Windows->Linux schrieb:
Ich habe mal ganz primitiv "Linux-Notebook" in die Suche geschmissen. Der einzige (!) vernünftige Treffer war "ixsoft".
Also ich habe mein "
Linux-Life" vor knapp 15 Jahren als Linux-DAU begonnen und in dieser Zeit 5 PC/Notebooks genutzt. Auf 4 davon habe ich (mindestens) 1 Linux manuell installiert. 3 davon waren mit einem vorinstallierten Windows geliefert worden. Kein einziger dieser Rechner aber war speziell für Linux konzipiert. Dennoch ließen sich alle Linuxe problemlos installieren und in der Folgezeit ebenso bedienen. Und all das obwohl ich im Grunde genommen immer noch sehr wenig Ahnung von Linux habe.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mich im Grunde auch nur innerhalb des von Dir aufgestellten 11-Punkte-Plans bewege. Alle notwendigen Programme sind unter Linux vorhanden und kenne ich zudem großenteils schon aus der Windows-Welt.
Tuxedo & Co sind was für Leute, die maßgeschneiderte Anzüge bevorzugen; ich kaufe aber lieber von der Stange. Ich recherchiere natürlich vor dem Kauf ein bißchen, ob es ausgerechnet für den ins Auge gefassten Rechner irgendwelche substantiellen Gegenanzeigen in Punkto Linux gibt und - falls ja - nehme dann eben ein anderes Standardmodell.
Windows->Linux schrieb:
1. Ein Betriebssystem mit Autoupdate
Diese Frage wurde im wesentlichen schon von den Vorrednern hinreichend beantwortet. Hier noch ein paar Anmerkungen:
- '
Auto' sollte stets nur bedeuten, dass man über verfügbare Updates benachrichtigt wird. Den Anstoß (ggf. nur ein Klick auf "
Ja, jetzt installieren") sollte stets der Nutzer selbst geben. Updates, die einfach ohne Vorwarnung starten, können kritische Probleme verursachen. Es muß auch nicht unbedingt jedesmal sofort aktualisiert werden, wenn was Neues vermeldet wird. Man kann sich selbst angemessene Intervalle vorgeben (Tage oder Wochen), nach denen man jeweils die gesammelten Updates durchwinkt.
An Update-Typen muss man mindestens diese drei Kategorien unterscheiden:
- Sicherheits-Updates (umfassen auch sicherheitskritische Programme wie Browser und Emailer) sind möglichst zeitnah zu genehmigen.
- Programm-Updates sind an die Methodik einer Distribution gekoppelt. Sogenannte Point-Releases (z.B. Ubuntu LTS-Versionen, Linux Mint) aktualisieren Programme und Desktops während ihres Support-Zyklus (LTS = 5 Jahre) normalerweise nicht. Sogenannte Rolling Releases (z.B. Manjaro, PCLinuxOS) aktualisieren alles, was an Neuem gerade reinkommt. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.
- OS-Upgrades meinen hingegen den kompletten Austausch der Betriebssystemversion gegen die nächsthöhere. Das kann natürlich nur mit expliziten Einverständnis des Nutzers erfolgen. Distributionen mit Rolling Relase Modell kommen im Idealfall ganz ohne Upgrades aus, da ja alles laufend angepasst wird.
Windows->Linux schrieb:
Aber ein Hinweis wie "Teste ein paar Distributionen in einer VM" (so gelesen in einem anderen Strang) würde halt komplett an meinem Vorschlag vorbeilaufen.
Da muss ich widersprechen. Das gehört auf jeden Fall in so einen Leitfaden. Theorie ohne fortlaufenden Abgleich mit der Praxis läuft sich nämlich schnell tot. Mit solchen Praxistests kommst Du Deinen eigenen Vorlieben und Geschmäckern auf die Spur und lernst nebenbei ein paar Basics zu Linux im allgemeinen und zur gewählten Distri. Solche Tests innerhalb von VMs nehmen dem sogenannten DAU zudem die Schwellenängste. Und so ein Durchschnittsnutzer, der Windows-Systeme bedienen kann, schafft es auch eine VM mittels VirtualBox oder VMware aufzusetzen.
Darüber hinaus, bzw. eigentlich davor, steht die Beschäftigung mit dem jeweiligen Linux-Live-System. Im Prinzip sind das die Installations-Disks der Distributionen. Im Unterschied zu Windows sind diese aber zugleich auch ein bereits auf der Installationsdisk installiertes, vollwertiges Betriebssystem. Auf diese Weise läßt sich vor allem die Kompatibilität des ins Auge gefassten Linux-OS mit der Hardware des eigenen Rechners testen.
Windows->Linux schrieb:
Also wir leben alle in irgendwelchen Filterblasen. Das ist noch nicht mal ein negativer Begriff für mich. Es ist nur so, dass man für gewöhnlich nur die der anderen sieht (und auf sie mit Fingern zeigt). Man versuche sich einmal an einem Computersystem, das man - sagen wir mal - vor 20, 30 Jahren noch aus dem Eff-Eff beherrscht hat. All die Sachen, die einem damals doch so selbstverständlich waren, sind weg! Man sieht das Ganze jetzt von außerhalb der Filterblase, in der man sich doch einstmals selbst befunden hat und denkt sich: "
Mein Gott, war das ein Krampf damals!". Erkennt man da etwa Parallelen zu heutigen "Blasenleiden"?