phil. schrieb:
Rot(wein) soll z. B. den Cholesterinspiegel senken. Ein Glas täglich soll eine höhere positve
Wirkung haben, als als die Negative des darin enthaltene Alkohol. Aber du wirst dieses
genauso wiederlegen können wie ich anschließend neue Thesen und Veröffentlichungen.
Es kommt halt darauf an, ob der Verfasser dem Alkohol neutral bis positiv eingestellt ist,
oder ein radikaler Antialkoholiker.
Nach wie vor behaupte ich, es kommt auf die Menge an, wie bei jedem Lebensmittel.
Lakritze wirkt desinfizieren, wurde früher als Medizin eingesetzt. Wenn zu viel davon zu
sich genommen wird, kann es die Gerinnung herabsetzen. Dieses gilt auch für viele
alkoholische Getränke.
Aber die Lebenserwartung insgesamt ist gestiegen. Liegt das am Alkohol?
Die Wirkung das Rotwein den Cholesterinspiegel senken soll ist mir neu, der Herzschutz wurde gerne mit dem Flavonoiden oder Polyphenolen
begründet, nur ist dieser Stoff auch in rotem Traubensaft und das ganz OHNE Zellgift Alkohol.
Flavanoide:
Katechin (in grünem Tee, Weintrauben, Traubensaft, Wein),
Resveratrol (in Weintrauben, Traubensaft und Wein, besonders in roten Trauben),
Oligomere Proanthocyanide, abgekürzt OPC (in Weintraubenkernen, Kieferrindenextrakten)
Ich stehe dem Alkohol gegenüber wie jeder Droge nur evtl. etwas VORSICHTIGER, weil mir die Gefahren des Alkohols durch meine Tätigkeit oft vor Augen geführt werden. Wenn man bedenkt welche Werbemittel und Verbreitungsmethoden Alkoholhersteller benützen um eine Gesellschaft von einer Droge zu überzeugen ist das beängstigend.
Wir haben eine Jugend die Flatratsaufen macht und Wirte verkaufen 50 Schnäpse an Minderjährige (Siehe den letzten Todesfall) Wir haben Eltern die vor minderjährigen Kindern Alkohol zu sich nehmen und dadurch eine gewisse Verharmlosung betreiben. Alkohol (Bier) ist weder in Bayern noch sonst wo auf der Welt ein Grundnahrungsmittel sondern ganz einfach eine Droge die durch die Gesellschaft legalisiert wird/ist.
Ich trinke keinen Alkohol und muß dir sagen das ist garnicht leicht, bei jedem Fest/Party/Kneipenbesuch muß ich mir von anderen anhören wie toll Alk doch ist und ich soll doch "Mittrinken", wenn ich das dann nicht mache kommen Sprüche wie "Trockener Alkoholiker", "Spaßbremse" "Aussenseiter"........... weißt du wie beängstigend es ist wenn man als "Nichttrinker" von allen Seiten dazu angestachelt wird endlich auch zu trinken? Ich greife nicht ein wenn andere Trinken-ich sehe es nicht als meine Pflicht Erwachsene in der Kneipe zu bekehren, wenn mein Vater zumEssen ein Bier trinkt ist das seine Sache und wenn sich mein Kumpel in der Kneipe die Kante gibt dann stehe ich nicht da und versuche die Leute zu bekehren (Habe nicht den Drang einem Erwachsenen zu sagen was er für blödsinn treibt) Es ist also nicht so das ich mich in die Gruppe stelle und den Leuten erzähle wie gefährlich das ist---erstens bringt es nichts jemanden der gerade trinkt dies zu sagen und zweitens gehe ich aus um Spaß zu haben und nicht um mich zu streiten. Hier im Forum ist es etwaas anderes, weil hier das Thema Alk gezielt angesprochen urde und ich deshalb meine Meinung dazu kund tue.
Persönlich ist es mir egal ob sich ein "Erwachsener Mensch" seine Gehirnzellen versäuft oder nicht, nur habe ich Angst um die Jugend die leider oft dem Beispiel, mag es nocht so schlecht sein, von Erwachsenen folgt.
Ich kenn die ganzen Sprüche der Leute die behaupten keine Probleme zu haben und sehe leider auch das VIELE gewaltige Probleme mit Alk haben und das leider immer früher.
Man soll einfach den Alk nicht als Genußmittel bezeichnen (Wobei ich den Ausdruck Genußmittel immer witzig finde wenn sich erwachsene Menschen von oben bis untern voll kotzen weil sie etwas viel Genußmittel erwischt haben......)
sondern als DROGE und auch so damit umgehen-wenn du bei deinen Kindern (wenn du schon welche hast) eine Spritze finden würdest oder einen Joint würdest du dir sehr große Gedanken machen, wenn der Kleine einen Flachmann versteckt dann wird das meist als nicht so schlimm bezeichnet UND DAS IST BEUNRUHIGEND!
morphium schrieb:
@dope4you
solche leute wie dich verstehe ich nicht! ich habe auch einen kumpel der noch nie (!) auch nur einen tropfen alkohol zu sich genommen hat (nicht mal nen glas sekt zu silvester!) und der sieht das ganze lockerer als du!
