Union möchte tägliche Höchstarbeitszeit kippen. 30,25-35,25 Wochenstunden verteilt auf drei Arbeitstage attraktiv?

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Sinusspass schrieb:
Das stimmt schon.
Die Banken schließen Filialen, kleine Büchereien, Kneipen und Diskotheken schließen und ganze Innenstädte sterben aus und das unabhängig von der Größe der jeweiligen Städte/Dörfer. Hat keiner bestritten, aber das hat halt nichts mit der Geburtenrate seit 2010 zu tun und darauf habe ich geantwortet.
Die Veränderung der Städte ist unbestritten. Die Gründe dafür nennst Du ja selbst Off-Topic.
Martyn schrieb:
Aber mir kommt es schon so vor
Wissen wir, dass jede Deiner Thesen auf Gefühlen basiert. Aber der Teil mit der Geburtenrate ist halt mal wieder Quatsch mit Soße.
Aber ich kann gern auch mal mit selbst Erlebtem kommen. Hier gibt es Vereine die keine Kinder mehr aufnehmen können weil es zu viele sind. Hier platzen Schulen aus allen Nähten, dass man Neue baut und in der Zwischenzeit teils Container her nimmt zum Unterrichten. Kita Plätze sind ein rares Gut. Ich prüfe einen Beruf für die IHK und dort werden es Jahr für Jahr mehr Absolventen.
Hier einen Rückschluss auf die Geburtenrate zu ziehen ist halt aber einfach Quatsch. Warum dem so ist kannst Du gern mal drüber nachdenken.............
 
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Martyn schrieb:
Mo: 8:00 - 22:30 Uhr
Di: frei
Mi: 8:00 - 22:30 Uhr
Do: frei
Fr: 8:00 - 22:30 Uhr
Sa: frei
So: frei
Und das Koks für die Leistungsfähigkeit gibts dann vom Staat gratis dazu?

Also mal ehrlich, 8-22:30 Arbeiten halte ich für völlig sinnfrei und sehr unproduktiv, wenn es primär um kognitive Arbeit geht. Vor allem als Standard. Wann genau machst du denn dann noch Überstunden, wenn es mal nötig wird?
Willst du dann direkt bis 24 Uhr arbeiten?
Am kommenden Tag bist du von dem Tag im Eimer, erholst dich um das Gleiche am nächsten Tag wieder zu machen? Davon ab, das mir niemand, wirklich niemand erzählen braucht, dass er in Stunde 12 noch genauso produktiv ist wie in Stunde 2. Nicht, wenn du das schon Wochen- oder monatelang machst. Und nein, 8 Kaffee oder 1,5L Energydrinks am Tag halte ich für keine Lösung, um damit klar zu kommen.

Drei-Tage-Woche hört sich erstmal schön an, aber mMn nicht mit einer 40h-Woche.
Reduzier auf 30h, wenn dir das Gehalt reicht, dann kann das funktionieren.

Ich persönlich arbeite 35h; (7h pro Tag excl. Überstunden), fange meist zwischen 7 und 7:30 an und habe dann entsprechend gegen 15/15:30 Uhr Schluss. Fahrtdauer nach Hause je nach Verkehr zwischen 20 und 30 min. Heißt, meine Freizeit beginnt zuhause gegen 16 Uhr. Bis zum schlafen gehen habe ich nun etwa 6-7h Freizeit für Kind und Kegel.
Umgestellt auf 3 Tage und gleicher Startzeit wäre dann erst gegen 19 Uhr Schluss.
Da sind mir persönlich 5 Tage lieber als 3 Tage der Woche wegzuwerfen weil man um 19 oder 20 Uhr völlig erledigt heimkommt und ohnehin keine Energie mehr hat, noch groß was zu machen. Vor allem im Winter.
Eine 4-Tage Woche könnte ich mir noch vorstellen mit Mo-Do oder Di-Fr. Damit käme ich auf eine ca. Zeit von 7:30-17:00. Das sind auch Zeiten, die ich häufiger Arbeite und noch gut bzgl. Leistungsfähigkeit funktionieren.
 
