Leserartikel Von HDD zu SSD im Notebook - Wie schnell kann ein Zacate werden?

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uNrEL2K

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User-Review: Von HDD zu SSD im Notebook - Wie schnell kann ein Zacate werden?


Userreview.jpg


Hallo liebe Community (und Malzbiertrinker),

vor kurzem habe ich mir eine Samsung SSD 470 256GB für mein Notebook zugelegt, um die verbaute Festplatte WD Scorpio Black 320GB damit zu ersetzen.

Ich erhoffte mir dadurch eine bessere Performance, eine längere Akkulaufzeit, Lautlosigkeit, sowie eine leichte Reduzierung des Gesamtgewichts. Während es natürlich offensichtlich war, dass Notebooks bei Stillstand des APU-Lüfters keinen Ton mehr von sich geben wird, so hatte ich keine Gewissheit darüber, wie stark sich Performance und Akkulaufzeit verändern würden. Schließlich hat mein Notebook, das Lenovo X120e, nur die APU E-350 (Codename Zacate) mit zwei Kernen und jeweils 1,6 Ghz, welche oft in Netbooks und Low-Budget Laptops verbaut wird und allgemein eine oft ausreichende, aber im Vergleich mit z.B. Sandy Bridge CPUs wie dem i7-2600K doch eher geringe Performance bietet. Die Dauer von Anwendungsstarts sind bei der Verwendung einer SSD oft von der Leistung der CPU abhängig, was eben bedeutet, dass ein starker Desktop-Prozessor mit SSD Programme schneller startet als ein kleiner Mobile-Prozessor mit SSD. Laufzeitmessungen werden nur selten getätigt und oft hört man auch, das eine SSD tatsächlich gar keine Verbesserung der Laufzeit bewirkt.

Diese Review soll euch und mir zeigen, was eine SSD der Performance eines Netbook oder Einstieger-Notebook im Alltag bringt und welche Laufzeitverbesserungen ihr mit der im Test verwendeten SSD erwarten könnt. Die Gewichtsreduzierung wird auch noch kurz bedacht. Außerdem gibt es bei SSD-Tests auf Computerbase immer wieder die Bitte aus der Community, eine HDD als Vergleich in die Tests zu intergrieren, was bisher jedenfalls bisher nicht umgesetzt wurde. Mein Test zeigt die Unterschiede zwischen HDD und SSD im Low Performance Stromspar Laptop.

Beginnen wir mit ein paar technischen Daten zur Hardware:

Notebook: Lenovo Thinkpad X120e 11,6“ 1,5 kg
CPU: AMD E-350, RAM: 4GB DDR3 CL7 1066Mhz 1,5V
6-Zellen Akku, 57 Wh
SATA II
X120e.jpg

HDD:
Western Digital Scorpio Black 320GB (1 Platter)
Form: 2,5 Zoll, 9,5mm Höhe
7200 rpm
Scorpio.jpg

SSD:
Samsung SSD 470 256GB Retail SATA II
2,5“ (Platinengröße: 1,8"), 9,5mm Höhe
Samsung470.jpg




Gewicht:
Das Gewicht wurde mit einer Briefwaage gemessen, welche bis zu 5 Kilogramm präzise wiegen kann.


Both_Wicht.JPG

Die Festplatte wiegt 103 Gramm, da nur ein 320GB Platter verbaut ist. Mit der Halterung für einen festen Sitz im Notebook sind es 118 Gramm. Ein weiterer Platter würde 10 Gramm extra "mitbringen". Die SSD hingegen ist 62 Gramm leicht, also 56 Gramm leichter als die HDD. Als Nebenbei-Vergleich: meine Intel X-25M 80GB wiegt 79 Gramm.



