News Vodafone-Chef: 5G-Auktion verpulvert Geld für 50.000 Mobilfunkstationen

Es ist kein Wunder, dass Deutschland in Sachen Preis/Leistung im Mobilfunkbereich schlecht abschneidet. Die Anbieter welzen vermutlich die Milliarden einfach wieder an den Kunden ab.
 
Averomoe schrieb:
Die Auktion ging viel zu lang und war zu teuer.
Ja, genau. Der Auktionator hat gesagt, mit so wenig macht er nicht Schluss, und die Bieter müssen mehr bieten. Und dann hat er nach einer Woche gesagt, dass sie das jetzt zwangsweise noch über 6 Wochen weiter zwingen werden. /s

Der Vodafone-Chef ist doch wie seine Kollegen selber an beidem schuld. Insbesondere, wo sich die engültige Aufteilung der Frequenzblöcke doch gar nicht sehr von der kurz nach dem Start unterscheidet. Da hat der Staat nichts mi zu tun, das war komplett Corporate Greed.
 
nlr schrieb:
Alle Mobilfunkanbieter zusammen hätten für den gezahlten Preis rund 50.000 neue Mobilfunkstationen errichten können.
Also ab man dann 6 Milliarden ausgeben hätte, wenn man nicht muss. ;-)
 
Skywalker1992 schrieb:
Infrastruktur sollte einfach Staatssache bleiben.

Als nächstes wird dann Fläche für den Straßenbau versteigert.
Das war schon vor über 10 Jahren im Gespräch. Der Bundeshaushalt spart sich dadurch die Kosten der Sanierung und Instandhaltung. In anderen Ländern wird das teilweise auch so gemacht und funktioniert dort auch relativ gut, siehe Irland. Nur ist das Verkehrsaufkommen in Deutschland ein völlig anderes als im Rest Europas und der EU.
In Deutschland würde man wieder Schlupflöcher lassen, um Heuschr, ich meine Investoren anzulocken. Die würden sich dann bspw. 15 Kilometer auf der A2 zwischen Magdeburg und Wolfsburg kaufen (ist gut befahren wegen der vielen VW Pendler), man müsste pro Fahrt für einen PKW 2 Euro Maut bezahlen, nur instand gehalten wird nichts. Ist die Autobahn dann kaputt, meldet der "Betreiber" Insolvenz an, die bröckelige Buckelpiste fällt zurück an den Bund, der diese saniert, vom Steuerzahler bezahlt, der vorher schon für die Zerstörung pro Fahrt 2 Euro berappen durfte. Hoffen wir das es nicht so kommt.
Das ganze ist eine Milchmädchenrechnung. Nur warum unsere ganzen Juristen und BWLer mit ihren Doktortiteln, in ihren Ministerien nicht darauf kommen ist mir ein Rätsel. Der Aufsichtsratsposten in der Post-Politik-Ära scheint wohl zu verlockend zu sein?
 
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Die Aussage vom Vodafone Menschen geht in die falsche Richtung. Wie wäre es mit: Die Auktion hat zu viel Geld gekostet um Tarifepreise auf das Niveau der Nachbarländer zu senken.

Die Frequenzen ohne Kosten vergeben und stattdessen ein Angebot/Versprechen einfordern, dass der Ausbau einer Timeline entspricht. 30% der Großstädte abgedeckt bis 2021 30% der ländlichen Flächen abgedeckt bis 2021, 50% bis 2022 usw. mit weiteren sinnvollen Werten, wie garantierte Bandbreite.
Wer das Ziel verfehlt, zahlt stattdessen eine Strafe und verliert Anteilig Frequenzen, die neu verteilt werden.

Damit bekommt man Druck in den Ausbau und straft doppelt ab, wenn das Ziel nicht eingehalten wird.
Klar, kann ein Vodamobile2 Anbieter um die Ecke komme und sagen: 100% Abdeckung bis 2020 und dafür alle Frequenzen bekommen. Entsprechend saftig sollte dann aber auch die Strafe sein, wenn sie das Ziel deutlich verfehlen.
 
[wege]mini schrieb:
gewählten volksvertretern

Diese stehen leider immer öfter nicht auf der Seite des Volkes, sondern auf der, die mehr Geld/Posten bietet. Daher ist auf die viel zu oft kein Verlass mehr.
 
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Toprallog schrieb:
Daher ist auf die viel zu oft kein Verlass mehr.

gibt doch demnächst bald wieder wahlen :D

irgend wo wird doch gefühlt beinahe immer gewählt. und demonstrationen sollen auch funktionieren, habe ich gehört.

ich kann immer noch nicht fassen, dass die "facebook bewegung" von kindern an einem freitag aufgegriffen wurde um das klima zu schützen, aber lustiger weise funktioniert es ja.

und am schönsten ist doch, wenn wir über technik reden, dass du mit deinem geldbeutel hier zu 99% entscheidest.

