News Viele Studienplätze in der Informatik bleiben frei

für mich gabs immer mehrere gründe nicht informatik (oder eine abwandlung davon) zu studieren, obwohl ich mich sehr viel damit beschäftigt habe (so pupertät bis 21 etwa):
1. ich war im abi in mathe nicht gerade gut... problemlösungstheorien ja, umsetzung weniger :D
2. obwohl ich in informatik durch mein know-how viel einbringen konnte, hat mir damals mathe schon nen strich durch die rechnung gemacht. dazu kam, dass mir bewusst wurde, dass man in informatik eigentlich nie das macht, was man eigentlich will. das bringt uns zu punkt 3.
3. man macht nie das, was man wirklich will. das fängt mit dem zwang einer höheren sprache an, die man nicht mag (inner schule pascal, im studium zu der zeit java (weiß nicht, wie das heute aussieht)). d.h. man muss in einer komplexeren sprache schreiben, obwohl es einfachere lösungen gibt. eines unser informatikprojekte war die bibliothek-bücherdatenbank zu digitalisieren und neue schnittstellen zu bieten (z.B. mehrere freie pcs mit zugriff auf die db, sodass man das buch finden konnte, was man sucht). damals hatte ich das glück, dass ich mit meiner gruppe das in php umsetzen durfte und es mir dementsprechend einfach viel. wäre ich in einer anderen gruppe gewesen, hätte ich es mit delphi oder access umsetzen müssen. da ich nen paar dipl infs kenne, bestätigen die mir das für das spätere arbeitsleben um so mehr. du hast zwar vielleicht privat brilliante einfälle, für die du jedoch keine zeit über hast, aber im berufsleben suchst du dir dann explizit dinge raus, die dir spaß machen (z.B. stehste auf maschinennaher entwicklung, konzentrierste dich darauf und lässt die lakaien den rest machen).
4. mir wurde mehr und mehr bewusst, dass ich das informatik studium mit anderen technischen berufen verwechselt habe. mein interesse liegt darin, dass ich software in verbindung mit hardware umsetze. d.h. konzeptionierung, entwicklung und realisierung. während informatik mehr und mehr bedeutet probleme im kopf zu lösen und erst recht nicht für die kleinstarbeiten wie server aufsetzen da zu sein.

p.s.
zu der abi und idioten diskussion :) ja, es schaffen viel zu viele idioten das abitur durch simples auswendiglernen oder in den arsch gekrieche. ja, viel zu viele machen abitur nur aus der tatsache heraus, dass es der höchste schulabschluss ist und die meisten türen offen stehen lässt. aber die meisten von denen kriegen später einen auf den sack im berufsleben. ich seh nicht die schuld bei dem einzelnen, der ein abi macht, was er nicht braucht, sondern bei den lehrern und späteren arbeitgebern. meiner erfahrung nach werden lehrer immer weniger pädagogisch, wenn es zum abi hingeht. da wird bereits in der 10. klasse der trend zum "ihr müsst das beste sein, sonst seid ihr schlecht" gestartet und das zieht sich bis zum abi durch. ich war auf nem privatgymnasium und hab mehrmals die erfahrung gemacht, dass wenn du nicht top-notch bist, du lieber dich mit schlechten noten anfreunden solltest. mittelmaß wurde nicht toleriert. die späteren arbeitgeber machen es dann genauso weiter: immer nur das beste wollen, kein mittelmaß oder sogar schlechter. das führt in der krankenpflege z.B. zu dem problem, dass man einen beruf akademisiert, der keine akademisierung benötigt. auf der einen seite regen sich krankenschwestern auf, dass sie keine arztaufgaben übernehmen wollen, während auf der anderen seite genau dieses "du musst auf dem niveau eines mediziners sein" durch die ausbildung und fortbildungen gefördert wird. ich glaube, dass wir deutschen ein problem damit haben zu akzeptieren, dass man für einen mittelmäßig schwierigen beruf oder auch darunter keinen hohen schulabschluss braucht.
 
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Ohne Anzug zum Vorstellungsgespräch Oo ?
Ein Anzug representiert einfach Wissen,Ästhetik und Kompetenz !
Wer dies nicht rüberbringen will hat einfach den kürzeren gezogen, denn der 1. Eindruck zählt immer! Und das ist meist der optische.

