Warum sind die Deutschen so stolz auf "Girocard"?

TomH22 schrieb:
V-Pay hingegen hätte niemals geboren werden sollen, das war immer eine Sparmaßnahme von Billig-Banken.
Wie die ganzen billigen Volks und Raiffeisenbanken mit zum Teil horrenden Gebühren?
 
Mit „Billig-Banken“ meine ich, das sie Kosten sparen wo es nur geht und schlechten Service bieten, nicht das sie für den Kunden günstig sind :-)

Vom Sparzwang sind zwar alle Banken betroffen, die Sparkasse hat auch den letzten Geldautomat in unserem Ortsteil stillgelegt, aber die Volksbank hatte hier nie einen.
 
h00bi schrieb:
Die verkaufen ihm scheisse und der deutsche Markt is schuld? Ahja...
Ne, die verkaufen ihm das in Europa am weitestverbreitete Produkt.
Und das ist nunmal die Visa Debit (gleichauf mit der MasterCard Debit).
Dass Deutschland da so eine eigene Suppe kocht, ist halt nicht zu ändern, eine Maestro oder V-Pay Karte gibt es in Australien halt nicht.

In den Niederlanden ist ebenfalls die Visa/MasterCard Debit die gängige "Girokarte" und da hat man halt die genannten Akzeptanzprobleme in Deutschland.
Wird Zeit, dass die Debitkarten hier auch die Standardlösung werden.
 
Idon schrieb:
Ich zahle lieber ein paar Cent mehr und kann dafür mit Handy - und damit Kreditkarte - zahlen.

Bei uns hat die Comdirect jetzt drei Karten im Einsatz. Wer soll da noch mal eben verstehen, wann welche Karte ideal ist?! Ich will Komfort und nicht zuvor ein Studium in Kartenkunde absolvieren.
Hast du den neuen AGB der comdirect zugestimmt? Ab 01.07. wird's ja spannend. Mal sehen, ob die Ernst machen und eine Kündigung aussprechen. In meinem Fall wurde ich durch Verlust meiner Karte zwangsweise auf die hässliche gelbe Girocard samt der on top VISA Debit umgestellt. Das war jedoch vor dem BGH Urteil zu stillschweigenden AGB Änderungen und hinterlässt mich jetzt in einem unklaren Vertragsverhältnis mit besagter Commerzbank Marke.

Aus Bankenkreisen (nicht comdirect) weiß ich, dass ein Großteil der Kunden nicht den neuen AGB (a.k.a. Konditionsverschlechterungen) zugestimmt haben und nun intern Unsicherheit in der Verfahrensweise mit eben diesen Kunden besteht.
 
@Penicillin

Ja, meine Frau hat so lange genervt und gejammert, dass ich lieber ein paar Euro im Jahr zahle, Hauptsache, sie hat in der Sache die Klappe gehalten.

Ein Kumpel von mir, der klugerweise Single ist, hat der Comdirect ein ziemlich deutliches "lol nein ihr Deppen" geschickt und sie haben ihm trotzdem nicht gekündigt. :D
 
Also ich kriege auf jedem Kanal (sogar SMS!) permanente Popups bis spätestens 01.07.2022 zuzustimmen seit Monaten. Für mein Nutzungverhalten bliebe es zwar weiterhin kostenlos und meine VISA Prepaid bei denen läuft leider eh aus, was ich zwar schade finde, da ich die bei "riskanten" Sachen gerne eingesetzt habe aber okay.

Nutzt du echt die VISA Credit von denen, weil du von neuen Gebühren redest? Bietet doch gar nichts...

Also dein Kumpel muss auf jeden Fall den 01.07. verstreichen lassen, bis er annehmen darf er sei "durchgerutscht" ;-)

Ich kann gerne berichten was bei mir (nicht) passieren wird. Und ich habe auch einige Assets bei denen im Depot auch wenn das sicherlich vom Kostenaspekt dämlich ist (Bequemlichkeit).

comdirect.png
 
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@Penicillin

Du kannst die Hampelmänner dort doch zur Unterlassung derartiger Belästigung auffordern. ;)

Ja, wir nutzen die VISAs, die Debit gar nicht und die neue "EC-Karte" ab und an.

Ich habe aber mittlerweile auch den Überblick verloren, welche Karte ich wo einsetzen darf und was welche Gebühren kostet und so. :D
 
Sicherlich spielt es für die meisten hier keine Rolle im Monat 10 EUR oder mehr zu verschenken. Mir persönlich widerstrebt das aber gerade bei Banken, da sie mir (emotional nicht sachlich!) eher unsympathisch sind.

Für eine jahrelange VISA plötzlich einseitig festgelegt (bzw. in der post BGH-Urteilszeit via Bettelpopups) Geld zahlen zu sollen um ein "rechtssicheres Verhältnis" [sic!] fortführen zu können widerstrebt mir persönlich innerlich. Es gibt Cashbackkarten wie Amazon, crypto.com usw. usw. . Eine Fortführung des ursprünglichen und vereinbarten Vertragsverhältnisses ist in Anbetracht der aktuellen Marktsituation also offensichtlich nicht unrealistisch oder gar unzumutbar.

