Warum kein Ubuntu?

Rottman

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Hallo ihr lieben Leute.

Warum wird, wenn es um Empfehlungen in Sachen Linux Distributionen geht, nie Ubuntu genannt?

Ich probiere grade verschiedene Distibutionen aus und bis auf das ungewohnte Interface und das eingeschränkte Programm Angebot im hauseigenen Download Center (was ich aber dank flatpak.org beheben konnte) ist mir nichts aufgefallen was soviel schlechter wäre als bei Linux Mint oder Manjaro. Die Hürden sind gefühlt überall die selben.

Liegt es daran, dass hinter Ubuntu eine Firma/Konzern steht und das mag man als Linuxianer halt nicht? Mein Hirn sagt halt, Ubuntu gibt es schon lange, da sind Ressourcen dahinter und das ist daher was langfristiges.

Danke für euren Input.
 
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Als nicht nativer Linuxer:

  • Es gibt als Consumer bessere Optionen wo mehr Optimierungen für Gaming / Consumer drin ist, z.B. pop!_OS oder CachyOS wären mir bekannte Namen
  • Im Server-Segment ist Ubuntu eine Option oder auch Redhat oder andere Enterprise Distros. Oder was auch immer im Image ist, das der Hersteller bereitstellt. Im Zweifelsfall einfach an die Empfehlung vom Hersteller der relevanten Software halten.
  • Im Heimserver-Segment ist Ubuntu immer meine erste Wahl weil es eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass Ubuntu offiziell unterstützt ist und es eine Anleitung für spezifisch Ubuntu gibt.
 
Weil du 10 verschiedene Linux anhänger fragen kannst was das "ideale" ist und du knapp 30 verschiedene antworten erhalten wirst...

Jeder empfiehlt halt eher, was er am liebsten nutzt, guck doch nur mal bei distrowatch...

RangDistributionHPD*
1CachyOS4451
2Mint2646
3MX Linux2160
4Debian1619
5Pop!_OS1421
6Zorin1324
7EndeavourOS1315
8Manjaro1145
9Fedora1082
10Ubuntu1028


So und ich kenne anhänger die sind absolute Gentoo fans.
 
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Ich nutze seit Jahren hauptsächlich Ubuntu Server und bin damit zufrieden.
 
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wenn der Browser 10 Sekunden braucht zum starten

weil Ubuntu das in irgendein Snap Docker Container verschwurbelt hat

dann wurde der Installer komplett umgebaut und meine Anpassungen sind nicht mehr möglich

und größere Updates (Release sprünge) sind nicht immer reibungslos gewesen

war für mich anlass mal was anderes anzuschauen, bin bei Opensuse gelandet und geblieben

also für Maschinen die nicht für mich bzw. einfach installierbar sein sollen

auf der eigenen Kiste läuft archlinux... rolling release taugt mir, gentoo dauert compilieren zu lange, und opensuse rollt ja auch

Cachy Pop usw noch nie ausprobiert, vielleicht beim nächsten mal wenns mit der bestehenden Lösung ärger gibt, aber auch anderes zu tun als alle nase lang ne neue distro zu probieren
 
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Ich nehm immer schon seit vielen Jahren Debian (davor Suse, Generics Unix und davor Eurix), da Ubuntu darauf aufsetzt und etwas konservativer ist.
Halt Gewohnheitssache. Habe auch andere ausprobiert, ist halt auch nicht viel anders.
 
Keine Ahnung ob das stimmt aber siehe hier:

1770558660605.png


https://linuxlap.com/linux-tips/the-25-most-popular-linux-distributions-of-2025-a-complete-guide/


Kann nur sagen die Ubuntu USB images haben immer perfekt funktioniert.
 
Ich bin kein Fan von Ubuntu fuer Einsteiger, da ich zu oft Fallstricke gesehen habe, die einsteigern das Leben schwerer als notwendig gemacht haben.