Naja ich selber besuche ein Fachgym. im bereich Technik und was bei uns zum Teil "rumläuft" und wahrscheinlich ein Abi bekommen wird ist erschreckend. fließendes Englisch ist den ein Fremdwort :lol:

Zu der Aussage das jemand mit 3.1 NC nicht Mathe studieren sollte ist totaler Humbuk !
Es kommt immer auf die Person an. Ist derjenige einfach nicht intelligent genug um besser zu sein oder einfach nur so schlecht, da 50% des Unterrichts stupider, langeweiliger Mist ist und zT auch die Lehrer auf ganzer Linie versagen Schüler zu motivieren. Ich denke daran harpert es viel mehr, an nicht-qualifizierten Lehrern die zwar den Stoff beherschen, diesen aber nicht vermitteln können und durch den Altagstrott einfach nur pädagogisch nichts mehr schaffen...
 
Das Problem von Deustchland ist, dass man hier entweder Eliteingenieur oder Gurkenpflücker ist - es gibt kein Mittelmaß dazwischen, und wo jeder Mittelmäßige gezwungen wird, Spargel zu stechen, ist es imho absolut kein Wunder, dass die Mittelklasse schrumpt.

Ist deine "Mittelklasse" auf die Bildung und Qualifikation bezogen?
In Deutschland sind über 65% der Beschäftigten in mittelständischen und kleinen Unternehmen beschäftigt und davon ist nur ein Bruchteil Eliteingenieur oder Gurkenpflücker, von daher, ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber ich sehe das anders.
Kann ja sein, das letztendlich die Mittelschicht Schrumpft, trotzdem hat Deutschland im Verhältnis noch eine relativ große Mittelschicht, deshalb sollte man das mehr in Relation sehen und nicht nur die Gegebenheiten die momentan statt finden.
MfG
 
80% der Schulzeit waren reine Zeitverschwendung, kein Wunder bei "Lehrern" die seid 20 Jahren den selben Stoff runterleiern und nur die Tage bis zur Pension zählen.

Außerdem interessiert es in der Arbeitswelt keinen Schwanz was aufm Papier steht, Praxis ist alles und Theorie nichts :o
 
Ja toll, in Relation zu Indien haben wir viele Akedemiker - aber nochmal, Deutschland 20%, Schweden 30%, ich finde den Unterschied jetzt nicht gerade klein. Und in mittelständischen Unternehmen arbeiteten, bedeutet jawohl noch lange nicht, Mittelstand sein, sondern idR. 1200 Euro brutto im Monat in einer Welt, wo du unter 500 Euro keine Wohnung findest.

P.S.
Und wie gesagt: Was steht in der News, du Denkelite? Es steht drin wie haben zu wenige und nicht zu schlechte Informatiker.
 
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Naja sehr viele werden gar nicht erst genommen, weil bestimmte Voraussetzungen nicht gegeben sind. (Schulabschluss usw.)
Ist auch recht hart so ein Studium, denn da muss man wirklich viel Verständnis für die Funktionsweise eines Rechners haben.

Viele stellen sich das als paar Klicks da und dort vor, aber so ist es nun wirklich nicht :)
 
Arhey schrieb:
[...]denn da muss man wirklich viel Verständnis für die Funktionsweise eines Rechners haben.
So ist es nun aber auch nicht wirklich.
Die Funktionsweise eines Rechners ist eigentlich (von ein paar ausnahmen) mehr als irrelevant.
Wie es Herr Dijkstra so schön gesagt hat und in diesem Thread schon mal erwähnt wurde:
"In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope"
 
Ist doch klar, dass ausgesiebt wird: die Hochschulen wollen auch ein gewisses Niveau vorhalten und ihren Ruf wahren bzw. erarbeiten. Ein anderer Grund ist auch sicher der, dass man die Leute, die mal eben das Studium ohne NC oder sonstige Beschränkung ausprobieren, auf die Probe gestellt werden sollen. Ein Prof an meiner alten Hochschule war als Exmatrikulator bekannt.

Das Informatik-Studium ist aber auch nicht einfach: Was ich aus anderen Studienfächern an meiner alten FH mitbekommen habe, ist schon fast haarsträubend. Während ich gelernt habe, haben andere nur Party gemacht.

@MATRIX_Morpheus

an der FH, an der ich war, war dem nicht so: Assembler, Binärcode usw. waren Thema in den ersten Semestern. Ohne die Basics ging es nicht!
 
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Ich für mich ahtte bisher schon gedacht statt dem Informatikstudium nach dem Abi ein Studium zum Lehramt zu machen. Denn ich hatte bisher geglaubt mit Informatikern (Anwendungsentwicklung z.B.) könne man in wenigen Jahren die Strassen pflastern weil so viele das gerne machen wollen.

Naja hab ja noch 3 Jahre mindestens Zeit um mir das anzusehn wie sichs entwickelt.
Scheinbar haben wir ja sowohl Lehrer- als auch Informatikermangel in Deutschland.
 
