VOn der Stange oder Selbstbau

Statler

Lieutenant
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Ein Bekannter kamm mit der Bitte zu mir, ihm einen neuen Desktop PC zu planen.
Einsatzgebiet des neuen PCs ist Allplan Architekt, Vektorworks Architekt, Adobe Photoshop Lightroom, Outlook und Office --> die Programme sind jeweils in der aktuellsten Form und werden auch stets aktualisiert.
Der PC wird gewerblich genutzt.

Als BS kommt W7 x64 zum Einsatz später eventuell W10.

Zur Debatte stehen Workstation namhafter Hersteller vs. Eigenbau
Zum Budget ist noch nicht all zu viel zu sagen aber wenn ich mir die WS anschaue wird es wohl Richtung 2K€ gehen.
Gesucht ist wie immer die "Eierlegende Wollmilschsau".

Mir ist bewußt das die WS durch ihren Support natürlich im Vorteil sind aber preislich gesehen sind da schon Welten zum Eigenbau. Der PC soll ca. 5Jahre im Einsatz sein und alle Anforderungen flüßig erledigen können.
Natürlich soll der PC auch die neuesten Schnittstellen haben wie USB 3.1, M2 etc.
USB Ports sollen ausreichend zur Verfügung stehen, sowie esata.

Zu bedenken ist das meist mehrere Projekte gleichzeitig offen sind und viel parallel gearbeitet wird.

Natürlich kann,will und werde ich nicht den Support der Werks-WS bieten aber als Alternative dachte ich vielleicht an eine Konfiguration aus:

MB-ASUS Sabertooth X99 --> für 24/7 geeignet, alle nötigen Schnittstellen ausser esata(kann man für kleines Geld nachrüsten) und 5 Jahre Garantie

CPU-Intel I7 5820K --> 6Kerner+HT, hohe IPC und P/L günstig

CPU-Kühler Noctua NH-C14S --> Board kompatibel, genügend Potential und 6 Jahre Garantie

RAM-32GB DDR4 also 4x8 GB Marke und Modell noch nicht festgelegt

VGA ja jetzt wirds spannend also entweder eine teure quadro oder eine aus der Mainstream/Gamersparte
natürlich ist die quadro dafür gedacht aber rein von der Leistung sollte jede halbwegs aktuelle Karte dies auch stemmen.

Die restlichen Komponenten wie Gehäuse,Netzteil, SSD sollten erstmal nicht zur Debatte stehen da diese sicher passend zum System gewählt werden.

Kann man(N) das so machen oder sollte lieber von der Stange gekauft werden...was preislich natürlich bei der Ausstattung einen sehr großen Unterschied macht.

Ich freue mich auf eure Meinungen und wünsche mir eine ruhige und sachliche Diskussion.

Danke fürs lesen Statler
 
Wenn er gewerblich genutzt wird, dann würde ich auf einen Eigenbau verzichten und die Kiste von einem Unternehmen bauen, liefern und warten lassen, welches Dir auch eine entsprechende Garantie für die dauerhafte Einsatzbereitschaft geben kann inklusive Austauschrechner, falls doch mal was sein sollte.

Jede Minute, die der ausfällt, ist verlorenes Geld.
 
Bei beruflich genutzten Rechner nie einen Rechner zusammenbasteln sondern immer von der Stange, Dell & HP als Workstations sind sehr zu empfehlen.
Hier geht's um die Wartung und schnelle Reaktionszeit (Pickup Service etc) welche einfach benötigt wird.
 
Das Problem ist nicht die Power der Grafikkarte, sondern die Treiber für die Quadro. Es sind spezielle Treiber vom Hersteller für die Entsprechende CAD Umgebung. Von doppelter Genauigkeit gar nicht zu sprechen ;)

Klingt nach einem Unternehmer, Freiberufler, ich würde da fast immer das komplett System vorziehen. Arbeit ist kein Spiel. Das Ding muss laufen und zwar am Stück, wenn was klemmt muss ein Tauschgerät her oder es gerichtet werden.
Ist meine Meinung.

Sitze neben einem HP Z230 i7 mit Quadro 2000
 
Zuletzt bearbeitet: (letzte Zeile eingefügt)
Das kannst du schon so machen, doch um eine Quadro wirst du nicht drum herum kommen! Viele Programme erkennen, dass du eine "Gamer"Karte hast und verweigern dann ihre Funktion.. (zB. AutoCAD) und im allgemeinen sollte OpenCL und co. auf einer Firepro eh wesentlich schneller sein. CUDA ist doch eher selten unterstützt. Sowas hier zB.: https://geizhals.de/amd-firepro-w7100-31004-54-40a-a1152801.html könnte knapp ins Budget passen.
 
@hamju63 ja das ist mir bewußt doch um solch eine WS mit dieser Leistung zu bekommen da ist der preisliche Unterschied doch sehr gravierend.
 
Wenn du das Ding planst und eventuell zusammenbaust, bist du auch automatisch der erste Ansprechpartner bei Problemen. Kommt drauf an wie nahe ihr euch steht, aber normalerweise würde ich sagen da sollte man was von der Stande kaufen, wenn man sich nicht auskennt.

