VWL oder BWL?

Was soll ich studieren ? VWL oder BWL ?

  • VWL

    Stimmen: 35 49,3%
  • BWL

    Stimmen: 36 50,7%

  • Umfrageteilnehmer
    71
AW: VWL oder BWL ?

Ich würde mich für BWL entscheiden, VWL wäre nicht so mein Ding. Lass dich von der jeweiligen Studienbertung mal über die Inhalte aufklären, dann bist du schlauer. :)
 
Wegen Mathe-Lastigkeit. Ich weiß ja nicht, aber bei mir (WiWi-Studiengang) ist Mathe mittlerweiler ziemlich schwer. Habe Mathe3 als Wahlfach und komme kaum noch mit. Hatte auch Mathe-LK und schrieb sehr selten etwas schlechteres als ne 2(-). Bis zur 12. Klasse quasi nur 1en.
Wenn ich jetzt aber 3-Dimensionale Gebilde analysieren soll, dann ist das nicht ganz ohne.
Die ersten beiden Mathe-Veranstaltungen waren hingegen schaffbar, auch wenn im 1. Semester ca. 60% ohne Hochstufung der Klausur durchgefallen wären ;)

Kann mich für meinen Studiengang bisher nicht so wirklich begeistern. Da ich aber nun schon Ende 3. Semester bin, werde ich es durchziehen, zumindest den Bachelor.

Die Frage ist, finde ich, teilweise auch, ob man "interessante" Themen wählt, wie z.B. Marketing-Zeugs oder allgemeine Management-Sachen, dafür aber dann Teil einer noch größeren Masse ist, oder ob man eher "trockenere" Sachen wie Finanzen-Kram usw. macht und nachher vielleicht etwas bessere Job-Aussichten hat. Ich hab mich halt eher für letzteres entschieden ;)
Ich bin kein Fachmann, habe mich auch noch nicht intensiv mit Jobs bzw. deren Aussichten auseinandergesetzt. Ist halt nur meine Meinung...
 
mensch183 schrieb:
Mach VWL. Was über die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu lernen ist viel interessanter und nützlicher als das eher simple, auf unmittelbare Verwurstbarkeit in Unternehmen getrimmte BWL-Kleinklein. ....

Nur komisch das in den letzten Jahren viel gegen VWLer gewettert wurde, weil auch deren Modelle Schwierigkeiten hatten, die Wirtschaftskrise vorherzusehen oder zu verhindern.
Und BWL als Kleinklein zu bezeichnen ist kleingeistig, schon deine Wortwahl (Verwurstbarkeit) zeigt deutlich, wes geistes Kind du bist, wahrscheinlich angefüllt von Vorurteilen über ein Fach, das du nicht kennst und dessen Kritiker dich leicht beeinflussen konnten, weil du keine Ahnung hast.

Beide, VWL und BWL haben ihre Vorteile und Nachteile, Arbeitstechnisch bzw. Chancentechnisch liegen beide wohl gleichauf, und festzulegen, was interessanter ist, muss eh jeder für sich selbst. Aber dazu gibt es ja genug Literatur bzw. Infos im Netz.

mensch183 schrieb:
...Wegen Mathe brauchst du dir keine Sorgen machen. Die Wirtschaftswissenschaftler betreiben Mathe nur auf sehr niedrigem Level ....

Schwingt da ein wenig Arroganz mit drin? Der Level in Bezug auf Mathe ist niedriger als bei den Ings, aber dennoch würde ich nie von einem sehr niedrigen Level sprechen. Das Fach ist weiterhin Anspruchsvoll und komplex in der BWL/VWL, von sehr niedrig zu sprechen ist eine glatte Übertreibung, wohl aus Unkenntnis der Sachlage.