X120e_zWichtboth.jpg

Während die Festplatte auf die 15 Gramm schwere Halterung inklusive der dazuhörigen 6 Schrauben angewiesen ist, tut es bei der SSD auch ein einfaches Klebeband. Somit verringert sich das Gesamtgewicht des Notebooks von exakt 1,515 kg auf 1,462 kg (Rechnerisch (1,515 - 0,056kg) sollten es eigentlich 1,459 kg sein). Wenn ich demnächst einen Torx Schraubenzieher in die Finger bekomme werde ich die 1,8“ Platine aus dem SSD Gehäuse holen und nackt verbauen (dann nur noch geschätzt 20 Gramm), was das Gesamtgewicht auf nur noch 1,420 kg reduzieren wird. Das wären dann knapp 100 Gramm weniger Gewicht, was das Transportieren des Notebooks etwas komfortabler machet. (Das Demontieren der SSD bedeutet natürlich Garantieverlust)



Synthetischer Test:

Der ASS SDD Benchmark deckt imo jede wichtige Zugriffsart ab, um die theoretische Leistungsfähigkeit eines PC-Datenträgers bestimmen zu können. Deshalb habe ich auch nicht mehr Benchmarks gemacht.


both_as.JPG


Ihr seht, dass die SSD in jeder Disziplin führt. Nichts neues für uns nehme ich an ;), und selbst in einem CPU-schwachem System absolut vorhersehbar, da hier der Flaschenhals CPU nur begrenzt eine Rolle spielt. Nur die 4K-64 Werte werden hier durch die kleine CPU-Leistung beschränkt, das ist aber ein Zugriffsmuster, welches in Desktop Systemen nicht vorkommt, weshalb ich auch nicht mehr Worte darüber verliere ;P

Bessere Sequenzielle Performance bedeutet für Praxis zum Beispiel bessere Leistung beim Kopieren von großen Dateien. 4K und Acc.Time sagen aus, wie schnell die SSD mit kleinen quer über den Datenträger verteilten Zugriffen zurechtkommt (Random-Zugriffe) und wie reaktionsfreudig der Datenträger ist. Im Gegensatz zu sequenziellen Operationen sind Task, die auf gute Random-Performance angewiesen sind wie Programmstarts öfter von der CPU abhängig bzw. durch deren Geschwindigkeit begrenzt. Wir werden also schauen müssen, was von der 9 MB/s schnelleren 4K-Performance (ca. 1900% schneller als die HDD) am Ende übrig bleibt.


Realtests:

Bevor es jetzt daran geht die Realtests zu zeigen und auf die Diagramme einzugehen, noch kurz vorneweg ein paar Worte zur Erläuterung der Testmethodik.

Die WindowsInstallation wurde von HDD auf die SSD mit Acronis True Image geclont, damit beide Datenträger identische Konfiguration und somit Ausgangsbedingungen hatten. Das Notebook lief mit Energy Saver Profil, also mit dynamischen CPU-Takt, so wie in der Praxis eben auch. Alles Tests wurden, wenn nicht anderes angegeben ohne jegliche Netzwerkverbindungen durchgeführt. Bevor die Tests Messungen getätigt wurden habe ich durch Beobachten des Taskmanagers sichergestellt, dass keine Hintergrundprozesse das Ergebnis verfälschen. Außerdem wurde vor jedem ersten Start der Programme und Dateioperationen ein Neustart durchgeführt. Die Messwerte stellen den Durchschnitt der einzelnen Messungen dar, wobei jeder Werte das Durchschnitt aus mindestens 3 Messungen ist. Bei Verwendung der HDD war Superfetch stets aktiviert. Somit musste ich z.B. auch paar Reboots mehr machen, bis sich die Bootzeit stabilisiert hatte. Ja, Superfetch nimmt auch Optimierungen am Bootvorgang vor, und je öfter man bootet, desto schneller wird er, bis er sich irgendwann auf einen relativ konstanten Wert einpendelt. Jedenfalls, wenn der Wert des Registry Eintrags "Enable Prefetcher" auf "3" steht, für "prefetch both applications & boot (default)".