Es ist fuer viele verwirrend, das via snap und via apt programme installiert werden können.
PPAs sind recht unintuitiv und einsteiger achten gern nicht drauf ob das ppa noch maintained wird. Klicken sich dann 3 untersciedliche aus 5 Anleutungen zusammen und verlieren dadurch ggf. die Kontrolle
Spätestens beim nächsten beim DistUpgrade fliegt ihnen dann alles um die Ohren.
ja, eigentlich was du hier sagt, wird zum problem:
Rottman schrieb:
s ungewohnte Interface und das eingeschränkte Programm Angebot im hauseigenen Download Center (was ich aber dank flatpak.org beheben konnte) i


Rottman schrieb:
soviel schlechter wäre als bei Linux Mint oder Manjaro.
Mint ist halt ein zerbasteltes ubuntu.

Manjaro / Cachy / EndavourOS sind in ihrer nutzung sehr konsistent. Klar, kann man von einsteigern nicht erwarten jedes Paket im AUR zu verifizieren, aber das tun Windows menschen wenn sie programme von irgendwelchen Websites laden auch nicht. Aber es ist wenigstens konsistent und man kann alle Programme auf dem gleichen Weg bekommen.
Wenn mal was bricht, ist es etwas aktuelles und isoliertes, da beim rolling release nicht immer gleich alles auf einmal passiert.


Auf dem Server sehe ich den Usecase nicht. Debian, Alpine, RHEL Basierte Distros sind da eher was man will.
CrazyT schrieb:
Weil du 10 verschiedene Linux anhänger fragen kannst was das "ideale" ist und du knapp 30 verschiedene antworten erhalten wirst...
+1
Wobei distrowatch nur klicks auf der eigenen Website zählt

kieleich schrieb:
weil Ubuntu das in irgendein Snap Docker Container verschwurbelt hat
ja. ist abfuck des todes


Am Ende haben alle ihre Nachteile und Vorteile.
Ich habe in meiner Ubuntu zeit durch sehr viele vermeidbare Probleme sehr viel gelernt und bin froh, dass ich mich heute nicht mehr mit solchen Dingen herumschlagen muss
 
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Ich mag Ubuntu und verwende es auch, aber ich mag ja auch Roibos-Tee. 😁

Es hat eben jeder so seine eigenen Vorlieben, was Linux angeht.
 
madmax2010 schrieb:
+1
Wobei distrowatch nur klicks auf der eigenen Website zählt
Richtig, aber es ist ne grobe marschrichtung.

Musst ja nur mal googlen was die beliebtesten Distros sind, da wird aktuell Cachy und PopOS weit oben sein.

Davon ab: wenn man nach empfehlungen sucht: Eher server oder eher desktop...

Für beides gibt es momentan halt distris, die besser ootb sind als ubuntu.
Sei es ProxMox, TrueNAS, cachy, pop, batocera, mint etc. vieles ist halt einfach deutlich consumer freundlicher.
 
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Kann Ubuntu GUI nicht ausstehen. Lieber Linux Mint oder andere Distros… Ubuntu gefiel mir in den Anfangsjahren um 2005 herum gut, aber seit dem die mit der GUI experimentieren (unity und Gnome 3+4) - no Chance. Da finde ich selbst im Kelller die Usability nicht - auch wenn ich im Tiefkeller danach suche…. Usability ist einfach nicht gegeben.
 
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Ich wollte Ubuntu installieren da wurde mir Linux Mint empfohlen Hauptgrund Steam und eingebautes Proton für die Spiele. Deswegen lieber Linux Mint als Ubuntu. Ich habe auf einem alten Laptop ca. 10 Jahre Ubuntu zum Surfen genutzt auf einem Vista Laptop Vista für Spiele Ubuntu fürs Surfen.
 
Die Frage ist doch eher, warum sollte Ubuntu eine Empfehlung sein.

Und außer SNAP sehe ich kaum etwas das Ubuntu anders macht als andere Distros.

Und SNAP ist genau der Punkt der die Kontroverse aufbringt. Es ist kein anerkannter oder verbreiteter Standard und ein Großteil der Linux User die gefallen am Konzept haben finden Flatpak als flexiblere Lösung.