Etwas weniger Vorurteil und Arroganz in den Beiträgen von manchen Menschen wäre klasse, man muss nicht immer sein falsches subjektives Bild herauskramen um zu zeigen, das man was anderes studiert und sich damit für überlegen hält.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe für BWL gestimmt, da dem zwischenzeitlich hoffentlich nicht verstorbenen TE die Vermeidung der Arbeitslosigkeit sehr wichtig scheint.
Gute Leute finden nach jedem Studium einen Job, da sind sich alle wohl einig. Leider gibt es aber im Vergleich nur rd. 1:10 Stellenangebote VWL:BWL. Viele studierte VWL'er müssen daher in der Wirtschaft artverwandt arbeiten (Vertrieb/Personal/usw.). Aber sie bleiben in der Wirtschaft!

BWL'er werden in ihrer jeweiligen Spezialisierung dagegen immer ausreichend gebraucht, auch mit Durchschnittsnoten oder Unterdurchschnittsnoten. Du müsstest Dich nach dem Studium nicht umorientieren. Je nach Notendurchschnitt wirst Du eine besser-schlechter bezahlte Anstellung finden, zur Not als besserer Facharbeiter.
Da VWL'er meist in den höheren Hierarchieebenen gebraucht werden, liegen die Leistungsanforderungen auch höher. Wer dem nicht entsprechen kann, der muss sich nach dem Studium halt etwas umorientieren, ggf. noch eine eine kleine Zusatzqualifikation machen, um dann in BWL-typischen Gebieten anfangen zu können. BWL-Stellen werden immer wieder neu frei, auch in kleinen Unternehmen.
 
^^
Zustimm, es gibt in Deutschland über 3 Millionen umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, nimmt man die kleinen Klitschen mit, sind es mehr als 4 Millionen, und die meisten brauchen BWLer. Klar gibt es sehr viele BWL-Studenten, aber eben auch sehr viele Unternehmen in Deutschland, also sehe ich gerade in diesem Fach keine Probleme.
 
Der Trend ging in den letzen Jahren auch immer vermehrter in Richtung WING, WINF, Wirtschaftsmathe, die den BWLer in den nächsten Jahren, durchaus in die Schiene fahren könnten.
 
Airbag schrieb:
Der Trend ging in den letzen Jahren auch immer vermehrter in Richtung WING, WINF, Wirtschaftsmathe, die den BWLer in den nächsten Jahren, durchaus in die Schiene fahren könnten.

Naja, naja, naja.

Kommt immer ein Bisschen auf die Richtung an die man nach dem Studium einschlagen will.

Wenn man in Richtung einer Führungsposition in einem technischen Bereich schaut ist man Wing/Winf nicht verkehrt, vermutlich besser als reine BWLer oder reine Ingenieure, aufgestellt. Soll es jedoch in die reinen Wirtschaftsdisziplinen gehen, haben Wings und Winfs das Problem, dass beide Studiengänge den Wirtschaftsteil meist eher stiefmütterlich und vor allem in viel geringerem Umfang als die Vollstudiengänge behandeln. Gerade der erste Fall ist jedoch eher irrelevant, da die allerwenigsten direkt nach dem Studium eine entsprechende Führungsposition übernehmen werden und man sich auf dem Weg durch das Berufsleben bis zu einer solchen Position weitaus mehr aneignen kann, soll und muss als im Studium vermittelt wird. Der zweite Fall kann unter Umständen eine gewisse Eintrittsbarriere darstellen, gerade in Disziplinen wie Finanzen/Steuern/Marketing, die doch ein etwas tieferes Verständnis erfordern, das in einem Vollstudiengang im Rahmen der Vertiefungsrichtung vermittelt wird, die bei mir bekannten Wing/Winf Studiengängen a) nicht ernstzunehmen ist, b) nur eine Alibifunktion erfüllt oder c) gar nicht vorgesehen ist.

Wirtschaftsmathematiker werden besonders gerne von Banken und Versicherungen genommen, ist ideal für Leute die gut mit Zahlen und nicht mit Menschen umgehen können und trotzdem was mit Wirtschaft wollen, halt Jobs als Analysten, Riskmanager, etc.
 
