News Viele Studienplätze in der Informatik bleiben frei

Ich habe z.B. mal überlegt, ob ich Informatik studieren werden. Nach dem ich aber Info in der 13. Klasse "überstanden" hatte, wurde mir klar, dass das Studium für mich zu langweilig sein würde. Automaten, formale Sprachen ect., all die Sachen, die so ein Fach interessant machen. Und im Studium soll es ja so in diesem Stil weitergehen.
Wenn es wirklich mehr Leute geben soll, welche Info studieren und auch schaffen sollen, dann muss das Fach insgesamt interessanter gestalltet werden. Wenn ich schon im Abi Probleme habe, das Klingeln für's Studenende nicht zu verpennen, wie soll es dann erst im Studium sein?
 
Hi, na? Schöne Diskussionsrunde hab ihr veranstaltet. Habe alles mit viel Interesse durchgelesen.

Ab Septeber 2009 werde ich auch ein Elektroingeneuer/Bechelor(FH)-Studiengang an der Soester FH antretten. Habe auch voll den Respekt vor Mathematik und Physik, wobei ich sehr an diesen interessiert bin. Bin mal auf die Entwicklung gespannt.
PS: Ist hier einer Elektrotechniker unterwegs?
Ist der Studiengang sehr mit Informatik verflochten?
 
Schön und gut nur leider steigen die Ansprüche an die Abgänger anscheinend proportional zu dem Mangel.

Anders kann ichs mir nicht erklären das ich nach 30 bewerbungen und ca. 5-6 Vorstellungsgesprüchen + weiteren 5 Telefoninterview immernoch keine stelle gekriegt habe.

Ich mein ich bin nicht der Anzugsmensch zieh ich auch zur Bewerbung nicht an, und ich bin übergewichtig, aber deshalb sollte man doch in einem solchen Mangelzweig trotzdem mit nem abgeschlossenen Informatik (naja genaugenommen Ingenieur für Kommunikations- und Softwaretechnik) ne change auf dem Arbeitsmarkt haben.

Naja werd jetzt irgendwo nen PHP job oder sowas suchen, also einen job den man zur not auch mitm Hauptschulabschluss machne kann.

Kann daher jedem nur empfehlen wegen Gehalt (das stagniert schon seit längerem auf nem für Studienabsolventen niedrigen niveau laut statistiken) oder besonders tollen Arbeitsplatzchangen nicht diesen Studiengang anzufangen.
 
Informatik ohne Mathe ...
Informatik ist nur eine Anwendung der Mathematik, hat im Prinzip erstmal nichts mit Computer zu tun.
„In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope“. Edsger Dijkstra
 
wer mit mathe auf dem kriegsfuß steht, kann ja wirtschaftsinformatik studieren. der anteil mathe dort bewegt sich auf dem niveau 12/13 klasse. auf der anderen seite hat man dann eben die ganzen üblen wirtschaftsfächer. mir hat schon die eine vorlesung bwl gereicht.
 
FACHINFORMATIKER ???? Ein Beruf aus dem Altertum und dazu noch Bereich Systemintigration oder was, danach fühlen sich diese Jungs und Mädchen cool spazieren als Admin in Ämtern oder sosnt wo herum und wenns drauf ankommt ---------------

Absolute Nullpeiler, das Studium in Deutschland gehört der Steinzeit an die Profs sind alte Säcke wo nur alten Dreck Lehren und Stupiden Komerz
 
Hätte ich persönlich eigentlich nicht so eingeschätzt.

Ich dachte immer das die überfüllt sind :D
 
Wenn ich nicht so bescheiden und Mathe und Physik in der Schule gewesen wäre, dann würd' ich jetzt auch Informatik studieren. Wenn ich in meinen Freundes und Bekanntenkreis rumfrage, ist bis auf wenige Ausnahmen Mathe und Physik das Nerv-Fach schlechthin gewesen.

Ich würde mir für die kommende Schüler-Generationen mehr Naturwissenschaftliche Schulstunden wünschen, damit der Stoff nicht im Wochentakt wechselt, sondern auch mal ein paar Stunden mehr bleiben um diesen zu verdauen.
 
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blackiwid schrieb:
Ich mein ich bin nicht der Anzugsmensch zieh ich auch zur Bewerbung nicht an[...]
Sei mir nicht böse, aber wenn du als graduierter Informatiker (gilt natürlich auch für viele andere Studien) ohne Anzug bei einem Bewerbungsgespräch erscheinst, ist das für die meisten Personaler - verständlicherweise - ein Knock-Out Argument.
 
Ja mein ich ja, also besteht folglich kein Mangel. Wenn das relevant ist. Ich mein es gibt auch stellen wo man als Informatiker viel Kundenkontakt hat, z.B. Consulting <- da seh ichs ja ein.

Aber wenn die sich die Leute aussuchen können, besteht kein Mangel fertig.