Neue Features:

Kein VPAY/Maestro, kein Geldchip mehr, keine Prepaidoption mehr sondern Gebühren für die VISA Credit, drei Karten mit drei Gebührenmodellen inkl. einer Girocard, die wie von einem Kinderkonto aussieht (comdirect) und was bekommt man dafür?

Richtig: Erhöhte Gebühren :D :D :D

Nein danke!
 
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Ich habe die Comdirect ziemlich angesäuert verlassen. Die haben mir die große AGB-Änderung im letzten Jahr quasi "untergeschoben": Irgendwann poppte ein Banner auf, auf dem sinngemäß stand: "Wir haben tolle, neue Services für Sie. Näheres finden Sie in unseren neuen AGBs, denen Sie bitte per Klick zustimmen".

Da mich "tolle, neue Services" nicht weiter interessierten, habe ich einfach, ohne die AGBs genau anzugucken, auf den Zustimm-Button geklickt. Gewundert habe ich mich dann einige Monate später, als plötzlich neue Gebühren auf meinen Kontoauszügen auftauchten.

Wenn man mich so hinters Licht führt, fackele ich nicht lange. Mein Wertpapier-Depot ist zur Konkurrenz gewandert. Mein Girokonto habe ich ohnehin vor Ort.

Zur Strafe habe ich von der Comdirect bis heute keine Steuerbescheinigung für das letzte Jahr bekommen. Das betrifft alle Kunden, die gekündigt haben und die Vorjahresbescheinigung für ihre Steuererklärung benötigen. In meinem Fall wird sich ab übermorgen (hoffentlich) die BaFin darum kümmern.

Seitdem die Direktbanken angefangen haben, für die Girocard 99 Cent pro Monat zu berechnen, finde ich Comdirect & Co. ohnehin nicht mehr so attraktiv. Bei der Sparda-Bank Hamburg zahle ich 10 Euro jährlich und damit sind Girokonto und Karte bezahlt. Und wenn was ist, kann ich in die Filiale gehen und muss nicht Ewigkeiten in Telefonschleifen warten, um dann mit angelernten Call Center-Leuten zu sprechen, die mir auch nicht weiterhelfen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wünsche dir viel Glück mit der BaFin. Bei mir haben die sich abseits von einer Eingangsbestätigung 3-4 Monate lang nicht gerührt. Bis dahin hatte ich es dann via Anwalt bzw. schlussendlich dann ganz alleine direkt mit der Anwältin der Bank gelöst. Eine Rückmeldung seitens BaFin gab es (dadurch?) nie.

Ganz unabhängig von den Gebühren sollte man sich dieses unseriöse Geschäftsgebaren inkl. gezieltes Übervorteilen des Privatkunden wie bei @barmbekersurfer um lächerliche Gebühren (bei anderen bekommt man Geld bezahlt!) durchzudrücken einfach schon aus Prinzip nicht bieten lassen.

Der "Bankberater vor Ort" ist seine Gebühr erst recht nicht wert. Das sind heutzutage einfach nur Sales Agents.

P.S.

Die BaFin ist tendenziell eher auf Bankenseite und in jedem Fall zahnlos. Die schicken ne Anfrage an die Bank mehr oder weniger mit "fyi" Charakter und das wars.

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bafin2.png
 
Zuletzt bearbeitet: (Screenshot hinzugefügt)
Quasi alle Banken (und Versicherungen) sind halt dreckige Mafiabuden.

@Penicillin

Wie gesagt, ich bin voll bei dir die Bedingungen nicht zu akzeptieren und zwar aus den von dir genannten Gründen. Wenn's aber jeden Tag heißt "die Bank nervt schon wieder, ich will nicht mit denen Ärger haben, lass uns zustimmen", dann ist mir irgendwann meine Ruhe wichtiger als ein paar Euro.
 
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Idon ich kenne dich ja von diesem Unterforum schon ein bisschen und weiß, dass du keinen Claim scheust :D

Das Argument des Seelenfriedens mit der Frau wiegt ganz klar schwerer als jedwede juristische Verhandlungsmasse ;)
 
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Penicillin schrieb:
Die BaFin ist tendenziell eher auf Bankenseite und in jedem Fall zahnlos. Die schicken ne Anfrage an die Bank mehr oder weniger mit "fyi" Charakter und das wars.
Vielleicht sollte ich mir schon mal ein großes Pappschild malen, mit dem ich mich so lange vor den Haupteingang der comdirect in Quickborn setze, bis mir der "Leiter Kundenservice" meine Steuerbescheinigung herausreicht. ;)
 
Auch wenn das humorvoll gemeint war, kann ich bierernst behaupten, dass die Erfolgsquote höher liegen dürfte als nur auf die BaFin zu setzen. In meinem Fall hatte ich sogar ein BGH Urteil im Rücken und folglich war es eindeutig kein "Interesse einzelner Kunden". Auf diesen Umstand weist die BaFin in ihrer formelhaften Antwort > 1 Monat nach Beschwerde dankenswerterweise auch explizit nochmals hin.