Windows starten und beenden

Das erste Diagramm des Tests zeigt wie schnell HDD und SSD Windows 7 booten, in den Ruhezustand versetzen, aufwecken und herunterfahren. Welcher Balken zu welchem Laufwerk gehört lässt sich hoffentlich anhand der Farbgebung erkennen ;P

Diagramm_boot.JPG

Wie ihr sehen könnt spart man durch die Samsung 470 eine spürbare Menge an Zeit. Das Booten geht ungefähr 30 Sekunden schneller, der Ruhezustand ist 24 Sekunden schneller erreicht, das Aufwecken benötigt auch knapp circa 30 Sekunden weniger Zeit und das Herunterfahren dauert nur noch halb so lange. Eine genaue Beschreibung welche Programme jeweils gestartet wurden z.B. beim Boot und gerade aktiv waren gibt es im Anhang am Ende des Tests.


Programmstarts

Betrachtungshinweis: In diesem Diagramm habe ich pro Laufwerk jeweils zwei Balken pro Programm. Nach dem ersten Starten eines Programms wurde selbiges geschlossen und im Anschluss direkt noch einmal gestartet. Die transparenten Balken zeigen jeweils die Werte für den zweiten Start.

Diagramm_programs.JPG

Das Starten von Programmen geht mit SSD auch schneller, teilweise mehr als deutlich (Outlook 2010), wobei es auch ein paar Programme gibt, die wie bereits eingangs angemerkt, von der CPU Geschwindigkeit beim Starten eingeschränkt werden. Mit SSD geht das erste Starten einer Anwendung oft bereits ähnlich schnell wie das zweite Starten mit HDD, bei dem die meißten Programmdaten noch im Arbeitsspeicher liegen dürften. Was wir auf alle Fälle festhalten können ist, das eine SSD selbst bei dieser Prozessorklasse wie dem AMD E-350 die alltäglichen Tasks spürbar beschleunigen kann.


Kopieren, Extrahieren.​

Hier sieht man wie sich reine Dateioperationen durch eine SSD beschleunigen lassen. Während die bisherigen Tests mal mehr, mal weniger maßgeblich von Prozessor und Leseleistung der Datenträger abhängig waren, wird das Ergebnis hier hauptsächlich stark von der Schreibperformance des Datenträgers beeinflusst. Kleinere SSDs schreiben in der Regel deutlich langsamer, wobei die Samsung 470 mit 128GB auch genauso schnell schreibt wie meine hier mit 256GB. Erst die 64GB kleine ist langsamer. Diese SSD-Serie ist aber ein Ausnahmefall. Oft sind die 60/64 und 120/128GB langsamer im Schreiben als das große Modell mit 250/256GB. Da man im Notebook aber oft nur einen Slot für ein Systemlaufwerk hat trifft man auch immer öfter auf User mit größeren SSDs, da den kleineren Modellen je nach Nutzungsverhalten schnell der Platz ausgehen kann.

Diagramm_copy.JPG

Enorme Zeitersparnis durch die SSD, wobei der Abstand zwischen HDD und SSD beim Kopieren einer großen Datei (Copy vhd) nach am geringsten Ausfällt. Sind auch kleinere Dateien im Spiel (Unpack), rast die SSD auf und davon. Das kopieren von MP3s geht gleich dreimal so schnell.

Mehr zu den den Dateigrößen findet ihr wieder im Anhang.

Akkulaufzeit​

Ich hätte es schon gerne gesehen, wenn sich die Laufzeit die durch die SSD verlängerte :)

Zum Diagramm: Idle bedeutet, dass die Helligkeit des Displays auf 0 heruntergeregelt wurde und ansonsten keine Programmaktivitäten vorlagen. Die Laufzeit wurde vom Lenovo Power Manager in der Taskleiste angezeigt.

Diagramm_runtime.JPG

Bei der HDD schwankte die Anzeige im Idle und bei Surfen mit Opera und aktivem 3G-Modul im GPRS Modus zwischen 8:30h und 9:00 respektive 5:00h und 5:30h, bei der SSD waren es konstant 10:30h beziehungsweise, der Werte schwankte zwischen 5:15h und 6:00h. Die Balken im Diagramm zeigen den Durchschnitt dieser Messungen an.