Für Führungspositionen im Kaufmännischen Bereich ist das Studium ohnehin zweitrangig, es kommt auf die Leistungen und Erfolge im Berufsleben an. Klar, mit dem Wissen eines WIng-Absolventen wird man kein CFO. Mit dem eines BWL-Absolventen aber auch nicht.

Selbstverständlich ist eine Führungsposition mit keinem Abschluss, möglich aber mit vielen. Ich hatte selbst so einen Lebenslauf auf dem Schreibtisch - Dipl.-WIng und ~10 Jahre später CFO einer Dependance eines großen deutschen Premiumwagenherstellers.
 
Zuletzt bearbeitet:
@xDream

Ist ansich richtig, jedoch besteht nachwie vor die theoretische Möglichkeit in einer BWL-spezifischen Disziplin zu arbeiten. Die eigene Qualifikation dürfte aber auch zudem von den belegten Modulen(wer sagt denn, dass man nur die Pflichtmodule belegen muss ) und vor allem dem eigenen Interesse abhängen.
 
FidelZastro schrieb:
Für Führungspositionen im Kaufmännischen Bereich ist das Studium ohnehin zweitrangig, es kommt auf die Leistungen und Erfolge im Berufsleben an.
Genau das habe ich ja schon auf der ersten Seite geschrieben. Irgendwann geht es noch drum überhaupt studiert zu haben, was es war ist irgendwann völlig uninteressant, die restlichen Leistungen zählen.

Airbag schrieb:
Ist ansich richtig, jedoch besteht nachwie vor die theoretische Möglichkeit in einer BWL-spezifischen Disziplin zu arbeiten. Die eigene Qualifikation dürfte aber auch zudem von den belegten Modulen(wer sagt denn, dass man nur die Pflichtmodule belegen muss ) und vor allem dem eigenen Interesse abhängen.

Glaub mir, für die Wahlmodule interessiert sich keine Sau. Es geht einzig und allein darum was auf dem Zettel steht und ab dem Vorstellungsgespräch dann darum wie man sich verkauft. Ab diesem Zeitpunkt ist die Papierperformance zu vernachlässigen und es zählt vor allem Persönlichkeit.
 
Das glaube ich dir auch:)
Es ging lediglich über die fehlende fachliche Qualifikation, die du manchen Zwischendisziplinern in deinem Post teilweise absprichst.;)
 
FidelZastro schrieb:
Für Führungspositionen im Kaufmännischen Bereich ist das Studium ohnehin zweitrangig, es kommt auf die Leistungen und Erfolge im Berufsleben an. Klar, mit dem Wissen eines WIng-Absolventen wird man kein CFO. Mit dem eines BWL-Absolventen aber auch nicht.

Selbstverständlich ist eine Führungsposition mit keinem Abschluss, möglich aber mit vielen. Ich hatte selbst so einen Lebenslauf auf dem Schreibtisch - Dipl.-WIng und ~10 Jahre später CFO einer Dependance eines großen deutschen Premiumwagenherstellers.

Rein interessehalber:
Willst du damit einfach sagen, dass es nebensächlich ist, welchen Abschluss man hat um, in diesem Fall, ein CFO zu werden, oder spielst du auf andere Abschlüsse an, wenn ja welche?

(Ist eine ernstgemeinte Frage und kein Angriff oder sowas ^^)
 
Richtig, irgendwann interessiert sich niemand mehr für den Studienabschluss!

Meist wird ab einer bestimmten Gehaltsgruppe oder Hierachiestufe ein abgeschlossenes Studium erwartet und spätestens bei Vorstandsposten ist eine Promotion schon fast Pflicht. Fach oder ähnliches sind aber absolut uninteressant.
 
Hi,

stande vor ein paar Monaten auch vor dieser Entscheidung, WiWi oder BWL. Habe aber letzendlich BWL genommen, da dies für meine beruflichen Ziele besser geeignet ist.

@mensch183:
Da stimme ich dir ein keinster Weise zu. Das hört sich wieder nach dem Vorurteil an, BWL kann und studiert jeder. Es kommt auch immer darauf an wie der Studiengang ausgerichtet ist und was man Verfolgt. Beides ist auf seine Art und Weise wichtig. Was bringt mir alles über Makroökonomie zu wissen wenn ich kein Plan vom Unternehmen an sich habe und will dies später mitgestalten...

