Union möchte tägliche Höchstarbeitszeit kippen. 30,25-35,25 Wochenstunden verteilt auf drei Arbeitstage attraktiv?

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Martyn schrieb:
Das behauptet ja auch niemand, aber in kaum einen Job muss wirklich ständig und imme schwere Kopfarbeit gemacht werden.
In deinem Job bestimmt nicht.
Das sieht man an Deinen Beiträgen.
 
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@Martyn was machst du denn nun beruflich?
Und warum sprichst du nicht einmal mit deinem Chef und ziehst das mal zwei Wochen durch?
 
Es kommt immer drauf an, wo man arbeitet und wie man selbst tickt. Ich für meinen Teil hätte nichts dagegen, meine 39 Wochenstunden auf 4 oder gar 3 Tage zu konzentrieren, wenn es dann 3 bzw. 4 Tage Wochenende gibt.
Bei mir würde das prima klappen. Ich bin eben so einer, der für einen ganzen Tag mit einer Sache beschäftigt sein kann, ohne an was anderes zu denken oder müde zu werden und meine Arbeit gibt prinzipiell auch her, dass ich so arbeiten könnte. Gesetzliche Regelungen sagen dann nö.
Die übliche 5-Tage-Woche ist einfach ätzend in dem Sinne, dass man nach Hause kommt und dann der Tag schon im Grunde gelaufen ist. Da kommt man heim, macht kurz für ne halbe Stunde den Ruhigen, chillt im Forum etc. und schon sind, sobald man Hausarbeit, Essen, Duschen usw. rausrechnet vielleicht noch 3 Stunden Freizeit übrig.
Dann lieber mehr freie Tage und dafür verschwinden die fast schon nutzlosen freien Stunden an den Arbeitstagen. Wenn man an einem Arbeitstag eben nur arg beschränkte Zeit für Freizeitaktivitäten hat, dann macht das alles auch keinen Spaß.
 
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Ich schrieb ja anfangs, dass ich auch durchaus für mehr Flexibilität bin, allerdings muss man die Menschen auch vor sich selber schützen. Natürlich ist es reizvoll, drei Tage zu Arbeiten und vier frei zu haben, aber auf Dauer beutet man sich selber so bloß aus. Es ist sicher nicht gesund täglich 14 Stunden zu arbeiten, auch wenn das in manchen Berufen. z.B. Gesundheitswesen durchaus zur Regel zählt.
Ich kenne auch den ein oder anderen, der in Berufen mit schwerer körperlicher Arbeit tätig war und auf Hilfsmittel zum Heben oder Tragen verzichtet hat, denn er war ja kräftig genug. Mit Mitte 30 musste er dann aber auf leichtere Tätigkeiten umschulen, weil der Rücken nicht mehr mitmachte.
 
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@Sinusspass Und das kannst du dir auch für die nächsten 10 oder 20 Jahre vorstellen? Das Problem ist ja nicht, dass man das selber für einen Zeitraum vielleicht toll findet, sondern das man im Endeffekt den Unternehmen ermöglicht solche Arbeitszeitmodelle vorzuschreiben.
Es ist sehr schwer das individuell zuzulassen ohne das ein Unternehmen es nicht auch ausnützen könnte. Es müsste zumindest einen niederschwelligen Rechtsanspruch auf eine 5 Tage Woche geben, wenn es vom Arbeitnehmer gewünscht ist.
 
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Incanus schrieb:
und auf Hilfsmittel zum Heben oder Tragen verzichtet hat
Deswegen hatte bei uns der Große Chef festgelegt, das Prüfgewichte bei 10 kg pro Stück losgehen, wo ein Kollege 30 kg wollte, damit es schneller geht.

hallo7 schrieb:
Und das kannst du dir auch für die nächsten 10 oder 20 Jahre vorstellen?
👍🏼 - einigen hier ist absolut nicht bewusst, was es heißt, Überstunden leisten zu müssen. Und zwar leisten, ohne doof aus dem Fenster zu schauen!
 
