Videos als Nachlass

T

TomPrankYou

Gast
Es ist nun ein etwas prekäres Thema,


nein ich habe keine Intention vorzeitig aus dem Leben zu scheiden. Ich habe jedoch die Tage eine Diagnose erhalten, welche mir leider nicht mehr viel Zeit gibt sofern sie tatsächlich zutreffend ist.

Da ich zwei kleine Kinder habe, möchte ich für die Zukunft auch Teil ihres Lebens sein. Gedacht habe ich an ein Buch, mit einem schönen Text und dann einer Videobotschaft. Zur Einschulung, Schulabschluss, bestandener Führerscheinprüfung, Hochzeit, Enkelkinder ect....

Ich möchte also pro Doppelseite ein Ereignis thematisieren und dann ein Speichermedium beilegen mit einer persönlichen Videobotschaft.

Nun stellt sich mir die Frage welches Medium ich hier wählen soll in Bezug auf die Haltbarkeit? DVD, USB Stick, Micro SD,.... gibt es hierzu Erfahrungen welche Medien tatsächlich Jahrzehnte überstehen?

Ich dachte auch an einen Code zum Scannen und alles in eine Cloud auslagern, nur ist das in Bezug auf den Zeitraum von 30-40 Jahren sicherlich keine sichere Methode.
 
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Moin,

eine sehr schöne Idee. Ich würde mehrere Datenträger auf unterschiedlichen Medien umsetzen und auf jeden Fall eine vertraute, nahestehende Person einweihen, damit diese die Vorbereitungen trifft, sobald absehbar ist, dass die Botschaften abgespielt werden. Also sich um ggf erforderliche Adapter kümmern, gucken, ob Daten noch lesbar sind, auf alternative Medien ausweichen usw.

Ich hoffe meine Antwort war hilfreich und wünsche Dir viel kraft auf dem weiteren Weg!

EDIT: im Bezug auf die Haltbarkeit sollen ja Magnetbänder am besten abschneiden, meine ich...
 
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Auch M-DISC sind, ob der langen Archivsicherheit, durchaus empfehlens- und überlegenswert.
 
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Hi,

finde ich eine sehr gute Idee.
Unabhängig davon wie du es umsetzten wirst, würde ich mal bei der Hausbank anfragen was ein Bankschlißfach kostet, das ist meist nicht die Welt.
Dort dann nochmal als HDD/DVD/Blu-ray/Stick die Daten ablegen für den Fall der Fälle.

In meinem Fall liegen dort zusätzlich zu meinen normalen Dingen auch eine HDD und zwei Blu-ray (alle Datenträger enthalten den selben Inhalt unverschlüsselt und werden einmal Jährlich auf den neusten Stand gebracht) mit den wichtigsten Digitalen Erinnerungen / Dokumenten für die Kinder, einfach damit sie es im Fall der Fälle einfacher haben als da an irgendwelcher Hardware rumfuchteln falls mit mir/uns als Eltern mal was sein sollte.
 
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@Connsen27 Dies war auch mein erster Gedanke, dies auf mehrere Medien zu splitten. Das Problem mit den Angehörigen deren Zuverlässigkeit über diesen extrem langen Zeitraum.

@ella_one Danke für den Hinweis, ist mir tatsächlich nicht bekannt.

@Key³ Das Schließfach ist tatsächlich eine Alternative, nur ist da eben die Frage wie es sich über die Jahre verhält und auch die Bezahlung.
 
Zu allererst:
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass doch alles gut wird.

Ich denke dein Vorhaben kann nur funktionieren, wenn du möglichst mehrere, zumindest halbwegs technik-affine Leute in dein Vorhaben einweist und Ihnen die Dateien zur sicheren Verwahrung überlässt.
Neben mehreren Sicherheitskopien die örtlich getrennt gelagert werden sollten (der beste Datenträger hilft nicht bei Hausbrand, Diebstahl usw.) sollte auch jemand damit beauftragt werden die Sicherungen alle paar Jahre zu prüfen und ggf. auf neue, bis dahin aktuelle Datenträger und ggf. Dateiformate zu übertragen.

