Was ist eure Meinung: Ist die Pandemie endlich vorbei? Wie geht es jetzt weiter, alles wieder back to normal oder doch eher noch vorsichtig bleiben?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Cyberdunk schrieb:
Zumal die Impfstoffe innerhalb weniger Monate durchgewinkt wurden.

Schredderr schrieb:
Die Impfstoffe kamen in der EU mit einer "bedingten Zulassung" und eben nicht mit einer Notfallzulassung.


Ja, bedingte Zulassung ist richtig. ABER:
in der von mir weiter oben verlinkten ZDF-Reportage von gestern, wird hier an dieser Stelle durchaus deutlich erwähnt, dass sich die Impfstoffe zum Zeitpunkt der Zulassung noch in der Studie-3-Phase befanden und im EU-Vertrag selbst auf die "hohen Risiken der Covid-Impfung hingewiesen wurden". Wörtlich hieß es darin:

"Ungeachtet der Bemühungen [...] erkennen die Parteien an, dass sich der Impfstoff zum Zeitpunkt der Unterzeichnung [...] in der klinischen Erprobung der Phase 3 befindet, und dass der Impfstoff trotz der sorgfältigen Bemühungen des Auftragsnehmers [...] möglicherweise nicht zugelassen wird oder nicht geliefert werden kann".

Juristisch gesehen heißt das (ab 08m 41s):

"Zu dem Zeitpunkt wusste der Hersteller nicht, ob es überhaupt eine bedingte Zulassung geben wird und vor allem wiesen sie darauf hin, dass es ein Ergebnis zur Frage der Wirksamkeit und insbesondere zu den Risiken nicht geben kann, weil eine bedingte Zulassung ja beinhaltet, dass dem Hersteller nachgelassen wird, erst künftig die Unbedenklichkeit des Stoffes nachweisen zu dürfen.

Und gleichwohl ist dann die BRD nach vornegeprescht und hat diesen als wirksam und sicher tituliert, OHNE tatsächliche Anhaltspunkte für ihre Aussage.

--> Irreführung nach § 8 Arzneimittelgesetz, dort ist verboten, jegliche Falschmeldung in Bezug auf Arzneimittel in den Markt zu verbreiten, um Impflinge in die Irre zu führen
."

Also ich bin auch 3x biontech-geimpft und hatte zum Glück auch keine Impfnebenwirkungen. Aber so ganz lupenrein scheint es ja nun doch nicht vonstatten gegangen sein - mittlerweile häufen sich diese öffentlich-rechtlichen Reportagen zu diesem Thema ja doch sehr auffällig.

Lustig nur, dass sie so etwas noch vor einem Jahr definitiv nicht gesendet hätten. Also zumindest nicht die seriösen Medien. Das wäre glaub echt undenkbar gewesen.
Ob erst jetzt diese Erkenntnisse vorliegen, oder ob die ÖRs damals noch die Stigmatisierung der "Schwurbelei bzw. Unseriösität" gefürchtet haben? Ich weiß es nicht.

Aber die Stimmung war da ja auch noch eine ganz andere, aufgeheizte, theatralische: da durfte man ja nicht mal erwähnen, dass man (wie Joshua Kimmich) noch nicht ganz sicher war, ob man sich impfen lassen wird oder nicht. Das hat bereits ausgereicht, um als durchgedrehter Schwurbler und Querdenker gebranntmarkt zu werden. War in meinen Augen damals kein gesunder und toleranter Diskurs... Zum Glück brechen das jetzt die Öffentlich-Rechtlichen allmählich wieder auf.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Gefällt mir
Reaktionen: loser und Restart001
Cyberdunk schrieb:
Sry aber bitte wie verblendet muss man sein?
Ich schrub :
Nowareeng schrieb:
Solange die Verabreichung der "Medikamente" auf freiwilliger Basis breuht ist dich alles i.O. Man wird ja aufgeklärt dass ein Restrisiko besteht....oder nicht ?
...
Also bitte nicht aus dem zusammehang
reißen.
...weil ich nicht von mich auf andere schließe......aber ich weiss was du meinst , jedoch geht Demokratie leider so . Es wird halt schwierig in der Demokratie wenn eine Mehrheit sich für eine Sache entschieden hat , dagegn vorzugehen wenn man selber meint dass es anders besser wär . Besonders wenn man als Gefahr für die Allgemeinheit erkannt wird ,
weil man ja nicht geimpft ist und dann alle ansteckt aber dem geimpften welcher mit starkem Husten auf Dienstreise untwegs zustieg wird nichts angekreidet weil ja auch der Test 100% Trefferquote hat (ironie)........eine Gesellschaft die solche Blüten trägt steht mMn sehr nahe am Abgrund ........
 