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Khaotik schrieb:
Also mal ehrlich, 8-22:30 Arbeiten halte ich für völlig sinnfrei und sehr unproduktiv, wenn es primär um kognitive Arbeit geht.
Und bei rein körperlicher Arbeit auch, im Büro... na ja, da will ich nicht drüber urteilen, da würde ich mich lieber weghängen als da arbeiten zu müssen.
Es gibt jedoch Bereiche, in denen ein solches Modell durchaus sinnvoll ist bzw. sein kann. Wenn die Arbeit ein Hybrid aus körperlicher und geistiger Tätigkeit ist - so wie meine - dann vergeht die Zeit überaus schnell. Ebenso gibt es Berufe mit viel Vor- und Nachbereitungszeit am Arbeitstag, wo die eigentliche Produktivität zeitlich arg eingeschränkt ist, wenn man 2h vor und 2h nach der eigentlichen Arbeit noch Zeug erledigen muss, was natürlich zur Arbeitszeit dazuzählt.
Deswegen, es gibt durchaus so einige Möglichkeiten, wo die Option - und ich würde je nach Branche auch über 4x10 als Regel nachdenken, siehe einen Absatz drüber - durchaus sinnvoll wäre.
Dann gibt es natürlich noch Berufe, wo man viel Zeit auf Montage verbringt und nach der Arbeit eh nur im Hotelzimmer oder in der Kneipe gammelt. Da schafft man dann lieber mehr Stunden am einzelnen Tag, um dann früher wieder heimzukommen.
Gründe gibt es genug, um von 5x8 wegzukommen.
Khaotik schrieb:
Bis zum schlafen gehen habe ich nun etwa 6-7h Freizeit für Kind und Kegel.
Nein, hast du nicht. Du musst jeden Tag noch duschen, essen etc. Da werden es allenfalls 4-5h sein (ich selbst würde eher mit 3-4 rechnen) und da ist noch kein Moment drin, wo man mal kurz die Beine hochlegt.
 
Sinusspass schrieb:
Dann gibt es natürlich noch Berufe, wo man viel Zeit auf Montage verbringt und nach der Arbeit eh nur im Hotelzimmer oder in der Kneipe gammelt. Da schafft man dann lieber mehr Stunden am einzelnen Tag, um dann früher wieder heimzukommen.
Dass früher heimkommen, nach der Erfüllung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit, zum Beispiel am Donnerstag, beinhaltet dann auch noch die Zeit für die Wegstrecke die man zurück benötigt in die Heimat.
Nach 4×10 Wochenstunden plus Fahrzeit in die Heimat bist du Freitags kaputt, aber Behörden oder Arzttermine musst du eventuell auch noch wahrnehmen.
Von Einkäufen für den heimatlichen Wohnsitz abgesehen und auch eine nicht oft bewohnte Wohnung will gereinigt werden.
Von privaten Kontakten pflegen oder gar einer Beziehung fange ich gar nicht erst an.
Sonntag Abend geht's meist wieder los.

23 Jahre habe ich dass selber gemacht, was es aus mir gemacht hat will ich hier nicht ausbreiten.
Eines weiß ich jetzt, Geld allein ist nicht alles.

40 Stunden Woche mit normalerweise 4×8,5 und 1×6 Stunden bei täglichem Arbeitsweg von max .30 Minuten Hin-und Rückweg ist für mich die Höchstgrenze in meinem jetzigen Job.
 
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Orcon schrieb:
Nach 4×10 Wochenstunden plus Fahrzeit in die Heimat bist du Freitags kaputt, aber Behörden oder Arzttermine musst du eventuell auch noch wahrnehmen.
Na ja, besser, als erst Freitag Abend anzukommen. Dann sind Behörden und Arzttermine gar nicht drin ohne frei zu nehmen oder krank zu machen.
Das ist ja die Sache bei Montage. Wenn man weg ist, dann will man den Mist auch zeitig fertig bekommen, um wieder heim zu kommen. Bringt ja wie gesagt wenig, in der Ferne zu gammeln und Zeit totzuschlagen.
Orcon schrieb:
Von privaten Kontakten pflegen oder gar einer Beziehung fange ich gar nicht erst an.
Solange wir bei Montage sind, kann ich getrost auf den ersten Absatz verweisen.
Bei "normaler" Arbeit mit täglichem Heimweg mag die Sache dann mitunter anders aussehen. Da kommt es aber - wie ich ein paar Posts vorher geschrieben habe - auf das Individuum an. Ich habe unter der Woche neben der Arbeit praktisch kaum soziale Kontakte und bin meinen Lebtag Single. Das wird bei anderen Leuten gewiss anders sein, aber genau deshalb bin ich ja für unterschiedliche Modelle, von denen eben die profitieren können, für die 5x8 eventuell nicht ideal ist.
Orcon schrieb:
23 Jahre habe ich dass selber gemacht, was es aus mir gemacht hat will ich hier nicht ausbreiten.
Ich hatte auch meine paar Jahre mit sonntags weg, freitags heim und es war scheiße. Sicher, keine 23, aber 5 sollten auch reichen, um genug Erfahrungswerte in die Richtung zu sammeln. Davon ausgehend kann ich für mich sagen: Wenn ich nicht jeden Abend heim komme, dann kann der ganze Tag auch aus Arbeit bestehen, weil die freie Zeit danach sowieso für die Katz ist. Da schaffe ich lieber durch und fahre dafür ein, zwei Tage früher heim.
 
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Khaotik schrieb:
Drei-Tage-Woche hört sich erstmal schön an, aber mMn nicht mit einer 40h-Woche.
Reduzier auf 30h, wenn dir das Gehalt reicht, dann kann das funktionieren.
Da sehe nicht so wirklich viel Sinn drin.

Das wären dann ja immer noch 10 Stunden Arbeitszeit pro Tag wo ich dann trotzdem noch so 60 Minuten Pause bräuchte, also insgesamt 11 Stunden. Also 8-19 Uhr.