Ich mein viel gewinnen kannst du ja nicht, aber wenns blöd läuft darfst du den Admin spielen und eure (mögliche) Freundschaft wird belastet falls irgendwas kracht (Datenverlust, Ausfall).
 
Wenn eine Workstation ausfällt verliert man mit jeder Minute Geld, weil Aufträge nicht rechtzeitig erledigt werden können oder man kann keine neuen Aufträge annehmen, weil man potentielle Kunden auf später vertrösten muss.

Eine Workstation von der Stange bietet hier immer die Sicherheit von kurzen Reaktionszeiten und man muss sich selbst auch nicht um das Problem kümmern.

Wenn bei nem Gamingrechner unregelmäßig ein Bluescreen auftaucht ist es für den Nutzern manchmal sogar eine Herausforderung den Fehler aufwändig zu identifizieren und zu beheben.

Wenn einem in der Zeit aber Geld durch die Finger rinnt ist es verdammt schön, wenn man jemanden hat den man am Telefon zur Schnecke machen kann, damit "das Drecksding spätestens morgen wieder funktioniert!!!!!"...
 
Statler schrieb:
@hamju63 da ist der preisliche Unterschied doch sehr gravierend.

Allerdings willst du ja auch nicht derjenige sein, der für lau für den Preisunterschied einspringt, indem du das System planst und (evtl.) zusammenbaust.

Für den Fall der Eigenplanung würde ich zumindest klarstellen was für Probleme dabei auftreten können - die können das eingesparte Geld schnell wieder zunichte machen. Denn die Kombination diverser PC-Komponenten birgt immer das Risiko von Inkompatibilitäten und Treiber musst du auch selber zusammensuchen (das klingt trivialer als es ist, denn die OEM Hersteller haben das Personal um die Treiberwahl auf Stabilität auszulegen, du nicht).

Alles in allem würde ich klar zum Business-Recher mit Support raten. Wenn er nicht in der Lage ist das System selber zusammenzustellen wird er wahrscheinlich auch bei den üblichen IT-Problemen im Alltag keine schnelle Lösung finden und ist auf Support angewiesen.
 
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wie ich oben schon schrieb ich kann/will und werde den Support dafür nicht leisten. Es ging auch nur darum er werkelt jetzt mit einem 4Jahre alten Sandy I3 herum ...ja es läuft...eher schlecht als recht....dieser ist sogar ein fertig PC......unsere Diskussion dahingehend ist nun das er sagt "Mensch das System ging doch auch bis jetzt warum also eine WS" versteht mich bitte ich stehe nur in der Mitte und höre mir jetzt einfach eure Meinungen an um mit ihm besser zu diskutieren.
Aber jetzt mal einfach so aufs blaue mit der Selbstbau Konfig wären doch aus meiner Sicht auch sein Vorhaben zu realisieren oder??
 
Ich kann mich den Vorpostern nur anschliessen.

Was kostet 1h Ausfall? Beim Selbstbau und einer eventuellen Neubeschaffung einer Komponente sind das im Zweifel ein paar Tage.

Beim Kauf von der Stange gibt es auch Systeme mit einem Service von 4h. Deutlich berechenbarer im Arbeitsumfeld.

Selbst wenn der Service 1000€ kosten sollte. Das sind gerechnet auf 5 Jahre Einsatzdauer und damit verbundenen 1000+ Arbeitstagen grad mal 1€ am Tag.

Einfach nicht an der falschen Stelle sparen.
 
Gewerblich genutzte Systeme sollten wie schon geschrieben über Unternehmen inklusive Servicepaket erworben werden. Wenn Privat der Rechner mal nicht so will, das ist noch zu verkraften, aber wenn man damit sein Geld verdient, kann ein Ausfall schon mächtig ans Eingemachte gehen. So meldet man den Defekt und nimmt das Servicepaket in Anspruch, z.B. Ersatzgerät, vorOrt-Tausch etc.. Die Kosten dafür sind dann überschaubar.
 
Statler schrieb:
wie ich oben schon schrieb ich kann/will und werde den Support dafür nicht leisten.

Und wer leistet den Support stattdessen? Wenn er nach nem Monat irgendwas Probleme macht, ist es doch naheliegend dass er erstmal zu dir rennt, statt den Techniker für 80€ zu rufen.
 
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In meiner Region gibt es eine Firma, der ich einfach meine gewünschte Hardware mitteilen kann, die bauen dann den PC für mich und klatschen 5 Jahre Support oben drauf für gerademal 300-400€ Mehrpreis. Ich würde mich auch nach einem derartigen Geschäft umsehen!
 
Alleine schon das Risiko das die Komponenten nicht abgestimmt sind und es beim Ram hackt ... nein Danke ... auch wenn man ECC Speicher dann verbaut um das Risiko zu minimieren wer nen Geschäft hat sollte sich auch bei den Entsprechenden Leuten die Hardware holen.

HP und Dell ok aber gibt auch Lokale Anbieter die sowas machen.
 
also mal ein Systemhaus besuchen....na da sollte bestimmt eins in Berlin ansässig sein.
Wie gesagt es ging um eine Diskussion bei uns und ich bin und war mir der Problematik des Supportes und des finanziellen Ausfalls bewußt
 
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