Zumal ich ja auch bei einigen Telefoninterviews absagen gekriegt habe, also kann das wohl nicht der einzige grund sein. Technisch bin ich sehr fitt, krieg vieelleicht nicht immer ne change das zu beweißen, aber ich hab ein paar leuten durchs studium geholfen und gehörte in allen Projekten immer zu den Besten Entwicklern wenn nicht der Beste also im Technischen bereich hab ich da auch immer die Führung übernommen weil ich einfahc immer am meisten Ahnung hatte.

Wenn die Personaler es sich da leisten können, (ich bild mir auch ein das mein auftretten nicht unbedingt das schlechteste ist), jemanden nach 5 minuten Telefoninterview ohne tiefere Beurteilung oder mal anstellen auf Probe können mich ja in den ersten 6 monaten quasi von heute auf morgen kündigen, anstellen. Dann ist in dem Bereich beim besten willen kein Mangel.

Es mag wohl sein das die sich lieber zwischen 200 statt 100 Bewerbern einen Aussuchen wollen, aber das ist doch nicht ernsthaft Mangel?
 
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palaber schrieb:
Problem: Mathe
Ich könnte wetten würde es nicht so viel Mathe geben währen mehr Leute an Informatik interessiert.
Persönlich habe ich auch nur wegen diesem Fach zunächst auf ein Studium verzichtet.

Sehe ich auch so. Ich könnte, wenn ich denn wollte, an einer FH Informatik studieren. Aber mich hält ebenfalls Mathe davon ab. Ich kann Mathe einfach nicht und bin damit von vorneherein eher ungeeignet für ein so mathelastiges Studienfach.

So mache ich halt eine Ausbildung zum FI/SI. Mathe braucht man zwar überall, aber nicht mal ansatzweise den Stoff, den man in einem Studium können muss.
 
@blackiwid:
Das hat nicht nur mit Kundenkontakt zu tun, sondern ob man sich - wenn nötig (z.b. Fachmesse, Konferenz, Präsentationen, etc ) - ordentlich präsentieren kann.
Wenn mans zu einer Bewerbung nicht mal schafft, dann wahrscheinlich später auch nicht.
 
CsA-eViL schrieb:
wer mit mathe auf dem kriegsfuß steht, kann ja wirtschaftsinformatik studieren. der anteil mathe dort bewegt sich auf dem niveau 12/13 klasse. auf der anderen seite hat man dann eben die ganzen üblen wirtschaftsfächer. mir hat schon die eine vorlesung bwl gereicht.


Öhm so ganz stimmt das aber nicht ;)
Ich studier noch WIF auf Diplom und durtfe mir dann aussuchen, ob ich Mathe für Informatiker mache oder aber Mathe für BWLer.
Hab mich dann glücklicherweise für das BWLer-Mathe entschieden :)
Mittlerweile müssen bei uns (Uni Magdeburg) die WIF Bachelor auch Mathe I-III, also Info-Mathe, belegen.
Und so schlimm sind die BWL VLs gar nicht. Auf Dauer ist es alles das gleiche und meist simples Mathe :)
 
palaber schrieb:
Problem: Mathe
Ich könnte wetten würde es nicht so viel Mathe geben währen mehr Leute an Informatik interessiert.
Persönlich habe ich auch nur wegen diesem Fach zunächst auf ein Studium verzichtet.
Und wenn man ein qualifizierter Informatiker ist, wird man auch zugeben, dass man das Mathe, was man während Info gelernt hat, einfach braucht.

Wenn du irgendwas codest, ist halt auch die Theoretische Seite relevant, erstmal die Prognose, wie schnell läuft das mit der jeweiligen Implementierung (Hashtables, Listen, Bäume), und dann die Endanalyse, wenn man es auf ein embedded system macht (beliebiges Gerät mit BS+Software) was kann man optimieren, oder gar weglassen, oder was ist vielleicht garnicht möglich.

Info ist hart, aber was einen interessiert ist geil, und dann packt man es auch. Manchmal schafft man auch ne 2 oder gar ne 1 und das gibt wieder POWER fürs nächste Semester :D Da muss man auch mal ne 4.0 in nem Knackfach wegstecken. Dafür gibts andere Praktika oder Laberfächer, wo man relativ sicher ne 1,x schaffen kann, das zieht wieder n bisschen hoch.

Auch wenn es unpopulär ist Studiengänge nach Härtegrad zu unterteilen, aber ich denke dass E-Technik und Mathe noch härter ist als Info. Wahrscheinlich auch Physik. Wem ein Info Studium zu hart ist, dem könnte ich jedoch Info auf Lehramt empfehlen, deutlich leichter weil weniger harte Prüfbedingungen, und ein Bedarf im Infolehrer, der ja bei unserer Schulzeit größtenteils ein Exot war, wird sicherlich anziehen. Also Info studieren auf Infolehrer, warum nicht? Wenn man es gut macht, kann man evtl. auch ganz normal in der Industrie anfangen. Sowie auch viele normale Infler Lehrer wurden.