Der Zugewinn an Laufzeit ist ganz nett. Viel mehr brauchte man realistisch gesehen auch nicht erwarten, wobei die Samsung noch eine sehr sparsame SSD ist. Von den aktuell empfehlenswerten SSDs ist sie die zweit sparsamste, hinter der Kingston V+ 100. Andere SSDs verbrauchen mehr Saft und lassen somit auch nur bedingt höhere Laufzeiten zu. Ich habe schon User berichten hören, die keine Laufzeitverlängerung erfahren haben.


Schlusswort

Danke an jeden der sich etwas Zeit Zeit für meinen kleinen Test genommen hat und doppelt danke an all jene, die bis hierher gelesen haben :). Ich hoffe ihr euch hat etwas neue Erkenntnisse gebracht oder fandet ihn auf irgend eine Art und Weise interessant. Der Test hat mich einen großen Teil des verlängerten Wochendes gekostet, aber ich hatte Spaß dabei und teile nun das aufbereitete Ergebnis mit euch. Wenn ich noch mehr Zeit für solche Testereien finde, folgt demnächst noch ein Update, welches die Intel X25-M den Testparcour durchlaufen lässt. Sie hat eine höhere Random Leistung (>20 MB/s 4K Read) Mich interessiert hierbei, ob meine Annahme "Bessere 4K-Random Leistung verpufft bei einem Zacate" korrekt ist.

Wer Fehler findet kann mir diese gerne mitteilen. Anregungen zur nachträglichen Verbesserung sind auch willkommen.

Greets






Anhang:
Boot: Was beim Booten mit gestartet wurde siehe Bild

Boot.jpg

Hibernate: um eine halbwegs realistische Multitasking Windows Session zu simulieren wurden nach dem Boot folgende Aktionen durchgeführt, bevor das Notebook in den Ruhezustand versetzt wurde:

  • LAN on
  • Opera Session mit 2 Fenstern und 33 Tabs wiederhergestellt
  • Windows Live Mail gestartet
  • Foxit Reader plus PDF geöffnet
  • Foobar gestartet, plus mp3 abgespielt (auf repeat)
  • TrueCrypt Container per Skript gemountet
  • TrueCrypt gestartet und in die Taskbar minimiert (das Skript macht das noch nicht)
  • 3 Explorer Fenster geöffnet
  • Teamviewer VPN per Skript gestartet
  • 1 kleines jpeg mit Windows Live Photo Gallery geöffnet
  • XP Mode gestartet (VM aus Ruhezustand ausgeweckt), in der VM lief nichts außer das virtuelle XP mit Sicht auf den Desktop
  • Excel 2010 gestartet plus kleine xlsx

Shutdown: Windows wurde heruntergefahren, nachdem der Test-Parcour einmal durchlaufen wurde, also nach den doppelten Anwendungsstarts (alle Programme wurden danach händisch beendet), nach den Copy-Tests und nach dem Hibernaten und dem Wakeup.

Unpack Seven Iso: Die ISO-Datei ist der "Installationsdatenträger" von Windows 7 Professional x64. Die Datei ist selbst 2,97GB groß. Die Entpackte Größe entspricht 2,98GB. Entpackt sind es überwiegend kleine Dateien <64KB und eine 2,62GB Datei.

Mehr Details siehe Bild
Unpack.jpg

Copy .vhd: Die vhd-Datei ist die virtuelle Festplatte des XP Mode. Sie ist 2,92 GB groß.

Copy MP3: Gesamtgröße 6,53GB. Ein Ordner und Unterordner mit vielen MP3s zwischen 4 und 16MB. Ein paar FLACs sind auch dabei sowie ein paar Playlisten. Mehr Details siehe Bild
copy_mp3.jpg
 

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Netter Review, danke dafür. Das die SSD in der Akkulaufzeit gegen eine schon ältere 7200 U/min HDD natürlich mehr Vortiele als gegen eine aktuelle HDD mit 5400 U/min hat, ist ja kein Kunststück. Man sieht aber auch deutlich, dass die akkulaufzeit viel mehr davon abhängt, wie intensiv das Notebook genutzt wird als welche Platte darin verbaut ist.
 
