Voyager10 schrieb:
Ein halbes Vermögen, heute bekommt man die Riegel zum Preis von Lollis , von daher kann ich auch nicht ansatzweise verstehen warum man immernoch glaubt das z.b. den Autostart leerräumen den PC beschleunigen würde wenn noch mehr als genug RAM frei ist. Früher musste man das machen weil man nur 128-256MB hatte und das war schnell voll .
1.) Wenn viel unnötiger Mist im Autostart ist, dann belastet das nicht nur den RAM, der Rechner braucht auch länger zum Starten, unnötige Dienste brauchen CPU, manche mehr manche weniger. Unter Vista der Search Indexer lässt die Festplatte fast ständig durchlaufen, was auch bei guter Prioritätenverwaltung das Gesamtsystem bremst. Weiters ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass man auf zwei Programme stößt, die sich nicht miteinander vertragen und da steigt die Wahrscheinlichkeit quadratisch mit der Anzahl der Programme. Oft geht es auch einfach nur darum, dass man die Übersicht der Prozesse aufräumt. Wenn man immer 50 Prozesse im Hintergrund hat, die kein Mensch kennt, dann fallen diverse Viren auch nicht mehr so auf oder ein Prozess, der da nicht hingehört (z.B. ein abgestürzter Installer, der ständig Leistung frisst etc.)
2.) Nach außen hin kann man nicht viel Unterschied zwischen der 9x/ME Schiene und Windows 2K/XP sehen, aber vom Kern wurde hier sehr viel verändert. Ich war selbst schockiert, dass Win98 Features nicht besitzt wie z.B. getrennter Speicher für mehrere Prozesse, wo man immer denkt, dass das schon seit 20-30 Jahren so ist. Deshalb hat es auch ständig Bluescreens produziert. Ein instabiles Programm stürzt unter XP alle 15 Minuten ab und man kann es neu starten. Unter Win98 nimmt es jedes Mal den ganzen PC mit und man kann nur mehr neu starten. Für Firmen ist die Rechteverwaltung auch eine Katastrophe. Vom absolut miesen Treiber Support will ich gar nicht einmal reden. Ich war wirklich total überrascht, dass eine Soundkarte und XP einfach geht, genauso wie diverse USB Geräte.
3.) Was den Unterschied zwischen XP und Vista angeht, so sieht man den auch nur auf den ersten Blick nicht, sondern nur die vermurksten Menüs, aber wenn man sich jetzt den Explorer anschaut, wo alles schön in Hintergrundthreads läuft und nicht alles beim Einlegen einer CD hängen bleibt. Man sollte sich auch eher das Vista64 ansehen und nicht die 32er Version, die nur aus Kompatibilitätsgründen eingeführt wurde, um den Umstieg nicht zu schwer zu machen. Die 64Bit Version ist nicht nur wie bei Linux durch einen anderen Compiler gejagt worden, sondern hier sind wirklich extreme Unterschiede. Die 64Bit Version Cached z.B. viel intensiver, weil hier von mindestens 4GB RAM ausgegangen wird, die ich auf wirklich empfehle. 2GB sind zu wenig, wie ich gerade schmerzlich feststellen musste. Man sollte nur schauen, dass man das SP1 gleich in die CD integriert hat und nicht nachinstallieren, weil das haut nicht wirklich hin. Bei den Treibern war ich hier auch sehr überrascht, dass ich für den PC selbst (ohne Drucker etc.) gerade einmal den Grafikkartentreiber gebraucht habe. Alles andere war integriert (OK RAID Controller habe ich manuell dazugestopft) und durch die Zwangszertifizierung der Treiber bekommt man auch nicht so viel Mist im Beta Status als Release getarnt untergejubelt bzw. Treiber, die eigentlich nicht wirklich passen (z.B. für XP-64).
Es gibt zwar auch viele Murksereien z.B. Ordner, die im Explorer anders heißen, als in der Realität und die komischen Verweise, die irgendwie wild herumzeigen. Als besonders schlimmes Beispiel sei hier der Verweis im Ordner C:\ProgramData\Anwendungsdaten auf sich selbst genannt. Wenn man da mit einem alten Programm die Platte rekursiv durchsuchen möchte, kann man nur hoffen, dass man irgendwann in eine PathTooLongException läuft. Hier muss man am Besten gleich alle Verweise ignorieren.