Glasfaser Unerwartete Nachteile bei Glasfaser-Anschluss: lieber doch nicht?

Na ja, du hast der Telekom bereits einen Auftrag unterschrieben für einen Glasfaser-Anschluss.
Sobald der Ausbau bei dir akut wird, kommt auf jeden Fall jemand zu dir nach Hause und schaut sich die Gegebenheiten an.
An welcher Stelle kommt die Glasfaser ins Haus? Wo kommen welche Geräte hin bzw. welche Leitungswege sind vorhanden.
Es ist nicht so das du einmal was unterschreibst und dann machen die einfach automatisch irgendwas ohne Mitspracherecht.

Offiziell verlegt die Telekom bis zu 20m Leitungsweg im Gebäude. Es muss aber ein Leitungsweg vorbereitet sein,
in Form von Leerrohren oder Kabelkanälen inkl. der entsprechenden Wand- und Deckendurchbrüche,
der eine zuglast- und knickfreie Verlegung der Glasfaser ermöglicht.

Du musst da unterscheiden zwischen dem Leitungsweg von der Straße bis ins Gebäude und innerhalb des Gebäudes.

Von der Straße ins Gebäude kommend läuft die Glasfaser in einen Hausübergabepunkt (Gf-AP).
Das ist nur eine Art Trennstelle, zwischen dem Kabel "bis ins Gebäude" und "im Gebäude".
Das Ding kannst du dir vorstellen wie den APL, also den Telefon-Hausanschluss.

Von da aus läuft die Glasfaser weiter in eine sogenannte Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose (Gf-TA).
(Ist das ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohneinheiten laufen alle Glasfasern in den Hausübergabepunkt
und werden von dort aus auf die einzelnen Teilnehmeranschlussdosen in den Wohnungen verteilt.)
Das Ding kannst du dir vorstellen wie die TAE-Dose für DSL, wo jetzt dein DSL-Router eingesteckt ist.

Von der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose geht es dann wieder mit einem Glasfaserkabel weiter.
Jetzt gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten:
1. Von da aus läuft die Glasfaser erst in ein Glasfaser-Modem (ONT) und dahinter gehst du dann mit einem Ethernetkabel in einen Router.
2. Von da aus läuft die Glasfaser direkt in einen Router mit Glasfaseranschluss.

Das passende Glasfaser-Modem der Telekom wäre:
https://geizhals.de/telekom-glasfaser-modem-2b-40824527-a3766098.html
Glasfaser rein, Ethernet raus. Das Ding braucht Strom.

Wie du das machen willst, ist deine Sache.
Wo der Router hin soll, ist auch deine Sache.
Du musst nur einen Leitungsweg vorbereiten vom Hausanschluss bis zu der Stelle, wo der Router hin soll.
(Kann man natürlich erst dann wirklich vorbereiten, sobald klar ist wo genau der Anschluss ins Gebäude rein kommt.)

Ob du nun ONT und Router als zwei getrennte Geräte realisierst oder einen Router mit Glasfaseranschluss nimmst,
hat auf den Anschluss, also Geschwindigkeit/Haltbarkeit/Stabilität/Stromverbrauch usw. keinen Einfluss.
Es unterscheidet sich nur darin ob du ein Ethernet- oder ein Glasfaser-Kabel zum Router verlegst.

Wenn da noch nichtmal ein Zeitpunkt feststeht, wann die Glasfaser bei dir ankommt, macht es jetzt noch keinen Sinn da irgendwelche Positionen, Leitungwege usw. festzulegen. Das macht die Telekom (bzw. jeder andere Provider) sobald fest steht das Glasfaser in der Straße verlegt wird und wann bzw. durch wen.

Wenn du jetzt als Router einen Telekom Speedport Smart 4 hast, kannst du den einfach weiterbenutzen, wenn du vor diesen Router ein ONT anschließt,
wie das genannte Telekom Glasfaser Modem.

Ist an dem Tag bzw. zu dem Termin wo die Glasfaser bei dir angeschlossen/eingeblasen wird
und Hausübergabepunkt/Teilnehmeranschlussdose montiert und angeschlossen werden kein entsprechender Leitungsweg vorbereitet,
kommen beide Geräte halt neben den Eintrittspunkt im Gebäude. Dann musst du halt selber gucken wie du weiter machst von da aus.

Du kannst das dann so machen wie dein Bekannter, der sich vermutlich nicht wirklich damit beschäftigt hat und seinen Router halt in den Keller stellen musste.
Oder du machst dir vorher Gedanken wo welche Kabel von wo nach wo laufen sollten und bereitest das entsprechend vor.

Bei meinem Glasfaseranschluss war klar das ein ONT vom Provider gestellt wird und das die Glasfaser im Keller ankommen wird.
Der Router sollte aber in den ersten Stock. Also hatte ich sobald klar war wo der Anschluss hin kommt im Keller ein Ethernetkabel gezogen von dort bis in den ersten Stock zum Router. War ein bisschen Aufwand, aber immerhin bekommt man ja einen ganz neuen Anschluss gelegt, den es vorher gar nicht gab.

Dann musst du dir noch folgendes überlegen.
Du kannst, selbst wenn du mit einem ONT arbeiten willst, damit du deinen vorhandenen Router weiter benutzen kannst,
entweder ein Ethernetkabel verlegen zum Router,
in dem Fall kämen die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose und der ONT in den Keller neben den Hausübergabepunkt
oder du verlegst ein Glasfaserkabel zum Router,
in dem Fall kämen die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose und der ONT bzw. nur der ONT neben den Router.