Danke für dein Feedback Holt.

Die Scorpio Black Serie könnte schon relativ sparsam sein, schließlich wird sie so beworben: ;D

-Niedriger Stromverbrauch.
Mit einem Stromverbrauch, der dem eines Laufwerks mit 5.400 U/min entspricht, gibt es keine Abstriche hinsichtlich der Akkulebensdauer.

Dieser Werbequatsch wird zwar nicht allgemeingültig sein, aber die HDD dürfte schon sparsamer als eine 08/15 7.2k rpm HDD sein. Das nur ein Platter rotieren muss ist natürlich auch ganz gut dafür. Eine langsamer drehende HDD habe ich jetzt leider nicht hier. Aber dieser Test hier zeigt ja auch, dass selbst die etwas hungrigere Intel X25-M eine 5,4k rpm HDD abhängt. 30+ Minuten ist doch auch ganz gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sie jetzt nur noch einen Plattern hat, dann kann das stimmen. Als sie erscheinen ist, hatte sie meines Wissens zwei Plattern.
 
Schöner, ausführlicher Test! Danke!

Deckt sich mit meiner Erfahrung, da ich kürzlich ein Crucial m4 in ein AMD C-50 Netbook eingebaut habe. Meine subjektive Wahrnehmung war, dass das SSD - in Kombination mit 4GB RAM und Win7 X64 - das Netbook zu einer Art Subnotebook mit schwachem Prozessor aufgewertet hat.

Was mich noch interessieren würde, ist, ob der amdsata Treiber bei den Chipsätzen von E-350 und C-50 (ist das überhaupt der selbe Chipsatz?) den TRIM Befehl ausführt.
Bei meinem C-50 bringt der neueste amdsata nämlich wesentlich mehr 4k Leistung, als der msahci, und ich würde deshalb natürlich gerne beim amdsata bleiben.
Der Unterschied ist 255 (msahci) zu 305 (amdsata) Gesamtpunkte in AS-SSD bei nahezu gleicher sequentieller Lese- und Schreibrate. Leider weiß ich die genauen 4k Werte nicht mehr.
 
etheReal, da der Chipsatz ja recht neu ist, würde ich das mal annehmen. Aber ich fürchte, den Gewinn bei den 4k_64 Werten kann so eine langsame CPU nicht ausnutzen, weil sie keine so hohe QD aufbauen wird.
 
Toll dass dir der Test gefällt etheReal.

Die ganze Brazos-Familie (C-30, C-50, E-240, E-350 etc) hat den A50M Chipsatz. TRIM gibt es http://www.hardwarecanucks.com/forum/450343-post35.html Von daher bleib am besten beim AMD Treiber, er ist ja potenziell etwas schneller ;)

Bei mir ist die MSAHCI sogar bei den sequenziellen Transfers langsamer. Bei 4K-64Thrd Read bekomme ich nur buggy Ergebnisse. Habe es auch mal mit festem CPU-Takt probiert, hilft aber auch nicht. ^^

https://www.computerbase.de/forum/a...ung-470-seri-10-4-2011-5-01-29-pm-png.251822/

Auf jeden aber auch bei mir der AMD AHCI Treiber schneller, weshalb ich bei diesem bleibe. TRIM hat er ja auch und auch so ist er stabil.
 

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uNrEL2K schrieb:
Die ganze Brazos-Familie (C-30, C-50, E-240, E-350 etc) hat den A50M Chipsatz. TRIM gibt es http://www.hardwarecanucks.com/forum/450343-post35.html

Da war ich mir eben nicht sicher, ob der A50M zu "SB8xx and above" dazugehört. Könnte ja auch sein, dass damit nur die "großen" Chipsätze gemeint sind, und nicht die Note-/Netbooks?