hallo7 schrieb:
@Sinusspass Und das kannst du dir auch für die nächsten 10 oder 20 Jahre vorstellen?
3 Tage arbeiten, wo man dann nur Zeit für das nötigste hat, aber dafür 4 Tage Wochenende? Hört sich für mich wesentlich verlockender an, als 5 Tage die Woche um 5 in der Früh aufzustehen.
hallo7 schrieb:
Das Problem ist ja nicht, dass man das selber für einen Zeitraum vielleicht toll findet, sondern das man im Endeffekt den Unternehmen ermöglicht solche Arbeitszeitmodelle vorzuschreiben.
Es ist sehr schwer das individuell zuzulassen ohne das ein Unternehmen es nicht auch ausnützen könnte. Es müsste zumindest einen niederschwelligen Rechtsanspruch auf eine 5 Tage Woche geben, wenn es vom Arbeitnehmer gewünscht ist.
Klar, das kann ein Problem werden. Da müsste man die Regelung eben ordentlich durchprüfen, dass es keine Sauerei gibt. Am Ende schiebt man ja nicht mehr Stunden, sondern konzentriert sie nur auf weniger Tage, spart sich - im Fall 3 Tage zu 13h - 40% der Fahrten und hat ein doppelt so langes WE.
Die Möglichkeit zu haben fände ich schon nicht schlecht.
Derzeit ist es so, dass wir normal 8h+Pause am Tag arbeiten (freitags 7) und bei Bedarf bis 10h gehen können. Für alles darüber muss mit dem Betriebsrat gequatscht werden und über 12h ist offiziell nicht, auch wenn es da das ein oder andere Mal Absprachen gab, dann am nächsten Tag länger zu schreiben.
Incanus schrieb:
Ich schrieb ja anfangs, dass ich auch durchaus für mehr Flexibilität bin, allerdings muss man die Menschen auch vor sich selber schützen. Natürlich ist es reizvoll, drei Tage zu Arbeiten und vier frei zu haben, aber auf Dauer beutet man sich selber so bloß aus.
Kommt auf den individuellen Menschen an. Sicher gibt es welche, die so kaputt gehen, andere funktionieren bisschen anders und kommen so besser zurecht. Da hat man paar Tage, wo man sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren kann, ohne an irgendwas zu denken, und dafür dann reichlich Tage, wo man komplett abschalten kann.
Wie gesagt, jeder ist da anders und es kommt sicher auf stark auf den jeweiligen Beruf an.
Ich habe da insofern Glück, dass meine Arbeit ein gesunder Mischmasch zwischen körperlicher Tätigkeit (meist eher leicht, jedenfalls für einen Hobby-Kraftsportler) und Kopfarbeit ist. Und zum Glück - und das werde ich ums Verrecken nie machen - keine Büroarbeit.
Incanus schrieb:
Ich kenne auch den ein oder anderen, der in Berufen mit schwerer körperlicher Arbeit tätig war und auf Hilfsmittel zum Heben oder Tragen verzichtet hat, denn er war ja kräftig genug. Mit Mitte 30 musste er dann aber auf leichtere Tätigkeiten umschulen, weil der Rücken nicht mehr mitmachte.
Na ja, liegt es daran, dass er keine Hebehilfe benutzt hat oder dass er kein entsprechendes Training und keine Hebetechnik verwendet hat? Belastbarkeit kann man aufbauen, auch wenn das in Deutschland seit jeher schon in der Schule vernachlässigt wird. Da mag jetzt reichlich persönlicher Bias drin sein, aber irgendwo hat jede Meinung ihren wahren Kern.
 
Es lag daran, dass einer z.B. Steinmetz war, die dort zu bewegenden Gewichte sind einfach auf Dauer nicht gesund für den Körper.
 
Sinusspass schrieb:
Es kommt immer drauf an, wo man arbeitet und wie man selbst tickt. Ich für meinen Teil hätte nichts dagegen, meine 39 Wochenstunden auf 4 oder gar 3 Tage zu konzentrieren, wenn es dann 3 bzw. 4 Tage Wochenende gibt..

