Glasfaser Unerwartete Nachteile bei Glasfaser-Anschluss: lieber doch nicht?

Teichrose

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Hallo,
wir haben den automatischen Wechsel auf Glasfaser 300 bei der Telekom gebucht, sobald in der Zukunft ein Glasfaser-Anschluss vorhanden sein wird (gegenwärtig noch nicht der Fall).
Nun war ich bei einem Bekannten, der bereits Glasfaser-Anschluss hat und was er mir gezeigt und berichtet hat...boah. Es hat meine ganze Meinung diesbezüglich verändert. Sein Glasfaser-Anschluss ist im Keller und er hat einen Router im Keller und er benutzt WLAN-Verstärker, um im Erdgeschoss INternet haben zu können. Er berichtet mir von langsamen Internet, bedingt durch die Wände und Verstärker, die das Signal nur stark abgeschwächt weiterleiten; von wiederkehrenden Zeiten, wo es gar nicht funktioniert und dass dieses Glasfaserkabel irgendwie sehr empfindlich sein soll. Alles in allem sei sein Wechsel eine Verschlechterung zu (V)DSL gewesen und er würde es nicht nochmal machen.

Verstehe ich das richtig (kann jemand bestätigen oder wiederlegen): Es ist nicht möglich, ein Kabel wie so ein LAN-Kabel als Verlängerung zu legen, dass den Weg vom Keller ins Erdgeschoss an der Decke wie eine Spinne entlang schlendert bis zum WLAN-Router, weil Glasfaser nicht biegsam sein soll und man extra Rohre durch Wände bohren muss??


Das möchte ich nicht machen, diese extra Kabelleitungen verlegen. Wir sind ein 3-stöckiges Haus; ich kann mir gar nicht vorstellen, dass VDSLin den nächsten 9 Jahren abgeschaltet werden sein soll wie die EU es plant, bei all den ganzen Hochhäusern und mehrstöckigen Wohnblöcken in Deutschland, wie soll das gehen? Wollen sie da überall Löcher bohren? Es reicht ja wenn Person W, X, H "nein" sagt in einem Hochhaus und dann können die oberen Etagen kein Glasfaser bekommen, wenn es nicht biegsam sein soll.
Ehrlich gesagt, finde ich es auch blöd, dass die EU uns zu einer Abschaltung drängt und sie uns aufzwingt; auf einem freien Markt sollte man die Wahl haben. Ich bin mit VDSL 100 zufrieden, und statt Glasfaser wäre VDSL 250 schon mehr als gut genug für mich.

Nun wollte ich den Wechsel auf Glasfaser 300 kündigen, aber der Telekom-Mitarbeiter meinte, dass dies nicht geht und der einzige Weg sei, einfach die Anschlussverleger/Bauarbeiter/Handwerker nicht reinzulassen. Im Vertrag steht jedoch "jederzeit kündbar bis zur Velegung des Anschlusses". Nun wollte ich lediglich den Glasfaser-Anschluss haben ohne den Tariffwechsel, aber ich habe Sorgen, dass es irgendwann in naher Zukunft heißt "wer Glasfaser und DSL hat, muss Glasfaser benutzen". Wäre es dann nicht besser gar kein Glasfaser erst verlegt zu haben? Ich möchte bei VDSL so lange bleiben wie es geht.

Die EU hat schon viele unrealistische Ziele gesetzt und ist manchmal zurückgerudert, sodass meine Hoffnung ist, dass die Abschaltung nicht in den nächsten 20 Jahren geschehen wird. Für wie realistisch stuft ihr das ein?
 
Teichrose schrieb:
Das ist das Problem und daran liegt es bei ihm zu 100%.

Ja, es gibt Glasfaserkabel zum einziehen in normale Schläuche. Das haben wir bei uns zu Hause so gemacht und so das Glasfaser vom Keller bis ins OG gezogen.
Man kann aber auch den ONT im Keller montieren und dann ein normales LAN Kabel ziehen und den Router oben Plazieren. Es gibt viele möglichkeiten.
 
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Man muss das Haus leider abreißen, und von Grund auf neu bauen, damit man alle Glasfaser- und anderen Netzwerkkabel optimal installiert bekommt.
 