Jedenfalls fühlt sich der amdsata irgendwie auch schneller an, z.B. bei der Reaktionszeit unmittelbar nach dem Windows Login. Ich bleibe also auch auf jeden Fall dabei - sollte es doch zu einer Leistungsabnahme kommen, könnte man ja immer noch für eine Weile auf msahci wechseln.
Ergänzung ()

P.S. hier noch das Ergebnis meiner m4 mit dem C-50 Netbook (Asus 1015B)
 

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Ich verstehe die Aussage so: Gibt gibt es bei AMD Plattformen ab dem 800er Southbridge und allem was danach erschienen ist. Es ergibt ja auch eigenltich keinen Sinn das TRIM den neueren Plattformen vorzuenthalten.

Die übersetzte Nachricht sieht imo so aus:

Wir haben TRIM Support, aber nur bei unserer neueren SB800 und nachfolgenden Chipsätzen, wenn die Treiber 1.2.1.263 oder neuer von unserer Webseite verwendet werden.
 
Es ergibt eigentlich ja auch keinen Sinn, TRIM erst ab SB800 zu unterstützen. Schließlich kann es der ältere msahci auch auf älteren AMD Chipsätzen - so schwer kann das doch also nicht sein...
 
da wollte AMD möglicherweise den neuen Chipsatz pushen. Microsoft hat einen generischen Treiber der eben mit fast jedem AHCI Controller kompatibel. Schwierig ist das wie du sagst natürlich nicht, weshalb ich bei AMD eher eine produktpolitische Entscheidung vermute. Wenn die SB700 kein TRIM vom AMD Treiber bekommt gibt es evtl. wieder einen Grund mehr ein neues Board oder gar noch CPU zu kaufen. Wer weiß ;)

Hier mal meine Unterhaltung mit PiPaPa zum Thema:

PiPaPa schrieb:
Hey
ich hab die Email leider nicht mehr, aber ich habe direkt vom AMD Support die Antwort erhalten das der "AMD E-350" die TRIM Funktion unterstützt. Sie sagten nicht explizit A50M, aber es ist ja quasi die Antwort darauf. ;)
uNrEL2K schrieb:
PiPaPa schrieb:
uNrEL2K schrieb:
Hallo PiPaPa,

bezüglich auf die verlinkte Aussage: woher weißt du, dass AMD Treiber bei den FCH's TRIM bieten?

https://www.computerbase.de/forum/t...ssere-alternativen.885967/page-9#post-9933612
Die Aussage stammt direkt vom AMD Support :)

Hi, ich wollte da nochmal nachhaken, ob du direkt bei AMD angefragt hast und eine eindeutige Antwort zum TRIM-Support für den A50M Chipsatz erhalten hast.

Ich habe zwar eine Zitat vom AMD Support hier während einer Diskussion gefunden, der das nahelegt, aber was explizites wäre auch noch toller ;)
 
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Sehr schönes Review...wird spannend zu sehen, ob

a) trotz der schwachen CPU die Intel mehr 4k zustandebringt und
b) dies dann auch zu schnelleren Programmstarts führt,

denn die sind im hiesigen Test meines Erachtens ganz schön schwach für eine SSD...
 
stw500 schrieb:
b) dies dann auch zu schnelleren Programmstarts führt,

denn die sind im hiesigen Test meines Erachtens ganz schön schwach für eine SSD...

Naja, was erwartest du? Die beste SSD wird einen Zacate nicht zum i7 machen (muss sie ja aber auch nicht, denn der Unterschied zur HDD im selben System zählt)
 
stw500, was heißt die Programmstarts sind langsam für eine SSD? Die SSD kann die CPU ja nicht beschleunigen und die hat eben beim Programmstart auch viel zu tun. Die SSD kann nur die Daten schneller zur CPU liefern, damit diese eben auch möglichst ausgelastet ist und sich somit die Startzeit möglicht wenig aufgrund von Wartezeiten (auf Daten von der Platte, nicht auf Daten aus dem Internet!) erhöht.
 