Ich würde dich auch nie darauf ansprechen in der Kneipe wenn du trinkst, ich gehe oft mit Leuten aus die Trinken, nur hier wird über das Thema Alk gesprochen und dann sag ich meine Meinung dazu. Ich sehe das auch relativ locker, jeder potentielle Alkoholiker ist z.B. ein direkter Konkurent weniger im Arbeitsleben, was sollte ich daran schlecht finden wenn sich mir dafür neue Wege öffnen?!
Ob du mich verstehst oder nicht ist mir persönlich eigentlich auch relativ egal, wenn du mal Bock hast ganz viele lustige Menschen zu treffen dann geh mal in eine Reha-Klinik oder in eine Entgiftungsstation, man sind hier die Leute lustig mit Ihren Krämpfen und Wahnvorstellungen....... nach so einem Erlebnis wirst du evtl. die Gefahren des Alks anders beurteilen und dann evtl. sogar verstehen das man als Vater Angst um seine Kinder haben kann wenn man sieht wie Alkohol verharmlost wird. Gegen das Glas Wein oder die halbe Bier ab und zu spricht wenig, nur leider ist das meist nur der Einstieg und es bleibt nicht dabei.
In Yes-Törtchen und früher auch in der Kindermilchschnitte sind Alkoholaromen, viele Lebensmittel werden mit Alkohol-AROMA "verfeinert"--Lebensmittel die unsere Kinder essen und hier muß KEIN Warnhinweis setehn wie auf Kippen-Schachteln........
Hier dazu ein Text:
Kindermilchschnitte & Co, welche Gefahren verbergen Sie für unsere Kinder?
Alkohol in Lebensmitteln
Was haben Marzipan, Konfitüre und Tomatenketchup gemeinsam?
Alkohol als Zutat - häufig ohne Kennzeichnung.
Denn Alkohol in Lebensmitteln darf viel zu oft verschwiegen werden.
Bei lose verkauften Lebensmitteln, Schokoladenprodukten, kleinen
Einzelverpackungen und auch in Restaurants oder Kantinen gibt es
keine Kennzeichnungspflicht.
Dies ist sehr problematisch, denn für alkoholkranke Menschen können
schon geringe Alkoholmengen in Lebensmitteln oder sogar ein "alkoholischer"
Geschmack einen Rückfall in die Sucht einleiten.
In Deutschland gibt es ca. 2,5 Millionen Alkoholabhängige.
Schätzungen zufolge sind rund sieben Millionen Menschen durch die Abhängigkeit
eines Familienmitglieds mitbetroffen.
Doch auch für Kinder sind alkoholhaltige Lebensmittel ungeeignet,
da sie sich gar nicht erst an den Alkoholgeschmack gewöhnen sollen.
Die Hemmschwelle zum Ausprobieren von "richtigem" Alkohol wird sonst leicht
herabgesetzt.
Gerade bei speziell für Kinder beworbenen Produkten wie der:
Milchschnitte
Kinder Pingui
Kinder Bueno
Kinder Maxi King
wiesen die Verbraucher-Zentralen Alkohol in Konzentrationen von 0,9 bis zu 2g
pro kg nach. Keines der Produkte war gekennzeichnet.
Diese Praxis ist für die Verbraucher-Zentralen nicht akzeptabel.
Sie fordern die Hersteller auf, ihre Rezepturen so zu ändern, dass Kinderprodukte
frei von Alkohol sind.
Das gilt auch für die Schokoriegel:
Milka Tender
Yes
deren Alkoholgehalt (7,7 und 5,4g pro kg) zwar gekennzeichnet war,
die aber auch gerne von Kindern gegessen werden.
Weitere "Verstecke" für Alkohol in Getränken, Medikamenten und Stärkungsmitteln
werden im Faltblatt "Alkohol in Lebensmi tteln" der Verbraucher-Zentralen benannt.
Dazu eine Stellungsnahme von Ferrero:
Ferrero teilt mit:
„Wir möchten darauf hinweisen, dass wir bereits seit dem Jahreswechsel 1999/2000 keine Aromen mehr verwenden, die als Trägerstoff Alkohol enthalten. Dem entsprechend enthält das Produkt Milch-Schnitte auch seit dieser Zeit keinen Alkohol mehr, was zahlreiche externe Analysen bestätigen.
Auch wenn wir nach wie vor der Auffassung sind, dass solche Spuren von Alkohol, wie sie in Milchschnitte vor dieser Umstellung enthalten waren, ernährungsphysiologisch auch für Kinder völlig unbedenklich sind, haben wir uns trotzdem dem Willen der Verbraucher entsprechend zu dieser Änderung entschlossen.“
Ernährungspsyhologisch mögen die Aromen ja wirklich KEINE Auswirkung haben, aber willst du deine Kinder bereits mit 4-5 Jahren an den Geschmack des Alkohols gewöhnen?
phil. schrieb:
Aber die Lebenserwartung insgesamt ist gestiegen. Liegt das am Alkohol?
Nein an der besseren medizinischen Versorgung und den Fortschritten die in vielen medizinischen Bereichen erzielt wurden. Krankheiten die in den 50er Jahren meist tötlich waren können Heute sehr gut geheilt werden.