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Früher oder später muss die gammelinfrastruktur halt weg und neue muss her.
Glasfaser hat noch andere Vorteile, als nur die datenrate.
Von der bekommst du im Telekom peering eh nicht viel mit.
Geht eher um Skalierbarkeit, Energieeffizient und Stabilität
 
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Von mir aus können sie schon morgen abschalten, ich habe bereits Glasfaser ;).
Deine Bedenken sind völlig unnötig, Glasfaser ist biegsam und sie muss auch nicht in jedes Zimmer gelegt werden, wenn man einen solchen Anschluss verwendet, sondern nur bis zum Router bzw, Modem/ONT.
 
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Du kannst von Glasfaser an jeder Stelle auf Lankabel "wechseln". Dort wo Glasfaser endet muss nur Das Glasfaser Modem und ein Router stehen. Von dort kannst dann mit Lan-Kabel weitermachen.

Aber Lankabel verlegen ist aus meiner sicht nicht einfacher - der maximale Knickwinkel ist nicht viel spitzer (wenn überhaupt) und es ist dicker.

Bei mir in der Wohnung ist gut 20m Glasfaser verlegt durch normale Wandlöcher in 0815 Kabelkanälen zwischen drin. Ab da steh dann das Modem und die Fritzbox. Von Dort gehen dann einige Lan-Kabel durch die Gegend. Aber wie gesagt ist eigentlich wurscht kannst machen wie du willst. Wichtiger Punkt ist nur wo du den Übergang haben willst.
 
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Teichrose schrieb:
Sein Glasfaser-Anschluss ist im Keller und er hat einen Router im Keller und er benutzt WLAN-Verstärker,
Da liegt das Problem. Er braucht schon n Kabel bis in seine Wohnung. Ob Glasfaser oder Kupfer ist technisch gesehen egal, man könnte den ONT auch abgesetzt im Keller platzieren und dann per Kupfer weiter.
Aber wenn ich schon n Kabel verlege, würde ich in jedem Fall schauen, dass ich ne Glasfaser verlege.
Teichrose schrieb:
weil Glasfaser nicht biegsam sein soll und man extra Rohre durch Wände bohren muss??
Doch, klar. Es gibt natürlich Limits hinsichtlich der Biegeradien aber die sind nicht Praxisfern.
Diese Limits gibt's aber auch bei normalen Netzwerkkabeln.
 
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Teichrose schrieb:
Sein Glasfaser-Anschluss ist im Keller und er hat einen Router im Keller und er benutzt WLAN-Verstärker, um im Erdgeschoss INternet haben zu können. Er berichtet mir von langsamen Internet, bedingt durch die Wände und Verstärker,
Was hat das denn mit Glasfaser zu tun? Sorry, Rest des Textes habe ich nicht mehr gelesen, falls da noch etwas kam. Aber wie du das Internet im Haus verteilst ist ja dein Ding. Abgeschirmter Bunker und WLAN ist dann halt doof.
 
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dermoritz schrieb:
Du kannst von Glasfaser an jeder Stelle auf Lankabel "wechseln". Dort wo Glasfaser endet muss nur Das Glasfaser Modem und ein Router stehen. Von dort kannst dann mit Lan-Kabel weitermachen.
Das heißt, ich bräuchte dann/es würde funktionieren mit
Startpunkt Keller Glaserfasermodem & Router -> LAN-Kabel -> WLAN-Router im Erdgeschoss.
Also das es dann zwei WLAN-Router gibt und der erste Kellerrouter wäre der Hauptrouter und der zweite WLAN-Router wäre der Verstärker? Alternativ statt zweitem WLAN-Router auch einfach nur das LAN-Kabel in den WLAN-Repeater stecken?

Ich bin selbst im 2. Stockwerk (Router ist im Erdgeschoss; WLAN-Repeater im 1. Stock). Das heißt, ich würde in diesem Glasfaser-Szenario 2x Verstärker haben, wenn der Hauptrouter im Keller sein muss, da der erste Verstärker dann im ERdgeschoss per LAN-Kabel wäre.