Es würde ja nichts bringen, wenn die Datenträger gut erhalten blieben, in 20 Jahren aber keine Abspielgeräte mehr existieren oder bis dahin aktuelle Betriebssysteme und Programme mit den Datei-Formaten nicht mehr umgehen können.
 
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Dem Schließfach passiert erstmal nix solang wir (Frau und ich) bezahlen und es keiner kündigt, im Falle von unserem beiden Ableben geht es über das Erbe an die Kinder über und sie sehen was sich darin befindet. (aktuell wissen sie nichts davon). Einen Schreiben über Sinn und Zweck des ganzen erwartet sie natürlich darin auch.
 
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Normale Video DVD erstellen und dafür die Archiv DVDs von Verbatim nutzen. Ein DVD Player sollte sich immer auftreiben lassen.

Eine Überlegung wäre es auch die Videos in verschiedenen Formaten auf eine DVD-RAM zu schreiben. Diese sollten aufgrund ihres Aufbaues eine Weile halten, wobei sich in 40 Jahren die Frage der Verfügbarkeit von Laufwerken stellt.

Die selbe Frage stellt sich bei M-Disc, wobei das prinzipiell auch nur DVDs sind. Aber bei diesen weiss ich schon, dass man sie nicht als Video DVD nutzen sollte, da nicht jeder Player sie lesen kann.

Was ich allerdings sagen kann. Meine im Jahr 2000 gebrannten, goldenen CD-Rs sind noch problemlos lesbar.
 
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@TomPrankYou - Deinen Startpost zu lesen berührt mich sehr, auch von mir alles erdenklich Gute 🙏
Du könntest auch eine DVD-RAM verwenden, diese haben eine höhere Lebensdauer als DVDs (so ca. 30 Jahre liest man im Netz) und den Vorteil, dass sie quasi als "Mini-Festplatte" funktionieren (Sektoren). Grundsätzlich finde ich den bereits erwähnten M-DISC-Gedanken auch nicht schlecht :)
 
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Gab es da nicht gerade dieses lebenslange Cloud Angebot von Servern in der Schweiz?
Das wäre doch was für dich.

Ansonsten natürlich alles Gute, solche Nachrichten sind so ziemlich das Endspiel, daher hoffe ich deine Reise wird noch lange genug dauern alle deine Wünsche und Ziele selbst erreichen zu können.
 
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Ich würde auch M-DISC empfehlen. Alles was Elektronik dabei hat und oder Metall ist per se schon einmal mit mehr Risiko behaftet.
Vor allem wenn man sich die Flutkatastrophe im Juli anschaut, da wären alle USB Sticks aus den Schließfächern in den abgesoffenen Banken auch nicht mehr wirklich zu retten. Zumindest nur mit hohem Aufwand.
Also Wasserschäden würde ich auf jeden Fall mit bedenken. Für Feuer gibt es feuersichere Umschläge/Hüllen/Beutel etc. Zur Not so einen LiPo Akku Schutzbag nehmen.

Cloudangebot ist ja schön und gut, auch wenn jetzt 2022 mit lebenslang geworben wird hast du leider nicht die Sicherheit, dass der Anbieter in 20 Jahren noch so arbeitet.
Wenig anfälliges Medium an zwei/drei Orten lagern und mindestens eine oder zwei Personen einweihen, sollte die beste Lösung sein. Cloud etc. dazu ist sicherlich nicht verkehrt aber nicht als nur Cloud.
 
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xammu schrieb:
Ein DVD Player sollte sich immer auftreiben lassen.
Sollte es wirklich 40 Jahre in die Zukunft gehen, könnte das eventuell irgendwann schwierig werden.

Das Beste ist wirklich, die Videos parallel zu sichern. Also per Code in der Cloud abrufbar, als Disk im Buch und eine (oder zwei) HDDs im Bankfach und/oder Angehörigen als Backup. Dann muss man aber trotzdem die Daumen drücken, dass sich auch in der Zukunft jemand findet, der sich um die Daten kümmert und ggf. eine aktualisierte Kopie erstellt.