kaufst du den mist nicht, existiert er nach kurzer zeit nicht mehr. es ist nicht der mond, der auch existiert wenn keiner hin schaut ^^

mfg
 
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estros schrieb:
Aluhutträger sind sind gefragt, sorry. Vor allem in einem Tech Forum.
Naja, das die 5G Microwellenstrahlung jetzt nicht so ganz unproblematisch ist, sagen auch Leute ohne Alu-Hut.
Aber das hat natürlich nix mit den Masten an sich zu tun, die man im Regelfall eh nicht sieht.

https://www.washingtonpost.com/weat...ss-industry-denies-it/?utm_term=.d9b8d9f097cc
Ergänzung ()

sikarr schrieb:
Was hat der Aluhut damit zu tun? 50.000 Masten schweben nicht einfach lautlos und Umweltfreundlich in der Luft, Sorry.
Tun sie nicht? Ich dachte genau das machen sie. Also natürlich vorher an irgend einem Dach befestigt. aber vom Prinzip hab ich noch nie Krach von so einem Ding hören sehen, oder die Luft verpesten. ;-)

Mal ganz davon ab, das die neuen 50k ja größtenteils alte ersetzen,wir haben ja schon weit mehr Masten in Deutschland. Siehst du dir auch schon überall Krach machen und die Umwelt verpesten?
 
Zuletzt bearbeitet:
feidl74 schrieb:
die infrastrukturen können ja aber von allen genutzt werden. sind ja keine geschlossenen "systeme", in denen dann nur kunden von anbieter A telefonieren kann. der preis steigt doch eher bei einer geringen anzahl von wettbewerbern, da ja ein monopolist, die preise diktieren kann. ich sehe eher die gefahr durch illegale preisabsprachen der großen 3 (1&1 lasse ich mal aussen vor^^). wäre nicht das erste mal in der branche. wobei ja deutschland sowieso nicht günstig ist in sachen mobilfunktarifen^^

btw bezeichnend für die wirtschaft ist sein Beispiel mit den masten, man könnte für das geld 50000 masten bauen. warum wurden die dann nicht schon längst gebaut? war vorher kein bedarf, oder was war das problem?
Nein...

1. Die Technik auf dem Mast und die Technik im Raum dahinter wird nicht von allen genutzt, jeder Netzbetreiber hat dort seine eigene Technik stehen, die eine eigene Anbindung ans Backbone hat. Das eigene Backbone natürlich dazu. Es sind in dieser Hinsicht tatsächlich eher geschlossene Systeme, die eine Schnittstelle zum jeweils anderen haben.
Das einzige, was du mit den anderen teilst ist der Mast an sich, das Stück Metallstange. Das ist alles.
2. 1und1 muss genauso eine Mannschaft einstellen, die das Mobilfunknetz plant, ausrollt, optimiert und betreibt. Dafür sind Menschen und Tools nötig, die ebenfalls viel Geld kosten. Es ist nicht nur ein paralleles Netz, jeder Netzbetreiber hat natürlich seine eigene Mannschaft im Konzern für das Netz.

Warum wurden die 50k Masten bisher nicht gebaut? Eigentlich kannst du dir die Frage selber beantworten....

1. Jede Auktion kostet Geld. Dafür wird gespart.
2. Habe ich schon die Gründe genannt, warum die Auktion deutlich teurer geworden ist. Und das wusste man eigentlich schon vorher.
Du gibst doch auch nicht dein ganzes Geld heute aus, wenn du morgen deine Miete zahlen musst oder?
 
Dann hätten doch mal alle Provider bei der Auktion streiken sollen anstatt soviel Kohle hinzublättern, dass wäre mal eine Geste und ein Fingerzeig...Wenn der Staat nicht wüsste wie viel Geld er damit machen würde, hätten sie es schon längst verstaatlicht.
 
Schon lustig was hier so geschrieben wird.
textract schrieb:
Genau das ist doch der Punkt.
Die extrem hohen Mobilfunkpreise in Deutschland werden immer mit der Fläche begründet und das gerade Österreich deswegen so viel günstiger sei, aber das ergibt einfach keinen Sinn.
Österreich hat pro Fläche weniger Abnehmer und wenn ich in den Alpen unterwegs bin, bekomme ich schon manchmal 1 km vor der Grenze die Begrüßungs-SMS vom Mobilfunkanbieter aus Österreich, weil in Deutschland kein Netz mehr vorhanden ist.
In Österreich musst du nur 4 Städte abdecken und hast den Großteil der Bevölkerung versorgt. Man brauch viel weniger Funkzellen und Mäste um den Großteil anzubinden. Auf dem Land 4G anzubieten ist überhaupt keine Thema, gerade wenn man Berge hat. Da läuft meistens auch nur 800er 4G und auch nur ein Mast nicht zwei, in der Stadt ist das ganz was anderes.

Die Begrüßung bekommst du nicht weil es in D. kein Netz mehr gibt....sondern weil das Absicht ist. Die Zellen überlagern sich, damit die Verbindung nicht abbricht. 1km ist vollkommen normal. Ich kann 5 km ins Nachbarland strahlen wenn ich will, is nur verboten. Kannst mal Dänemark oder Polen fragen.

Schau dir mal Beitrag 82 an.
 