Fr mich hat Ubuntu wenig charm. Wenn ich basteln will und eine Lösung die genau auf meine Wünsche zugeschnitten ist und keinen Ballast dabei hat, gehe ich lieber zu NIx oder Arch Derivaten.

Wenn ich eine fertige und durchdachte Lösung will, die extreme Komptabilität zu allen Standards liefert und/oder solche setzt würde ich eher bei Fedora schauen.

Ubuntu hat halt unter anderen den Nachteil, das sie als Konzern in der Vergangenheit Investoren für Projekte gesucht haben und diese dann mit viel Marketing gepusht haben aber sehr viel dieser Projekte gefloppt sind.
Ich war mal voll gehyped für Ubuntu und damals für das Ubuntu Edge phone.
Seit dem ist da nichts mehr gekommen was mich besonders begeistert hätte. Die inovation die mich im Linux Umfeld interessiert kommt nicht von Ubuntu auch wenn sie unumstritten ein relevater Player sind die auch viel zu Community als ganzes beitragen.
 
Ich nutze kein Linux, aber arbeite mit jemandem zusammen, der Hardcore Linux Nutzer ist und da er es so oft wiederholt, habe ich folgendes aufgeschnappt:

1. Ubuntu nutzt Snap Pakete, was die Apps langsamer und fehleranfälliger machen soll.
2. Die Firma dahinter soll mit Microsoft/Apple vergleichbar sein, weil sie die Nutzer bevormunden wollen.
3. ältere Systeme sollen mehr Probleme mit Ubuntu haben, weil irgendwelche Treiber oder so nicht mehr unterstützt werden, die von anderen Linux schon unterstützt wird.
4. Es soll träger als andere Linux sein. Ich habe beispielsweise selbst gesehen, wie ein Firefox ca. 10 Sekunden brauchte, um zu starten. Auf einem anderen Linux dauerte es keine Sekunde.

Mint soll die Nachteile von Ubuntu ausgleichen und PopOS soll für Nvidia Nutzer die beste Wahl sein.
Ubuntu soll das Microsoft/Apple unter den Linux Versionen sein.

Wichtig: Das ist Hören-Sagen von einem Hardcore Fan. Ich habe Linux zwar mal versucht, musste aber schnell feststellen, dass Windows deutlich besser für mich ist. Ganz besonders weil ich bei Windows nahezu nichts machen muss, während ich bei Linux direkt mehrere "Probleme" lösen musste, von denen ein paar keine Lösung hatten.
 
Wegen Snap. Und vielleicht noch weil Gnome als Oberfläche meist keine so gute Empfehlung für Anfänger/Umsteiger ist. Dann schon eher Kubuntu. Mint wird als Ubuntu-Derivat gerne empfohlen, aber ich würde sagen vor allem wegen Cinnamon, denn es hat auch seine Fallstricke, wie z.B. dass die flatpak-Auswahl sinnloserweise per Default begrenzt ist.
 
Rottman schrieb:
Ich probiere grade verschiedene Distibutionen aus
Diese Aussage sowie die Aussage aus Post 3 sind wohl sehr passend. Jeder Linux User wird eine eigene Meinung haben und für dich die passende Distro zu finden, ist halt wirklich nicht einfach.

Im Serversegment hänge ich eher an Debian, aber auch ein wenig an Ubuntu (aber ohne GUI) und im Client Segment habe ich schon einige probiert. Debian, Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, Manjaro, EndeavourOS und Arch.

Linux Mint war dann ein 2022 sogar mal eine Distro, womit ich aktiv arbeiten konnte (auf einem meiner Notebooks). Da gab es aber ab und an mal Probleme, schaute mir dann Manjaro an, sagte mir nicht zu und bin gleich zu EndeavourOS gegangen.

Auf meinem Produktivnotebook läuft Arch, ich weiß aber nicht ob ich das noch einmal neu installieren wollen würde und würde eventuell dann auch Richtung EndeavourOS gehen. Liegt aber einfach daran, dass der Installer nicht gerade klicki-bunti ist.