Das ist dann einerseits schon so spät das man an den Feierabenden auch so gut wie nichts mehr machen kann. Selbst ein Supermarkteinkauf wäre bei 20 Uhr Ladenschluss schon ziemlich hektisch. Und denn kann man dann ja auch an den freien Tagen machen. Und für McDonalds, Burgerking und Sishalounge wäre es noch zu früh.

Bei 30 statt 39 Stunden würde man ca. 23% seines Bruttogehalts und ca. 19% seines Nettogehalts verlieren, aber die gewonnene Abendfreizeit hätte auch keinen nenneswerten Wert.

Khaotik schrieb:
Ich persönlich arbeite 35h; (7h pro Tag excl. Überstunden), fange meist zwischen 7 und 7:30 an und habe dann entsprechend gegen 15/15:30 Uhr Schluss. Fahrtdauer nach Hause je nach Verkehr zwischen 20 und 30 min. Heißt, meine Freizeit beginnt zuhause gegen 16 Uhr. Bis zum schlafen gehen habe ich nun etwa 6-7h Freizeit für Kind und Kegel.
Umgestellt auf 3 Tage und gleicher Startzeit wäre dann erst gegen 19 Uhr Schluss.
Da sind mir persönlich 5 Tage lieber als 3 Tage der Woche wegzuwerfen weil man um 19 oder 20 Uhr völlig erledigt heimkommt und ohnehin keine Energie mehr hat, noch groß was zu machen. Vor allem im Winter.

Ein so früher Arbeitsbeginn würde mir garnicht gefallen, finde 8 Uhr schon früh, aber noch früher ist hart, weil dann verliert man vorallem Abends entsprechend viel Freizeit weil man früher ins Bett gehen muss.

Generell finde ich z.B. 8:00 bis 17:00 oder auch 8:45 bis 17:45 garkeine sooo schlechte Arbeitszeit wenn man irgendwo halbwegs zentral wohnen würde.

Wenn man in z.B. in Mammendorf wohnen und arbeiten würde wäre man in ca. 25min am Ammersee oder Wörthsee und in ca. 40min wahlweise in Augsburg oder München.

Wenn man z.B. in Bad Berka wohnen und arbeiten würde wäre man in ca. 20min in Weimar, in ca. 30min in wahlweise in Erfurt oder Jena, und in ca. 35 am Klingesee.

Aber wohnt man weit ab der Ballungsräume kann man an den Feierabend ohnehin nichts mehr anfangen.

Und anderseits, ist es bei mir bei den 8:00 bis 17:00 Arbeitstagen eher so:

Aufstehen 8:45 Zombiemodus
8:45 bis 9:30 Halbe Kraft
9:30 bis 14:30 Volle Power
14:30 bis 15:30 Halbe Kraft
15:30 bis 19:30 Zombiemodus
19:30 bis 20:30 Halbe Kraft
20:30 bis 1:00 Volle Power
1:00 bis zum Bett gehen Halbe Kraft
 
Sinusspass schrieb:
Dann gibt es natürlich noch Berufe, wo man viel Zeit auf Montage verbringt und nach der Arbeit eh nur im Hotelzimmer oder in der Kneipe gammelt. Da schafft man dann lieber mehr Stunden am einzelnen Tag, um dann früher wieder heimzukommen
Ja, habe ich auch schon hinter mir, haben wir damals auch so gemacht. 6 Tage jeweils 10-12h täglich, um fertig zu werden.
Aber das waren dann mal 2-3 Wochen und dann hat man erstmal wieder ein paar Wochen "9-5" gemacht. Weil nach der Zeit hat man auch erstmal wieder etwas runterfahren gebraucht. War schon sehr anstrengend. Finanziell hat es sich natürlich schon auch gelohnt.

Martyn schrieb:
Ein so früher Arbeitsbeginn würde mir garnicht gefallen, finde 8 Uhr schon früh, aber noch früher ist hart, weil dann verliert man vorallem Abends entsprechend viel Freizeit weil man früher ins Bett gehen muss.
Das ist jetzt natürlich immer eine persönliche Präferenz. 7:30 finde ich mittlerweile recht entspannt, ich habe genug Kollegen, die sitzen bereits um 6:00 Uhr im Büro. Manch einer kommt da auch mit 5-6h schlaf aus, muss dann also auch nicht schon um 21 Uhr ins Bett.
Ich fange im Sommer teilweise auch schon um 6:30 Uhr an, einfach weil es mir sonst zu warm wird. Unser Büro hat keine Klimaanlage, daher herrschen ab Mittags gern mal 30°C oder mehr da drin.
In der Wärme dann bis 17/18 Uhr zu sitzen - danke, nein.

Martyn schrieb:
Aber wohnt man weit ab der Ballungsräume kann man an den Feierabend ohnehin nichts mehr anfangen.
Auch das ist doch wieder komplett davon abhängig, was man machen will? Mir wäre neu, das meine seine Freizeit nur sinnvoll in der Stadt verbringen kann. Hobbys nachgehen, im Garten liegen, raus gehen in die Natur, Freunde treffen.
Ich sehe davon nichts an die Nähe einer (Groß-)Stadt gebunden.

