Vorstellungsgespräch Outbox AG

Pjack schrieb:
@scrp
Kleider machen Leute. ;)

Das stimmt. Man sollte sich dabei dennoch selber treu bleiben. Daher finde ich den allgemeinen Rat zum Anzug so schwierig. Allein, dass der Bewerber hier fragt , was genau er zu tragen hat halte ich schon grundlegend für falsch. Bleib einfach du selbst, zieh dich so an, wie du es für richtig empfindest. Oder versteckst du dich gerne in anderer Leute Kleider?

Pjack schrieb:
Mit Kleidung sagt man auch viel über seinen Charakter aus, kommt man zum Vorstellungsgespräch nicht angemessen gekleidet, zeigt das, dass man entweder nicht gewissenhaft genug ist bzw. das ganze nicht allzu ernst nimmt, oder, dass man sich nicht ausreichend über die Arbeitskleidung informiert hat.

Was sagt es über einen Bewerber aus, der kommt wie jeder andere. Der handelt wie jeder andere. Der, der Meinung anderer ohne sie zu hinterfragen folgt?
 
Ameisenmann schrieb:
Vielleicht lebe ich auf einem anderen Planeten aber Jeans zum Vorstellungsgespräch sind ein absolutes Nogo.

Nö, hab so z.b. auch meinen Azubi-Platz bekommen. Mittlerweile nimmt man das ein bisschen lockerer :)

Krawatte ist absolut nicht notwendig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da lebt ganz offensichtlich einer auf einem anderen Planeten.

Bei einem Großteil gescheiter Firmen, ist schwarze Jeans + Hemd + Sakko völlig angemessen.
Allerdings sollte man das nicht unbedingt mit Turnschuhen kombinieren :D
 
Nichtmal schwarz ist zwingend notwendig. Eine normale, blaue Jeans geht auch voll durch. Ich hatte sogar eine im Used-Look an und hab die Stelle bekommen. So lange es nach Stil aussieht und man nicht wie ein 'Penner' (sorry für die Wortwahl) da antanzt geht das
 
Hängt natürlich stark von der Firma ab wo man sich bewirbt. Bei einer Bank würd ich schon nur im Anzug aufkreuzen.

Bei den meisten normalen Firmen sollte eine ordentliche Jeans (Blau oder Schwarz egal), ein Hemd und ein Sakko + saubere Lederschuhe völlig ausreichen.
 
Ja gut, bei einer Bank würd ich es auch nicht riskieren :D

Aber in einer IT-Firma, bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, reicht es vollkommen. Wie gesagt. auch Jeans können stylisch wirken, und das ist doch das, was zählt: Das man Stil hat. Wenn mir ein Anzug überhaupt nicht steht und ich damit total idiotisch aussehe bringt mir das auch nicht viel weiter. Der erste Eindruck zählt, der macht bei vielen Menschen viel von der späteren Beziehung aus.

Ich habe mal gehört, Frauen entscheiden unterbewusst in den ersten 10 Sekunden, in denen sie einen Mann treffen, ob sie mit ihm schlafen werden. ;) :D Tanz da gepflegt und mit Stil auf, dann passt das.
 
Ich habe mal gehört, Frauen entscheiden unterbewusst in den ersten 10 Sekunden, in denen sie einen Mann treffen, ob sie mit ihm schlafen werden. Tanz da gepflegt und mit Stil auf, dann passt das.

und da wundert sich noch einer, dass so wenige frauen im management sitzen.
 
Das Schubladendenken haben natürlich auch Männer. (das ist definitv geschlechterunabhängig)

Unser Unterbewusstsein macht eine grobe Vorentscheidung in den ersten Augeblicken; macht eine feinere Unterteilung nach 7 Sekunden. (hier steht schon fest ob sich zwei Gegenüber sympathisch sind)
Nach den ersten Sätzen ist man auf Lebenszeit im Unterbewusstsein des Gegenübers eingeprägt. (und natürlich, gemachte Erfahrungen können auch hier noch Veränderungen hervorrufen)

Was ich nicht machen würde: Nach vorne lehnen und vielleicht auch noch Hand aufs Knie stützen. Das ist eine aggressive Haltung (Widerspruch zur Sympathie) Kompetenz strahlt man anders aus. (Kompetenz ist meist der Gegenspieler der Sympathie)
Jedenfalls ist es unmöglich in einem Forum Körpersprache zu vermitteln. Daher würde ich mit solchen Tipps sehr Acht geben. Für den einen funktioniert es eben so, der andere wirkt nicht mal authentisch.
Besser: natürlich, freundlich, nicht aufgesetzt, vielleicht eine interessierte Frage stellen (auch wenn der Versuch Interesse vorzutäuschen von einem Personaler durchschaut wird, bleibt ein positiver Eindruck (aber nicht übertreiben)), nicht zu dunkel kleiden, Wasser, das einem angeboten wird auch annehmen,....es gibt schon ein paar allgemein gültige Tipps.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Tipps wiedersprechen sich aber auch ganz gerne mal... z.B. wird einem auch manchmal geraten, bloß nichts zu trinken anzunehmen. Oder aber, was ich sehr kurios finde, dass Handy nicht auszuschalten, um so seine Bereitschaft und Flexibilität zu demonstrieren.