Glasfaserkabel wäre ein Singlemode ITU-T G.657.A2 OS2 mit LC/APC-Steckern oder so ähnlich. Da kennen sich andere besser aus.
Oder - nächste Wahlmöglichkeit - man verlegt kein Glasfaserkabel, sondern lediglich ein Leerrohr, eine Glasfaser-Speedpipe.
Das müsste man dann aber mit dem Bautrupp/der Telekom absprechen, was geht und was sinnvoll wäre.

Das einfachste - weil es am wenigsten zu beachten gäbe - wäre ein ordinäres Ethernetkabel zu verlegen.
Und ein ONT für knapp 40€ wäre auch günstiger als einen neuen Router zu kaufen.

Ein fertiges Glasfaserkabel zu verlegen wäre vor allem auch deswegen umständlicher, weil du ja auch den Stecker mit einziehen musst.
Selber montierst du da keinen Stecker dran, weil die nicht gekrimpt sondern verspleißt werden.

Du kriegst einfach nur einen Glasfaseranschluss, da musst du keine Weltverschwörung herbeischwurbeln,
nur weil du dazu vielleicht irgendwo ein neues Kabel verlegen musst.
 
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Teichrose schrieb:
Das heißt, ich bräuchte dann/es würde funktionieren mit
Startpunkt Keller Glaserfasermodem & Router -> LAN-Kabel -> WLAN-Router im Erdgeschoss.


Ich bin selbst im 2. Stockwerk (Router ist im Erdgeschoss; WLAN-Repeater im 1. Stock). Das heißt, ich würde in diesem Glasfaser-Szenario 2x Verstärker haben, wenn der Hauptrouter im Keller sein muss, da der erste Verstärker dann im ERdgeschoss per LAN-Kabel wäre.
wenn dubim 2ten og wohnst wird das glasfaserkabel bis in das 2te og gelegt…..
Ergänzung ()

KnolleJupp schrieb:
Offiziell verlegt die Telekom bis zu 20m Leitungsweg im Gebäude. Es muss aber ein Leitungsweg vorbereitet sein,
in Form von Leerrohren oder Kabelkanälen inkl. der entsprechenden Wand- und Deckendurchbrüche,
die eine zuglast- und knickfreie Verlegung der Glasfaser ermöglicht.
nein , die telekom macht alles komplett im hausflur . Durchbrüche , brandschutzkabelkanal etc

Die jungs haben hier 5 etagen mit 10 wohnungen innerhalb eines tages verlegt
 
Vanguardboy schrieb:
die telekom macht alles komplett im hausflur
Es kommt darauf an ob das ein Mehrparteienhaus mit mehreren Wohnungen oder ein Einfamilienhaus ist.
In einem Einfamilienhaus macht die Telekom gar nichts, wenn nicht vorher alles durch den Eigentümer vorbereitet wurde.
 
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Teichrose schrieb:
Ich bin mit VDSL 100 zufrieden, und statt Glasfaser wäre VDSL 250 schon mehr als gut genug für mich.
Dein Bekannter soll sich bitte hier im Forum anmelden, seine Situation durchgehen und dann helfen wir ihm bei seiner „Inhouse-Verkabelung“. Er kann wahlweise verlängern, also ebenfalls über
a) Glasfaser (= bedeutet Router wandert im Haus) oder​
b) LAN-Kabel (= bedeutet zusätzlichen WLAN-Access-Point).​
Letzteres sind dann verkabelte WLAN-Punkte und erzeugt dann eine „strukturierte Verkabelung“. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, das sind Geräte ab 25 € z. B. gebrauchte FRITZ!Box 7520 im Software-Modus IP-Client. Und man sollte sogar (mindestens) in jedem Stockwerk ein WLAN-Punkt haben.

Wenn er nicht bohren möchte (bzw. keinen Elektriker findet, der für ihn bohrt), kann er alternativ auch das bestehende Telefonkabel als Verlängerung nutzen: Devolo Giga Bridge Phoneline. Will er mehrere WLAN-Punkte im Haus, kann er (vielleicht) auch seine Coax-Verkabelung nutzen: Devolo Giga Bridge Coax. Oder anders formuliert: Gibt tausend Wege, die Inhouse-Verkablung herzustellen. Aktuell nutzt er WLAN-Repeater – auch das geht, wenn man es richtig macht.

Für Dich ist das alles nicht übertragbar, denn Du wohnst im einem Mehrfamilienhaus, richtig? Glasfaser wird immer bis in die Wohneinheit verlegt. Und Glasfaser ist auch keine Einbahnstraße. Du kannst den kleinsten Tarif buchen (Fiber300, Fiber150, …) und nach zwei Jahren wieder zurück auf DSL. Ja, Du kannst sogar jederzeit wieder zurück auf DSL, Du zahlst dann halt für einige Monate zweimal Internet. Deine Festnetz-Nummer behältst Du bzw. kannst Du zwischen den Anbietern „portieren“ bzw. einen unabhängigen Telefon-Anbieter wie Easybell nehmen.

All das wurde schon im Thread erwähnt, ich habe es lediglich nochmals kompakt zusammengefasst. Also keine Angst vor Glasfaser, Du machst bitte wie bei jeder Haus-Infrastruktur mit (Strom, Wasser, Gas, Telefon, Fernsehen, …). Dann hast Du diese Infrastruktur im Haus. Ob Du sie überhaupt und wie Du sie nutzt, siehst Du dann, wenn es soweit ist.
 
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