SE. schrieb:
zum Glück bin ich hier kein Mod, hö hö
Den Job habe ich vor über 10 Jahren bei StudiVZ abgelehnt ... damals mit der Begründung, dass ich mich zu gerne mit den Mods zoffe (war halt nen philosophisches Unterforum).
Heute würde ich den Job aus anderen Gründen ablehnen ... denn um mir den ganzen Müll wirklich durchzulesen, müsste das sehr gut bezahlt werden.
Ich habe ja auch keine Lust, den ganzen Tag in einer Stammtischkneipe hinterm Tresen zu stehen, wenns dafür dann nichtmal richtig gut Geld gibt ... in solchen Kneipen halte ich es nichtmal hackedicht vorm Tresen lange aus.
Ich finde es nebenbei richtig, bei solchen Beiträgen nachzuhaken ... wenn sowas einfach gemeldet und dann verschoben wird, ist es weg ... zusammen mit der Möglichkeit, die dahinterstehende Meinung zu thematisieren.
Ist zwar etwas weiter weg, aber Arbeitsunwillige in den Knast zu stecken damit man bei seinem "wir haben keine Arbeitslosen" nicht lügen muss (wie das die DDR-Führung lange Jahre gemacht hat) ist so ähnlch ... aus den Augen aus dem Sinn.
Lieber aufnehmen und diskutieren ... wenn da nur weitere Stammtischparolen kommen, auch egal ... der Urheber ist nicht Sinn und Zweck des ganzen, und daher ist es auch egal, ob der nur kurz seinen Senf absondern wollte, oder es wohlmöglich als intelligenten Beitrag verstanden haben will.
Eine substanzlose Aussage sollte man schon deswegen nicht einfach stehen lassen, weil es Menschen gibt, die sich eventuell genau durch diese substanzlose Aussage eine Meinung bilden ... oder (wahrscheinlich weit häufiger), sich dadurch in ihrer Meinung bestätigt fühlen.
Irgendwann ist die Stammtischmeinung dann eventuell bei so vielen etabliert, dass sie gesellschaftlich salonfähig wird ... und genau daran sollte man kein Interesse haben, wenn man der Meinung schon etwas entgegensetzen kann.
Solche Meinungen einfach unkommentiert stehen zu lassen, könnte genau das erreichen helfen, was damit eigentlich verhindert werden soll.
Der verlinkte Thread zeigt übrigens tatsächlich, dass viele Menschen eigentlich bevormundet werden wollen.
Denn sie WOLLEN, dass etwas für den Umweltschutz getan wird ... Sie wollen es nur nicht selbst tun (zumindest klingt die Liste der abgelehnten Alternativen etwas danach).
Die anderen müssten weniger fliegen ... haha ... man erreicht schneller weitaus mehr, wenn man einfach selbst den Anfang macht ... und aufs Fliegen so weit möglich verzichtet.
Die anderen sollen nicht jeden Pupsweg mit dem Auto erledigen ... aber wenn man dann bei Regen trockenen Fußes einkaufen will, dann sind die 500m im SUV nicht so schlimm.
Man will nicht mit dem Rad zur Arbeit, selbst wenn man es könnte, weil man auf Arbeit nicht duschen kann.
Gleiche Begründung für die Öffies ... Klimaanlage aus, keine Fenster zum öffnen ... und keine Dusche auf Arbeit.
Ich finde die Luft in den Öffies auch nicht schön, aber bei mir liegt es eher an den Nuttendiesel-Auren der Menschen mit kaputtem Verhältnis zum eigenen Körper.
Wirklich, bei manchen Leuten hat man dass Gefühl, die baden täglich dreimal in "Mufti-Eleganti" ... wenn ich in dem Dunst durch die Gegend rennen müsste, mir würden die ganze Zeit die Augen tränen.
Aber irgendwie gibt es in den Öffies nur zwei extreme Duftnoten, die mir auffallen ... die einen stinken nach tagealtem Schweiß ... und andere waren scheinbar anwesend, als bei Douglas eine Bombe hochgegangen ist.