Was sowas angeht, hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Einige finden es unhöflich, 'Gesundheit' zu wünschen (steht sogar im Knigge)... ;)
 
hmm, das ist in der tat immer ein schmaler grat. was ich eine ganz wichtige eigenschaft finde, ist, gerade beim vorstellungsgespraech ehrlich unwissen einzugestehen. vorgestern wurde ich bei einigen begriffen gefragt ob ich mit diesen etwas anfangen koenne ... es wurde nirgends genauer nachgefragt, sondern war ein reines ja/nein-spiel. als die frage nach sharepoint kam, habe ich mich sehr geschaemt. schon oft davon gehoert, nicht wirklich was damit anfangen gewusst. dann sagte ich ehrlich, dass ich es leider nicht weiss und ich hatte durchaus das gefuehl, dass dies durchaus gut ankam. zum abschluss habe ich auch noch erwaehnt, dass es mit den technologien generell so eine sache ist - dass staendig etwas neues kommt und dass ja die denkweise entscheidend ist - wuerde eine luege entlarvt werden, waere es sicher vorbei. klingt alles so simpel, aber manchmal waeren luegen verlockend.
 
Was ich dir auch raten würde: Stelle dich auf typische Gesprächsthemen ein, sodass du selbstbewusst und stotterfrei antworten kannst. z.B., was deine Stärken und Schwächen sind, wo du dich in 5 Jahren siehst usw.

Hast du (unentschuldigte) Fehlstunden? Wird auch gerne angesprochen, hat mir dann auch schon einmal die Stelle gekostet. Zum Glück hatte ich zu dem Zeitpunkt aber schon eine andere Stelle sicher :)
 
scrp schrieb:
Was sagt es über einen Bewerber aus, der kommt wie jeder andere. Der handelt wie jeder andere. Der, der Meinung anderer ohne sie zu hinterfragen folgt?
Perfekter Mensch für einen Posten ohne wirkliche Verantwortung. ;):D
Aber mal ehrlich, nur, weil man seine Kleidung einem gewissen Niveau anpasst, heißt das noch lange nicht, dass man seine Persönlichkeit aufgibt. Auch mit feinen Klamotten gibt es genug Variationsmöglichkeiten.
Außerdem muss man sich auch immer ein Stück weit anpassen, um sich in eine neue Firma integrieren zu können.
 
ich hatte letztens auch ein bewerbungsgespräch als it-systemelektroniker und hatte weder ein sacko noch ein hemd oder eine anzughose an. Man muss das doch nicht immer anziehen. wann läuft ein fachinformatiker jemals im anzug rum? Ich glaube sehr selten.

Ich hatte eine dunkle schlichte jeans, ein weißes t-shirt und darüber ein schwarzes dünnes sweatshirt( ist schwer zu erklären aber gut ). ansonsten hatte ich mich über das unternehmen informiert und habe aufmerksam zugehört. ansonsten sei du selbst und mach dir ja keinen unnötigen stress.
Achja bei mir kam die frage mit dem krank sein auch, aber da konnte ich gut punkte weil ich in der kompletten oberstufe kein einziges mal gefehlt habe...in keiner stunde;)
 
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also so wuerde ich das nicht verallgemeinern mit dem normalen "arbeitsoutfit" ... alles in allem sollte man bei der bewerbung doch etwas "besser" angezogen sein. habe ein gespraech bei einem startup und da wurde mir auch gesagt: "die rennen da alle mit t-shirt rum und das kannst du dann auch wenn es was wird. zieh dir aber beim gespraech ein hemd an."
 