Sinusspass schrieb:
Nein, hast du nicht. Du musst jeden Tag noch duschen, essen etc. Da werden es allenfalls 4-5h sein (ich selbst würde eher mit 3-4 rechnen) und da ist noch kein Moment drin, wo man mal kurz die Beine hochlegt.
Ich weiß ja nicht, wielange du so für Duschen etc. brauchst, aber ich bin mit Duschen und Essen in 30-45min durch. Abgesehen davon ist das Freizeit und keine Arbeit. Oder würdest du Essen gehen als Freizeit sehen, essen kochen aber nicht?
Martyn schrieb:
Und anderseits, ist es bei mir bei den 8:00 bis 17:00 Arbeitstagen eher so:

Aufstehen 8:45 Zombiemodus
8:45 bis 9:30 Halbe Kraft
Nice, um 8 Uhr ist arbeitsbeginn und um 8:45 Uhr ist aufstehen. So zu arbeiten könnte ich mir auch vorstellen ;)
Aber letztlich bestätigst du doch auch das, was ich schon angedeutet habe:
Martyn schrieb:
15:30 bis 19:30 Zombiemodus

In der Zeit bist du völlig unproduktiv weil schon das Tagestief kickt. Und nur, weil du später nochmal fit wirst, soll man die 4h Zombiemodus als AG halt so hinnehmen?
 
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@Martyn Und mit deinem Beispiel möchtest du gerne von 8:00 - 22:30 arbeiten ? Du arbeitest ja scheinbar jetzt schon die meiste Zeit mit halber Kraft oder im Zombiemodus. Was soll dein Arbeitgeber dann davon haben dich noch länger arbeiten zu lassen ?

Übrigens früh Aufstehen hat den Vorteil das man etwas vom Tag hat. Ich habe jeden Tag spätestens um 14:30 Feierabend. Ich kann in meiner Freizeit so gut wie alles erledigen und brauch dafür keine freien Tage. Aber es muss natürlich zum eigenen Biorhythmus passen. Wenn ich mir aber vorstellen müsste bis 16 - 17 Uhr im Büro sitzen zu müssen könnt ich schon kotzen.
 
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Martyn schrieb:
Das wären dann ja immer noch 10 Stunden Arbeitszeit pro Tag wo ich dann trotzdem noch so 60 Minuten Pause bräuchte, also insgesamt 11 Stunden. Also 8-19 Uhr.
Ja, und dafür hast du ein längeres WE. Ist ja der Sinn dahinter.
Martyn schrieb:
Und für McDonalds, Burgerking und Sishalounge wäre es noch zu früh.
Öhm... manche Leute machen sich um die Zeit bettfertig.
Martyn schrieb:
Bei 30 statt 39 Stunden würde man ca. 23% seines Bruttogehalts und ca. 19% seines Nettogehalts verlieren, aber die gewonnene Abendfreizeit hätte auch keinen nenneswerten Wert.
Du weißt, dass du dann 9 Stunden bzw. einen Tag weniger die Woche arbeiten musst? Das ist ja der Sinn der Sache.
Martyn schrieb:
Ein so früher Arbeitsbeginn würde mir garnicht gefallen, finde 8 Uhr schon früh, aber noch früher ist hart, weil dann verliert man vorallem Abends entsprechend viel Freizeit weil man früher ins Bett gehen muss.
Eine Freundin von mir schafft in der Bäckerei. Da klingelt der Wecker um 2:00.
Bei mir immerhin um 5:25.
Aber am Ende ist es scheißegal. Du brauchst x Stunden/Tag Schlaf, verbringst y Stunden/Woche auf der Arbeit und den Rest kannst du machen, was du willst. Was du früher auf die Arbeit fährst, das holst du mit dem früheren Feierabend wieder raus. Am Ende hast du immer die gleiche freie Zeit.
Martyn schrieb:
Generell finde ich z.B. 8:00 bis 17:00 oder auch 8:45 bis 17:45 garkeine sooo schlechte Arbeitszeit wenn man irgendwo halbwegs zentral wohnen würde.
Generell fände ich sowas hart zum Kotzen.
Gerade in den Wintermonaten hat man - sollte man nicht draußen arbeiten - im Grunde gar kein Tageslicht. 5 Monate im Jahr heimzukommen und es ist oder wird dunkel ist nicht gerade toll.
Mich nerven die wenigen hellen Stunden ja so schon, und ich arbeite einen guten Teil meiner Zeit draußen.
Martyn schrieb:
Aber wohnt man weit ab der Ballungsräume kann man an den Feierabend ohnehin nichts mehr anfangen.
Deshalb wohnen Leute, die unbedingt die Vorteile von Ballungsräumen brauchen, auch da oder in der Nähe, während Leute, die lieber ihre Ruhe haben und die Natur genießen eben nicht da wohnen.
Khaotik schrieb:
Ja, habe ich auch schon hinter mir, haben wir damals auch so gemacht. 6 Tage jeweils 10-12h täglich, um fertig zu werden.
Aber das waren dann mal 2-3 Wochen und dann hat man erstmal wieder ein paar Wochen "9-5" gemacht. Weil nach der Zeit hat man auch erstmal wieder etwas runterfahren gebraucht. War schon sehr anstrengend. Finanziell hat es sich natürlich schon auch gelohnt.
Klar, wenn du die Stunden ausbezahlen lässt statt sie abzufeiern, dann lohnt sich das. Aber du hast da 60-70h/Woche gekloppt und nicht 40. Es ist ein gehöriger Unterschied, das 4 oder 6 Tage zu machen bzw. einen oder 3 Ruhetage dazwischen zu haben.
Khaotik schrieb:
Auch das ist doch wieder komplett davon abhängig, was man machen will? Mir wäre neu, das meine seine Freizeit nur sinnvoll in der Stadt verbringen kann. Hobbys nachgehen, im Garten liegen, raus gehen in die Natur, Freunde treffen.
Ich sehe davon nichts an die Nähe einer (Groß-)Stadt gebunden.
Genau
Khaotik schrieb:
Ich weiß ja nicht, wielange du so für Duschen etc. brauchst, aber ich bin mit Duschen und Essen in 30-45min durch.
Der Fraß muss gekocht werden, man isst vielleicht was mehr,...
Gibt viele Sachen. Dazu noch Haushalt etc., da kommen insgesamt locker 2h/Tag drauf.
Khaotik schrieb:
Abgesehen davon ist das Freizeit und keine Arbeit.
Aber es ist auch Zeit, die jeden Tag draufgeht und die man nicht zur freien Verfügung hat.
Khaotik schrieb:
Oder würdest du Essen gehen als Freizeit sehen, essen kochen aber nicht?
Ja. Jedenfalls, wenn man es nicht allein macht.
 