Das natürlich auch, aber nicht nur.

Sondern auch externe Umstände spielen eine grosse Rolle, also vorallem wo man wohnt, welche Hobbys man hat, und wie weit Freunde und Angehörige entfernt wohnen.

Wohnt man in einer Grossstadt oder einen Ballungsraum, oder irgendwie halbwegs mittig zwischen zwei, drei Grossstädten, und hat die meisten seiner Freunde und Angehörigen in seiner Nähe, dann kann man durchaus mit Feierabend um 17 Uhr noch viel machen. Und wenn man bei Gleitzeit dann einige Tage den Feierabend auf 16 Uhr vorziehen kann umso besser.

Aber ländlich und kleinstädtisch abseits der Ballungsräume geht bei Feierabend um 17 Uhr und selbst 16 Uhr nicht mehr viel, da sind die freien Abendstunden dann wirklich Verschwendung.
 
Sinusspass schrieb:
3 Tage arbeiten, wo man dann nur Zeit für das nötigste hat, aber dafür 4 Tage Wochenende? Hört sich für mich wesentlich verlockender an, als 5 Tage die Woche um 5 in der Früh aufzustehen.
In einigen Berufen kann ich mir so ein Modell durchaus für einen gewissen Zeitraum vorstellen. Wenn man allerdings eine Familie gründet an der man auch teilhaben möchte, wird wieder schwierig. Oder man ist auf die Zusammenarbeit mit Kollegen oder anderen Firmen angewiesen wo die individuellen Arbeitszeiten nicht vereinbar sind. Auch gehst du als Kraftsportler ja regelmäßig zum Training, das wirst du nach einem 14 Stunden Tag auch eher nicht mehr machen.
Auch glaube ich das die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nach spätestens 10 Stunden nach unten tendiert. Vier Tage Wochenende klingt erstmal toll, aber ich glaube ehrlich gesagt, lange würdest Du das nicht machen wollen.
 
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Martyn schrieb:
Aber ländlich und kleinstädtisch abseits der Ballungsräume geht bei Feierabend um 17 Uhr und selbst 16 Uhr nicht mehr viel, da sind die freien Abendstunden dann wirklich Verschwendung.
Auf dem Land wohnen und die Vorteile der Ballungsräume genießen wollen. Das ist ein bisschen wie "wasch mich, aber mach mich nicht nass".

Seit den späten 1960ern sind die Leute massenweise aufs Land gezogen, weil man dort seine Ruhe hatte und der Baugrund günstig war.
Die Kinder und Enkel dieser "Stadtflüchtlinge" finden das nun doof.

Man kam in die Stadt, um näher an den Arbeitsplätzen (Fabriken) zu sein, alles zu Fuß erreichen und notfalls öffentliche Transportmittel nutzen zu können. Dann hatten alle ein Auto und die Nähe von Wohn- und Arbeitsplatz verlor an Bedeutung. Man baute sein Häuschen im Grünen (weils da billiger war), und das war kein Problem ... weil man da ja ohne Auto eh nicht wegkam. Da konnte man sein "Familienidyll" aufbauen ... und musste dann leider feststellen, dass "die Jugend" garnicht so gerne ländlich wohnt ... schlimmer noch ... dass sie es mittlerweile gar nicht mehr für so cool halten, wirklich ALLES mit dem Auto erledigen zu müssen.

In reinen Wohndörfern gibt es eben für "die Jugend" recht wenig zu erleben. Und leider ist diese eben nicht damit zufrieden, den als "normal" empfundenen Garten zu pflegen, den die (Groß-)eltern eventuell noch als "Privileg" sahen ... die Natur rundrum ist egal ... ne Disco oder wenigstens schnelles Internet wäre da wichtiger.

Ich denke, das Hauptproblem dürften die horrenden Mieten in den Ballungsräumen sein ... ich kann sehr gut verstehen, wenn man sich das nicht leisten möchte. Wer verdreifacht schon gerne seine Kaltmiete, nur um dann nach Feierabend noch was unternehmen zu können?
 
