Keine blinde Massenbestellungen.
Das aufbereiten und scannen dauert keine paar Minuten bei entsprechend automatisierter Massenverarbeitung.
Natürlich gibt es da kleine Zwischenschritte die man noch manuell erledigen muss. Aber das bedarf keiner Fachkräfte und wir wissen ja das der Laden keine Probleme hat mit günstiger Manpower! ;)

Was die Massenbestellungen angeht glaube ich den Presseberichten schon lange nicht mehr. Wir reden von einem Laden der "gerüchteweise" ;) schon seit geraumer zeit Tausende Tonnen an neuwertiger Retourenware lieber in die Müllverbrennung schickt als sie manuell aussortieren zu lassen weil es einfach billiger ist.
Unter Umständen kann es durchaus billiger sein mit Sonderrabatten usw Händler von ihren Beständen fürn Butterbrot zu befreien und dadurch diesen womöglich sogar Entsorgungskosten erspart und teuren Lagerplatz frei macht als eben jene Händler mit Bestellungen tausender Einzelposten logistisch vors Schienbein zu treten.
Die Bestellung mag vielleicht automatisiert ablaufen, dahinter wird aber immer noch zum wesentlichen Teil von Hand abgearbeitet.
 
QXARE schrieb:
Und wie macht das die Situation genau besser? Verstehe deinen Kommentar nicht ganz? Zumal du ja wahllos zitierst.
Ich zitiere leute die "blind" gegen DiE KI-kOnZeRnE wettern ohne auch nur 2 minuten über die hintergründe nachzudenken oder zu recherchieren - oder sogar die 5-10 kommentare ignorieren in denen bereits erklärt wurde warum sie das so machen.

Mir persönlich geht es einfach gegen den strich wenn wie hier Artikel auf Bild-niveau erscheinen und die leute blind mitlaufen und gegen die KI konzerne hetzen wenn sie sich im endeffekt nur an geltendes recht halten.

bspw wenn ein EDEKA am ende des tages alle lebensmittel wegwirft die abgelaufen sind/nicht mehr weiterverkauft werden dürfen, bringt es doch auch nichts einen hetzartikel gegen edeka zu schreiben, die können doch auch nichts dafür. Da muss der Gesetzgeber angeprangert werden und die Regeln ändern.
(und bevor jetzt jemand kommt mit "dann sollen sie halt besser wirtschaften das kein/kaum überschuss entsteht" - das ist nur ein beispiel und keine perfekte 100% analogie)

QXARE schrieb:
Irgendeinen Unterstützer dieser Aktion scheint es ja zu geben, egal wer dahintersteckt.
Was meinst du damit?
 
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Yosup schrieb:
Klar, gerade der Fundus, der schon das bisherige Antiquariat nicht über Wasser halten konnte wird von anderen Antiquariaten dann "meistbietend" gekauft. Weil Verpackung, Transport, Katalogisierung und Lagerung beim neuen Antiquariat bestimmt kostendeckender sein werden als beim gerade insolvent gegangenen.
Natürlich wird nicht jedes alte Buch so überleben, aber jedes Antiquariat hat zahlreiche Schätzchen, die am Ende den Besitzer wechseln. Und je nachdem, wie der Konkursverwalter es anstellt, werden für jeden Schatz noch ein paar weitere Bücher mit verkauft (nach dem Prinzip alle oder nichts).
Yosup schrieb:
Die Realität sieht vielmehr so aus: Der Insolvenzverwalter wird umgehend die Mietzahlung für die Lagerräume auf Null bringen wollen.
Die Miete im Zentrum einer Großstadt ist in der Tat teuer und den Mietvertrag wird der Konkursverwalter umgehend kündigen. Die wirklichen Schätzchen werden dann aber in einem deutlich günstigeren Lager am Stadtrand solange zwischengelagert, bis ein Käufer oder Ersteigerer gefunden wurde.
Yosup schrieb:
Wenn da nicht tatsächlich ein Regal mit "echten Schätzchen" aus dem 16. Jahrhundert steht, wird der ganze Kram zum Altpapierpreis pro Tonne an einen Entsorger veräußert und das war es dann.
Warum muss alles wertvolle mindestens aus dem 16-ten Jahrhundert stammen? Es gibt durchaus wertvolle Bücher bereits aus der zweiten Hälfte des 19-ten Jahrhunderts. Wir haben schon einiges im Antiquariat für gar nicht mal so wenig Geld erlösen können (alte Lexikothek sowie einige Bände der "Gartenlaube").
Ergänzung ()