Der primäre PC ist noch im Dual-Boot, es läuft auch noch fast 80 oder 90% Windows, was aber arbeitsbedingt ein Fall ist. Ich arbeite Berufsbedingt viel auf RDP Sessions und hier sind Dinge wie AnyDesk, RustDesk, TeamViewer etc. keine Alternativen. Und Anwendungen wie Remmina oder FreeRDP bieten nur gute Performance, aber schlechte Optik oder gute Optik aber schlechte Performance.

Aber ansonsten läuft fast alles was ich so bräuchte... Sogar Games laufen auf Arch oder EndeavourOS, hier bin ich aber ein schlechter Indikator, die paar Steam Games die ich habe, laufen einfach.

Zurück zu der Thematik, ich glaube Ubuntu ist durch diverse Änderungen in ein schlechtes Bild gerückt, die einigen nicht gefiel und andere Distros können schickere Dinge. Hier muss man sich aber selbst ein Bild machen :)
 
oicfar schrieb:
hauptsächlich Ubuntu Server und bin damit zufrieden
Ubuntu Server ist auch ok, gerade auch wegen Ubuntu Pro.

Ubuntu auf dem Desktop würde ich nicht mehr empfehlen, nach 15 Jahren Ubuntu bin ich jetzt auf Debian gewechselt.

Der Großteil der Pakete ist mittlerweile Snap. Der Code von Snap ist proprietär und schon deswegen sollte man die Finger davon lassen. Auch handelt man sich mit Snap Probleme ein die man ohne nicht hat.

Privates Unternehmen und proprietäre Software, da kann man auch gleich bei Microsoft bleiben.
 
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Luftgucker schrieb:
Keine Ahnung ob das stimmt
Da steht doch, dass es nur das Distrowatch-Ranking ist und damit eigentlich nur aussagt, wie oft die jeweilige Unterseite auf Distrowatch aufgerufen wurde.
 
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Rottman schrieb:
Mein Hirn sagt halt, Ubuntu gibt es schon lange, da sind Ressourcen dahinter und das ist daher was langfristiges.
So ist das!
Nutze es seit über 15 Jahren und sehe keinen Grund zu wechseln. Schon gar nicht auf einem produktiv genutzten Rechner im Büro. Die LTS Version ist da ein No-Brainer, bloß kein Rolling Release. Snap ist völlig wurscht. Es funktioniert einfach.
Gaming und sonstige Spielereien spielen hier keine Rolle.
Ansonsten hat es mit 6 offiziell unterstützten GUIs das beste Angebot der gängigen Distros und mit Ubuntu Pro auch die längste Unterstützung (wer das will) was auch mit Snaps zu tun hat.
 
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Die Frage der Fragen. Antworten hast du ja schon bekommen. Mein persönlicher Eindruck - ich nutze Linux eigentlich nur im Server-Umfeld:

Ubuntu hat fragwürdige Entscheidungen getroffen, die das System inkonsistent machen. Es gab mal eine Zeit, da galt Ubuntu und die diversen Ableger als "Way to Go". Heute gibt es da einfach "bessere" Alternativen, die anwenderfreundlicher sind. Ubuntu hast du heutzutage tendenziell eher als Debian-Alternative im Serverbereich, weil Debian hier einfach auch "langsam" ist. Liegt am Konzept von Debian (wenn eine Version "eingefroren" wird, stehen die verwendeten SW-Versionen fest und bekommen quasi nur noch Sicherheitsupdates, neue Version dann erst mit dem nächsten Debian). Da ist Ubuntu, obwohl auf Debian basiert, etwas flexibler.

Aber im Desktop Umfeld? Gibt wie erwähnt einfach bessere Alternativen.

Wobei das bei Linux halt eh immer schwierig ist, auseinanderzuhalten, weil viele Distros einfach auf eine andere Distro aufbauen.

Debian -> Ubuntu -> Mint beispielsweise.
 
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