Kannst eben nicht. Von 60 Leuten die bei uns angenfangen sind, sind noch ca 30 Leute dabei und von den 30 wiederum nur ca 15 in der Regelstudienzeit.

Gelangweilte Professoren, schlechte Vorlesungen....und natürlich allgmein das Unterschätzen des Stoffes...
 
@Xpect:
Lehramtstudium = 2+ Fächer normal studieren + Pädagogik

Bei den Bundesländern werden allerdings nur bestimmte Kombinationen zugelassen, damit man als Referendar anfangen kann.
Beispiel Ba-Wü: Wenn man nur 2 Fächer machen will, kann man Info ausschließlich mit Mathe kombinieren, ansonsten muss man noch ein 3. Fach dazunehmen. (gilt für Gymnasiallehrer)

Aber wenn man hier einige hört, bekommt man direkt Angst vorm Informatikstudium :)
 
naja ist auch kein Wunder warum das niemand studieren will. Ich selbst studiere dual Wirtschaftsinformatik in einer Bank. Und wenn ich mitbekomme, wie die Vollzeitstudenten an meiner Uni (d.h. die ohne festen Arbeitgeber aber gleicher Uni-Workload) sich nen lauen Lenz machen, während ich 12 Std. am Stück in Vorlesungen muss und auch noch 3 Tage die Woche im Betrieb bin, da kommt schon manchmal die Frage auf, warum ich mir das eigentlich antue...

Selbst bei Wirtschaftsinformatik ist das nötige Engagement für einen durchschnittlichen Abschluss enorm, ich will gar nicht wissen was ein richtiger Informatiker alles machen muss.
Gleichzeitig jedoch verdient ein BWLer - wenns gut läuft - genau so viel. Das kanns doch nicht sein! Ich persönlich bin der Auffassung, das wertvolles Spezialistenwissen und ein hartes Studium sich auch finanziell auszahlen muss. Solange die Anerkennung und Gehälter für gute ITler nicht den Status von Rechsanwälten und Ärzten erreicht, sehe ich da kaum Anreiz für nicht direkt IT-affin zur welt gekommene Menschen...
 
Ja ich als (quasi-) Informatiker geb dir dabei vollkommen recht. Vorallem wenn dann auch noch verlangt wird das man das auftretten eines BWLs hat. Dann brauch ich nicht Informatik studieren.

Also soll ich mich stressen mir Fachwissen aneignen viel lernen etc und dann auch noch einen auf BWL-schlampe machen ne danke.

Ich hab auch schon eine Stelle in Berlin bekommen, im nachhinein bereu ich fast ein bischen das ichs nicht angenommen habe, aber die daufgabenstellung war schon bischen in nem anderen Bereich wie ichs mir vorstelle und das gehalt war selbst für Berlin wirklich sehr gering, würd halt schon gerne ne 2 zimmer wohnung haben und dann nicht jeden Euro umdrehen müssen wenn ich nach nem Studium wo anfange zu arbeiten.

Sicher wenn man gerne im Anzug rum läuft und oder Vitamin B aufgebaut hat, sich für nix zu schade ist, gerne 60h die woche arbeitet findet man in der Informatik sicher was. Aber wenn man bischen von diesem Idealbild des Korrupten, oberflächlichen dummschwätzers abweicht, tut man sich schwer. Ich zumindest.
 
Hi,

wenn du nicht gerade nur "im Keller" entwickelst, musst du dich auch verkaufen können. Nicht nur beim Bewerbungsgesrpäch, sondern auch beim Kunden. Das Gleiche machst du Tag täglich, unbewusst.

Ich habe auch Informatik studiert und bin Technical Consultant - sehr technisch ausgeprägt, laufe aber wenn ich beim Kunden bin nur mit Anzug rum. Wer denkt, dass ein Informatiker heut zu Tage nur im Keller sitzt und n schmieriges T-Shirt an hat, denkt falsch.

Bei den Tagessätzen die verlangt werden, kann man dem Kunden auch den Respekt mit dem Anzug entgegenbringen :)

Als quasi Informatiker solltest du froh sein, solch eine Ausbildung zu haben. Manch andere müssen auch 60 Stunden ackern und verdienen noch viel weniger. Oftmals kann man es auch selbst steuern, wie viel man arbeitet. Man muss eben nur den Mund auf machen und entsprechend organisieren. Mal ganz davon abgesehen, dass Informatiker sehr gut verdienen und es auf dem Jobmarkt recht einfach haben.
 
FreddyMercury schrieb:
Kann es denn nicht einfach sein, das fuer die meisten Heutzutage die Anforderungen zu hoch sind?