Schreib halt Einschreiben oder mache das mit dem Schild parallel aber leg das bloß nicht mit der BaFin Meldung ad acta. Ist natürlich individuell von der eigenen Lust, Zeit und Dringlichkeit des Anliegens selbst abhängig.
 
Zuletzt bearbeitet:
gymfan schrieb:
Ich werde es ja merken, wenn die Läden., die derzeit verbraucherfreundlich EC-Karte akzeptieren
Wo ist die EC bitte Verbraucherfreundlich? Sorry, aber dann kostet das Teil eben 1.5% mehr. Ja und? Ob die Currywurst jetzt 5.08 statt 5€ kostet, der Fernseher 1015 statt 1000 und und und…. Ich bin immer noch der Meinung, dass solche Firmen es verdient haben pleite zu gehen. Sofern man nicht wie ein deutscher stubenhocker nur zuhause (/in DE hockt) ist die EC Karte Müll. Ebenso wie die PF Karte in der Schweiz, was mitunter auch der Grund ist warum ich jedem das Konto abrate. Ich verstehe nicht, warum Firmen so was machen wenn es doch einfachere und bewährte Lösungen gibt….?
Ausserdem: Wenn man weiss, wie hoch die Margen zB in einer Pizzeria oder einem Bäcker sind (- im mittleren zweistelligen Bereich), machen die 1.5%% MasterCard/Visa Gebühren den Braten nicht wirklich fett. Aber lasst es euch nur weiter einreden, dass die am Hungertuch nagen. Da will man Geld ausgeben und kann es nicht. Nochmal, das wird mitunter der Grund sein wieso der Einzelhandel vor die Hunde geht.
 
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Pinabuzz schrieb:
Wo ist die EC bitte Verbraucherfreundlich? Sorry, aber dann kostet das Teil eben 1.5% mehr. Ja und?
Stimmt, mir ist es mit meiner finanziellen Situation in der Tat völlig egal, ob ich für alle Lebensmittel nochmal 1,5% mehr zahle. Sollen sich halt die Leute drum kümmern, die jetzt schon Probleme mit den Preisen haben. Das sind in D ja nur eine Handvoll, womit Preistreiberei irrelevant ist.

Pinabuzz schrieb:
Ich bin immer noch der Meinung, dass solche Firmen es verdient haben pleite zu gehen.
Lassen wir einfach die letzten Läden hier in der Kleinstadt auch noch pleite gehen. Rewe, Edeka oder Penny akzeptieren jedenfalls derzeit hier keine richtige KK, bei Lidl und Aldi weiss ich es nicht. Beim Becker, Döner oder auf dem Jahrmarkt werde ich erst dann auf die Idee kommen mit Plasikgeld zu zahen wenn sie kein Bargeld mehr akzeptieren.

Pinabuzz schrieb:
Sofern man nicht wie ein deutscher stubenhocker nur zuhause (/in DE hockt) ist die EC Karte Müll.
Schön, wie Du Leute, die nicht sinnlos und umweltverpestend durch die Gegend reisen, einstufst (beruflich zahlt das mein AG, da ist es mir auch egal). Da Du offensichtlich allergisch gegen ein etabliertes Kartensystem bist, steht es Dir frei, nur dort zu kaufen, wo man Deine Lieblingskarte akzeptiert.

Ich war auch schon vor >10 Jahren heilfroh, in AT, CH und D, abseits von einigen Hotels und Autovermietern, nur meine Girocard zücken zu müssen.

Wer erhält bei dem möchtegern kk-Debitschrott eigentlich die Abrechnungsdaten? Auch nur ein Diestleister und u.U. die eigene Bank, oder sammeln diese dann schön die KK-Haie wie bei richtigen KKs?
 
gymfan schrieb:
Rewe, Edeka oder Penny akzeptieren jedenfalls derzeit hier keine richtige KK, bei Lidl und Aldi weiss ich es nicht
Also Rewe, Edeka und Aldi akzeptieren hier schon seit Jahren Kreditkarten. Penny weiß ich nicht, aber ich würde doch auch stark davon ausgehen.
 
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Reaktionen: TomH22 und knoxxi
Pinabuzz schrieb:
Sorry, aber dann kostet das Teil eben 1.5% mehr. Ja und?
Wenn das automatisch auf der Kunden Seite passiert wäre mir das auch absolut Hupe. Wenn Leute bei 2-3k€ Artikeln um 50€ Feilschen kannst du keine 1,5% bei kartenzahlung extra verlangen.
 
Jeder Paybackpartner akzeptiert Kreditkarten, daher ist Penny sicher auch dabei, Rewe ebenfalls.
 
Haben Sie eine Paybackkarte? Nein!
Wollen sie eine? Ich habe den Antrag... NEIN!

Und auch alle anderen "Bonuskarten" 🤮
 
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