Sun_set_1 schrieb:
Bis die UE Omnipräsenz eingesetzt hat, war es doch komplett üblich, dass Spiele ihre eigene Engine mitbrachten. Bei Warhorse wiederum hat man sich anscheinend bewusst gegen die UE entschieden.
Es gibt neben CryTek bspw. auch noch Unity als größeren Enmgine-Anbieter (wobei die etwas in Ungnade gefallen sind), auch wenn Epic mit der Unreal Engine in einer anderen Liga spielt und übermächtig erscheint, aber nicht jeder (Entwickler) mag das (den Unreal Stotter-Engine Einheitsbrei), was ich sehr löblich finde.
Hauseigene Engines können sich eigentlich schon seit längerem nur noch die großen Publisher leisten wie Microsoft/Bethesda, UbiSoft, usw. und selbst unter diesen sind schon einige auf den bequemen Unreal Engine Zug aufgesprungen.
Sun_set_1 schrieb:
Grundlegende Änderungen an der Engine können sie ja sonst nicht ohne Crytek umsetzen - oder nur bedingt. Da machts ann doch vllt eher Sinn mal über den Kauf der Bude nachzudenken.
Die Frage ist, ob der (wachsende) Umfang der CryEngine den Entwicklern nicht reicht und man bei Warhorse eben kein FOMO (hinsichtlich des Umfangs einer Unreal Engine mit der x-fach größeren, daran arbeitenden Belegschaft) hat und es gab nicht wenig Lob für die vorbildliche grafische Umsetzung von Kingdom Come Deliverance 2 via CryEngine (und m.W. keine Beschwerden über die CryEngine seitens Warhorse).
Wie erwähnt, CryTek ist ohne daß die Yerli Brüder das wollen nicht möglich (und ich bin mir ziemlich sicher, daß mehr als einer der zahlreichen Publishergrößen das schon versucht hat, CryTek zu assimilieren) und ich schätze Warhorse auch nicht so ein, daß die auf einmal größenwahnsinnig werden, nur weil diese zwei Hits (mit einer Spielserie) gelandet haben und mittlerweile im (Einsteigerbudget-)AAA-Bereich bei deren Spielen angekommen sind.
Es gibt scheinbar Gründe, wieso man bei CryTek - im Gegensatz zu anderen sehr guten Studios (bspw. inXile oder Harebrained Schemes (HBS)) sich nicht an einen Großkonzern/Publisher verkauft hat (bei inXile steht noch aus, ob man unter Microsoft erfolgreich genug sein wird und mittelfristig bestehen wird können - was ich insgeheim natürlich hoffe, auch wenn der legendäre Brian Fargo wohl nicht ewig dort das Studio (mit-)leiten wird - und im Falle von HBS bzgl. Paradox sehr bereut bzw. kämpfen aktuell um die nackte Existenz).
Zu guter Letzt dürfte Warhorse sowieso nicht genügend Geld haben, um CryTek (selbst finanziell mit Ach und Krach) zu übernehmen und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass CryTek irgendwann als das wohl letzte verbliebene, auch im Ausland halbwegs bekannte, deutsche Legacy-Spielentwicklungsstudio und freier aber auch eher nischiger Gaming-Engine-Entwickler sich halten wird können und vielleicht doch noch in finanzielle lukrativere Bereiche (wie Larian, Warhose, und CD Project Red) vorstoßen kann.
Allerdings muss das m.E. CryTek auch nicht, denn manchmal ist kleiner und weniger mehr (wert und identitätsstiftend), als groß und generisch, wobei dann die Investoren und "Anzüge" im Vordergrund stehen und Entwicklung nicht mehr so wie ursprünglich die Gamer in den Mittelpunkt stellt.
So wie es aussieht,
arbeitet CryTek momentan an einem neuen Projekt bzw. bereitet ein neues Projekt vor, aber ob es das auf Eis gelegte Crysis 4 ist, wurde noch nicht bestätigt und erscheint eher unwahrscheinlich.