In Rocky Beach begann alles mit einem seltsamen Auftrag. Ein verzweifelter Kunde berichtete Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, dass in der ganzen Nachbarschaft Unterhosen verschwanden – spurlos.
„Ein klarer Fall von organisiertem Diebstahl“, murmelte Justus und tippte nachdenklich gegen seine Stirn. „Aber warum ausgerechnet Unterhosen?“
Die Spur führte sie in ein verlassenes Lagerhaus. Dort entdeckten sie… kleine, geschäftig herumwuselnde Wesen, die hektisch Berge von Unterhosen sortierten.
„Das… ist nicht normal“, flüsterte Peter.
„Doch, das ist ein System“, korrigierte Justus. „Ich erkenne ein Schema.“
Die Wesen hatten eine Tafel aufgestellt:
- Unterhosen sammeln
- ?
- Profit
Bob machte ein Foto. „Das erinnert mich an diese absurde Logik aus South Park – speziell an die Folge Böse Buben bringen Beistand.“
Justus nickte ernst. „Ein klassischer Fall von unvollständigem Geschäftsmodell. Phase zwei fehlt. Ohne sie ist Phase drei unmöglich.“
Die drei Detektive beschlossen, die „Organisation“ zu infiltrieren. In Verkleidung (Peter bestand darauf, keine Unterhose tragen zu müssen – „aus Prinzip“) schlichen sie sich unter die Wichtel.
Nach einigen Stunden harter „Arbeit“ stellte Justus die entscheidende Frage: „Was genau passiert in Phase zwei?“
Die Wichtel starrten ihn an. Einer zuckte mit den Schultern.
„…Wir dachten, das ergibt sich schon.“
Stille.
Justus lächelte überlegen. „Dann ist der Fall klar. Euer gesamtes Unternehmen basiert auf einer logischen Lücke.“
Bob notierte:
Motiv: unklar. Strategie: fragwürdig. Umsetzung: chaotisch.
Peter grinste. „Also kein Verbrechen im klassischen Sinne?“
„Doch“, sagte Justus trocken. „Verbrechen gegen wirtschaftliche Vernunft.“
Am Ende überzeugten sie die Wichtel, Phase zwei durch „Verkauf der Unterhosen über einen Online-Shop“ zu ersetzen. Drei Tage später waren die Wichtel pleite – aber immerhin hatten sie es versucht.
Zurück im Hauptquartier lehnte sich Justus zufrieden zurück.
„Ein weiterer Fall gelöst.“
Peter seufzte. „Und ich werde nie wieder meine Wäsche unbeaufsichtigt lassen.“
Bob nickte. „Vor allem nicht, wenn jemand einen Businessplan mit Fragezeichen hat.“