Cyberdunk schrieb:
Wenn man nicht weiter weiss, wird Beleidigt.. Respekt!
Wo hab ich denn nicht weiter gewusst?
Was spinnst du dir da schon wieder für einen Unsinn zusammen?
Er hat offensichtlich seine eigene Quelle nicht gelesen oder nicht verstanden. Und du scheinbar auch nicht, sonst hättest du eventuell bemerkt, dass in dieser genau das Gegenteil von dem was er bemängelt beschrieben wird.

Meine Güte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj
So ist es halt das Leben, in der Not frisst der Teufel Fliegen.

Ohne die Pandemie hätte es 2020 innerhalb so kurzer Zeit m. M. n. kein anderer Impfstoff so schnell zur Anwendung geschafft.

Aber wie gesagt, die Not war groß, das wirkt sich auch auf die Abwägungen/Entscheidungen aus.

Wenn jemanden eine Schlagader aufgerissen wurde, dann wird als Erstmaßnahme auch ein rumliegendes Handtuch zur Stillung des Blutverlusts dienen und man nicht auf ein Verbandszeug warten, was noch 48 Stunden auf Keimfreiheit getestet werden muss.
 
Marvolo schrieb:
Ja, bedingte Zulassung ist richtig. ABER:
in der von mir weiter oben verlinkten ZDF-Reportage von gestern, wird hier an dieser Stelle durchaus deutlich erwähnt, dass sich die Impfstoffe zum Zeitpunkt der Zulassung noch in der Studie-3-Phase befanden und im EU-Vertrag selbst auf die "hohen Risiken der Covid-Impfung hingewiesen wurden". Wörtlich hieß es darin:

"Ungeachtet der Bemühungen [...] erkennen die Parteien an, dass sich der Impfstoff zum Zeitpunkt der Unterzeichnung [...] in der klinischen Erprobung der Phase 3 befindet, und dass der Impfstoff trotz der sorgfältigen Bemühungen des Auftragsnehmers [...] möglicherweise nicht zugelassen wird oder nicht geliefert werden kann".

Juristisch gesehen heißt das (ab 08m 41s):

"Zu dem Zeitpunkt wusste der Hersteller nicht, ob es überhaupt eine bedingte Zulassung geben wird und vor allem wiesen sie darauf hin, dass es ein Ergebnis zur Frage der Wirksamkeit und insbesondere zu den Risiken nicht geben kann, weil eine bedingte Zulassung ja beinhaltet, dass dem Hersteller nachgelassen wird, erst künftig die Unbedenklichkeit des Stoffes nachweisen zu dürfen.

Und gleichwohl ist dann die BRD nach vornegeprescht und hat diesen als wirksam und sicher tituliert, OHNE tatsächliche Anhaltspunkte für ihre Aussage.

--> Irreführung nach § 8 Arzneimittelgesetz, dort ist verboten, jegliche Falschmeldung in Bezug auf Arzneimittel in den Markt zu verbreiten, um Impflinge in die Irre zu führen
."

Entschuldigung. Hast du dem Anwalt nicht zugehört, der dann dort gesprochen hat?
Es wurden keine Daten erfasst, es gab keine Beipackzettel und Lauterbach hat danach schon wieder gelogen!
Und es gibt auch (keine Unterscheidung zwischen geimpft und ungeimpft, was LongCovid angeht). Wie oft will man sich hier eigentlich noch von der Politik belügen lassen?

Und du redest allen Ernstes von Irreführung, wo in den Verträgen es auch ausdrücklich so geschrieben steht? Es wird dort sogar erwähnt. Was haben die Palametarier im EU-Parlament denn damals bekommen? 100er geschwärzter Seiten. Es tut mir Leid, wenn du dann noch von Irreführung ausgehst. Es wurde eben einfach gemacht! Von 500 Euro oder von 800 Euro kann man ja ein Leben lang leben.
 