MDM schrieb:
Dafür ist der Brennwert gut. ;)
Brennwert versus jährlich steigende CO2-Bepreisung. ;)
 
Weyoun schrieb:
Natürlich wird nicht jedes alte Buch so überleben, aber jedes Antiquariat hat zahlreiche Schätzchen, die am Ende den Besitzer wechseln. Und je nachdem, wie der Konkursverwalter es anstellt, werden für jeden Schatz noch ein paar weitere Bücher mit verkauft (nach dem Prinzip alle oder nichts).
Die wirklichen Schätzchen haben Eigentümer oder Mitarbeiter vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens schon verschwinden lassen, und genau dieses eine Prozent des Bestands wird überleben.
Weyoun schrieb:
Die wirklichen Schätzchen werden dann aber in einem deutlich günstigeren Lager am Stadtrand solange zwischengelagert, bis ein Käufer oder Ersteigerer gefunden wurde.
Sorry, Du hast da ja eine hübsch romantisierte Vorstellungen vom Ablauf einer Insolvenz...

Bei der Insolvenz eines Antiquariats fährt der Insolvenzverwalter mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal raus vor Ort. Vor allem wird er kein Lagerhaus mieten, dort geeignete Regale und Tische zur Sichtung aufstellen lassen, und dann da - ja, wen eigentlich? - irgendwelche "wirklichen Schätzchen" identifizieren lassen - von angeheuerten Literaturstudenten drittes Semester, gefunden per Aushang am Schwarzen Brett beim ASTA?

Warum sollte er sich überhaupt die Mühe machen? Warum das Risiko eingehen? Wovon bezahlen? Wer soll da in Vorleistung treten? Das ist in der Regel irgend eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei, die das durchführt und Stundensätze hat, die über dem Wert eines Deiner möglicherweise auffindbaren "Schätzchen" liegen.

Ich wünsche Dir wirklich, dass Du nie die absolute Härte, Brutalität, Herz- und Interesselosigkeit eines Insolvenzverfahrens erleben musst - und das meine ich ohne Zynismus. Danach siehst Du Kafka mit neuen Augen.

Weyoun schrieb:
Warum muss alles wertvolle mindestens aus dem 16-ten Jahrhundert stammen? Es gibt durchaus wertvolle Bücher bereits aus der zweiten Hälfte des 19-ten Jahrhunderts.
Klar gibt es wertvolle Bücher aus der Zeit. Aber wer soll die in Deinem Szenario finden, als solche identifizieren? Absolut weltfremd, was Du da schreibst.
 
Micha- schrieb:
das die gleiche Handlung "Buch zerstören" nicht das gleiche Bedeutet "Ausmerzen anderer Gedanken". Ganz im Gegenteil wird hier ja das Kulturgut in die KI integriert und somit quasi verewigt.
Hier wird kulturell teils von verstorbenen Autoren Kulturgut in Form von Büchern durch Amazon und andere KI Konzerne angeeignet und wer sagt denn, wenn das angeblich archiviert ist, dass es per KI des neuen/womöglich einzigen Eigners dann auch wahrheitsgetreu wiedergegeben wird. Bist Du dabei, wird das überwacht, ich denke leider nicht.

Angenommen jemand fragt per KI nicht mehr erhältliche/in Buchform existenter Inhalte eines Autors an, glaubst Du ernsthaft die KI spuckt Dir Seite für Seite das Buch aus oder deutet die Inhalte richtig?

Ja, natürlich war kulturelle Ausmerzung von Gedankengut durch Büchervernichtung im Dritten Reich oder während der chinesischen Kulturrevolution vom Ansatz her schlimmer und auch offensichtlicher (auch wenn diese zumindest in Teilen nicht geglückt sein dürfte) und der Aufschrei wäre wohl auch geringer, wenn Amazon, Anthropic und Co. das bei Massenexemplaren machen würde (auch wenn ich persönlich jegliche Vernichtung von Büchern für unangebracht halte, zumal hier Datenaneignung ohne Einwilligung der Verfasser/Ersteller - nicht zum ersten Mal - stattfindet).