zumindest war meine kleidung nicht dder grund wieso ich die stelle nicht bekommen habe und außerdem hatte mein gegenüber auch nur ein poloshirt an:D dann wäre ich mir im anzug vollkommen overdressed vorgekommen und außerdem fühle ich mich in hemd und jackett nicht wohl^^
 
ich will dir jetzt nicht zu nahe treten, aber woher willst du wissen, dass dies nicht der grund war?
waere doch interessanter wenn du sagen wuerdest: "ich habe sie bekommen" ... klar, wenn es eher eine legere firma ist und man kommt im anzug wirkt das laecherlich, aber ein hemd ... also das wirkt nie zu overdressed in einem bewerbungsgespraech.
 
ich habe nachgefragt und ich hoffe mal das die mir ehrlich geantwortet haben...

die antowrt lautete:
"ich will es nicht überqualifikation nennen, aber wir glauben das sie in den nächsten 3jahren hier bei uns nicht glücklich geworde wären"
weder mein auftreten noch meine zeugnisse waren ein grund für die absage. wohl eher die tatsache das ich ein anschließendes studium nicht ganz ausgeschlossen habe^^
 
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Pjack schrieb:
nur, weil man seine Kleidung einem gewissen Niveau anpasst, heißt das noch lange nicht, dass man seine Persönlichkeit aufgibt. Auch mit feinen Klamotten gibt es genug Variationsmöglichkeiten.

Ich sehe wir verstehen uns ;). Wir meinen prinzipiell das Gleiche. Ich kritisiere lediglich den allgemeinen Rat zum Anzug, mag durchaus sein, dass ich ein wenig weit ausgeschweift bin.
 
Also die Tipps zum Ankleiden sind naja, wenn ich mal aus meiner Erfahrung meiner letzten drei Bewerbungsgespräche berichten darf.

1) Privatbank: Sakko + Hose (keine Jeans) + Hemd + Kravatte
gegenüber saß mir jemand mit "Yachtclub"-Sakko und goldenen Manschettenknöpfen, älterer Herr braungebrannt mit lange gegelten Haaren:
Habe mich total unwohl gefühlt, Gespräch wurde 10 Minuten mit dessen Assistent geführt, 2 Minuten mit ihm, ich bekam nicht mal eine Antwort, die Atmosphäre war seitens der Firma total kalt

2) Versicherung: schwarze Jeans + sportliches Sacko + Hemd + Kravatte
2 Damen gegenüber, die nicht besonders gekleidet waren, normale Bürokluft:
Angespanntes Gespräch, war eine Blindbewerbung und die beiden wollten wissen, was ich gerne im Unternehmen machen würde, hatten mich aber für eine bestimmte Position vorgesehen

3) Buchhaltungsagentur des Bundes: schwarze Jeans, sportliches sacko + Hemd, ohne Kravatte
Gegenüber saßen mir 3 absolut kompetente Mitartbeiter, Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Personalabteilung:
Aufgrund der lockeren Kleidung, gab ich mich auch viel lockerer, ich konnte zum ersten mal locker weg reden, das ging dann soweit, das mich die beiden Heeren, mehr über mein abgebrochnes Studium (das nichts im entferntesten mit der Arbeit zu tun hatte) gefragt haben, weil sie beide selbst total interessiert in dem Fach sind.

Im Endeffekt lief das Gespräch am lockersten, wo ich mich auch am lockersten gab und für mich angenehm angezogen bin. Hier arbeite ich nun und meine Kollegen rennen rum wie sie wollen (außer kurzer Hose zb), und selbst nur vereinzelte Abteilungsleiter tragen Anzug.

Ich denke solange man sich sauber und gepflegt und halbwegs passend anzieht und man sich dabei noch selbst wohlfühlt, ist es am besten.

PS: Handy abstellen, ist erst meinem Schwager passiert, das es negativ bei einem Bewerbungsgespräch aufgenommen wird wenn das kurz tutet, schließlich unterhälst du dich gerade geschäftlich mit jemanden und das nicht gerade auf selber Ebene. Wenns ein geschäftlicher Anruf wäre, wäre es noch vertretbar (wenn man davon weiß, das er passieren könnte, dein Gegenüber vorab darüber informieren, das ihr unterbrochen werden könntet) - aber sind wir realistisch, jemand der einen Job sucht, wird bis auf andere Anrufer für Termine zu Vorstellungsgespräche nichts geschäftliches Telefonieren.
 
Also Kleidung ist wichtig, ABER es sollte auch etwas sein, indem man sich wohlfühlt. Denn wenn man sich nicht wohlfühlt, ist man nur noch mehr gestreßt.
Der zweite wichtige Punkt ist eine gut Vorbereitung. Sei auf jeden Fall gut über das Unternehmen und die Stelle informiert und habe dir am besten vorher schon ein paar Fragen üebrlegt. Und habe auf jeden Fall für die Standardfragen auch antworten überlegt.
 
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