Angenehm ist beides nicht ... und durch die 40° bei deaktivierter Klimaanlage wird das momentan definitiv nicht besser (denn bei den Temperaturen mischt sich dann der Douglas-Duft mit altem Schweiß ... und den Menschen, die Febreze für einen Waschersatz halten ... der normale Kacke-Geruch einer Großstadt fällt dabei schon garnicht mehr ins Gewicht ... da nimmt man schoin eher war, wenn die Freibadsaison eröffnet wurde.
Ach ja, und da gibts dann ja noch die Zwiebel-Jack Fraktion ... die einen gerne mit dem Duft ihres Mitnehm-Mittagessens erfreuen (ich verstehe das garnicht ... ich wurde in meinem Leben so oft am Einsteigen gehindert, weil ich was zu essen dabei hatte ... das habe ich nun seit Jahren nicht mehr beobachtet ... nur die Schilder mit der Aufforderung sind noch da).
Wenn man den Geruch in der Bahn in Tüten abfüllen würde, hätte man ein klasse Brechmittel mehr.
Und mal ganz ehrlich ... da habe ich lieber die Meckeromas und -opas, die sofort schreien "Fenster zu, es zieht" ... die finde ich nämlich wenigstens verständlich.
Ich wundere mich auch garnicht mehr, warum es in Bus und Bahn keine Nothämmer mehr gibt ... die Dinger hätten wahrscheinlich jeden Tag ein paar kaputte Scheiben ... einfach aus der Not heraus, bei 40° und Stinkalarm ein bisschen frische Luft zu bekommen.
Naja, wenigstens würden dann nach wenigen Wochen die Klimaanagen laufen ... von der CO2-Bilanz her könnte sich das der ÖPNV locker leisten ... und eventuell würde das dann auch von mehr Leuten "gerne" genutzt.
Insgesamt bedeutet das doch, dass "good will" zwar eine gute Idee ist (schön freiheitlich demokratisch und so), aber einfach nicht so recht funktioniert ... denn eigentlich suchen viel zu viele Leute nur nach Ausreden ... oder nach jemanden auf den sie zeigen können. Die Folge ist immer die selbe .... maximale Untätigkeit im Dauermeckermodus.
Mal als Beispiel: Schwerölbrenner im Frachtverkehr ... ja, das ist eine große Sauerei ... die aber nicht aufhören wird, solange wir uns nur über den Preis der Ware gedanken machen ... Schweröl ist billig (für den Betreiber ... und damit auch für den Kunden ... der letztlich im Supermarkt am Regal steht, und Wasabi-Erdnüsse aus Thailand kauft). Und wenn sich die Quinoah-Samen dann halt nur Öko-Tantchen leisten kann, um sie in ihre Gurken-Quark-Maske zu mischen (als peeling) ... dann ist das halt so.
Ich fände es durchaus korrekt, JEDER Ware eine Kilometerpauschale zuzuschlagen. Sollen doch die Leute, die das dringend brauchen, auch den Weg bezahlen, den die Exotik zu ihnen zurücklegen muss.
Ich denke dass die seltene Südfrucht schnell aus den normalen Supermarktregalen verschwinden würde, wenn sie pro Kg 3 bis 4 mal so viel kostet, wie lokal gepflückte Äpfel.
Mögen doch die die Folgen der Globalisierung bezahlen, die von ihr profitieren WOLLEN.
Es war nie gesund, wenn Importware billiger angeboten werden konnte, als lokale Erzeugnisse ... das ist in Afrika nicht gut ... und das ist auch in Europa eigentlich Wahnsinn ... und im Grunde der einzige "Haken" den A. Smith am Marktkapitalismus entdeckt hat (der ist olkswirtschaftlich nur gesund, solange die Transportkosten die Differenzen ausgleichen ... was sie momentan nicht tun).
Und uns ist das heute egal ... Hauptsache die Taiwan-SSD kostet nur 25c pro GB und aus unseren Supermarktregalen grinst uns bunt verpacktes aus aller Welt an ... ab und zu ein bisschen effizienz fürs Gewissen ... und damit erschöpft es sich bei der Mehrheit.
"Bevormundet werden wollen" trifft es aber nicht ganz ... denn es ist ja gerade der Wille, der fehlt.
Eine Verhaltensänderung halte ich aber ohne Zwang (gerne sanft, also über die Preise) bei vielen für sehr utopisch.