VDSL100: Monopol der telekom?

Danke für die ausführlichen Antworten.

Die Möglichkeit, daß der physikalische Inhaber das ganze Wettbewerbern logisch zur Verfügung stellt, ist noch in Arbeit, aktuell in der finalen Fertigstellungsphase.

Weißt du vielleicht wie lange das noch dauern soll? @ Wired
 
Nichts Genaues weiß man nicht. ;) Würde aber 2017 nicht mehr mit einer Einführung in der Praxis rechnen. Vorsichtig geschätzt eher 2018.
 
Ask-me schrieb:
Liegt es daran, dass die Telekom quasi ein Exklusivrecht auf den Vertrieb von VDSL100 hat?
Ein Exklusivrecht (auch ein zeitlich begrenztes) gibt es nicht.
Die Telekom ist verpflichtet es anderen Anbietern zu ermöglichen über ihre Infrastruktur Anschlüsse bereitzustellen.
Zusätzlich ist bei der Verwendung von Vectoring der Betreiber verpflichtet der Konkurrenz Zugänge bereitzustellen. (Natürlich gegen entsprechende Bezahlung).

Meist haben die Reseller in solchen Fällen ihre Datenbanken noch nicht aktualisiert, dies geschieht auch nicht täglich, es kann schon mal ein paar Wochen dauern.

max0x schrieb:
wenn die telekom ausbaut hat sie das alleinige recht anschlüsse über die neue technik zu verkaufen (zumindest die ersten monate nach dem ausbau), darum kann dir keiner vdsl 100 anbieten
Äh, nein.
Woher hast du diese Info?

tele schrieb:
VDSL 100 sind Vectoring Anschlüsse. Diese erfordern ein besonderes Schaltungsmanagement das nur die Telekom bietet. Erst durch die Vectoring Technik können mehr als 50 MBit/s auf die Leitung geschaltet werden.
Das ist technisch auch Unsinn.
Auch ohne Vectoring sind mit VDSL 100MBit/s möglich.
Die Telekom schaltet 100MBit/s nur mit Vectoring um auch bei möglichst vielen Kunden die Geschwindigkeit zu erreichen (verringertes Übersprechen).
Andere Anbieter schalten VDSL100 auch ohne Vectoring.
 
Zuletzt bearbeitet:
Riiichtig!
Telekom vermietet die Ports auch den anderen resellern. Natürlich sind 50er Ports billiger als die 100er. Entweder wurde das Vula Kit (reseller Kit - so heißt es in Italien) nocht nicht frei geschaltet weil es noch sehr frisch ist oder der Reseller will nicht für die Vectoring Ports bezahlen
 
brainDotExe schrieb:
Das ist technisch auch Unsinn.
Auch ohne Vectoring sind mit VDSL 100MBit/s möglich.

Welche Profile werden dafür geschaltet? Hast du einen Link zu einem deutschen Anbieter, der das in der Praxis umsetzt?

Die wenigen Informationen, die ich finden konnte, sagen nur, daß es zwar prinzipielll möglich ist, dafür aber wegen FEXT/NEXT weit weniger Teilnehmer an einem Strang hängen dürfen als an einem normalen KVz.
 
In Italien macht das jeder da es noch kein Multi Operator Vectoring gibt. Man bekommt dementsprechend das was die Leitung samt Übersprechen hergibt ohne Einschränkungen.

Provider bieten auch nur mehr 100/20 Verträge an. Dann gibt es halt die "Wenn und Aber" Klauseln bezüglich Reseller Leitung (maximal 50/10, mit gewissen Ausnahmen 100/20) oder direkte Leitung wegen Ausbaugebiet (100/20)

Das Profil in diesen Fällen ist immer 17a oder 35b wenn man am Straßenverteiler angeschlossen ist.
In gewissen Situationen wird auch 8b verwendet wenn es kleines "Kuhdorf" ist bzw. man innerhalb 1km Radius des Hauptverteilers wohnt.
Die DSLAM sind von 48 Ports bis 192 Ports. Dementsprechend findet man in dicht besiedelten Städten ca. alle 500m einen Straßenverteiler - oder eben mehrere da ja jeder Hinz und Kurz sein Kästchen aufstellen darf :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
DeusoftheWired schrieb:
Welche Profile werden dafür geschaltet? Hast du einen Link zu einem deutschen Anbieter, der das in der Praxis umsetzt?
VDSL2 Profil 17a wird da in der Regel verwendet.
Beispiel für Deutschland ist die Inexio:
http://myquix.de

maxik schrieb:
oder eben mehrere da ja jeder Hinz und Kurz sein Kästchen aufstellen darf :freak:
Das darf in Deutschland auch jeder Provider.
Ein paar Orte weiter hat sowohl die Telekom als auch die Inexio Outdoor DSLAMs parallel stehen.