Werden so alte Video-/Bildformate und Festplattenformatierungen eigentlich noch unterstützt?
 
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Auch von meiner Seite erst einmal alle nur erdenkliche Kraft, die dich auf deinem weiteren Weg begleiten mag. Dein Beitrag bewegt mich vermutlich mehr, als er es sollte - umso kurioser dein Nickname in diesem Zusammenhang. So manchmal kommt man sich doch echt wie in der Truman-Show vor.

Zu deiner eigentlichen Frage:
Xes schrieb:
Ich denke dein Vorhaben kann nur funktionieren, wenn du möglichst mehrere, zumindest halbwegs technik-affine Leute in dein Vorhaben einweist und Ihnen die Dateien zur sicheren Verwahrung überlässt.
Genau daran und an nichts anderem würde ich mich orientieren. Du kannst nach deinem Ableben nicht mehr aktiv in die Datensicherheit deines Vorhabens eingreifen. Ein technikaffiner Freund oder jemand in der direkten Verwandtschaft, den man mit einfachen Mitteln einweisen kann, sichert dein Vorhaben besser ab, als jede jetzt einschlägig angegangene Lösung. Mach dich frei von der totalen Verantwortung, Daten ohne weiteres Zutun auch in 30 Jahren noch zugreifbar zu haben, delegiere ein wenig Arbeit. Ich hoffe, du hast entsprechende Verwandt- und Freundschaft in deinem nächsten Feld.

Wenn DAS geklärt ist, dann würde ich mich über redundante Speicherung und Verwahrung (in Absprache mit den Delegierten) machen. Zwei verschiedene Speichermedien an zwei verschiedenen Orten (sogesehen eine doppelte Redundanz).

Das könnte zum aktuellen Zeitpunkt z.B. die schon vielfach angesprochene M-Disc (einfacher wäre hier eine DVD) oder ein Archivband oder eine einfache HDD sein. Sofern die Daten regelmäßig auf Integrität geprüft werden (und das würde ich jährlich tun), sollte das Projekt auf der sicheren Seite sein. Wenn die Finanzlage geklärt ist, kann man die Daten zusätzlich bei einem Global Player in die Cloud kopieren - auf gar keinen Fall zu irgend einem Kleinen mit verrückten Geschäftsversprechen. Setze hier auf ein Unternehmen, das es schon viele Jahre gibt und das vermutlich auch noch viele Jahre existieren wird.

Mit Sicherheit kann das aber keiner sagen, deswegen sollte das mit der Cloud wirklich nur eine zusätzliche Redundanz darstellen und auf gar keinen Fall die einzige Lösung.

Ich wünsche dir alles nur Erdenkliche und auf dass a) dein Projekt funktionieren mag und b) dass du es im Idealfall nicht brauchen magst.
 
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Ich würde hier auch sagen: M-Disc.

Hier https://geizhals.de/verbatim-m-disc-bd-r-25gb-4x-43825-a1255448.html ein 10er-Pack 25GB Scheiben.
Oder https://geizhals.de/verbatim-m-disc-bd-r-25gb-4x-98917-a2063521.html als 25er-Pack.
(Es gibt sie auch mit 50GB und 100GB pro Scheibe.)

Alles was du dazu brauchst ist ein Blu-ray Brenner, der M-Disc unterstützt, z.B.
extern: https://geizhals.de/pioneer-bdr-xd07tb-schwarz-a2292469.html
intern: https://geizhals.de/lg-electronics-bh16ns55-schwarz-bh16ns55-auar10b-bh16ns55-ahlr10b-a1347353.html

Wenn es um Langzeit-Archivierung geht, am besten nichts was "Technik"/Elektronik enthält.
Festplatten, SSDs, USB-Sticks, Speicherkarten wie SD usw. sind halt anfälliger für Ausfälle. Und ein Cloud-Dienst kann seinen Betrieb auch einfach einstellen zukünftig.