@etheReal und Holt

Ist doch klar Leute, habe auch nie gesagt, dass eine SSD eine CPU beschleunigen könnte. Die Frage ist aber doch die:

Möglicherweise werden die ohnehin langsamen 4k Werte der Samsung 470 (12MB/s) bei einer langsamen CPU noch langsamer < 10 MB/s (wie hier!) und dies führt zu langsamen Programmstarts oder die SSD langweilt sich und die Programmstarts brauchen so lange, weil die CPU nicht hinterher kommt.

Wenn es ersteres ist, dann kommen vielleicht schnellere Programmstarts mit einer schnelleren SSD im 4k Bereich heraus, da dort vielleicht von 20 MB/s (Intel Postville 80GB) wegen der CPU nur noch 15 MB/s ankommen, aber immer noch 50% mehr als bei der Samsung.

Deswegen warte ich auf die Erweiterung des Reviews...

Vielleicht ziehen sich SSD und CPU aber auch gegenseitig herunter...;)
 
Vielen Dank für dein Feedback stw500.

Am Wochenende komme ich wahrscheins dazu die Intel testen und wir werden dann hoffentlich sehen, welche Theorie sich bewahrheitet. Ist halt etwas blöd, da die Postville im Desktop das Windows Laufwerk ist, aber ich werd' grad die gerade arbeitslos gewordene Scorpio Black als temporäres OS-Drive nehmen, ist ja nur für eine kurze Zeit, auch wenn der i5-750 dann etwas unterfordert wird ;)

Ergänzung:
Leider bin ich nicht dazu gekommen die Intel vollständig zu testen, aber testweise habe ich mal Outlook und auch Iron gestartet, was erstaunlicherweise noch schneller als mit der Samsung 470 ging. Booten ging ungefähr genauso schnell. Genaueres dann demnächst...
 
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Danke für den sauber durchgeführten und schön aufbereiteten Test!

Ist zwar (für uns) keine wirkliche Überraschung, dass die SSD sich deutlich von der HDD absetzen kann, aber immer wieder wichtig, den Unkenrufen à la "Deine CPU ist zu lahm für ne SSD!" was entgegenzusetzen.

Die Vorteile beim Booten halten sich etwas in Grenzen, könnte auf CPU-Limit hinweisen. Dass ein "Fortsetzen" von Windows mit SSD länger dauert als ein Boot, kann ich leider bestätigen. Auch mit schneller CPU dauert ein "Wake up" sehr lange. Bei mir 90s aufwärts, wenn ordentlich RAM belegt ist. Wo's da hängt, weiß ich nicht. Aber laut der Dauer scheint die SSD nicht gerade mit 270MB/s zu lesen, sondern eher mit 100MB/s o.ä. und damit nicht wirklich schneller als eine HDD.

Der Test zeigt wohl klar, dass in der Praxis auch ein Uralt-PC noch von einer SSD deutlichst spürbar profitieren kann. Das erklärt diverse Kommentare "Seit ich meinen Pentium 3 aufgerüstet habe, fühlt er sich schneller an als mein Core 2 mit HDD".

Glücklicherweise konnte hier auch ein Gewichtsvorteil und ein Laufzeitvorteil aufgezeigt werden. Wobei man über die Art der Laufzeitmessung streiten kann. Ich vermute, der tatsächliche Unterschied (an einem "Arbeitstag") wird geringer ausfallen als es die Anzeige des Power-Managers suggeriert.

Ich bin auch mal gespannt auf den Unterschied, den die X25-M noch machen kann.
Andererseits geht's da wieder nur um akademische Benchmarks, denn der Hauptpunkt "SSD lohnt sich auch für (relativ) langsame Systeme" wurde in diesem Review wieder einmal deutlich belegt.
 