Das ist relativ. Ich glaube einfach die Menschen leben in einer Traumwelt, träumen von 1000 Euro Grundsicherung, trotz Wirtschaftskrise wollen alle nen dicken Fernseher + Auto. Studium ist ein Kampf, und nichts, wo man mal so eben durchspazieren kann. Gutes Gehalt muss man sich eben erarbeiten.

Das Problem ist, dass in den Schulen dass Niveau immer weiter heruntergeht, die Unis aber nicht herunter können, weil die Leute sonst nicht zu gebrauchen sind. Deswegen werden die Abbrecherquoten immer weiter steigen.
 
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1. Verdienst: seit jahren bleibt dieser Stabil auf einem eher niedrigen Niveau vergleicht man es mal mit BWL-berufen (klar gibts da auch aufteilungen und unterschiede) und klar als Consultant hast viel kundenkontakt und musst immer im anzug rumlaufen das ist klar, da verdienst aber dafür das du das machst auch extra Geld, also mehr wie ein "Haus"-informatiker der hilft z.B. ein Onlinebrowser spiel zu machen. Oder eben eine Webseite in PHP oder anderem umsetzt für jemand.

1. "im keller" ist natürlich blödsinn. Die frage ist dann wenn man eh das alles braucht also alles machen muss was ein BWLer machen muss. Wozu dann noch Informatik studieren?
Was ist die aufgabe von BWLern auftrage an Land ziehen bzw mein Produkt verkaufen das ich produziere. Wenn ich als Informatiker das auch machen muss, was macht der BWLer dann noch organisiert der sein höheres und mein geringeres Gehalt und schaut das ich immer da bin un genug arbeite oder was.

Ne danke, wenn die alternative 60h woche oder mehr + im Anzug rumlaufen sprich für den beruf leben, sich komplett verbiegen und 1 euro jobber ist, dann kann einfach noch kein Mangel sein.

Naja irgendwo komm ich schon unter, aber nach XX absagen verliert man daran halt irgendwann den glauben und man kann sich nicht mehr so entusiastisch verkaufen, des weiteren kann ich nicht lügen was bei vorstellungsgesprächen schlecht ist, der anzug war meiner einschätzung nicht wirklich das problem meistens, die wollen halt das man das thema (z.B. c++-entwickler) nahegehend perfekt beherscht bzw schon sich einige jahre mit diesem Thema beschäftig hat. Quereinsteiger sind meiner erfahrung nicht gefragt.

Gibt halt warscheinlich 2 Erfolgreiche Taktiken bzw das sehe ich bei meinen bekannten, entweder man quasselt die voll lügt die leute an kommt mit anzug... also klare Blender und versuch dann wenn man die stelle hat irgendwie in das thema einzuarbeiten, bzw in großen firmen fällt es oft nicht so auf wenn man relativ wenig ahnung hat.

oder man lernt halt eine Sprache/Technik so gut das keine Fachfragen kommen können die man nicht beantworten kann.

Oder man macht sich irgendwie selbstständig. Alles 3 warscheinlich für sich nicht ganz einfach, aber rosige Jobaussichten und "Mangel" sieht bei mir anders aus auch wenn die noch 1000 Studien briengen das denen nochmal 5 Millionen Informatiker fehlen, so arg kann das nicht sein wenn man bei 30 Bewerbungen nur eine zusage bekommt die auch noch total unterbezahlt war.
 
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t45kb4r schrieb:
@Xpect:
Lehramtstudium = 2+ Fächer normal studieren + Pädagogik

Bei den Bundesländern werden allerdings nur bestimmte Kombinationen zugelassen, damit man als Referendar anfangen kann.
Beispiel Ba-Wü: Wenn man nur 2 Fächer machen will, kann man Info ausschließlich mit Mathe kombinieren, ansonsten muss man noch ein 3. Fach dazunehmen. (gilt für Gymnasiallehrer)

Aber wenn man hier einige hört, bekommt man direkt Angst vorm Informatikstudium :)

Oh man, das ist echt bescheiden. Bin noch an einer Realschule (hab am Gym leider zu viel Mist gebaut und nochmal wesentlich mehr wurd mir angehängt) und unser Schulleiter hat uns in Info letztes Jahr ein wenig über HTML beigebracht. Fand ich ja ganz intressant. Und das obwohl er eigentlich GSW (Geschichte, Erdkunde, Politik) Lehrer ist.
Bei unsrem diesjährigen Informatiklehrer haben wir gelernt wie man Bilder bearbeitet, Excel bedient udn Powerpoint macht. Ich finde das kann doch echt nciht das sein was man als Informatiklehrer beibringen soll, nichtmal an einer Realschule (in Niedersachsen).