Der Tatbestand der (z.T. unwiederbringlichen) Büchervernichtung (und somit der öffentliche Zugang der Allgemeinheit und nicht durch KI-Konzerne z.T. monopolisierte) ist aber der gleiche, auch wenn andere Gründe dahinter steck(t)en. Das kann man natürlich moralisch bewerten oder vergleichen, habe ich aber in meinen Erklärungen bewusst vermieden.

Es wird von diesen KI-Konzernen aber nicht einmal der Aufwand betrieben seltene Exemplare weiterhin für die Nachwelt in der ursprünglichen Buchform zu erhalten; stattdessen wird hier so von einigen getan, als ob Amazon ein Wohltäter für die Menschheit wäre und das alles nur im Rahmen des Gemeinwohls täte, ich glaube mein Schwein pfeift (wenn ich sehe wie hier einige blauäugig - anders kann man das leider nicht nennen - dem Amazon/KI Marketing auf den Leim gehen).

Diese seltenen Exemplare werden angeblich vorwiegend zum KI-Training genutzt (eine Archivierung für die Nachwelt unter Amazons Aneignung des Kulturguts anderer, damit Monopolisierung des Zugangs dazu wenn seltene/letzte Exemplare vernichtet werden, ist m.W. nicht bestätigt noch gesichert und wenn dann ein oder mehrere Amazon Server auf dem Exemplare gespeichert sind einen Abgang machen sollten und die Daten unwiederbringlich verloren gehen - das ist nämlich immer noch ein Problem digital gesicherter Daten - spielt man dann die Unschuld vom Lande mit Aussicht keine Verantwortung/Konsequenzen tragen zu müssen?).

Ich bleibe dabei, daß das ganze Vorgehen dieser KI-Konzerne bzgl. der Vernichtung von (seltenen) Büchern verurteilenswert ist und bleibt und m.E. mindestens reguliert, wenn nicht (wegen Datenklau) bestraft gehört.
 
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SVΞN schrieb:
Die Aussage „Ich boykottiere Amazon“ zieht halt nicht, wenn man tagtäglich deren Web Services nutzt.

Also mir ist das ja Wumpe, ich nutze Amazon weiterhin.

Aber die Aussage ist schon ein wenig gewagt... Du tust ja so, als hätte man eine Wahl, ob man AWS "nutzt" oder nicht...

Carrera124 schrieb:
Es gibt auch wertvolle Bücher, die noch keine 30 Jahre alt sind ;-)

Es muss auch nicht im hohen 5-stelligen Bereich sein. Wertvolle Bücher können auch "nur" ein paar Hundert Euro wert sein. Ich selber habe (mittlerweile) seltene Ausgaben vom Herrn der Ringe, einige Comic-Bücher etc. die sich nicht mehr im Druck befinden und von denen es keine Neuauflagen gibt. Da steigt der Wert halt automatisch. Der tatsächliche Wert ist in diesen Fällen auch (für mich) tatsächlich irrelevant, weil der ideelle Wert überwiegt.
 
shadowrid0r schrieb:
Es geht nicht verloren nach der Verbrennung, es wechselt den Aggegratszustand. Digital musst du dann das Wissen später kaufen welches bis dahin nur herum lag irgendwo. Und vermutlich kann Geschichtswissen dann auch digital umgedeutet werden wenn es ein Autokrat mag. KI Abfragen sind im Moment nur Gratis weils es manifestiert werden soll in allen Bereichen der Menscheit. Ist es etabliert und gibt es keine alten Bücher mehr als analoge Alternative muss man zahlen wenn man etwas braucht, z.B. zum Studium von irgendwas...
Das passiert aber höchstens, wenn es von den Buch nicht schon digitale Versionen gibt.
Du gehst davon aus, dass das verwendete Buch einzigartig ist. Wir wissen aber nur, dass die Bücher "selten" sind.
Ihr lasst euch alle stark davon polarisieren, ohne überhaupt details zu kennen.
 
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samuelclemens schrieb:
Wir reden von einem Laden der "gerüchteweise" ;) schon seit geraumer zeit Tausende Tonnen an neuwertiger Retourenware lieber in die Müllverbrennung schickt als sie manuell aussortieren zu lassen weil es einfach billiger ist.
Das ist kein Gerücht sondern einfach so.

Und was das genau damit zu tun haben soll, dass die Bestellung von Büchern eben nicht blind erfolgt, erschließt sich mir nicht.
 