Andy4 schrieb:
Und du redest allen Ernstes von Irreführung,

Zitate und solche anhand graphematischer Zeichen, umgangssprachlich in kindlicher Manier auch "Gänsefüßchen" genannt, zu erkennen, bist du fähig, oder eher nicht so ganz? Mir deucht, Letzteres.
 
Schredderr schrieb:
Nö, das ist falsch.
Die Impfstoffe kamen in der EU mit einer "bedingten Zulassung" und eben nicht mit einer Notfallzulassung.

Hier wird auch immer wieder von den gleichen Leuten der gleiche Unsinn zum Besten gegeben.
Bedingt oder Notfall beides sagt doch aus, das der Impfstoff nicht völlig durchentwickelt wie es der eigentliche war.
Und ja, Astra Zeneka ist das beste Beispiel, ich habs am eigene Leib erfahren.
Also hören sie auf Haarspalterei zu betreiben.

Dazu kommt jetzt die Übersterblichkeit, die einfach unter den Teppich gekehrt wird.

Ja es polarisiert die Leute , kein Wunder wenn der Staat glaubt seine Bürger seien Untertanen, die gefälligst zu folgen haben wenn ER hopp sagt.
 
xxlrider schrieb:
Also hören sie auf Haarspalterei zu betreiben.
Auf die erheblichen Unterschiede zwischen Notfallzulassung und bedingter Zulassung hinzuweisen ist Haarspalterei. Alles klar, Kollege.
Ich empfehle sich erstmal mit der Thematik zu befassen.
 
Bei ihrer Zulassung waren die mRNA Impfstoffe noch nicht voll durchentwickelt ... es fehlten die jahrelangen klinischen Tests ... diese wurden allerdings mittlerweile geliefert ... einfach weil weltweit Milliarden Dosen OHNE nennenswerte Nebenwirkungen verabreicht wurden.
An der mRNA-Methode wird seit den 1990ern geforscht ... man wollte ein Medikament gegen Krebs daraus entwickeln, was nicht geklappt hat. Diese Fehlversuche haben aber in fast 30 Jahren eine sehr gute Datenbasis dazu geschaffen, wie menschliches Gewebe auf solche Stoffe reagiert. Auch Misserfolge versorgen die Forschung mit wichtigen Daten ... einfach weil man herausfinden möchte, WARUM das nicht so funktioniert hat, wie man annahm ... irgendwas muss an den Annahmen dann ja nicht gepasst haben ... und wenn die sauber deduziert wurden, dann bedeutet das eben Folgen für die Theorien, aus denen deduziert wurde..

Wie hoch ist die Quote der Impfschäden durch Neben- und Nachwirkungen insgesamt?
Sie lag ende 2022 für DE zwischen 0,2 (schwere Fälle) und 1,7 Promille (zur Veranschaulichung: Das sind 0,2 bzw. 1,7 Fälle auf 1.000 Impfdosen oder 2-17 Patienten auf 100.000 Impfdosen) und damit liegt das im Bereich der Nach- und Nebenwirkungen jeder anderen Impfung.

Hier wird einfach nur versucht, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
Nichtsdestotrotz muss den tatsächlich Geschädigten geholfen werden ... egal, wie wenige das tatsächlich sind.
Das gilt dann aber eben für alle Schädigungen, die medizinisch ursächlich auf eine Impfung zurückgeführt werden können, und nicht nur für die Coronaschutzimpfungen oder für mRNA.-Impfstoffe.

Man hat es nicht mit einer "Vertuschung" zu tun, wenn Mediziner feststellen, dass die beobachteten Schäden eben nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen sind. Meist sagen die das nicht einfach so, sondern liefern dazu Belege.
An dieser fachlichen Einschätzung wird sich auch nichts ändern, wenn man sich auf dem Boden herumwälzt und herzerweichend plärrt. Die Tatsache, dass es andere Meinungen gibt, zeigt auch nicht, dass sich die Mehrheit irrt ... es gibt nur einfach einen dankbaren Markt für "alternative Wahrheit" (um es mal vorsichtig zu umschreiben) und es gibt eben die Klientel, die solange den Arzt wechselt, bis einer mal die gewünschte Diagnose stellt.