Die Probleme bezüglich Abspielgerät/Dateiformat/Codecs usw. hättest du in jedem Fall. Da ist keine Variante besser als jede andere.
Das Problem gibt es ja auch heute. Wer vor 50 Jahren mal was auf Mikrofilm gesichert hat, kann das aber auch heute noch auslesen. Es hat nur nicht jeder so ein Gerät zu Hause stehen.
 
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Uff - ich kann zwar nichts zum Thema eigentlich beitragen aber einfach nur alles gute!!! Egal wie es weitergehen wird
 
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Ist denn überhaupt genügend Geld für ein Bankschließfach vorhanden?

Die kosten derzeit ~100€/Jahr. Das macht bei 40 Jahren 4.000 €. Niemand weiß wie die Preise in Zukunft aussehen, aber ich behaupte mal die werden in dieser Zeit deutlich nach oben gehen.

Wenn möglich zwei Freunde darum bitten die jeweils eine physische Sicherung besitzen.
 
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Ich danke euch allen von Herzem!
Ja, mein Nickname ist in diesem Falle wirklich nicht sonderlich gut gewählt, ich konnte jedoch nicht ahnen dass es mal so kommt, schon gar nicht mit 39 Jahren aber so ist das Leben :)

Ich werde jetzt tatsächlich auf alle Medien setzen unabhängig des Buches (dort werden DVD's sein) um eine Sicherheit zu haben, dass dies meine Kinder auch noch in Jahren erreicht.

Eventuell sehen bzw hören wir uns in den nächsten Monaten in einem anderen Thread bei der Einrichtung meines Sprachcomputers.

Ich bin gerade einfach nur dankbar, dass es in diesem Forum hier so tolle Menschen gibt die einem immer helfen, DANKE hierfür!
 
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Wenn wir an Medien und Techniken so lange verharren wie bei IPv4, solltest Du eigentlich safe sein mit allen Medienarten.
Jedoch birgt auch bei M-Disk folgendes Problem (trotz der Haltbarkeit): Gibt es noch Lesegeräte dafür später? Wenn Du eins beilegst, gibt es den Anschluß noch dafür (z.B. Sata)?
Familie/Mitmenschen einweihen, welche die Techniken notfalls transferieren können bei Bedarf wäre hier wirklich die bessere Alternative.. vor allem wenn die Botschaften Zeitrelevant ankommen sollen (Geburtstag, Führerschein) .. dann ist das nicht mehr Optional, sondern StatusQuo..
 
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Gedanken hatte ich mir auch schonmal zu dem Thema gemacht aber noch nichts umgesetzt.
Ich weiß nur, beim Tod eines guten Freundes, dass die Familie vor dem nichts stand und ich (im Auftrag seiner Familie) die ganzen digitalen Daten recovern/besorgen sollte.
Keine schöne Sache für niemanden, von daher: Deine Lieben werden es dir danken!

Ich möchte nicht auf die digitalen Medien eingehen, sondern zum Rest drumherum zu dem ich mir auch schon Gedanken gemacht hatte:

Ich würde, egal welche Technik es später bei dir wird, ein komplettsystem irgenwie zur verfügung haben mit einer anleitung.
z.b. ein laptop, der auch ohne akku übers netzteil betrieben werden kann, ein usb m-disc reader/brenner und die m-discs dazu als beispiel.

Die anleitung würde ich auf soetwas wie ein "rite in th rain" (https://www.riteintherain.com/ wasserfestes papier) schreiben und einen kugelschreiber nutzen der ISO-Norm 12757-2 DOC entspricht (dokumentenechte tinte evtl. z.b. der fisher sapce pen schreibt auch schön und angenehm in breite M).

das beste aufbewahrungsmedium bringt nichts, wenn die zielperson nicht weiß was sie damit anfangen soll, wenn sie nicht technikaffin ist.

Evtl. mal über einen kleinen feuerresistenten safe nachdenken (evtl. reicht es ja da den text zu deponieren und alles andere bei einem schließfach, bw-bank nennt das z.b. Kundenmietfach, geht aktuell bei 59€/Jahr los),
 
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Es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der einen Kumpel hat, der Speichermedium X noch auslesen kann.
 
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