Unterputzdosen mit Verlegekabel verbinden

Eine kleine Bildgeschichte ... So zu Lehrzeiten habe ich bei Kunden unserer Firma so etwas vorgefunden und hielt es für normal:

20080304-strukturierteverkabelungg.jpg


Dann kam ein schlauer Kollege und machte daraus etwas wie dies:

20060918-strukturierteverkabelungk.jpg


Nach dem unleidlichen Ende in Form von "nix geht mehr, ich finds nicht" fing mein AG an auf mich zu hören und es entwickelte sich:

87.jpg


sauberer-verteiler~fs.jpg


Datentechnik.jpg


Die Evolution des Netzwerks :evillol:
 
Warum wandert die Fritzbox eigentlich nicht in den Keller an die Wand?
Wär eigentlich auch ne Idee. Kürzere Strecke zum APL. WLAN kann man auch über APs im Haus verteilen. Vllt. auch per PoE, je nach Patchfeld/Switch.
Telefon wird dann über die Verlegekabel auf die Fritzbox gelegt. Wäre ein runderes Ganzes... Zum Abschluss noch ein hübscher 19"-Schrank :freaky:

@Ecronika: Was'n Fetisch :D
 
Lass mich halt ... Berufskrankheit ... allerdings wird mir übel zu wissen gegen 2. Februar Woche unser Derzeitiges Projekt aufklemmen zu dürfen ... insgesamt 2.400 Ports *würg* wird ne Weile dauern :rolleyes:

Aber der Telefonverteiler aus Bild 2 ist echt krass ;) Ganz so schlimm wars dann evtl. doch nicht :rolleyes: Isch hab meine Kollegen doch lieb ...
 
@sassuke:
Noch mal eine Zusammenfassung:

-das Verlegekabel ist OK
-die UAE-Dosen gegen Cat5e/6-Dosen tauschen
-Patchpanel an die Verlegekabel im Keller installieren
-Switch am Patchpanel installieren

Dann, je nach Präferenz, können die Dosen entweder mit 2x100 Mbit (pro Port 4 Adern) oder 1x1000 Mbit (alle 8 Adern) belegt werden. Persönlich würde ich überall 1x1000 Mbit anschließen. Kann man ja mit zusätzlichen Switches/Routern noch erweitern.
Da wo das Telefon hinkommt (oder die Fritzbox) wird eine Doppeldose beschaltet mit 1x100 Mbit (4 Adern) und die restlichen Adern werden für den Anschluss des Telefons oder der Fritzbox entsprechend belegt. Für den Anschluss des Telefon kann man entweder einen RJ45-TAE-Adapter nehmen oder man wechselt das Telefonkabel gegen ein RJ11->RJ45 aus.

Sollte die Fritzbox in den Keller wandern, wird das beigelegte TAE-Kabel einfach in die 1. TAE-Dose gesteckt. Das rausführende Kabel (das in die Verlegekabel geht) kann dann weg. Das wäre dann von Anbieterseite auch die "korrekteste" Verkabelung.

Theoretisch könnte man auch ein Kabel direkt vom APL an die Fritzbox führen, aber der APL gehört idR dem Netzbetreiber, also eher Finger weg. Obwohl das Kabel von APL-->1.TAE ein wenig "naja..." ist. Und wieso ist der überhaupt offen??

Nicht vergessen die Fritzbox an den Switch zu schalten.

Zwecks WLAN-Abdeckung kann man die Netzwerkdosen überall im Haus für WLAN-APs nutzen. Sofern du dich für entsprechende PoE-geeignete Geräte entscheidest (Switch oder Patchpanel müssen das aber auch können) würden diese zusätzlichen Geräte noch nicht mal eine Steckdose benötigen, sondern würden einfach über die LAN-Leitung versorgt. Ist aber nachrangig.



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Falls ich hier irgendwo einen Gedankenfehler gemacht habe, dann bitte korrigieren. Aber so in etwa sollte es imho gut aussehen.
 
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"Hm, ich habs genauso wie der Dödel ausm Forum gemacht, nachdem mein Kumpel Schnappatmung wegen der notwendigen Korrektur bekam und 100 € an zusätzlichem Material ordern musste. Und jetzt gibts kein Internet mehr... Depp der."

