An Cloud-Gaming oder auch das Ende des PCs (als Spieleplattform, als Medien- und/oder Arbeitsgerät usw.) glaube ich erst, wenn es soweit ist.
Ich bin jetzt schon ziemlich lange dabei. Mein erster PC war ein 286er und davor diverse Homecomputer. In den letzten gut 25 Jahren gab es immer wieder großartige Prophezeiungen von namenhaften IT-Unternehmen.
Die "Net-PCs" gabs z.B. schon Mitte der 90er von Oracle und sie sind gefloppt. Von IBM gabs etwas später ebenfalls die Aussage, dass demnächst alle Anwendungen eh im Internet oder zumindest im Web-Browser laufen würden und deshalb würde sich auch OS/2 am Markt halten, weil Windows-Kompatibilität dann überflüssig sei. In eine ähnliche Richtung gingen die zumeist RISC-basierten, angeblich weit überlegenen Alternativen zu den etablierten IBM-Kompatiblen (WIntel). Obwohl sogar Microsoft selbst sie mit diversen Windows-NT-Versionen unterstützte (so wie heute ARM), wurde nie was draus.
usw.
Ich bin im Laufe der Jahre sehr skeptisch geworden, was solche radikalen Änderungen angeht. Bei allem rasanten technischen Fortschritt blieb die allgemeine Richtung der Entwicklung doch unterm Strich sehr konstant. Die IT-Welt ist in der Hinsicht extrem konservativ. Solche Sprünge hin zu alternativen Technologien, die die altehergebrachten Geräteklassen ersetzen, gibt es so gut wie gar nicht. Statt dessen dreht sich immer alles nur um "höher, schneller, weiter".
Ich bin überzeugt, in 10 Jahren gibt es mehr klassische PCs auf der Welt als heute. Daneben sicher auch andere ähnliche Geräte, die anzahlmäßig die PCs überteffen, aber keines davon wird den PC ersetzen. Die Frage nach dem besten PC-Prozessor wird sich 2023 immer noch genauso stellen wie heute oder wie 2003, 1993 oder 1983...