Ich bin etwas skeptisch ob Internet-Geschwindigkeit bei 2x Verstärkern genauso gut ankommt wie bei 1x. Es kommen gelegentlich Verbindungsabbrüche zum Repeater vor. Bei 2x wäre es ja noch öfter. HMm.
 
Teichrose schrieb:
Ich bin etwas skeptisch ob Internet-Geschwindigkeit bei 2x Verstärkern genauso gut ankommt wie bei 1x.
Kannst auch im Keller das WLAN ausschalten. Brauchst ja nur das WLAN vom Access-Point im Wohnbereich.
Und solange der über LAN versorgt wird, ist alles gut.
 
Ich habe den FTTH-Anschluss im EG im Hauswirtschaftsraum gelegt bekommen und habe dann von dort eine Glasfaserleitung durch den FlurUG/Treppenhaus/FlurOG nach oben geführt, wo sich im geometrischen Zentrum eine FB5690pro befindet. Früher befand sich dort eine Auerswald-ISDN-Anlage. Das Telefonkabel dieser Anlage habe ich dann nach unten durch ein Netzwerkkabel Cat6 ersetzt und unten einen Repeater 1700 im Wohnzimmer angeschlossen. Mit dieser Kombination erreiche ich im gesamten Innenbereich die komplette gelieferte Leistung des Anbieters.
Hinsichtlich Verlegung ein Video:
 
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Wenn du im exakt identischen Setup DSL nutzt, dann ist das genauso schlecht. Mit der Technologie, auf der der Internetzugang basiert, hat das nichts zu tun.

Prinzipiell ist es ja so: IRGENDWO im Haus ist der Übergabepunkt für den Glasfaseranschluss, je nach dem was die Verantwortlichen bevorzugen und/oder was am einfachsten machbar ist. Wenn das der Keller ist, dann kommt der Anschluss eben im Keller an. Wenn du dann genau da einen Router aufstellst und der Meinung bist, von dort aus WLAN in den Etagen darüber verteilen zu wollen und das für eine gute Idee hälst, dann ist dir halt nicht zu helfen.

Glasfasern lassen sich SEHR LEICHT verlegen und sind unempfindlich (im Kontext des normalen Umgangs damit). Begrenzungen beim Biegeradius sind in der Praxis meist rein theoretisch, denn Kupferkabel kannst du aufgrund der Schirmung auch nicht beliebig biegen. Mit Glasfasern ist oft ein engerer Radius möglich, sofern man keine Kupferflachbandkabel nutzt.

Du kannst auch einfach am Punkt der Übergabe auf Kupfer umsetzen, z.B. für den Fall dass bereits ein Kupfernetz besteht.
 
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also, hier werden verschiedene Dinge durcheinander gewürfelt!
natürlich sollte man eine vernünftige (W)LAN Infrastruktur aufsetzen, sonst kann man die Geschwindigkeitsvorteile natürlich nutzen.

wenn der DSL Router bisher "oben" stand, dann gibt es ja auch einen Kabelweg dahin.

Und das GF so extrem empfindlich ist, ist ein Stammtisch-Märchen.
Ja natürlich muss man etwas aufpassen. Mit Gewalt abknicken darf man es nicht und als "normaler Mensch" kann man eben auch nicht so einfach "spleißen", also muss man das Kabel mit den "Steckern" (üblicherweise LC) verlegen bzw. durch die (hoffentlich doch irgendwo vorhandenen) Bohrungen/Durchführungen ziehen.

hier nur als Beispiel, weil ich mir davon gerade einen Haufen OM3 gekauft habe (10m 3,99€ echt gut ;) )
7,5mm Biegeradius (4. Bild von oben, wenn es nicht direkt verlinkt ist)
davon wird für GF-Internet nur eine der beiden Adern benötigt
 
Teichrose schrieb:
Verstehe ich das richtig (kann jemand bestätigen oder wiederlegen): Es ist nicht möglich, ein Kabel wie so ein LAN-Kabel als Verlängerung zu legen, dass den Weg vom Keller ins Erdgeschoss an der Decke wie eine Spinne entlang schlendert bis zum WLAN-Router, weil Glasfaser nicht biegsam sein soll und man extra Rohre durch Wände bohren muss??

