Sowohl AMD als auch Intel verwenden seit Jahren den Begriff Thermal Design Power (TDP). Dieser bezieht sich auf die Wärmeleistung, für welche die Kühlung des Prozessors und auch die Belüftung des gesamten Rechners ausgelegt sein muss. AMD und Intel haben die TDP aber jeweils unterschiedlich interpretiert: Während AMD damit die maximale Leistungsaufnahme des Prozessors bei höchster zulässiger Kernspannung, bei maximal zulässiger Betriebstemperatur und bei voller, nur mit CPU-spezifischen Tools erreichbarer Auslastung meinte, hatte Intel bei den NetBurst-Prozessoren einen deutlich niedrigeren Wert angegeben. Das ist möglich, weil sich Intel-Prozessoren dank der Funktion "Thermal Monitor" (TM/TM2) bei Überhitzung selbst heruntertakten können, also einer Beschädigung entgehen, falls sie doch mehr Leistung in Wärme umsetzen als die Kühlung wegschafft.
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Weil sich Prozessoren extrem dynamisch verhalten und viele Stromsparfunktionen beherrschen, die bei geringer Last oder im Leerlauf die Leistungsaufnahme senken, liefern die Angaben zur CPU-TDP also tatsächlich nur sehr grobe Anhaltspunkte zur Einschätzung des wirklichen Energiebedarfs eines Computers im Verlauf seines Betriebs; dieser Energiebedarf hängt stärker von der Betriebsdauer und der Auslastung des Rechners ab als von der TDP der Prozessoren (Energie ist das Produkt aus Leistung und Zeit).