Das wichtigste: "Die Blase". Wenn man Menschen mit anderer Meinung vorwirft, sie würden ja in einer Blöase oder gar Echokammer hocken, wo ist die Logik, nach der das nicht für einen selbst ebenfalls gilt?
Sitzt nur mein Gegenüber in einer Echokammer? Bin ich so "besonders" das mir sowas nicht auch passieren könnte?
Das sind mMn zwei der in den letzten 3 Jahren viel zu selten gestellten Fragen an die wir uns schleunigst wieder gewöhnen sollten ... einfach weil diese zwei Fragen nunmal zwingender Bestandteil jeglicher Medienkompetenz sind.
Wie verlässlich sind die Quellen, denen ich nur zu gern einfach glauben können möchte und welche Informationen blende ich eventuell einfach aus, damit das auch funktioniert?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Interlink, marcodj, OdinHades und eine weitere Person
Schredderr schrieb:
Auf die erheblichen Unterschiede zwischen Notfallzulassung und bedingter Zulassung hinzuweisen ist Haarspalterei. Alles klar, Kollege.
Ich empfehle sich erstmal mit der Thematik zu befassen.
Was sind denn die erheblichen Unterschiede?

So wie ich das vom PEI verstanden habe gilt eine bedingte Zulassung automatisch EU-weit und ist an folgende wesentliche Bedingungen geknüpft:
  • Positive Nutzen-Risiko Abwägung
  • Daten werden später nachgereicht
  • Es muss was "neues" sein ('ungedeckter medizinischer Bedarf')

Meinem Verständnis aus dem Ärzteblatt zu einer Notfallzulassung hat diese folgende Besonderheiten:
  • Zulassung ist nur länderspezifisch
  • Land legt den zugelassenen Anwendungsbereich fest
  • Land legt die Voraussetzungen und erforderlichen Nachreichungen selbst fest

Das kann dazu führen, dass die Voraussetzungen niedriger sind. Muss es aber nicht. Die Anforderungen könnten buchstäblich identisch sein und national vllt einfach schneller überprüft / abgearbeitet werden.
 
Noch ein Nachtrag (weil ich es hier oft sehe, und es mich echt ankotzt):

Quellenkritik sollte sich nicht darin erschöpfen, im Impressum einer Website nach Namen zu suchen, zu denen es bei Wikipedia viel Kritik gibt.

Qellenkritik beginnt beim Inhalt der Quelle und nicht bei der politischen Korrektheit derer, die für den Inhalt oder den Verbreitungsweg verantwortlich zeichnen.
Ist eine Quelle "schlecht" oder "zu selektiv" recherchiert, dann kann man das anhand der Quelle meist ohne größere Probleme zeigen - am Inhalt und nicht an der Herkunft.

Bitte macht euch die Mühe ... auch wenn es euch dann etwas schwerer fällt, euren Standpunkt zu untermauern.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kuristina, dideldei und Bonanca
DerOlf schrieb:
Sie lag ende 2022 für DE zwischen 0,2 (schwere Fälle) und 1,7 Promille (zur Veranschaulichung: Das sind 0,2 bzw. 1,7 Fälle auf 1.000 Impfdosen oder 2-17 Patienten auf 100.000 Impfdosen)

Das sind eben die Berechnungen, die sich aus den offiziell gemeldeten Daten ergeben. Du hast ja aber sicherlich mitbekommen (wenn man die von mir verlinkten ÖR-Dokus schaut zum Thema, was DU offensichtlich nicht tust), dass die Dunkelziffer erheblich höher sein dürfte, eben WEIL es kaum niedergelassene Ärzte gibt, die A) die medizinische Kenntnis haben, ein Post-Vac-Syndrom zu diagnostizieren und B) (und da brauchen wir uns auch nichts vormachen), sich es schlichtweg bis vor kurzem noch gar nicht GETRAUT haben, solche "gewagten" Diagnosen zu stellen. Denn man will ja nicht in die Querdenker-Ecke geschuppst werden - die eigene Karriere und das eigene Ansehen sind dann halt doch wichtiger als den Finger in eine gesellschaftlich höchst kontroverse Wunde zu legen.