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Buttkiss schrieb:
Wenn man allerdings eine Familie gründet an der man auch teilhaben möchte, wird wieder schwierig.
Du, da sind meine jetzigen üblichen (mal wird's länger, mal macht man früher Feierabend) Ausbleibezeiten von 5:45-16:00 auch schon für die Katz. Gut, man hat den Abend mit der Familie noch, aber die Kinder morgens für die Schule fertig machen oder Mittagessen kochen? Das wäre selbst mit halbtags schon schwierig, mit Vollzeit eh nicht drin.
Und...
Buttkiss schrieb:
Auch gehst du als Kraftsportler ja regelmäßig zum Training, das wirst du nach einem 14 Stunden Tag auch eher nicht mehr machen.
... das lasse ich beim 8h-Tag schon oft genug bleiben, weil ich nach der Arbeit keinen Nerv mehr drauf habe. An freien Tagen sieht die Sache dann ganz anders aus und wenn ich 4 statt 2 davon habe, nun, du kannst es dir denken.
Buttkiss schrieb:
Auch glaube ich das die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nach spätestens 10 Stunden nach unten tendiert.
Kommt wirklich drauf an, was man macht. Bei einer Schulung geht die eben schon nach 5 Minuten stark abwärts.:heilig:
Aber beim Schaffen gehen 10 Stunden locker, wenn es keine dreckige Nachtschicht ist.
Buttkiss schrieb:
Vier Tage Wochenende klingt erstmal toll, aber ich glaube ehrlich gesagt, lange würdest Du das nicht machen wollen.
Wer weiß. Deswegen sage ich ja, man müsste die Option schaffen und es testen. 4x10h und 3 Tage Wochenende wäre ja auch eine Möglichkeit, wobei ich mich kenne und wirklich eher auf 3x13h gehen würde. Wenn es nicht geht, dann eben wieder anders.
Aber die reine Möglichkeit offen zu haben, unterschiedliche Modelle wählen zu können, das würde mir schon gefallen. Inwiefern das gesetzlich umsetzbar ist und wie man Missbrauch vorbeugt, nun, darüber können sich Leute Gedanken machen, die dafür bezahlt werden.
 
Sinusspass schrieb:
Aber beim Schaffen gehen 10 Stunden locker, wenn es keine dreckige Nachtschicht ist.
Und eine 3 1/2 Tagewoche?
 
Sinusspass schrieb:
Kommt wirklich drauf an, was man macht. Bei einer Schulung geht die eben schon nach 5 Minuten stark abwärts.:heilig:
Aber beim Schaffen gehen 10 Stunden locker, wenn es keine dreckige Nachtschicht ist.

Da ist es bei mir eher umgekehrt.

Klar kommt es immer auf die Schulungen an, und manche Schulungen können schon anstrengend oder langweilig sein. Aber generell finde ich Schulungen wo man Neues lernt und auch ggf. Kollegen trift mit denen man sonst nichts zu tun hat oder ggf. Externe die man noch garnicht kennt, intressanter als eintönige Routinearbeit mit den gewohnten Kollegen.


Sinusspass schrieb:
Wer weiß. Deswegen sage ich ja, man müsste die Option schaffen und es testen. 4x10h und 3 Tage Wochenende wäre ja auch eine Möglichkeit, wobei ich mich kenne und wirklich eher auf 3x13h gehen würde. Wenn es nicht geht, dann eben wieder anders.
Aber die reine Möglichkeit offen zu haben, unterschiedliche Modelle wählen zu können, das würde mir schon gefallen. Inwiefern das gesetzlich umsetzbar ist und wie man Missbrauch vorbeugt, nun, darüber können sich Leute Gedanken machen, die dafür bezahlt werden.

3-Tage Wochenende finde ich zwar generell verlocken, aber dann gleich vier Tage am Stück 9,75h + Pausen arbeiten zu müssen glaube ich würde mich am dritten und vorallem vierten Tag schon ordentlich schlauchen. Das würde ich bezweifeln ob ich das durchhalten würde.