Khaotik schrieb:
Nice, um 8 Uhr ist arbeitsbeginn und um 8:45 Uhr ist aufstehen. So zu arbeiten könnte ich mir auch vorstellen ;)
Aber letztlich bestätigst du doch auch das, was ich schon angedeutet habe:
Ich meinte Zombimodus vom Aufstehen wenn der Wecker um 6:10 Uhr klingelt und ich mich dann um 6:15 Uhr aus den Bett quäle und ich dann um 7:20 Uhr losfahre und um 8:00 Uhr mit der Arbeit beginne bin ich eben trotzdem bis etwa 8:45 Uhr im "Zombiemodus".

Khaotik schrieb:
In der Zeit bist du völlig unproduktiv weil schon das Tagestief kickt. Und nur, weil du später nochmal fit wirst, soll man die 4h Zombiemodus als AG halt so hinnehmen?
Ich kann es leider nicht ändern. Aber zum Feierabend im "Zombiemodus" daheim sitzen bringt es eben auch nicht. Dafür bezahlt im "Zombimodus" am Arbeitsplatz sitzen und dafür mehr Tage frei haben würde mir mehr bringen.

Kassenwart schrieb:
@Martyn Und mit deinem Beispiel möchtest du gerne von 8:00 - 22:30 arbeiten ? Du arbeitest ja scheinbar jetzt schon die meiste Zeit mit halber Kraft oder im Zombiemodus. Was soll dein Arbeitgeber dann davon haben dich noch länger arbeiten zu lassen?
Wie schon oben zum Feierabend im "Zombiemodus" daheim sitzen bringt es eben auch nicht. Dafür bezahlt im "Zombimodus" am Arbeitsplatz sitzen und dafür mehr Tage frei haben würde mir mehr bringen.

Und vorallem 20:30 Uhr bis 22:30 Uhr hätte ich dann ja wieder "Volle Power".

Sinusspass schrieb:
Deshalb wohnen Leute, die unbedingt die Vorteile von Ballungsräumen brauchen, auch da oder in der Nähe, während Leute, die lieber ihre Ruhe haben und die Natur genießen eben nicht da wohnen.
Viele Leute wohnen aber dort wo sie aufgewachsen sind oder wo die Mieten günstig sind, und nicht dort wo sie wirklich wohnen möchten.
 
Martyn schrieb:
Ich meinte Zombimodus vom Aufstehen wenn der Wecker um 6:10 Uhr klingelt und ich mich dann um 6:15 Uhr aus den Bett quäle und ich dann um 7:20 Uhr losfahre
Du brauchst morgens ne Stunde, um dich fertig zu machen?
Martyn schrieb:
Dafür bezahlt im "Zombimodus" am Arbeitsplatz sitzen und dafür mehr Tage frei haben würde mir mehr bringen.
Deinem Arbeitgeber aber nicht.
Lass mich raten, arbeitest du im Büro?
Martyn schrieb:
Viele Leute wohnen aber dort wo sie aufgewachsen sind oder wo die Mieten günstig sind, und nicht dort wo sie wirklich wohnen möchten.
Das Leben ist kein Wunschkonzert, entweder du kannst dir den Lebensstil, den du gern hättest, leisten oder eben nicht. Hält dich keiner vom Umzug ab.