Chismon schrieb:
Der Tatbestand der (z.T. unwiederbringlichen) Büchervernichtung (und somit der öffentliche Zugang der Allgemeinheit und nicht durch KI-Konzerne z.T. monopolisierte) ist aber der gleiche, auch wenn andere Gründe dahinter steck(t)en.
Du hast das Thema weiterhin nicht verstanden und bringst abstruse Vergleiche, die Du zur Sicherheit anschließend relativierst.
Hier wird gar nichts vom Markt genommen oder der Öffentlichkeit vorenthalten, zur Umdeutung vorgesehen etc. sondern einfach vor der Entsorgung von Altpapier der darauf gedruckte Inhalt einer Datenbank für KI-Auswertung zugeführt, nicht mehr und nicht weniger.

Über KI zu diskutieren und was das für die Natur, die Umwelt und die Menschheit bedeutet, ist noch mal was ganz anderes, aber eben nicht Thema dieser News oder des Threads dazu.
 
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MaverickM schrieb:
Ich selber habe (mittlerweile) seltene Ausgaben vom Herrn der Ringe, einige Comic-Bücher etc. die sich nicht mehr im Druck befinden und von denen es keine Neuauflagen gibt. Da steigt der Wert halt automatisch.
Der Wert hat normalerweise nicht unbedingt mit Seltenheit zu tun.
Wertsteigerung ergibt sich, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot.Das ist bei seltenen Stücken zwar häufig der Fall, aber nicht immer. Es gibt seltene Dinge, die nur geringen Wert haben, weil die Nachfrage = 0 ist. Und Stücke mit guter Verfügbarkeit, die aber trotzdem im Wert steigen, weil die Nachfrage ungleich höher ist.

Wenn die Leute aus deiner Sammlerszene altersbedingt nach und nach wegsterben, nützen dir Seltenheit bzgl. Wert nichts mehr, weil niemand mehr da ist, der sich dafür interessiert.
 
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Incanus schrieb:
... bringst abstruse Vergleiche, die Du zur Sicherheit anschließend relativierst.
Hier wird gar nichts vom Markt genommen oder der Öffentlichkeit vorenthalten, zur Umdeutung vorgesehen etc. sondern einfach vor der Entsorgung von Altpapier der darauf gedruckte Inhalt einer Datenbank für KI-Auswertung zugeführt, nicht mehr und nicht weniger.
Abstrus ist daran gar nichts, sondern ziemlich logisch und nachvollziehbar von mir dargestellt, nur habe ich eben eine andere Ansicht als Du und das scheint Dir zu missfallen.

Doch, es wird vom Markt genommen, wenn Antiquariate mit z.T. seltenen Büchern von den KI Konzernen für deren "wertvolles" KI Training leer gekauft werden und seltene Exemplare (z.T. für immer/unwiederbringlich) vernichtet werden, auch wenn Du das vielleicht lieber ignorierst und Deine Einstellung, daß das eigentlich alles eher nur Altpapier (welches vorher digital archiviert/monopolisiert und dann entsorgt gehört) wäre, zeigt Deinen Mangel an Respekt für diese Kulturgüter ziemlich deutlich auf.

So gesehen glaube ich nicht, daß wir hier per weiterer Diskussion auf einen gemeinsamen Nenner kommen können.
 
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cubisticanus schrieb:
Seufz. Manchmal wäre es sinnvoll, auch zu wissen, worüber man schreibt. Auch in Deutschland ist es erlaubt, urheberrechtlich geschützte Werke zwecks wiss. Datamining zu verwerten: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__60d.html

Sicher, bei uns geht's klar um Wissenschaft & kommerzielle Varianten wie in den USA sind ausgeschlossen, aber Urheberrecht heißt halt nirgendwo: totale Rechte für den Urheber 😉
Ich weiss es schon. Zum Zitieren darf man Werke benutzen. Nur was hier neu ist: das Werk kann in Teilen automatisiert wiedergegeben werden. Das ist eine andere Qualität, als wenn ein Autor in seinem Werk ein Zitat einfügt.

Man stelle es sich vor wie eine Zitat Software, die jedermann Zitate aller Werke der Welt bereitstellt. Die Hürde ist sehr viel geringer, man muss das Buch nicht mal vorliegen haben.
Wer da null Nachteile für die Rechteinhaber sieht, will sie nicht sehen
 
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