TanteHorst schrieb:
Selbst bei Wirtschaftsinformatik ist das nötige Engagement für einen durchschnittlichen Abschluss enorm, ich will gar nicht wissen was ein richtiger Informatiker alles machen muss.
Gleichzeitig jedoch verdient ein BWLer - wenns gut läuft - genau so viel. Das kanns doch nicht sein! Ich persönlich bin der Auffassung, das wertvolles Spezialistenwissen und ein hartes Studium sich auch finanziell auszahlen muss. Solange die Anerkennung und Gehälter für gute ITler nicht den Status von Rechsanwälten und Ärzten erreicht, sehe ich da kaum Anreiz für nicht direkt IT-affin zur welt gekommene Menschen...

Echt? Das ist doch auch nciht normal. Wenn man sich einen abquält im Studium und dann teilweise noch geringer bezahlt wird. Dann kann wirklich kein Mangel herrschen, wie blackiwid auch schon schrieb. Ich meine wo soll ein "richtiger" Informatiker denn dann arbeiten wenn er an vielen Stellen "nur" das Wissen eines BWL-Studenten benötigt? Unnormal
 
Ich studiere Informatik an einer Uni und habe davor eine Fachinfirmatiker Ausbildung gemacht, bei uns haben ca. 80% abgebrochen nach dem 2. Semester da sie kaum eine Klausur schaften. Diese Leute fingen dann eine Ausbildung an oder gingen auf der FH.

Informatik auf der Uni ist sehr schwierig und sehr Mathelastik daher sollte man sich gut überlegen ob sich dafür aufopfern möchte. Die beruflichen Möglichkeiten sind natürlich sehr gut. Das FH Studium ist leichter und hat andere Schwerpunkte.

Viele haben falsche Vorstellungen vom Informatikstudium und denken man lernt dort wie man programmiert, also wie man Fenster und Buttons und kleine Funktionen dahinter entwickelt. Das die Mathematik an wesentlicher Bestandzeil ist und das programmieren ein Werkzeug ist, ähnlich wie eine Rohzange für eine Klempner, verstehen die wenigsten.

Viele Uni- Informatiker die ich kenne schrieben im Beruf keine einzige Zeile Code...

Ich studiere im nebenfach BWL und versuche daraus ein Doppelstudium zu machen bzw. in BWL zu promovieren (Dr. Titel).
Das ist eine Kombi die ich empfehlen kann.
 
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t45kb4r schrieb:
@Xpect:
Lehramtstudium = 2+ Fächer normal studieren + Pädagogik

Das stimmt natürlich nicht. Man macht da nicht das gleiche wie die die Master/Diplomer wenn man auf Lehramt studiert. Das würde ja sonst 20 Semester dauern.
 
@ blackiwid
stabil niedriges niveau? woher nimmst du diese annahmen? es gibt natürlich lokale schwankungen, aber je nachdem wie man sich verkauft und wo man arbeitet, sind die gehälter schon im einstieg sehr gut. mit dieser aussage meine ich studierte informatiker, nicht informatiker, die eine ausbildung genossen haben. freunde von mir haben bwl studiert und verdienen nicht wirklich anders.

mich würde interessieren, woher du diese annahmen her nimmst. zudem würde mich interessieren, was du beruflich machst.

wie du dir schon denkst, verschwimmen die berufe sehr stark - mein job könnte acuh ein BWLer machen, hat aber mit dem technischen verständnis grössere probleme. es ist nicht alles eindeutig 0 und 1 (um es mal als informatiker auszudrücken).

na klar hat man es als quereinsteiger nicht einfach. abschlüsse zählen einfach in ger mehr als alles andere. da hat man es umso schwerer.

sorry aber ich glaube du schätzt die sache mit dem gehalt und der arbeitszeit etwas falsch ein. es gibt wochen, wo ich beim kunden bin und an die 60 stunden arbeite, dafür gibt es aber auch genug wochen, wo ich nur 40std arbeite und auch darauf schaue, dass es nicht zu viele sind.

bei einem vorstellungsgespräch den "blender" zu spielen hält, wenn du einigermassen gute leute gegenüber hast, fünf minuten. meisstens sitzt der manager und jemand vom fach im ersten gespräch dabei, wobei auch sehr technische fragen gestellt werden.

eine freundin von mir ist auch quereinsteigerin und hat es über eine zeitarbeiter firma für akademiker geschafft. sie hat einen uni abschluss (komplett etwas anderes mit nebenfach inf) und ist darüber in die firma gekommen - mittlerweile ist sie direkt angestellt.
 
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