Ich werde mich jetzt mal nicht über Lohn-Leistungs-Gefüge, Abgabenlast, Auflagen, Staatsquote und demografische Entwicklung echauffieren, obwohl ich da Seiten mit füllen könnte.
 
Sinusspass schrieb:
Du brauchst morgens ne Stunde, um dich fertig zu machen?
Wenn ich Frühschicht arbeite, klingelt mein Wecker um 5:00 und ich nehme den Bus um 6:01 um ganz entspannt um 6:50 meine Arbeit antreten zu können. Damit mich das nicht nervt, muss ich am Abend davor um spätestens 22:00 im Bett sein.

Ich brauche diese eine Stunde nicht dringend, aber ich hasse es, morgens noch halb schlafend aus dem Haus zu gehen.
Da stehe ich lieber etwas früher auf, und trinke meine Tasse Kaffee dafür in aller Ruhe.
 
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Khaotik schrieb:
Und das Koks für die Leistungsfähigkeit gibts dann vom Staat gratis dazu?
Soweit denkt er nicht, merkst du an seinem "nicht-antworten" auf mehrere Nachfragen.
Ergänzung ()

Sinusspass schrieb:
Dann gibt es natürlich noch Berufe, wo man viel Zeit auf Montage verbringt und nach der Arbeit eh nur im Hotelzimmer oder in der Kneipe gammelt. Da schafft man dann lieber mehr Stunden am einzelnen Tag, um dann früher wieder heimzukommen.
Machst du auch nicht ewig, weil ja eine gewisse Leistung erwartet wird. Wenn natürlich mehr Arbeitszeit einkalkuliert wird, als man tatsächlich braucht, hat man so wieder eine Pause.
Aber trotzdem leidet es nach 10 bis 11 h schon, je nach Wetter auch früher und du liegst nach 8 h flach.

Sinusspass schrieb:
Das ist ja die Sache bei Montage. Wenn man weg ist, dann will man den Mist auch zeitig fertig bekommen, um wieder heim zu kommen. Bringt ja wie gesagt wenig, in der Ferne zu gammeln und Zeit totzuschlagen.
Duschen, essen (Restaurant oder Döner ist da egal), Erholung kosten auch im Hotel Zeit! Wenn dann noch Unterlagen für die Firma und den Kunden fertig gemacht werden müssen, ist irgendwann Mittelfinger-Zeit angesagt.
Ergänzung ()

Martyn schrieb:
Ein so früher Arbeitsbeginn würde mir garnicht gefallen, finde 8 Uhr schon früh, aber noch früher ist hart, weil dann verliert man vorallem Abends entsprechend viel Freizeit weil man früher ins Bett gehen muss.
Und bei 13 h pro Tag hast du natürlich noch 21 h Resttag :pcangry: - Junge, wach auf und geh erstmal arbeiten.
Ergänzung ()

Sinusspass schrieb:
Lass mich raten, arbeitest du im Büro?
Eher Antwort c): noch gar nicht
Ergänzung ()

Martyn schrieb:
Dafür bezahlt im "Zombimodus" am Arbeitsplatz sitzen und dafür mehr Tage frei haben würde mir mehr bringen.
Dein Arbeitgeber bezahlt dich für eine Gegenleistung und nicht fürs doof aus dem Fenster schauen.

Martyn schrieb:
Und vorallem 20:30 Uhr bis 22:30 Uhr hätte ich dann ja wieder "Volle Power".
Das sagst du jetzt, wo du nicht lange arbeiten musst. Mach das aber mal ein paar Wochen mit dem Rhythmus Arbeit-Frei-Arbeit und das sieht dann ganz anders aus.
 
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@Martyn
Bitte teile uns mal mit, als was du gerade beschäftigt bist.
Muss ja nicht "bei Hans Müller in der Mustermannstraße 13 in Unterdupfingen" - die Branche reicht ja.
Oder teile offen mit, dass du diese Information nicht gerne öffentlich hier stehen haben willst.

Beides vollkommen okay.
Ich gehe davon aus, dass du nicht gerade auf einer Offshore Bohrinsel deine 13h+ knechten musst:evillol:

Aber eine Antwort würde deine "Hirngespinste" ggf. plausibilisieren, da du überhaupt anscheinend keine Ahnung von deren Auswirkungen hast. Als Schüler/Student ohne Erfahrung wäre dies noch verständlich solche Ansichten zu haben.

In der Theorie hört sich "x Tage frei" gut an, klar. Aber was für einen Rattenschwanz das nach sich zieht (alles hier schon von anderen aufgeführt) für dich und den AG (der dir kein Geld schenkt aus Nächstenliebe...). Das blendes du naiverweise aus.