Da bräuchte ich dann eigentlich schon eine Pause dazwischen. Bei einer 4-Tage Arbeitswoche würde ich dann eher Mo-Di-Do-Fr arbeiten und Mi sowie Sa+So frei bevorzugen.

DerOlf schrieb:
Auf dem Land wohnen und die Vorteile der Ballungsräume genießen wollen. Das ist ein bisschen wie "wasch mich, aber mach mich nicht nass".

Seit den späten 1960ern sind die Leute massenweise aufs Land gezogen, weil man dort seine Ruhe hatte und der Baugrund günstig war.
Die Kinder und Enkel dieser "Stadtflüchtlinge" finden das nun doof.

Man kam in die Stadt, um näher an den Arbeitsplätzen (Fabriken) zu sein, alles zu Fuß erreichen und notfalls öffentliche Transportmittel nutzen zu können. Dann hatten alle ein Auto und die Nähe von Wohn- und Arbeitsplatz verlor an Bedeutung. Man baute sein Häuschen im Grünen (weils da billiger war), und das war kein Problem ... weil man da ja ohne Auto eh nicht wegkam. Da konnte man sein "Familienidyll" aufbauen ... und musste dann leider feststellen, dass "die Jugend" garnicht so gerne ländlich wohnt ... schlimmer noch ... dass sie es mittlerweile gar nicht mehr für so cool halten, wirklich ALLES mit dem Auto erledigen zu müssen.

Fairerweise muss man aber auch sagen das es noch in den 90er und 2000er Jahren auch in den Kleinstädten wesentlich mehr Jugendliche und Junge Erwachsene, mehr Geschäfte, mehr Gastronomiebetriebe und auch Kino und Freibäder gab.

Und auch so Dinge wie Satellitenfernsehen, GSM Netze mit GPRS, Modemeinwahl, ISDN und DSL bis 1536, haben in den Kleinstädten genauso funktioniert wie in den Grossstädten und Ballungsräumen.

Es fing ja erst in den 2010er Jahren an das die sinkende Geburtenraten dazu geführt haben das es immer weniger Jugendliche und Junge Erwachsene in de Kleinstädten gibt, das immer mehr Geschäfte und Gastronomiebetriebe geschlossen haben, auch Kinos und Freibäder dicht gemacht haben, und man bein Ausbau von UMTS und LTE, DSL ab 3072 und darüber hinaus einen grossen Bogen um die Dörfer und Kleinstädte gemacht hat. Und seit dem Corona-Lockdown hat sich die Situatio noch mehr verschärft.

Beim Breitbandausbau holt man zwar seit einigen Jahren jetzt schon wieder gewaltig auf, das ich teilweise sogar finde das man es mit dem Ausbau übertreibt und unnötig Geld verschwendet. Aber es ist eben jetzt einfach zu spät, und man kann das Verpasste nicht mehr nachholen.
 
Martyn schrieb:
aber dann gleich vier Tage am Stück 9,75h + Pausen arbeiten zu müssen glaube ich würde mich am dritten und vorallem vierten Tag schon ordentlich schlauchen
Ja ne ist klar. Aber einzelne 13 h Tage gehen natürlich 🤯
Da hast du Null Rhythmus und der Körper bedankt sich richtig
 
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Martyn schrieb:
Es fing ja erst in den 2010er Jahren an das die sinkende Geburtenraten
Aha, also in Wirklichkeit hatte jedes Jahr nach 2010 eine höhere Geburtenrate als 2010 und um noch ein wenig mehr mit Fakten zu verwirren... Seit 1974 ist die Geburtenrate eigentlich ziemlich konstant zwischen ca. 1,3 Kinder pro Frau und 1,60.
Die signifikant fallende Geburtenrate ist vor 1974 zu finden, aber seit 2010 bis heute ist definitiv ein Steigung zu erkennen.