maxik schrieb:
Riiichtig!
Telekom vermietet die Ports auch den anderen resellern. Natürlich sind 50er Ports billiger als die 100er. Entweder wurde das Vula Kit (reseller Kit - so heißt es in Italien) nocht nicht frei geschaltet weil es noch sehr frisch ist oder der Reseller will nicht für die Vectoring Ports bezahlen
Die Ports für VDSL50 und VDSL100 sind (bei der Telekom) die selben.
Nur die Tarife für Reseller unterscheiden sich in den Kosten.
Also quasi es kostet den Reseller mehr einen Port auf 100MBit/s laufen zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hrm, dann scheint inexio wohl zweigleisig zu fahren, denn in der (nicht-)öffentlichen Vectoringliste finde ich für inexio eine nicht unerhebliche Zahl an Einträgen von Fertigmeldungen für Vectoring-KVz. Die Treffer einer kurzen Googlesuche zu inexio vectoring zeigen, daß man so auch in der Presse vertreten ist und im Vectoringstreit gegen die Telekom ähnliche bis gleiche Positionen wie die Mitbewerber vertritt.

Ist es möglich, daß nur bei geringen TAL-Längen bzw. niedrigen Dämpfungswerten kein Vectoring von inexio eingesetzt wird?
 
Die Inexio schaltet VDSL100 schon länger als es Vectoring Technik gibt.
In den Gebieten mit Keymile "Alttechnik" wird VDSL100 ohne Vectoring geschaltet, mein Anschluss wurde Januar 2014 geschaltet.
Bei neueren Ausbauten verwenden die auch Vectoring.
Bei geförderten Ausbauten, wo kein Vectoring erlaubt ist, schalten die trotzdem VDSL100.
Man bekommt halt das was ankommt.
 
brainDotExe schrieb:
Die Ports für VDSL50 und VDSL100 sind (bei der Telekom) die selben.
Nur die Tarife für Reseller unterscheiden sich in den Kosten.
Also quasi es kostet den Reseller mehr einen Port auf 100MBit/s laufen zu lassen.


ich weis - man weis sogar die kosten dafür, auch für das noch nicht veröffentlichte 35b :evillol:
 
Legenden der Leidenschaft

Ask-me schrieb:
außer der Telkom konnte mir keiner VDSL100 schalten. Die Leitung hat auf jeden Fall die entsprechende Kapazität.

Liegt es daran, dass die Telekom quasi ein Exklusivrecht auf den Vertrieb von VDSL100 hat?

Nein. Telekom muss ihre Anschlüsse sofort für Mitbewerber verfügbar machen. Eine Schonfrist gibt es nicht.

Ask-me schrieb:
Einige Hersteller haben mir etwas von nicht verfügbaren Ports erzählt. Stimmt das?

Es ist leider von niemanden außer Dir feststellbar ob es stimmt, das Dir einige Hersteller etwas von nicht verfügbaren Ports erzählt haben.

tele schrieb:
VDSL 100 sind Vectoring Anschlüsse. Diese erfordern ein besonderes Schaltungsmanagement das nur die Telekom bietet.

Nein. Netcologne, ENBW, MNET...bieten alle VDSL100 Vectoring Anschlüsse. Vectoring fordert aber das auf einem Kabel ein Controller die verschiedenen Signale koordiniert. Bisher bedeutet das, das die einzelnen Signale vom DSLAM eines Anbieters kommen müssen (gab mal überlegungen verschiedene DSLAM an einen Master zu koppeln, wurde m.W. bisher nicht realisiert). Wenn Telekom den DSLAM ausgebaut hat kann also nur Telekom das Signal verwalten. Trotzdem können alle anderen VDSL100 darauf anbieten, der Datenstrom wird dabei an Telekom übergeben und von dieser zum Kunden geschickt. Der Kunde hat dann aber trotzdem beispielsweise 1&1 als Provider.

Erst durch die Vectoring Technik können mehr als 50 MBit/s auf die Leitung geschaltet werden.

Dicht dran. VDSL2 ohne Vectoring kann schon 100 Mbit. Allerdings mit so geringer Reichweite dass das nur einige wenige Anbieter das Inhouse nutzen. Glasfaser bis in den Keller (FTTB) und dann VDSL bis in die Wohnung. Mnet beispielsweise.

Xhybrid schrieb:
Ja, der Ausbau wurde von der Bayerischen Staatsregierung mitfinanziert.
Kann gut möglich sein, das ich deshalb die Möglichkeit hatte einen anderen Anbieter als die Telekom für VDSL100 zu wählen.