Teils korrekt, man muss etwas die Biegeradien bei Glasfaser beachten. Pie mal Daumen sagt man 1:10, sprich 4 mm dickes GF kabel muss im Radius von mindestens 4cmx4cm verlegt werden. Das ist aber relativ gleich dann zu einen Lankabel, das kannst du auch nicht einfach im absolut rechten Winkel verlegen, wenn man Schäden / Störungen vermeiden will.

Teichrose schrieb:
Es hat meine ganze Meinung diesbezüglich verändert. Sein Glasfaser-Anschluss ist im Keller und er hat einen Router im Keller und er benutzt WLAN-Verstärker, um im Erdgeschoss INternet haben zu können. Er berichtet mir von langsamen Internet, bedingt durch die Wände und Verstärker, die das Signal nur stark abgeschwächt weiterleiten; von wiederkehrenden Zeiten, wo es gar nicht funktioniert und dass dieses Glasfaserkabel irgendwie sehr empfindlich sein soll. Alles in allem sei sein Wechsel eine Verschlechterung zu (V)DSL gewesen und er würde es nicht nochmal machen.

Dann soll er doch von ONT ein LAN Kabel hochziehen, ins Erdgeschoss ... und das mit der Schlechten Qualität war doch bei VDSL dann auch nicht anders, jenachdem wo die TAE und der Router war.

Wenn er wegen der Optik bedenken hat, kann er halt auf Rauchzeichen wechseln, die sind dann daußen und "verschandeln" nicht die Optik der nackten Wand.
Genau DAS ist auch der Grund, warum es bei vielen Vermieters so schwierig ist, das die dem Anschluss von GF zustimmen. Wertsteigerung des Objektes ist egal, die Optik machts!
 
Teichrose schrieb:
Das heißt, ich bräuchte dann/es würde funktionieren mit
Startpunkt Keller Glaserfasermodem & Router -> LAN-Kabel -> WLAN-Router im Erdgeschoss.
Was kann man denn an so Glasfasermodem anschließen? Wenn da einfach ein LAN Kabel rein kommt, dann einfach Kabel hoch legen und nur einen Router. Rest sonst halt Switches, die praktisch einfach nur Verteiler sind.
 
Teichrose schrieb:
Das heißt, ich bräuchte dann/es würde funktionieren mit
Startpunkt Keller Glaserfasermodem & Router -> LAN-Kabel -> WLAN-Router im Erdgeschoss.
Warum so umständlich?

Keller Glasfasermodem - > Netzwerkkabel -> Router in der Wohnung
 
seyfhor schrieb:
Aber wie du das Internet im Haus verteilst ist ja dein Ding.
Das stimmt ja nicht bzw. nicht langfristig, weil die EU und der Staat sich einmischt, dass der Keller der Startpunkt sein muss und ich den Startpunkt nicht frei wählen kann und dann irgendwie im Keller auch Platz reservieren müsste. Es setzt eine Richtug voraus und führt irgendwie zu einer Doppelung von technischer Ausrüstung, die nun im Keller und in einem oberen Geschoss zu sein hat. Mein Keller ist nicht groß, wenig Platz; Kabelverlegung unästethisch. Internetverteilung unter DSL entspricht mehr meinem Ding als unter Glasfaser.
 
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Teichrose schrieb:
Das stimmt ja nicht bzw. nicht langfristig, weil die EU und der Staat sich einmischt, dass der Keller der Startpunkt sein muss
Und? Kabel vom Keller zu deinem Netzwerk und fertig.
 
Dr. Chaos schrieb:
Warum so umständlich?

Keller Glasfasermodem - > Netzwerkkabel -> Router in der Wohnung
ich möchte es klarer machen.

verstehe ich das richtig: dann nur einmal Verstärker in meinem Fall (ich bin 2. Stockwerk, WLAN-Repeater im 1. Stockwerk, Router im Erdgeschoss)? Dann muss der Router doch nicht im Keller sein, wenn er mit Kabel angeschlossen ist?

Weil der obere Post besagt, der Router muss da stehen wo Glasfaser endet. (was dann zu 2x Verstärkern in meinem Fall führen würde)
 
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