Martyn schrieb:
Fairerweise muss man aber auch sagen das es noch in den 90er und 2000er Jahren auch in den Kleinstädten wesentlich mehr Jugendliche und Junge Erwachsene, mehr Geschäfte, mehr Gastronomiebetriebe und auch Kino und Freibäder gab.
Dazu hast Du doch bestimmt eine Quelle?
Irgendwo her musst Du diese Informationen ja haben, weil dabei warst Du ganz sicher nicht.
 
Martyn schrieb:
3-Tage Wochenende finde ich zwar generell verlocken, aber dann gleich vier Tage am Stück 9,75h + Pausen arbeiten zu müssen glaube ich würde mich am dritten und vorallem vierten Tag schon ordentlich schlauchen
Wenn dich "nur" unter 10h schon nach drei Tagen ordentlich schlauchen, dann sind deine 13h Gedankenkonstrukte dein sicheres Ableben ;)

MfG, R++
 
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andi_sco schrieb:
Und eine 3 1/2 Tagewoche?
Kann man sich auch überlegen. Müsste man halt ausprobieren. Mein Punkt bei der ganzen Sache ist eben, dass der Gesetzgeber (und alle anderen Beteiligten, Betriebsräte und Gewerkschaften können auch mal rumzicken) ruhig mehr Wahloptionen bieten können, solange die Gesamtarbeitszeit gleich bleibt und es keinen Zwang zu einem bestimmten Arbeitszeitmodell gibt, sofern das betrieblich möglich ist.
Martyn schrieb:
Klar kommt es immer auf die Schulungen an, und manche Schulungen können schon anstrengend oder langweilig sein. Aber generell finde ich Schulungen wo man Neues lernt und auch ggf. Kollegen trift mit denen man sonst nichts zu tun hat oder ggf. Externe die man noch garnicht kennt, intressanter als eintönige Routinearbeit mit den gewohnten Kollegen.
Stimmt, hat man aber auch nur in den Pausen oder wenn es interaktiv wird. Stumpf rumsitzen und zuhören klappt bei mir nicht, da kann ich am 3. Tag die Sekunden zählen, bis das Hirn auf Durchzug ist.
Martyn schrieb:
3-Tage Wochenende finde ich zwar generell verlocken, aber dann gleich vier Tage am Stück 9,75h + Pausen arbeiten zu müssen glaube ich würde mich am dritten und vorallem vierten Tag schon ordentlich schlauchen. Das würde ich bezweifeln ob ich das durchhalten würde.
Wie gesagt, kommt auf die Arbeit und das Individuum an. Ich muss mich ja auch nach einem Teamkollegen - immer zu zweit sie sind, bei sicherheitsrelevanten Sachen - richten, aber der hat auch schon gesagt, er hätte nichts gegen 4x10h.

Ich werde jetzt nicht großartig ins OT abdriften (deshalb auch keine Spielchen mit Geburtenraten), aber...
FrankenDoM schrieb:
Dazu hast Du doch bestimmt eine Quelle?
Irgendwo her musst Du diese Informationen ja haben, weil dabei warst Du ganz sicher nicht.
Das stimmt schon. Ich bin jetzt 28 und allein im letzten Vierteljahrhundert hat sich so einiges getan. Bei uns im Dorf (~580 Einwohner) hat es früher noch eine Bank und eine Kneipe gegeben und ein paar Jahre vor meiner Geburt noch eine Bäckerei. Ist jetzt alles nicht mehr da, und so haben wir es in vielen Dörfern in der Umgebung. In der 5000-Einwohner-Kleinstadt nebenan hat es mal ne Disco gegeben. Alles weg, dabei sind die Einwohnerzahlen konstant geblieben und teilweise sogar gewachsen. Die Gründe... nun, das ist dann wirklich OT.
 
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FrankenDoM schrieb:
Die signifikant fallende Geburtenrate ist vor 1974 zu finden, aber seit 2010 bis heute ist definitiv ein Steigung zu erkennen.
Erstmal wär es eine Frage wie sich die Geburtenrate auf die verschiedenen Regionen und Millieus verteilt.

Und dann muss man bedenken das es etliche Jahre daurt bis aus den Geburten des jeweiligen Jahregangs erst Schüler, Jugendliche und dann Junge Erwachsene werden.