Bin zwar noch im ersten Semester und was vor allem in VWL auffällt ist halt dieses Abstrakte und sehr theoretische Darstellung des Wirtschaftsgeschehens. Interessant aber alle mal. Nur eben nichts jedermanns Fall. Bei uns sinds ca. 2/3 die in VWL richtig Probleme haben, in Mathe aber Top sind.

Ein Freund von mir studiert WiWi und Mathe hat er auch nicht mehr als ich, nur Wirtschaftsstatistik muss er wesentlich mehr machen (muss nur I, er glaube bis III).

Denke WiWi ist ein guter Mittelweg und von der BWL bekommst du auch viel mit, z. B. in Mikroökonomie und um das richtig zu verstehen sind BWL Vorlesungen unumgänglich.

Ein richtig oder falsch wird es hier sicher nicht geben.
 
_newOne_ schrieb:
Rein interessehalber:
Willst du damit einfach sagen, dass es nebensächlich ist, welchen Abschluss man hat um, in diesem Fall, ein CFO zu werden

xDream schrieb es ja bereits: wir reden hier über Positionen die ein so komplexes Anforderungsprofil haben, das dir keine Uni der Welt alles nötige Wissen vermitteln kann, zumal nicht wenig davon tatsächlich praktische Erfahrung erfordert. Insofern ist es egal, was du studiert hast, sofern du in der Zeit danach die relevanten Erfahrungen gesammelt hast.

Nicht abzustreiten ist natürlich, dass manche Studiengänge einem eine bessere Ausgangsposition geben als andere (das ist aber meist nur für die ersten 1, 2 Jobs wirklich relevant). Als Philosophieabsolvent bekommt man unter Umständen schwerer eine Einstiegsposition im Marketing. Aber auch das geht - ich kenne da einen ehemaligen Marketingleiter Europa eines großen Sportartikelherstellers, der ist dort direkt nach der Uni (Sport und Germanistik auf Lehramt) eingestiegen und hat sich schnell hochgarbeitet.
 
Der Studienabschluss ist im Falle des Einstieges aber unglaublich wichtig.
Sorry, aber das ist doch der allererste Schritt. Man kann nicht nach vorne springen und direkt argumentieren, dass es später in gehobenen Positionen auf anderes ankommt. Man muss auch erstmal soweit kommen.

Ebenso bringt es nichts mit Charisma und Soft Skills zu protzen, wenn man aufgrund eines schlechten Studienabschlusses gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.
Und in ganz speziellen Berufsfeldern.. z.B. Controlling oder Steuerberatung, achten die eben ja doch auf die Noten in den Modulen. Der Gesamtschnitt tritt da sogar eher in den Hintergrund.
 
der themenersteller ist nicht verstorben ! er lebt noch und liest spannend eure diskussion :-) ( @ThomasK_7 ).


Lasst mich mal versuchen etwas klar zu stellen ^^

Ganz wichtig :
VWL sollte genauso wie BWL respektiert werden ;-)

Wenn ich jetzt zb. ins Bankgeschäft einsteigen will im Bereich Finanzen, ist dann VWL das richtige für mich ?

Ich habe nämlich gegoogelt und gegoogelt und in wiwi-treff.de gelesen und es wird einmal gesagt ,dass es mit BWL geht und die anderen sagen : "Nein ! Man muss ein Volkswirt sein"

Mit Bankgeschäft meine ich sowas wie Postbank / Sparkasse / Deutsche Bank u.s.w. ...wer weiss ^^ vielleicht auch die EZB ( :-) ).

Was sagt ihr dazu ?
 
Man kann auch Wirtschaftsmathematiker sein um Bankster zu werden. Letzendlich ist eher egal. Es dürfte mit beiden gehen.
 
ich formuliere die frage anders : Ist ein BWLer oder ein VWLer passender für das Bankengeschäft ?
 
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