MfG, R++
 
R++ schrieb:
Aber eine Antwort würde deine "Hirngespinste" ggf. plausibilisieren, da du überhaupt anscheinend keine Ahnung von deren Auswirkungen hast. Als Schüler/Student ohne Erfahrung wäre dies noch verständlich solche Ansichten zu haben.
Und genau das ist er, Schüler. Offensichtlicher geht es doch nicht bei dem was er seit Wochen quer über die Threads hier ablässt.
Wer so viel falsche Dinge schreibt und diese vehement verteidigt und wiederholt macht das aus 2 plausiblen Gründen. Trollen oder eben keine Ahnung von der Materie.

Lasst es gut sein, selbst @Erkekjetter hat schon aufgegeben und vor ihm ziehe ich meinen Hut bei dem Elan gegen Quatsch anzukämpfen.
 
R++ schrieb:
Ich gehe davon aus, dass du nicht gerade auf einer Offshore Bohrinsel deine 13h+ knechten musst:evillol:
Da weißt du wenigstens, für was dus machst: Ein paar Jahre gut knüppeln und ordentlich Kohle ranschaffen und dann irgendwann was ruhigeres suchen.
Btw muss man ja noch nichmal solche Extreme nehmen.
12h auf dem Bau reichen doch schon völlig um viele an ihre Grenzen zu bringen.


Um aber mal wieder auf das Kernthema selbst zurückzukommen:
In vielen Bereichen bringt eine Verkürzung auf 4 oder gar 3 Tage doch auch viele Probleme mit sich. Immer dann, wenn von außen vorgegebene Öffnungszeiten o.Ä. zu gewährleisten sind.
Weiterhin verdichtet sich die Arbeitskraft auf weniger Tage, Teammeetings und co werden immer schwerer zu organisieren sein (wenn ich z.B. an mein Umfeld denke).
Es ist heute schon schwer genug, bei Runden von mehr als 5 Leuten alle zeitnah zusammenzubringen. Wenn jetzt etliche davon auch noch nur 3 Tage da sind und sich dann im dümmsten Fall nur ein Tag überschneidet, wird das noch komplizierter.

3-Tage-Woche halte ich bei allem über 30h für Unsinn und auf Dauer eher schädlich als Vorteilhaft für die Gesundheit. Ich glaube nicht, dass der Stress an den 3 Tagen durch einen zusätzlichen, freien Tag kompensiert werden kann.
Auch eine 4-Tage-Woche mit 40h + Überstunden stelle ich mir sehr anstrengend vor. Gut, viele Landwirte werden jetzt wsl in Gelächter ausbrechen. Da sind gerade jetzt eher 70h/Woche normal. Wochenende ist da oft ein Fremdwort bzw. bedeutet nur, dass man halt mal nur 6 statt 12h arbeitet.
 
andi_sco schrieb:
Machst du auch nicht ewig, weil ja eine gewisse Leistung erwartet wird. Wenn natürlich mehr Arbeitszeit einkalkuliert wird, als man tatsächlich braucht, hat man so wieder eine Pause.
Bei uns läuft es eher so ab: Es wird solange gearbeitet, wie es eben dauert, und was man länger braucht, das wird aufgeschrieben, bis man am erlaubten Limit ankommt. Alles darüber läuft dann unter der Hand, weil sicherheitsrelevante Technik so schnell wie möglich zu laufen hat.
Tja, und durch das aktuelle Modell ist es eben so, dass wir mit Regelarbeitszeit oft zwei Tage für irgendwas brauchen, weil Fahrtzeiten zur Arbeitszeit dazu zählen, was bei bis zu 2,5h Anfahrt (meistens eher ~1h, zugegeben) auch nur fair ist, und so oft gar nicht mal so viele Stunden am Tag für die eigentliche Arbeit da sind.
andi_sco schrieb:
Duschen, essen (Restaurant oder Döner ist da egal), Erholung kosten auch im Hotel Zeit!
Ja, aber dauert ja nicht so lange. Dann streicht man lieber die ~4h frei verfügbare Zeit am Abend und kommt dafür früher heim. So sehe ich es für mich eben.
andi_sco schrieb:
Wenn dann noch Unterlagen für die Firma und den Kunden fertig gemacht werden müssen
Arbeitszeit!
Khaotik schrieb:
12h auf dem Bau reichen doch schon völlig um viele an ihre Grenzen zu bringen.
Mit Sicherheit. Und wie gesagt, es kommt immer auf die einzelne Tätigkeit an.
So auch...
Khaotik schrieb:
In vielen Bereichen bringt eine Verkürzung auf 4 oder gar 3 Tage doch auch viele Probleme mit sich. Immer dann, wenn von außen vorgegebene Öffnungszeiten o.Ä. zu gewährleisten sind.
...hier.
In manchen Berufen geht es, in anderen wiederum nicht bzw. nicht so leicht oder nur mit Nachteilen.
Khaotik schrieb:
Gut, viele Landwirte werden jetzt wsl in Gelächter ausbrechen. Da sind gerade jetzt eher 70h/Woche normal. Wochenende ist da oft ein Fremdwort bzw. bedeutet nur, dass man halt mal nur 6 statt 12h arbeitet.
In der Erntezeit wird's auch mal schnell dreistellig. Paar Freunde und Bekannte von mir sind Landwirte. Wenn Ernte angesagt ist und das Wetter stimmt, dann gibt's 4h Schlaf die Nacht und der Rest wird nahezu durchgeschafft. Essen machen und Wäsche waschen erledigt die Frau und Brötchen essen kann man auch auf dem Mähdrescher.
DerOlf schrieb:
Ich brauche diese eine Stunde nicht dringend, aber ich hasse es, morgens noch halb schlafend aus dem Haus zu gehen.
Da stehe ich lieber etwas früher auf, und trinke meine Tasse Kaffee dafür in aller Ruhe.
Puh... Was bin ich froh, kein Koffein zu brauchen. :D
Bei mir läuft alles, sobald ich aufrecht stehe. Bis dahin läuft der Autopilot, aber ab dann läuft das Hirn und ich habe fast nie wirkliche Probleme. Zähne putzen, Gesicht waschen, anziehen, Abfahrt.
Die Blicke von den Kollegen sind dann immer witzig, wenn paar noch im Zombiemodus rumlaufen.
 
