thes33k
Lt. Commander
- Registriert
- Apr. 2008
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für mich gabs immer mehrere gründe nicht informatik (oder eine abwandlung davon) zu studieren, obwohl ich mich sehr viel damit beschäftigt habe (so pupertät bis 21 etwa):
1. ich war im abi in mathe nicht gerade gut... problemlösungstheorien ja, umsetzung weniger
2. obwohl ich in informatik durch mein know-how viel einbringen konnte, hat mir damals mathe schon nen strich durch die rechnung gemacht. dazu kam, dass mir bewusst wurde, dass man in informatik eigentlich nie das macht, was man eigentlich will. das bringt uns zu punkt 3.
3. man macht nie das, was man wirklich will. das fängt mit dem zwang einer höheren sprache an, die man nicht mag (inner schule pascal, im studium zu der zeit java (weiß nicht, wie das heute aussieht)). d.h. man muss in einer komplexeren sprache schreiben, obwohl es einfachere lösungen gibt. eines unser informatikprojekte war die bibliothek-bücherdatenbank zu digitalisieren und neue schnittstellen zu bieten (z.B. mehrere freie pcs mit zugriff auf die db, sodass man das buch finden konnte, was man sucht). damals hatte ich das glück, dass ich mit meiner gruppe das in php umsetzen durfte und es mir dementsprechend einfach viel. wäre ich in einer anderen gruppe gewesen, hätte ich es mit delphi oder access umsetzen müssen. da ich nen paar dipl infs kenne, bestätigen die mir das für das spätere arbeitsleben um so mehr. du hast zwar vielleicht privat brilliante einfälle, für die du jedoch keine zeit über hast, aber im berufsleben suchst du dir dann explizit dinge raus, die dir spaß machen (z.B. stehste auf maschinennaher entwicklung, konzentrierste dich darauf und lässt die lakaien den rest machen).
4. mir wurde mehr und mehr bewusst, dass ich das informatik studium mit anderen technischen berufen verwechselt habe. mein interesse liegt darin, dass ich software in verbindung mit hardware umsetze. d.h. konzeptionierung, entwicklung und realisierung. während informatik mehr und mehr bedeutet probleme im kopf zu lösen und erst recht nicht für die kleinstarbeiten wie server aufsetzen da zu sein.
p.s.
zu der abi und idioten diskussion
ja, es schaffen viel zu viele idioten das abitur durch simples auswendiglernen oder in den arsch gekrieche. ja, viel zu viele machen abitur nur aus der tatsache heraus, dass es der höchste schulabschluss ist und die meisten türen offen stehen lässt. aber die meisten von denen kriegen später einen auf den sack im berufsleben. ich seh nicht die schuld bei dem einzelnen, der ein abi macht, was er nicht braucht, sondern bei den lehrern und späteren arbeitgebern. meiner erfahrung nach werden lehrer immer weniger pädagogisch, wenn es zum abi hingeht. da wird bereits in der 10. klasse der trend zum "ihr müsst das beste sein, sonst seid ihr schlecht" gestartet und das zieht sich bis zum abi durch. ich war auf nem privatgymnasium und hab mehrmals die erfahrung gemacht, dass wenn du nicht top-notch bist, du lieber dich mit schlechten noten anfreunden solltest. mittelmaß wurde nicht toleriert. die späteren arbeitgeber machen es dann genauso weiter: immer nur das beste wollen, kein mittelmaß oder sogar schlechter. das führt in der krankenpflege z.B. zu dem problem, dass man einen beruf akademisiert, der keine akademisierung benötigt. auf der einen seite regen sich krankenschwestern auf, dass sie keine arztaufgaben übernehmen wollen, während auf der anderen seite genau dieses "du musst auf dem niveau eines mediziners sein" durch die ausbildung und fortbildungen gefördert wird. ich glaube, dass wir deutschen ein problem damit haben zu akzeptieren, dass man für einen mittelmäßig schwierigen beruf oder auch darunter keinen hohen schulabschluss braucht.
1. ich war im abi in mathe nicht gerade gut... problemlösungstheorien ja, umsetzung weniger
2. obwohl ich in informatik durch mein know-how viel einbringen konnte, hat mir damals mathe schon nen strich durch die rechnung gemacht. dazu kam, dass mir bewusst wurde, dass man in informatik eigentlich nie das macht, was man eigentlich will. das bringt uns zu punkt 3.
3. man macht nie das, was man wirklich will. das fängt mit dem zwang einer höheren sprache an, die man nicht mag (inner schule pascal, im studium zu der zeit java (weiß nicht, wie das heute aussieht)). d.h. man muss in einer komplexeren sprache schreiben, obwohl es einfachere lösungen gibt. eines unser informatikprojekte war die bibliothek-bücherdatenbank zu digitalisieren und neue schnittstellen zu bieten (z.B. mehrere freie pcs mit zugriff auf die db, sodass man das buch finden konnte, was man sucht). damals hatte ich das glück, dass ich mit meiner gruppe das in php umsetzen durfte und es mir dementsprechend einfach viel. wäre ich in einer anderen gruppe gewesen, hätte ich es mit delphi oder access umsetzen müssen. da ich nen paar dipl infs kenne, bestätigen die mir das für das spätere arbeitsleben um so mehr. du hast zwar vielleicht privat brilliante einfälle, für die du jedoch keine zeit über hast, aber im berufsleben suchst du dir dann explizit dinge raus, die dir spaß machen (z.B. stehste auf maschinennaher entwicklung, konzentrierste dich darauf und lässt die lakaien den rest machen).
4. mir wurde mehr und mehr bewusst, dass ich das informatik studium mit anderen technischen berufen verwechselt habe. mein interesse liegt darin, dass ich software in verbindung mit hardware umsetze. d.h. konzeptionierung, entwicklung und realisierung. während informatik mehr und mehr bedeutet probleme im kopf zu lösen und erst recht nicht für die kleinstarbeiten wie server aufsetzen da zu sein.
p.s.
zu der abi und idioten diskussion
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