Dasselbe dürfte mit Long-Covid und ME/CFS geschehen: schlichtweg massivste Unterrepräsentation der Fallzahlen, weil es keiner diagnostiziert / diagnostizieren kann / diagnostizieren will...
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Hier wird einfach nur versucht, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Dieser Meinung bin ich nicht. Ich denke eher, dass viele den Elefanten gar nicht erst begreifen / wahrnehmen, entweder weil sie absichtlich die Augen davor verschließen und sich lieber wieder Mücken wünschen, oder weil ihnen schlichtweg das nötige Wissen und die Zahlen, Daten, Fakten dazu fehlen.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Man hat es nicht mit einer "Vertuschung" zu tun, wenn Mediziner feststellen, dass die beobachteten Schäden eben nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen sind. Meist sagen die das nicht einfach so, sondern liefern dazu Belege.

Das KANN gegenwärtig eigentlich noch überhaupt kein Mediziner mit 100% Sicherheit ausschließen, weil man aktuell noch gar keine Pathomechanismen von Long Covid und/oder dem Post-Vac-Syndrom kennt.

Wenn ich an einen Mediziner geraten würde, der mir im Brustton der Überzeugung weismachen wollte, dass meine Beschwerden definitiv 100% und auf gar keinen Fall von einer Impfung kommen können, würde ich alleine da schon eher misstrauisch und hellhörig werden. Auf welche wissenschaftlichen Erkenntnisse beruft er sich, um auf solch einen Schluss zu kommen? Die gibt es aktuell nämlich noch gar nicht.

Also vorsicht vor solchen "ist schon alles in Ordnung, Ihre Beschwerden sind alles, aber DEFINITIV NICHT IMPFUNG-induziert"-Ärzte.
Solche Psychologisierer haben wir schon genug.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
An dieser fachlichen Einschätzung wird sich auch nichts ändern, wenn man sich auf dem Boden herumwälzt und herzerweichend plärrt. Die Tatsache, dass es andere Meinungen gibt, zeigt auch nicht, dass sich die Mehrheit irrt ... es gibt nur einfach einen dankbaren Markt für "alternative Wahrheit" (um es mal vorsichtig zu umschreiben) und es gibt eben die Klientel, die solange den Arzt wechselt, bis einer mal die gewünschte Diagnose stellt.

Was du hier tust, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich aus Solidarität und Gemeinwohl hin impfen ließen ohne böse Hintergedanken und seit der Impfung ihr Leben nicht mehr im Griff haben. Du steckst hier einfach mal pauschal alle in eine Simulanten-Ecke, ohne dafür den geringsten medizinischen Beweis liefern zu können, dass die Beschwerden tatsächlich psychologisch oder somatisch wären.

Keiner rennt von Arzt zu Arzt, weil er nur mit einer bestimmten Diagnose gestempelt werden möchte. Die Leute rennen von Arzt zu Arzt, weil sich die meisten Ärzte schlichtweg 0 auskennen mit Long-Covid und/oder Post-Vac und/oder ME/CFS und in ihrer Unwissenheit dann die Leute als Psychosomatiker abstempeln.

Meinst du, diese Betroffenen wären nicht viel lieber wieder gesund und hätten ihr altes Leben zurück, statt in ihrer Verzweiflung von Arzt zu Arzt zu rennen, weil ihnen keiner hilft?

Desweiteren ist deine Unterstellung auch ein Schlag ins Gesicht der Uniklinik Marburg, die momentan noch als eine der wenigen Unikliniken in Deutschland überhaupt sich der Geschichte mit Post-Vac und Long-Covid angenommen hat und den Betroffenen TATSÄCHLICH hilft. Die Warteliste beträgt mittlerweile mindestens 1 Jahr.

Hier von einer "alternativen Wahrheit" zu sprechen, nur weil man's selber gerne nicht wahrhaben möchte und sich derart beratungsresistent vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verschließen, ist genau diese Haltung, die es Betroffenen so schwer macht, Gehör zu finden.