Sinusspass schrieb:
Klar ist das Arbeitszeit, wenn das aber mal Abends anfiel, weil wichtig, hat sich deine Freizeit weiter verringert.
Und Restaurant, Duschen und co. dauert nicht lange? Na ich möchte dabei schon etwas Ruhe haben und fix ist eine bis 1 1/2 h vorbei gewesen.
Und ja, bei erlaubten 14 Tage Rhythmus war mir die Arbeitszeit irgendwann egal. Also rechtzeitig Feierabend. Das bedeutete ja nicht, das ich dann zig Stunden im Hotel verbracht hatte. Allein die Fahrt zum Hotel musst du ja auch mit einrechnen, und bei mir hieß es ziemlich oft: ein Hotel, eine Nacht, dann Wechsel.
Keine Angst, es kamen trotzdem genügend bezahlte Stunden im Monat bei rum, wo der TE schon mit den Ohren schlackern würde.
Vieles war halt auch Fahrzeit, weil die Mühlen seltenst vor der Haustür standen.
Da biste morgens auch mal von Rostock nach Rügen und Nachmittags zurück gewesen.
 
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Bedauerlich wie hochbezahlte und gut betuchte Eliten, welche die Lebensrealität des Gros der Bevölkerung in diesem Land gar nicht kennen, über dessen Arbeitsrealität entscheiden.

Warum sollen "wir" mehr arbeiten?
Welcher Fachkräftemangel?
Wessen Wohlstand müssen "wir" erhalten?

Es gibt keinen Mangel an qualifiziertem Arbeitspersonal, sondern einen Mangel an billigen Lohnsklaven. Aus welchem Grund will denn die gesamte Industrie günstige Arbeitnehmer die sich ihrer Rechte nicht bewusst und zu einem Hungerlohn bereit sind, über 40h die Woche zu malochen, aus fernen Drittstaaten ins Land locken?

Die Gehälter und Entschädigungen in den Konzernspitzen spotten jeglicher Realität und korrelieren in keinster Weise mit der tatsächlich geleisteten Arbeit.
Doch selbst da könnte man noch ein Auge zu drücken, denn wenn man sich die Vermögensverteilung in Deutschland ansieht, stellt man erschreckende Ungerechtigkeiten fest. Es soll mir jemand schlüssig darlegen, weshalb ein Mensch mehrere hundert Millionen oder Milliarden an Vermögen benötigt?
Alles was über einer gewissen Grenze liegt, sollte stärker besteuert und nach unten hin verteilt werden. Und ich rede hier nicht von Jahreseinkommen von 100'000 oder 300'000 Euro, sondern von denen die wirklich als Spitzenverdiener bezeichnet werden sollten. Vermögen die in die hunderte Millionen gehen.

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Die Arbeitswelt wurde immer weiter rationalisiert und produktiver, sei es im Zuge der Industrialisierung, der Digitalisierung und nun durch die KI. Wo sind diese Effizienzgewinne und damit verbundenen Einnahmesteigerungen hin?

Und da empfinde ich es als einen ungeheuren Affront, wenn Menschen welche wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben mit finanziellen und existentiellen Nöten zu kämpfen hatten, sich hinstellen und sich solche Dreistigkeiten erlauben:

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Ich lese hier immer wieder den wohl klingenden Plural "Wir". Mit "Wir" meinen unsere Durchlauchten sicher nicht sich selbst oder ihre Kreise, sondern den gemeinen Pöbel, der sich mit sinkenden Renten, steigenden Mieten- und Gesundheitskosten auseinandersetzen darf.


Man könnte noch einiges Mehr dazu schreiben, aber was solls? Am Ende entscheiden diese wirtschaftshörigen Figuren in den Entscheidungsämtern sowieso über uns aller Köpfe hinweg.
 
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