Apocalypse schrieb:
Tun sie nicht? Ich dachte genau das machen sie. Also natürlich vorher an irgend einem Dach befestigt. aber vom Prinzip hab ich noch nie Krach von so einem Ding hören sehen, oder die Luft verpesten. ;-)

Mal ganz davon ab, das die neuen 50k ja größtenteils alte ersetzen,wir haben ja schon weit mehr Masten in Deutschland. Siehst du dir auch schon überall Krach machen und die Umwelt verpesten?
Also ich wohne in Stadt nähe und abeite auf dem Land, da hängen kaum Sendeeinheiten an irgendwelchen Dächern (in der Stadt schon, ja), da werden extra neue Masten hingebaut, wenns gut kommt baut jeder Netzbetreiber noch seinen eigenen.

Das Umweltfreundlich bezog sich auch auf die Strahlung, die Du ja selber schon angesprochen hast. Die neuen Sendeanlagen müssen auch gebaut werden, ich glaube nicht das dies Klimaneutral geschieht, bzw. was passiert dann mit dem Elektroschrott der alten Anlagen? Oder wer reist den Mast ab wenn er nicht mehr gebraucht wird? Die Schei*e steht dann nutzlos rum und verrottet bis sie abgerissen werden müssen.

Ich habe nix gegen Kabel und das aktuelle 4G ist auch ausreichend schnell genug.
 
maikwars schrieb:
Dann hätten doch mal alle Provider bei der Auktion streiken sollen anstatt soviel Kohle hinzublättern, dass wäre mal eine Geste und ein Fingerzeig...Wenn der Staat nicht wüsste wie viel Geld er damit machen würde, hätten sie es schon längst verstaatlicht.
Das wäre dann eine illegale Absprache gewesen.... Sobald einer bietet, bieten alle. Etwas utopisch, dass alle 4 von sich aus nicht geboten hätten, oder nicht?
 
sikarr schrieb:
Das Umweltfreundlich bezog sich auch auf die Strahlung,
Also doch Alu-Hut oder gar Beschwerdeführer wenn die Dinger in Kirchtürmen landen?
 
BeezleBug schrieb:
In Österreich musst du nur 4 Städte abdecken
Und im 10x bevölkerungsreicherem Deutschland reichen halt 40 Städte für 50% Abdeckung.
 
BeezleBug schrieb:
Die Begrüßung bekommst du nicht weil es in D. kein Netz mehr gibt....sondern weil das Absicht ist. Die Zellen überlagern sich, damit die Verbindung nicht abbricht. 1km ist vollkommen normal. Ich kann 5 km ins Nachbarland strahlen wenn ich will, is nur verboten. Kannst mal Dänemark oder Polen fragen.

Nein, du hast tatsächlich kein deutsches Netz mehr, schon sehr lange nicht.
Die Geschwindigkeit ist da auch eher zweitrangig, die generelle Verfügbarkeit ist wesentlich und die ist im deutschen Netzen dort einfach häufig nicht gegeben.

Das ist aber nicht nur nahe der Grenzen so, ich kann im ICE häufig nicht einmal telefonieren und das trotz Telekomnetz.
 
EduardLaser schrieb:
Deutschland war noch nie Vorreiter in Hinblick auf dem Mobilfunkstandard.

Der Vergleich mit Österreich hinkt, denn das Land hat deutlich weniger Fläche.

Wenn ich mir die Gewinne von Vaderfone die letzten Jahre anschaue, tut es denen nicht wirklich weh.
Der Vergleich hinkt nicht nur wegen der Fläche sondern vor allem wegen der Topografie.
In gebirgigen Gelände ist es ganz einfach deutlich billiger Masten aufzustellen anstatt Kabel in die Erde zu schmeissen, entsprechend verlagern sich dann auch die Prioritäten.

Und wie bereits geschrieben wurde, eines ist mal sicher.
Das Geld was in die Auktion geflossen ist wäre sonst mit Sicherheit nicht in den hiesigen Netzausbau geflossen und wäre auch mit ziemlicher Sicherheit nicht in Preissenkungen investiert worden.
 
MonteSuma schrieb:
Das wäre dann eine illegale Absprache gewesen.... Sobald einer bietet, bieten alle. Etwas utopisch, dass alle 4 von sich aus nicht geboten hätten, oder nicht?
1. Und es hat natürlich noch nie illegale Absprachen im deutschen Raum gegeben ?! :freaky:
2. Haben sich Telekom und Vodafone fast identisch gegen die Autkion geäußert und wie viel Geld doch jetzt fehlt und nicht für den Ausbau ausgegeben werden kann
3. Wo steht überhaupt geschrieben das es ein Provider bieten muss?!

P.S. Von der Bundeskartellamt-Homepage
Freigestellte Vereinbarungen

Unter bestimmten Voraussetzungen können wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen vom Kartellverbot befreit sein. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn durch die Vereinbarung die Warenerzeugung verbessert oder der technische Fortschritt gefördert wird und gleichzeitig die Verbraucher an dem entstehenden Gewinn angemessen beteiligt werden.

Man kann ja mal träumen :D
 
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