Ich finde die Art der Entwicklung bedenklich, wobei der eigentliche Distributionsweg nur konsequent ist (analoge Verlagerung ins Netz wie Musik und Filmindustrie).
Beispiel Steam:
Egal ob Offline- oder Onlinespiel, das Spiel ist zwangsweise an den Account gebunden und wer das Steam Subscriber Agreement gelesen hat, weiß, dass man Nutzungsrechte am Spiel nur im Rahmen eines Abonnements hat.
Mir ist es vor kurzem passiert, dass mein Steam Account gesperrt wurde und ich folglich keine Spiele mehr spielen konnte (inzwischen sind es auch so über 40). Der Grund war, weil ich über Paypal eine Konfliktlösung gestartet habe, da der Bezahlvorgang nicht ordnungsgemäß verlief, ich kein Spiel erhielt, mir dafür aber der Kaufpreis abgebucht wurde. Der Steamsupport, der ca. 2 Tage für eine Antwort braucht, wollte mir den Betrag nicht zurückerstatten und hat auf den Paypalsupport verwiesen. Erst nachdem ich die Konfliktlösung abgebrochen habe, wurde nach ca. 5 Tagen mein Steamaccount, nach einer Konversation mit dem Steamsupport, reaktiviert, wobei ich den Kaufpreis noch immer nicht erstattet bekommen habe. Wollte man theoretisch rechtlich dagegen vorgehen, würde das sicher einen Spaß werden mit irgendjemandem in den USA zu verhandeln.
Neben Distributionsplattformen wie Steam, versuchen sich ja auch Spielestreamanbieter zu etablieren. Insgesamt erkennt man, dass sich die Nutzungsrechte bei Spielen immer mehr verschmälern und dass versucht wird, Einnahmen durch Nutzungsgebühren zu generieren.
Typisch für diese Entwicklung sind auch die DLCs, die sich ja inzwischen auch auf dem PC etablieren. Für die Konsolenspieler dürfte es nichts Neues sein, derart ausgenommen zu werden.
Mittels Onlinedistribution würde ich inzwischen nur noch übermäßig günstige Spiele kaufen, einfach weil das Risiko zu groß ist, das Spiel aufgrund nachteiligen Nutzungsvereinbarungen plötzlich nicht mehr teilweise oder vollständig nutzen zu können und mich dann auf einen lahmen Support in Textbausteinform verlassen zu müssen.