:D
 
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Ecronika schrieb:
Wenn eh neue Dosen kommen, müssen es dann Doppeldosen sein mit Sparbeschaltung (abgesehen vom Stock wo Telefon hinkommt)? Wenn du Einzeldosen voll beschaltest ginge Gigabit-Netzwerk, mit 4 adern geht nur 100 MBit ... ?

@ t-6: NGN? Die Info hab ich überlesen?

Warum wandert die Fritzbox eigentlich nicht in den Keller an die Wand?

fritzbox kann nicht in den keller, da im ersten stock das telefon per tae-stecker daran angeschlossen ist.

ich werde mir gleich nochmal deine zusammenfassung genau durchlesen und nochmal feedback geben! ;)


danke schonmal bis hierhin, habt mir schon echt weitergeholfen! :)
 
fritzbox kann nicht in den keller, da im ersten stock das telefon per tae-stecker daran angeschlossen ist.
Das kann man ja mit TAE->RJ45-Adapter oder einem RJ11->RJ45-Kabel lösen. Alles eine Frage der Stecker. Das Telefon muss bei dieser Hausverkabelung nicht der standortbestimmende Faktor für die Fritzbox sein. Das DSL-Modem sollte so nah wie möglich am APL sein, auch wenn das manchmal eine Glaubensfrage ist ^^

Außerdem löst damit auch diesen unnötigen Umweg auf:
TAE -> Patchpanel -> Fritzbox -> Patchpanel -> Switch

Besser:
TAE -> Fritzbox -> Switch

Störsicherer, weniger unnötige Übergänge. Für den Anschluss des Telefons das letztendlich aus dem Patchpanel auf die Fritzbox kommt, kannst du so einen Adapter verwenden: http://www.kabelshop-online.de/adapter-tae8n-rj45f-fuer-isdn-p-900.html
 
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naja wenn kommt ja das telefonsignal dann im ersten Stock aus einer RJ45 Dosen oder?
Richtig. Dafür brauchst du dann einen Adapter TAE-Buchse->RJ45-Stecker. Alternativ ein Kabel von RJ11-Stecker->RJ45-Stecker. Es wird dann einfach das Telefonkabel ausgetauscht. Das ist aber Makulatur.

Im Keller hingegen bräuchtest du einen Adapter von RJ45-Buchse auf TAE-Stecker, weil die Fritzbox 7113 nur TAE-Anschlüsse für Telefone hat.
 
So, ich habe das jetzt nochmal in Kurzform für mich zusammengefasst:

- alle Dosen gegen 1-fach Cat6-Dosen tauschen
- im Arbeitszimmer Dose gegen 2-fach Cat5e-Dose tauschen
- Verlegekabel an Patchpanel
- Gigabit-Switch an Patchpanel

- FritzBox in Keller + Uplink an Switch
- APN->TAE->FritzBox

- von FritzBox Telefon an Patchpanel: http://www.kabelshop-online.de/adapter-tae8n-rj45f-fuer-isdn-p-900.html
- im Arbeitszimmer Telefon an Cat5e-Dose: http://www.kabelshop-online.de/adap...-p-899.html?osCsid=dd7cka364f21m2f25o9idgvdq2

Passt das nun so?
 
Dürfte passen.
Dann lies dich noch mal zwecks Auflegen von Verlegekabeln auf Dosen & Patchpanel ein. Ein entsprechendes Werkzeug (LSA-Auflegetool) brauchst du auch noch. Das hier ist günstig und sollte für diesen Einsatz langen: http://www.amazon.de/Digitus-DN-LSA...8E7C/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1295802254&sr=8-1
Den Dosen dürfte evtl. ein Behelfswerkzeug (eine Art Plastikschieber) beilegen mit denen die Adern auch in die Leisten geklemmt werden können, aber das Abschneiden der überstehenden Aderenden kann ein wenig lästig werden. Also lieber gleich das Tool, das macht beides in einem Abwasch.
 