Der Mann hält sein Wort :)

Danke Mic für deine lobenden und anregenden Worte in deinem 2000. Post ;)

Zum langen Aufwecken hat Wiki möglicherweise die Erklärung. Auch wenn der Teil

Sowohl dieses Versetzen in den Ruhezustand als auch das Reaktivieren erfordert meist erheblich weniger Zeit als ein komplettes Herunterfahren des Rechners

Hier überhaupt nicht zutrifft, so könnte dieser Hinweis

Beim Einschalten des Rechners wird das auf der Festplatte gespeicherte Abbild wieder in den Arbeitsspeicher (RAM) geladen. Außerdem müssen ggf. die internen Zustände der Peripheriegeräte/Hardware wiederhergestellt werden.

eine der möglichen Ursachen sein. Vergessen darf man auch nicht, wenn wir diesen Test zugrunden legen, dass wir 2 sehr unterschiedliche Vorgänge vergleichen. Das Booten startet hier weit weniger Programme als bei Hibernaten, somit ist auch viel weniger RAM belegt. Boot: 1,2-1,4GB ggn: Hibernate 2GB +

Die Laufzeit beim Surfen ist klar nur eine Schätzung, auch schwankt die Prognose zur Laufzeit (was anderes als eine Hochrechnung ist es ja nicht) je nach aktueller Verwendung des Lappies. Ich habe aber die Erfahrung gemacht das die Angabe letztendendes doch ziemlich realistisch ist, auch wenn klar die absolute Präzision fehlt. Beim Testen habe ich möglichst die selben Webseiten im selben Tempo "angesurft".

Ich habe gerade noch gesehen, dass man per Registry ALPE (Aggressive Link Power Management Enable), HIPM (Host Initiated Power Management) DIPM (Drive Initiated Power Management) des AMD AHCI Treibers/Windows aktivieren kann. http://www.abxzone.com/forums/showthread.php?t=120968

dipmhipmlpm-jpg.252610


HIPM und DIPM soll aktiv sein, sobald der Energiesparplan "Energiesparmodus" aktiv ist und der MSAHCI verwendet wird.

dipmhipm-jpg.252609


Quelle:
http://intelstudios.edgesuite.net/idf/2010/sf/aep/SSDS003/SSDS003.html

Wer weiß ob das mit den ganzen Plänen vom Catalyst Control Center, Lenovo Power Manager und dem AMD AHCI Treiber auch der Fall ist. Hab das ganz nun händisch festgelegt. Die SSD muss das wichtigere DIPM aber auch unterstützen. Diesbezüglich habe ich aber nichts über die Samsung 470 finden können. Aber ich gehe mal davon aus, wenn selbst der gammelige Indilinx Controller das kann.

Die Intel bringt im Laptop diese Werte. Sie ist im 4K Read + 4K 64 Read etwas besser als die Samsung.

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Merlin-.- schrieb:
Die Vorteile beim Booten halten sich etwas in Grenzen, könnte auf CPU-Limit hinweisen. Dass ein "Fortsetzen" von Windows mit SSD länger dauert als ein Boot, kann ich leider bestätigen. Auch mit schneller CPU dauert ein "Wake up" sehr lange. Bei mir 90s aufwärts, wenn ordentlich RAM belegt ist. Wo's da hängt, weiß ich nicht. Aber laut der Dauer scheint die SSD nicht gerade mit 270MB/s zu lesen, sondern eher mit 100MB/s o.ä. und damit nicht wirklich schneller als eine HDD.

Um das nochmal aufzugreifen:

Before Windows XP writes to the hibernation file, all memory pages
on the zero, free, and standby lists are freed; these pages do not
need to be written to disk. Memory pages are also compressed before
being written.
[...] The compression algorithm has been optimized to compress and
decompress large blocks (64K) of data



Es wird also komprimiert, was v.a. die CPU fordert. Wir haben zwar Win 7 und nicht XP, aber das Verfahren ist imo wahrscheinlich ähnlich/gleich. Somit ist es vielleicht so, dass die SSD dadurch ihren Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der HDD nicht voll entfalten kann, da es an anderer Stelle stockt.
 
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