Aber mir kommt es schon so vor das z.B. die Jahrgänge 2001-2005 deutlich weniger sind als es zum Beispiel die Jahrgänge 1986-1990 noch waren. Jedenfalls hier.

Und ich hab zwar keine Statistik für die Region, aber wenn ich mir die Zahlen der Abschlussjahrgänge anschaue, dort auch sehe das einige Schulen ganz geschlossen werden, und andere Schulen statt einst drei Klassen mit je 20-27 Schülern nur noch zwei Klassen mit je 22-30 Schülen haben, dann ist das für mich schon ein deutlich sichtbarer Rückgang.

R++ schrieb:
Wenn dich "nur" unter 10h schon nach drei Tagen ordentlich schlauchen, dann sind deine 13h Gedankenkonstrukte dein sicheres Ableben ;)

MfG, R++
Ein komplett freier Tag dazwischen wäre für mich schon ein grosser Gamechanger.

Sinusspass schrieb:
Kann man sich auch überlegen. Müsste man halt ausprobieren. Mein Punkt bei der ganzen Sache ist eben, dass der Gesetzgeber (und alle anderen Beteiligten, Betriebsräte und Gewerkschaften können auch mal rumzicken) ruhig mehr Wahloptionen bieten können, solange die Gesamtarbeitszeit gleich bleibt und es keinen Zwang zu einem bestimmten Arbeitszeitmodell gibt, sofern das betrieblich möglich ist.
3 1/2 Tage könnte ich mir grundsätzlich nur in der Form vorstellen: Mo+Di zwei volle Arbeitstage, Mi frei, Do voller Arbeitstag, Fr reduzierter Arbeitstag.

Aber wenn man 39 Wochenstunden auf vier Arbeitstage verteilen möchte, kommt man eh schon bei symetrischer Verteilung auf 9,75 Wochenstunden.

Aber ein früherer Feierabend am Freitag mit den Preis das man die drei anderen Arbeitstage erst nach Ladenschluss Feierabend hätte wäre auch kein Gewinn sondern ein reiner Nachteil. Das ginge eigentlich nur wenn man die Wochenstunden reduzieren würde.

Aber sonst sehe ich bei 39 Wochenstunden etweder drei oder vier Tage am sinnvollsten an:

Mo: 8:00 - 22:30 Uhr
Di: frei
Mi: 8:00 - 22:30 Uhr
Do: frei
Fr: 8:00 - 22:30 Uhr
Sa: frei
So: frei

Vorteile: 1. Nur 3 Arbeitstage und 5 freie Tage die man individuell gestalten kann
2. Perfekt als Zwei-Team-Modell umsetzbar wenn ein Team Mo/Mi/Fr und das andere Team Di/Do/Sa (ggf. wechselnd) macht

Nachteile: 1. Nicht mit der derzeitigen Gesetzgebung vereinbar
2. Arbeitstage wären wirklich sehr lang

Mo: 8:00 - 18:45 Uhr
Di: 8:00 - 18:45 Uhr
Mi: frei
Do: 8:00 - 18:45 Uhr
Fr: 8:00 - 18:45 Uhr
Sa: frei
So: frei

Vorteile: 1. Mit der derzeitigen Gesetzgebung vereinbar
2. Feierabende früh genug um noch schnell Supermarkteinkäufe zu erledigen oder ins Solarium zu gehen

Nachteile: 1. Fast unmöglich dann für Mittwochs und ggf. Samstags Personal zu finden
2. Sehr kurze Servicezeiten z.B. für Callcenter oder Gastronomie
 
Martyn schrieb:
Aber mir kommt es schon so vor das z.B. die Jahrgänge 2001-2005 deutlich weniger sind als es zum Beispiel die Jahrgänge 1986-1990 noch waren. Jedenfalls hier.
Zumindest hier im Rostocker Bereich gab es einen Geburtenknick, so das sich ein Gymnasium verkleinert hatte. Ist aber natürlich auch schon 20 Jahre her.
 
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