Was mich eigentlich mehr ankotzt, ist, dass bei Info die meisten Studenten durchgeknallte Freaks sind, mit denen man sich kaum normal unterhalten kann, das geht einem mit der Zeit tierisch auf den Sack, vielleicht 20-30% sind "normal"...!
 
CsA-eViL schrieb:
wer mit mathe auf dem kriegsfuß steht, kann ja wirtschaftsinformatik studieren. der anteil mathe dort bewegt sich auf dem niveau 12/13 klasse. auf der anderen seite hat man dann eben die ganzen üblen wirtschaftsfächer. mir hat schon die eine vorlesung bwl gereicht.

Das schwankt stark von Uni zu Uni. In Müster mag das stimmen, da man wenns hochkommt die Mathevorlesung für Wiwis macht, meines letzten Wissenstands über deren Studienordnung nach.
In Paderborn macht man allerdings Mathe und verwandte Veranstaltungen (mit genau einer kleinen Ausnahme) ganz normal mit den Hauptfach-Informatikern mit und das wird kein Einzelfall nur dieser Uni sein.


stealthhunter schrieb:

Es geht hier in erster Linie um die Studienrichtung Informatik, nicht den Ausbildungsberuf Fachinformatiker.
 
Ist normal. Es kann nicht sein, dass wenn einer BWL studiert, gleich gut verdient wie ein informatiker. Habe einige BWL nebenfächer und es ist sau einfach, sagen aber auch alle BWLer UND wenn man dann nicht so blöd ist wie ich, studiert man lieber BWL, chillt im studium und kriegt dann die gleiche kohle. (ich nehme jetzt hier BWL weil ich mir da sicher bin, aber es gibt zig andere beispiele die auch so zutreffen) - als Informatiker wird man glatt verarscht ^^ - so kommt es mir vor und das dafür, dass ich mich hier stresse weil es doch nicht soo ganz einfach ist.

Gruß
 
Denkt ihr dieser Trend der freien Plätze in der Informatik wird sich noch halten (>=2Jahre)?
 
Matrix_Morpheuz: wenn ich also wie du sagst mit Anzug daher kommen muss, wozu hab ich dann informatik Studiert, dann hätt ich ja auch BWL studieren können, da muss man ja auch nur bischen theorie (deutlich weniger wie Informatik) können und der rest ist dann auftretten.

Also wenn ich darin so perfekt wäre wieso hätt ich dann informatik Studieren sollen, versteh die logik nicht. Ich hab was richtiges Studiert und will in dem Bereich arbeiten und nix representieren oder verkaufen.

Aber wie gesagt hatte auch einige Telefoninterviews die auch länger wie oben vielelicht missverständlich geschrieben wie 5 Minuten gingen. Und hab trotzdem immer absagen bekommen. Und am Telefon spielte der Anzug wohl keine Rolle, des weiteren wurde ich niemals in einem Vorstellungsgespräch auch wenn dieses vielleciht ne Stunde gedauert hat auf einen Anzug angesprochen.

Ich für meinen Teil gehe erstmal davon aus das wenn jemand mit dem Anzug kommt das er von informatik wewnig bis gar keine Ahnung hat bis er das gegenteil beweißt. Wozu sollte er sonst mit einem Anzug was kompensieren wollen. Aber gut mit der Meinung steh ich wohl alleine da, auch wenn das nicht heißt das es falsch ist ;-)

Aber nochmal der Anzug alleine war nicht entscheidend. Was weiß ich ich weiß das ich was kann, kann auch auf Projekte verweisen die bischen eindruck machen und das ist der Grund dafür, dass ich relativ viel vorstellungsgespräche bekomme.

Mag auch sein das die Jobchangen auf dem IT-markt nicht die schlechtesten sind, aber Mangel ist ein Hohn und kann man beim besten willen nicht feststellen. Außer man definiert ihn halt so das die auswahl zwischen 20 bewerbern nicht reicht und die Firmen lieber 50 Bewerber zur auswahl hätten für eine Stelle, diese Definition fänd ich dann aber zynisch und auf so einer basis leute die vielleicht sonst was anderes Studiert hätten zum Informatikstudium zu bewegen unter dem Titel Mangel ist ne Frechheit.
 
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MATRIX_Morpheus schrieb:
Sei mir nicht böse, aber wenn du als graduierter Informatiker (gilt natürlich auch für viele andere Studien) ohne Anzug bei einem Bewerbungsgespräch erscheinst, ist das für die meisten Personaler - verständlicherweise - ein Knock-Out Argument.

Ich bin in diesem Fall haargenau deiner Meinung. Man könnte mich als altmodisch in diesem Bezug bezeichnen, aber ich halte es für sehr wichtig einen möglichst positiven Gesamteindruck zu vermitteln und dazu gehören nicht nur die erworbenen Fachkenntnisse.
Es muss ein rundes Gesamtpaket sein. Ich würde jetzt nicht von nem Metaller mit Headbang-Mähne erwarten, dass er sie die Haare abschneidet, aber wenigstens zusammenbinden und vielleicht Anzughose und n schwarzes Hemd kann man wohl erwarten.
 
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