Sunfighter schrieb:
(...)
ok, doch noch schnell heute nacht nachgeschaut. Laut aida64 is die CPU Temp (14°) in etwa 10 Grad kühler als die Kerne (22 - 23°) an sich. (...)
Ziemlich genau das gleiche Verhalten wie bei mir also. Tcore und Tpackage (Sensoren auf der CPU) liegen bei mir auch immer ca. 10 °C über der Temperatur, die der Mainboardsensor für die CPU angibt. Ich denke mal HWmonitor und so sind einfach noch nicht so weit, dass sie neuere Boards gescheit unterstützen bzw. den neuen Sensor. Da wird mit ziemlicher Sicherheit einfach nur ein Register ausgelesen, in dem die Temperatur steht - wenn der Mainboardhersteller das Register jetzt anders codiert oder leicht verschiebt dann klappts mit dem Auslesen natürlich nimmer. Aber sieh es mal so, besser es wird eine viel zu hohe Temperatur angezeigt und man macht sich Sorgen und fragt sich woher das wohl kommt, als wenn eine relativ vernünftige aber trotzdem falsche Temperatur angezeigt wird und die CPU in echt vor sich hinkocht.
MrEisbaer schrieb:
RealTemp und CoreTemp 1.0 lesen direkt die Dioden aus und zeigen die 100% korrekte Temp (TjMax) an. (...)
Das machen Hwmonitor und Aida64 auch - aber die Dioden korrekt
auslesen ist auch nur die halbe Miete. Vorher müssen die Dioden erstmal korrekt
messen. Und das ist a) unabhängig von der Software, die man später zum auslesen verwendet, und b) erst in der Nähe von TJmax wirklich genau, da die absolute Temperatur aus Sicht der CPU erst dann eine Rolle spielt. Ob die Kerne jetzt 40 oder 50 °C von TJmax weg sind ist der CPU ziemlich egal da beides total ungefährlich ist. Deshalb kümmert man sich auch nicht wirklich darum, dass die Sensoren direkt in der CPU bei solchen Temperaturen genau und/oder linear funktionieren. Ob das bei SB immernoch der Fall ist weiß ich nicht, aber früher war es auf jeden Fall so, dass die Sensoren direkt auf der CPU bei niedrigen Temperaturen einfach "falsch" gemessen haben weil man nur ein kleines Fenster zur Verfügung hatte in dem sie genaue Werte geliefert haben, und dieses Fenster hat man natürlich in die unmittelbare Nähe von TJmax geschoben, und nicht in den Bereich 40 - 60 °C.
Ich hab hier noch nen Athlon II X3 rumstehen, der für seine Kerne im Leerlauf Temperaturen meldet, die unter der Raumtemperatur liegen. Unabhängig von der Auslese-Software und unabhängig davon, ob er zuvor mal komplett aufgeheizt war. Der Sensor dort hat einfach ein derbes Offset bei den niedrigen Temperaturen.
Sämtliche Temperatursensoren waren auch nie wirklich dafür gedacht, dass sie der Endkunde ständig überwacht - der eigentliche Zweck liegt in Schutzfunktionen a la CPU taktet runter, wenn Kerne über X °C haben, Mainboard hat Schutzfunktion / regelt Lüfter mit der CPU-Temperatur (mit dem Sensor vom Mainboard), Grafikkarten regeln ihre Lüfter mit der GPU-Temp und haben Schutzfunktionen verbaut, usw... d.h. in den meisten Fällen muss ein Temperatursensor nur nahe eine vordefinierten Grenze exakt messen können bzw. wird für eine Lüftersteuerung verwendet, die jetzt naja nicht unwichtig, aber fernab der maximal zulässigen Temperatur doch eher unkritisch ist. Daher sollten die ganzen Sensor-Werte, die man heutzutage auslesen kann, eher als grobe Orientierung genutzt werden, u.a. auch schon allein deshalb weil der jeweilige Sensor ja nur an einem einzigen Punkt messen kann. Wenn mir meine CPU sagt, dass ihre Kerne die Temperaturen A, B, C und D haben, dann heißt das lediglich, dass jeweils ein Punkt innerhalb des jeweiligen Kerns diese Temperatur hat. Muss es sich dabei wirklich um die höchste Temperatur im Kern handeln? Vllt konnte man den Sensor ja garnicht am heißesten Punkt platzieren (aus Platzgründen zum Beispiel), sondern er sitzt ein Stückchen abseits der Stelle, an der die meiste Energie verbraten wird.