Hier mal ein kleines wissenschaftliches Update bezüglich der angeblichen "alternativen Wahrheit" über die mittlerweile nachweisbaren - möglichen - biochemischen Ursachen von Long-Covid und höchstwahrscheinlich auch Post-Vac:

https://www.scinexx.de/news/medizin/post-covid-zeigt-sich-an-der-dna/
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Sitzt nur mein Gegenüber in einer Echokammer? Bin ich so "besonders" das mir sowas nicht auch passieren könnte?
Das sind mMn zwei der in den letzten 3 Jahren viel zu selten gestellten Fragen an die wir uns schleunigst wieder gewöhnen sollten ... einfach weil diese zwei Fragen nunmal zwingender Bestandteil jeglicher Medienkompetenz sind.
Wie verlässlich sind die Quellen, denen ich nur zu gern einfach glauben können möchte und welche Informationen blende ich eventuell einfach aus, damit das auch funktioniert?

Diese Fragen solltest du DIR ganz dringend selbst stellen, denn offensichtlich hast du dich was das Thema Long-Covid und Post-Vac betrifft, längst vom aktuellen weltweiten wissenschaftlichen Diskurs verabschiedet. Ansonsten gerne mal den regelmäßigen Veröffentlichungen der Uni Marburg und Prof. Bernhard Schieffer (der dort die Post-Vac-Ambulanz leitet) folgen.
Für ME/CFS wäre das Prof. Scheibenbogen von der Berliner Charité (die für ihre Bemühungen, allein auf weiter Flur, im Herbst das Bundesverdienstkreuz erhalten hat). Soviel zum Thema "Alternative Wahrheiten"..
So eine Auszeichnung wird sicher nicht an "Alternative Wahrheitenverbreiter" verliehen...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Marvolo
Es handelt sich bei diesen Zahlen um die gemeldeten Verdachtsfälle und nicht um die Fälle mit gesicherter Diagnose.

Hier der entsprechende Bericht vom PEI (die pdf ist auf der Seite verlinkt), aus dem ich die Zahlen habe.
Ergänzung ()

Nebenbei ging es mir betont um Impfschäden und nicht um long- oder Post-Covid.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Man hat es nicht mit einer "Vertuschung" zu tun, wenn Mediziner feststellen, dass die beobachteten Schäden eben nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen sind. Meist sagen die das nicht einfach so, sondern liefern dazu Belege.
Das ist was die European Medicine Agency bis 08/2022 angeblich dazu herausgab:

EMA: Bis 08/2022 meldete die European Medicine Agency (EMA) über 2 Millionen
„Impfnebenwirkungen“ (-schäden) seit Beginn der „Impfkampagne“; ca. 850.000 davon
sind als schwere Impfschäden katalogisiert, 28.250 sogar als tödlich (darunter auch 244
Kinder).

Also 850 000 "schwere Impfschäden".
Das zeigt das es sie tatsächlich gab.
 
DerOlf schrieb:
Nebenbei ging es mir betont um Impfschäden und nicht um long- oder Post-Covid.
Wenngleich die Zahl der Impfgeschädigten im Vergleich zu Long-Covid oder ME/CFS deutlich niedriger ausfallen dürfte, bleibt deine Argumentation dennoch eine nicht wissenschaftlich fundierte Unterstellung.

Ja, Impfnebenwirkungen sind im Vergleich zu der Anzahl an bereits verimpften Impfdosen sehr selten, aber deswegen hier von Simulanten oder Leuten, die solange zum Arzt rennen, bis sie das hören, was sie wollen, zu sprechen, halte ich für Stuss.

Was ich eher hinter solchen Diskursen als eigentlichen Gesinnungsgrund sehe, ist die Tatsache, dass man auf Gedeih und Verderb bloß nichts anerkennen oder zustimmen möchte, was nur im allergeringsten Wasser auf die Mühlen der Querdenker und Schwurbler sein könnte bzw. was, egal wie gering auch immer, deren Behauptungen stützen könnte. SO funktioniert aber Wissenschaft nicht und auch keine seriösen wissenschaftlichen Diskurse...

Es GIBT Fälle von Impfnebenwirkungen, das ist Fakt. Dass die nach aktueller Einschätzung nur im Promille-Bereich liegen, gemessen an der Anzahl der Gesamtimpfungen, ist auch Fakt. Ebenfalls Fakt dürfte allerdings sein, dass die Dunkelziffer erheblich höher sein wird, aufgrund viel zu geringer Melderaten seitens der Hausärzte oder Kliniken. Aber keine Sorge, selbst dann wird sie den Erfolg und Schutz der Impfungen nicht torpedieren und euren Querdenkern und Schwurblern uneingeschränkt die Triumphkarte zuspielen...