Sehr gut.
LSA-Tool habe ich noch von meiner Verkabelung letztes Jahr hier rumliegen.
Wegen Auflegen an Dosen und Patchpanel habe ich diese Belegung hier gefunden:

Code:
Cat6-Dosen:

Pin	Farbe

1	Weiß/Orange
2	Orange
3	Weiß/Grün
4	Blau
5	Weiß/Blau
6	Grün
7	Weiß/Braun
8	Braun


Nur, wie mache ich das mit der Doppeldose im Arbeitszimmer zwecks Telefon und LAN?
Welche Farbbelegung wähle ich dort?
 
Nur, wie mache ich das mit der Doppeldose im Arbeitszimmer zwecks Telefon und LAN?
Welche Farbbelegung wähle ich dort?
...nach ein wenig Nachdenken würde ich im Arbeitszimmer ebenfalls einer 1er Cat6-Dose setzen und am Patchfeld korrekt auflegen, ganz genauso wie die anderen Dosen.
Um dann zwei Ports (2x100 Mbit) draus zu machen, einfach einen LineDoubler nehmen: http://www.kabelshop-online.de/ethernet-line-doubler-p-995.html
Man könnte natürlich das einzelne Verlegebkabel in den Dosen und am Panel auf 2x100 Mbit aufsplitten (nichts anderes macht der LineDoubler), aber dann ist die Verkabelung auf Dose & Panel nicht im ganzen Haus konsequent durchgezogen.
 
Ja, aber da muss doch das Telefon mit dran!?


Btw: Reicht nicht auch Cat5e für Gbit??
 
Ja, aber da muss doch das Telefon mit dran!?
TAE->RJ45-Adapter, das Thema hatten wir doch schon ;)
Ob du nun in einer RJ45-Doppeldose das Verlegekabel aufsplittest oder in einer Einzeldose einen Linedoubler einsetzt, macht keinen Unterschied. Den TAE-RJ45-Adapter brauchst du bei beiden. Der Linedoubler machts einfacher und flexibler, so dass du dir um die Belegung in der Doppeldose keinen Kopf machen musst. Einfach korrekt auflegen, den Rest macht man hinter der Dose. So verklemmst du die Dose im Arbeitszimmer nicht auf ausschließlich 2x100 Mbit. Wer weiß was die Zukunft bringt? Vielleicht brauchts im Arbeitszimmer ja mal einen Gbit-Anschluss, also lieber gleich richtig.

Btw: Reicht nicht auch Cat5e für Gbit??
Ja.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja ok ... aber wie bekomm ich dann das Telefon von der FritzBox ins Patchfeld?
Da liegt ja dann keine eigene Leitung für an ...
 
Hab noch mal ein wenig drüber nachgedacht als mir bzgl. des RJ-Standards was eingefallen ist.

Du brauchst überhaupt keine TAE-RJ45-Adapter. Du brauchst nur ein zusätzliches RJ11-->RJ11-Kabel (http://www.teleprofi-shop.de/Telefo...el-RJ11-auf-RJ11-Stecker-4-adrig-schwarz.html). Das kommt anstelle des normalen Telefonkabels (RJ11-->TAE) ins Telefon, denn diese Kabel sind idR immer abnehmbar. Und dieses Kabel steckst du dann in die Telefon-RJ45-Buchse von diesem Doppler: http://www.teleprofi-shop.de/Netzwe.../T-Adapter-1xNetzwerkanschluss-1xTelefon.html
Also: Telefon/RJ11-->Kabel-->Dopplerbuchse/RJ11

Denn das ist das Tolle: RJ11-Stecker passen in RJ45-Buchsen. Alternativ dieses RJ11-->RJ45-Kabel: http://www.teleprofi-shop.de/Telefo...l/Modularkabel-RJ12-6-6-RJ45-8-8-6-adrig.html
Es macht aber keinen Unterschied, sitzt nur bissl bündiger.

Unten am Patchfeld kommt dann der zweite Doppler in die Buchse für das Arbeitszimmers. Und in die gleiche Buchse wie beim Arbeitszimmerdoppler kommt das alte Telefonkabel. Alternativ dieses Kabel: http://www.teleprofi-shop.de/Telefo...l-TAE-F-auf-RJ45-Stecker-4-adrig-schwarz.html
Es macht aber keinen Unterschied, sitzt nur bissl bündiger.
Da hast du dann den TAE-Stecker der in die Fritzbox kann. Transparent gesehen ist das Telefon damit an der Fritzbox angeschlossen, wie jetzt auch.

Wichtig bei der ganzen Sache: Du brauchst zwei RJ45-Doppler, die einerseits eine RJ45-Netzwerkbuchse bereitstellen sowie andererseits eine RJ45-Telefonbuchse. Ethernet & Token Ring sind nämlich anders belegt, entsprechend brauchst du einen passenden RJ45-Doppler der die Kontakte korrekt aufteilt.
Der ein paar Posts weiter oben verlinkte Doppler stellt nur 2 Ethernet-Buchsen bereit, bei denen die Kontakte 4&5 in keiner der Buchsen belegt sind. Eben diese brauchst du aber für Telefonie. Mea Culpa fürs falsche Verlinken ;)

Auf dieser Seite ist die Belegung für verschiedene RJ45-Doppler (Line Sharer) noch mal aufgeführt: http://www.netzmafia.de/skripten/netze/twisted.html (etwa in der Mitte)

(Erneute) Zusammenfassung:

Code:
- alle Dosen gegen 1-fach Cat6- oder Cat5e-Dosen tauschen, auch im Arbeitszimmer

- Verlegekabel an Patchpanel
- Gigabit-Switch an Patchpanel

- FritzBox in Keller + Uplink an Switch
- APL-> 1. TAE-> FritzBox

-1 Ethernet- & Telefon-Doppler (Line Sharer) [URL="http://www.teleprofi-shop.de/Netzwerktechnik/Adapter-und-Verbinder/T-Adapter-1xNetzwerkanschluss-1xTelefon.html"](KLICK!)[/URL] an RJ45-Buchse im Arbeitszimmer
-1 Ethernet- & Telefon-Doppler (Line Sharer) [URL="http://www.teleprofi-shop.de/Netzwerktechnik/Adapter-und-Verbinder/T-Adapter-1xNetzwerkanschluss-1xTelefon.html"](KLICK!)[/URL] an die RJ45-Buchse des Arbeitszimmers am Patchpanel 
-RJ11->RJ11 Kabel vom Telefon auf RJ45-Telefonbuchse des Line Sharers (Arbeitszimmer) ([URL="http://www.teleprofi-shop.de/Telefon-Co/Kabel-und-Adapter/Universalkabel/Kabel-RJ11-auf-RJ11-Stecker-4-adrig-schwarz.html"]KLICK!)[/URL]
-altes RJ11->TAE-Kabel von RJ45-Telefonbuchse des Line Sharers auf TAE-Buchse der Fritzbox (Keller)

-RJ45-Netzwerkbuchse des Line Sharers im Keller mit Patchkabel auf Switch

Das soll es dann auch wirklich gewesen sein. Die Integrität der Belegung des Verlegekabels auf Dosen & Patchpanel bleibt gewahrt. Durch die Line Sharer wird das Telefon mit eingeschliffen und auf die Fritzbox geführt. Zusätzlich können die Linesharer auch an anderen LAN-Buchsen im Haus genutzt werden, falls das Telefon mal umgestellt wird oder ein zusätzliches Telefon dazukommt.
Dafür wurde der unsinnige Umweg 1.TAE ->Patchpanel->Fritzbox->Patchpanel->Switch aufgelöst und die Fritzbox ist näher am APL. So wenig Übergänge wie möglich & störsicherer.

Zusätzliches Material (exkl. Cat-Dosen)
-2 Line Sharer (1x Netzwerk, 1x Telefon)
-1 zusätzliches RJ11->RJ11-Kabel (alternativ RJ12 oder RJ14. Bei diesen sind zusätzliche Kontakte (RJ12:6, RJ14:4, RJ11:2 )belegt, aber es ist derselbe 6-polige Stecker. Ein normales Telefon nutzt nur die beiden inneren Kontakte)

Kostenpunkt: Keine 15 €
 
Zuletzt bearbeitet:
WOW!!
Das klingt doch nach einer perfekten Lösung!
Vielen, vielen Dank!!!

Jetzt muss ich nur noch die richtigen Geräte und Shops zum Bestellen suchen, dann kann es am Wochenende losgehen. Super!
 
Bitte bitte.

Ich würde dann um ein paar Fotos von den Gerätschaften bitten wenn alles korrekt angeschlossen ist und läuft :)
 
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