Bei gefördertem Ausbau muss ein Äquivalent zum bisherigen Zugang am KVZ angeboten werden. Dieses Angebot wurde zwar erarbeitet und der EU-Komission vorgelegt, bisher aber nicht genehmigt. Daher darf im Augenblick an Anschlüssen die mit Förderung errichtet wurden kein Vectoring eingeschaltet werden. Daher gibt es an Anschlüssen die gefördert errichtet wurden kein Vectoring, daher gibt es nur entweder Förderung oder Vectoring. Deine Aussage ist daher offensichtlich falsch.

DeusoftheWired schrieb:
Bis 50 können dir alle schalten, die entsprechende Technik bei sich verbaut haben. Darüber hinaus – wie zum beispiel für deine 100 – wird Vectoring benötigt.

Dicht dran. Für VDSL-Vectoring gilt: Alle oder keiner. Wird Vectoring eingeschaltet, dann muss auch das VDSL-Modem mit 25 oder 50 Mbit mit Vectoring betrieben werden. VDSL16 bildet, so hat man es mir erzählt, angeblich eine Ausnahme. Dort wird der Frequenzbereiche nach oben so beschnitten das er ADSL entspricht und das Signal daher die VVDSL-Signale nicht stört.
 
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Also zusammenfassend kann gesagt werden, dass die VDSL100 automatisch jedem Reseller zur Verfügung gestellt werden. Letztendlich ist die Verfügbarkeit abhängig davon, ob der Reseller die erhöhten Kosten für den VDSL100-Port tragen möchte oder nicht.

Stimmt das so in etwa?


@kenneth
Es ist leider von niemanden außer Dir feststellbar ob es stimmt, das Dir einige Hersteller etwas von nicht verfügbaren Ports erzählt haben.

Wie kann ich denn feststellen, ob die Anbieter Recht haben oder nicht?
 
max0x schrieb:
bruzla: vodafone dann aber übers fernsehkabel, das sind 2 unterschiedliche dinge.

wenn die telekom ausbaut hat sie das alleinige recht anschlüsse über die neue technik zu verkaufen (zumindest die ersten monate nach dem ausbau), darum kann dir keiner vdsl 100 anbieten


Das ist falsch! Die Telekom muss ihre Technik zur Verfügung stellen. Es werden nach und nach weiter ports verbaut un den MFGs. Es dauert nur einen Zeit.

Hier wurde auch ausgebaut und ich habe 100000 von 1und1. Ca. 8 Wochen nachdem der Ausbau abgeschlossen war.

Also einfach noch ein wenig warten und dann geht es.
 
Ask-me schrieb:
Also zusammenfassend kann gesagt werden, dass die VDSL100 automatisch jedem Reseller zur Verfügung gestellt werden. Letztendlich ist die Verfügbarkeit abhängig davon, ob der Reseller die erhöhten Kosten für den VDSL100-Port tragen möchte oder nicht.
Stimmt das so in etwa?

Dicht dran. Es vergeht ein Zeitraum x zwischen dem Einschalten des Vectoring und dem Verarbeiten der entsprechenden Nachricht in den Buchungssystemen. Dem Vernehmen nach sind im Transportweg alle erdenklichen Tierarten, inklusive aber nicht beschränkt auf Esel und Brieftaube, involviert.

Wie kann ich denn feststellen, ob die Anbieter Recht haben oder nicht?

Schwierig. Ich würde mich mit der Frage ob für einen bestimmten Anschluß ein freier Port verfügbar ist an das Telekom Hilft Team hier auf CB wenden. Erfahrungsgemäß verweisen die daraufhin mit Link auf ein Kontaktformular in dem man sowohl auf die Anfrage im Forum verweisen als auch die personenbezogenen Daten (die man im Forum nicht posten sollte) unterbringen kann.
 
Wird im Router die 109/42 als Leitungskapazität angezeigt, ist Vetoring geschaltet. Hier kann man dann versuchen bei seinem ISP ein entsprechende Profil zu bekommen, sofern schon Ports frei sind. Es hilft auch den eigenen Provider zu kontaktieren und ihm mitzuteilen dass 100000 leitungstechnisch möglich sind. Ich kenne mehrer Fälle in denen es danach innerhalb von 2-4 Monaten funktioniert hat, teilweise auch nach 2 Wochen. Fakt ist, dass, wenn ausgebaut wurde es auch alle anderen schalten können, zumindest bei 1und1, Vodafone und Co. Anders sieht es aus, wenn regionale Anbieter ausgebaut haben, dann geht es nur bei denen.
 
Ok, das hört sich gut an. D.h., dass ich im Optimalfall durch etwas Geduld auch bei meinem jetzigen Anbieter die VDSL100er Leitung erhalten sollte.
Das sind die Leitungswerte, die immer etwas schwanken(+-1%).

vdsl.PNG
 
Zurück
Oben