Der richtige Weg ist jetzt nicht, etwaige Betroffene als Simulanten oder gar Querdenker, die jetzt einfach nur von Arzt zu Arzt rennen, um am Ende Recht haben zu können und "Seht ihr's, ich hab's schon von Anfang an gesagt und gewusst" sagen zu können, hinzustellen... Der richtige Weg ist, diese Betroffenen ernst zu nehmen, die Forschung maximal anzukurbeln, um so festzustellen, OB ihre Beschwerden tatsächlich nicht von der Impfung kommen, oder doch. Und falls doch, dann muss man das eben akzeptieren!

Genau daran arbeitet die Post-Vac-Ambulanz der Uniklinik Marburg und es wäre wünschenswert, wenn sich dem viel mehr Unikliniken anschließen würden. Ja, auch auf die Gefahr hin, dass die Zahl der Impfnebenwirkungen und somit auch die Kritik an den Impfungen steigen könnte und dann am Ende einige Gruppen "Ich hab's doch gewusst" skandieren könnten....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Marvolo
Du zeigst mir jetzt erstmal die Stelle, an der ich die Existenz von Impfschäden bezweifelt habe.

Dann bitte die Stelle, an der ich Impfschäden für Hirngespinste erklärt habe.

Ich habe nur auf die extrem geringe Quote an Verdachtsfällen bis ende 2022 hinweisen wollen.

@xxlrider
Auch die EMA dokumentiert lediglich Verdachtsfälle ... genau wie das PEI.
Diese Fälle werden dann scheinbar einfach aufaddiert ... allerdings enthält die dazu ausgewertete Datenbank bei der EMA (EudraVigilance) auch Mehrfachnennungen und eben nur Verdachtsfälle ... genauer ... jede Art von Beschwerden, welche in zeitlicher Nähe zu einer Impfung dokumentiert wurden, wurden unter dem Marker "Covid-19-Impfung" in diese Datenbank aufgenommen. Das ist eine wichtige Bestandsaufnahme, traugt aber schon aufgrund der vielen Mehrfachnennungen (mehrere Symptome auf einmal) kaum für eine Aussage über die Fallzahlen.
Einer Sprecherin der EMA zu Folge kann man aus dieser Datenbank solche Aussagen, wie du sie oben tätigst nicht herleiten.
Erstens führt die Tabelle lediglich Verdachtsmeldungen von Fällen auf, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung registriert wurden. Der Datensatz trifft also keine Aussagen darüber, ob die Impfungen die Ursache für die Beschwerden oder die Todesfälle sind. Dazu teilte eine EMA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur im Rahmen der Recherche für einen ähnlichen Faktencheck mit: "Die Tatsache, dass jemand ein medizinisches Problem hatte oder nach der Impfung gestorben ist, bedeutet nicht unbedingt, dass dies durch den Impfstoff verursacht wurde. Dies kann zum Beispiel durch gesundheitliche Probleme ausgelöst worden sein, die nicht mit der Impfung zusammenhängen.»

Zweitens werden in der EMA-Datenbank einzelne Fälle mitunter mehrfach aufgeführt, wenn Betroffene nach der Impfung mehrere Symptome zeigen, also mehrere mögliche Nebenwirkungen. Das ist auch der Fall, wenn sie sterben. "Da ein Einzelfall mehr als eine vermutete Nebenwirkung enthalten kann, ist die Summe der tödlichen Fälle (...) immer höher als die Gesamtzahl der tödlichen Fälle", so die EMA-Sprecherin. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer ist also geringer und lässt sich nicht aus der Datenbank ableiten.
https://www.focus.de/gesundheit/cor...m-geruecht-wirklich-dran-ist_id_14080568.html
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur
DerOlf schrieb:
eben nur Verdachtsfälle ... genauer ... jede Art von Beschwerden, welche in zeitlicher Nähe zu einer Impfung dokumentiert wurden
Das finde ich generell sehr eklatant, wie 1:1 die Argumentationsmuster umgedreht wurden. Bei Covid19 hieß es noch, es seien ja alle nur mit, aber nicht durch Covid19 gestorben. Bei den Impfungen hingegen wird nun genau das Gegenteil behauptet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Faluröd
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben