Weg von Windows hin zu Linux (Fedora) als Primäres OS

Linuxfreakgraz schrieb:
Die Frage die mich beschäftigt ist, wie findet man solche AUR Pakete und ihre Abhängigkeiten zu anderen AUR Paketen, damit man das sauber entfernen kann. Und am besten gleich durch das entsprechende Repository Paket ersetzen wenn es davon auch Abhängigkeiten gibt.
Alle AUR-Pakete (genauer alle fremden Pakete) siehst du mit pacman -Qqm. Alle Informationen zu einem Paket siehst du mit pacman -Qi paketname.

Um dein Problem genauer eingrenzen zu können, müsste man die Fehlermeldung sehen. Wäre es bespielsweise so eine Meldung:
Code:
sudo pacman -Syu
:: Synchronizing package databases...
 endeavouros is up to date
 core is up to date
 extra is up to date
 community is up to date
 multilib is up to date
:: Starting full system upgrade...
resolving dependencies...
looking for conflicting packages...
error: failed to prepare transaction (could not satisfy dependencies)
:: installing lib32-gst-plugins-base-libs (1.22.1-1) breaks dependency 'lib32-gst-plugins-base-libs=1.22.0' required by lib32-gst-plugins-ugly
müsstest du lib32-gst-plugins-ugly mittels pacman -Rs lib32-gst-plugins-ugly entfernen und dann pacman -Syu erneut ausführen.
 
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@foofoobar seien wir ehrlich und sachlich, dazu fehlt mir jede Kompetenz.

Evil E-Lex schrieb:
Alle AUR-Pakete (genauer alle fremden Pakete) siehst du mit pacman -Qqm.
Okay den Befehl schreibe ich mir auf.

Evil E-Lex schrieb:
Um dein Problem genauer eingrenzen zu können, müsste man die Fehlermeldung sehen.
Das wird schwieg wenn man weiter als bis zum Grub Menü nicht mehr kommt.
 
@foofoobar, auf eine Swap-Partition zu verzichten ist keine Alternative. Im Gegenteil, wenn dein Arbeitsspeicher vollläuft, dann ist Swap deine Rettung.
Und bis es bei 32 GB RAM mal zu einem "Swap-Strum" kommt, da muss ganz schon viel passieren.
 
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@Habicht ich empfehle ein dynamisches Swap File, meiner persönlichen Meinung nach das geschickteste. Aber soll jeder machen wie er glaubt.

@Evil E-Lex ich bezweifle das sich der Aufwand wirklich lohnt. Erstens hab ich da meine Experimentierfreude voll ausgelebt außerdem müsste man da mittlerweile eine Update Orgie durchführen. Eine saubere Neuinstallation finde ich da noch am vernünftigsten.
 
So, ich möchte euch mal ein Update geben. ^^

Nach einem Tag bin ich wirklich voll zufrieden. Die Probleme, die ich vorher mit Micro‑Tearing/Interlacing bei den anderen Distros damals hatte, besonders bei Textverarbeitung und Tabellen, sind unter Fedora KDE überhaupt nicht vorhanden.

Ich bin außerdem überrascht, wie reaktionsfreudig das System ist. Ich kann es nur so beschreiben: Texteingaben fühlen sich weicher und flüssiger an als unter Windows, egal ob im Browser oder an anderen Stellen.

Snapshots habe ich ebenfalls ohne Probleme eingerichtet. Für Root habe ich jetzt das volle Programm, mehrere Snapshots am Tag und eins beim Booten. So habe ich immer mindestens einen Snapshot vor jedem Update. Für Home lasse ich einmal pro Woche einen Snapshot erstellen, ist nicht ganz so wichtig wie Root.

Auf der Systemplatte habe ich für die Steam‑Library ein eigenes Volume eingerichtet, damit dieses nicht in die Home‑Snapshots einfließt. Ich überlege auch, für Flatpak ein eigenes Volume (oder sogar zwei) einzurichten, damit diese komplett aus den Home‑Snapshots verschwinden.

Steam als Flatpak war ein kleines Abenteuer, aber dank eurer Tipps mit Flatseal und Proton‑GE läuft alles und hat auch Zugriff auf die beiden zusätzlichen Platten sowie das extra BTRFS‑Volume für Steam.

Ein paar Spiele habe ich getestet und es läuft alles wie es Soll. Das Einspielen der Backups ist allerdings etwas umständlich, da ich mit Flatseal keine direkten Samba‑Shares einbinden kann. Selbst wenn ich das Samba‑Share mounte, findet Steam zwar die Backups, aber es kommt ein Fehler. Ich habe es aufgegeben und kopiere die Daten jetzt übers Netzwerk lokal rüber und installiere die Backups dann vom lokalen Laufwerk. (Immer noch besser als alles neu herunterzuladen, da müsste ich echt noch ein paar TB ziehen ^^)

Mein altes GW2‑Verzeichnis habe ich einfach rüberkopiert, GW2 in Steam eingebunden, und es rennt, als gäbe es kein Morgen. Damit ist das Thema „Steam‑fremde Spiele unter Linux“ für mich auch abgehakt, denn es funktioniert einfach.

Librewolf aus dem Flatpak läuft, hat aber dasselbe Problem wie Firefox :( Ich habe meist Tabs auf zwei Fenster verteilt, jeweils auf beiden Monitoren. Leider wird nach einem Neustart nur das Hauptfenster wieder geöffnet; das zweite bleibt geschlossen. (Mit Neustart von LibreWolf meine ich > Ich fahre den Rechner herunter und lasse die Programme automatisch schließen.) Hier muss ich mal schauen, woher das Problem kommt oder ob das unter Linux normales Verhalten ist. Windows hat sich die Fensterpositionen immer zuverlässig gemerkt.

Mein Fazit > Es hat sich definitiv gelohnt. Jetzt steht das zweite Abenteuer an, das Look & Feel nach meinen Bedürfnissen anzupassen. Ein paar Tools fehlen noch, aber das kommt nach und nach.

Aber nun werde ich erst einmal etwas zurückfahren. Die zwei Tage waren schon ziemlich stressig, sich das Wissen einzuprägen und gleichzeitig zu versuchen, all die Probleme zu beheben. Davon gab es reichlich, weil ich ein paar Dinge einfach nicht berücksichtigt habe oder es nicht besser wusste ^^ Aber dank eurer Tipps, dem Einsatz von Suchmaschinen und etwas Hilfe von AI bin ich nun wesentlich schlauer, was Linux und mein System angeht.

Es gibt ein paar Kleinigkeiten, bei denen ich noch schauen muss, wie das läuft – zum Beispiel kollidierende Repos von Fedora und RPM Fusion. KDE nutzt die Pakete aus dem Standard‑Repo, die aber bei manchen Dingen mit denen von RPM Fusion kollidieren.Aber das ist eine Aufgabe für einen anderen Tag.

Von daher denke ich, ich werde hier sicher noch die ein oder andere spezielle Frage ins Forum werfen. :)

Also nochmal vielen Dank an alle Unterstützer und die vielen Tipps.

Und noch ein schönes, „leider zu heißes“ Rest‑Wochenende !

Grimba schrieb:
Ich wünsche viel Erfolg. Ich finde es immer ganz wichtig Einsteigern wie dir mitzugeben: Wichtiger als die Wahl der "richtigen" Distribution ist vor allem der Einstieg selbst. Ohne lässt sich kein Gefühl entwickeln, was einem liegt und was nicht, das braucht ein wenig Zeit. Fedora ist eine gute Wahl für den Anfang. Und wenn du dich damit wohlfühslt, machst du nichts falsch auch einfach da zu bleiben. Es ist dein Rechner und deine Reise.

Danke, und ja, ich denke habe erst einmal meine Neue Heimat mit Fedora gefunden ^^
 
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Linuxfreakgraz schrieb:
ich empfehle ein dynamisches Swap File, meiner persönlichen Meinung nach das geschickteste. Aber soll jeder machen wie er glaubt.
Dann wird zusätzlich bei einer Anwendung die leakt noch ein Filesystem vollgeschrieben.

Damit wird das Chaos nur weiter vergrößert, und wenn man Pech hat ist das ein Filesystem in das beim booten geschrieben werden muss, was dazu führt das die Kiste möglicherweise nicht mehr richtig bootet.

CountSero schrieb:
Es gibt ein paar Kleinigkeiten, bei denen ich noch schauen muss, wie das läuft – zum Beispiel kollidierende Repos von Fedora und RPM Fusion. KDE nutzt die Pakete aus dem Standard‑Repo, die aber bei manchen Dingen mit denen von RPM Fusion kollidieren.Aber das ist eine Aufgabe für einen anderen Tag.
You loose.

Und wenn du gewinnen willst wende die Konzepte von Flatpack o.ä. an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber aber man installiert so schlecht programmierte Software nicht.^^ Scherz bei Seite, es reicht beim Firefox tausend Tabs zu öffnen und auf jeden Tab läuft ein anderes YouTube Video. Da das dynamisch ist verschwindet der temporale Datenmüll nachher wieder.

@CountSero unter Linux kann Steam Datenträger nicht selbst mounten, daher im Dateimanager in dem Fall Dolphin, die Festplatte selber einhängen und dann Steam starten. Weil sonst findet Steam die installierten Spiele nicht. Nur ein Hinweis.
 
Linuxfreakgraz schrieb:
@Habicht ich empfehle ein dynamisches Swap File, meiner persönlichen Meinung nach das geschickteste. Aber soll jeder machen wie er glaubt.
Dass das (also dieser Ubuntu-Weg) nichts bringt, wurde dir ja schon erklärt - was (wenn dir das Thema wichtig ist) hilft ist, bei RAM-intensiven Anwendungen den Swap im Auge zu behalten, vmstat ist dein Freund, einarbeiten in die Thematik darfst du dich selber.

Wie bereits erwähnt, bei Privatanwendern ist das Thema relativ irrelevant und hier im vorliegenden Fall mit Fedora noch weniger - Fedora legt automatisch bei der Installation eine Zram mit mindestens 8 GB an, die stehen zusätzlich zum Swap ebenfalls zur Verfügung, sprich, die hast eine weitere vom System angelegte Absicherung für genau solche Fälle.
 
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Linuxfreakgraz schrieb:
@CountSero unter Linux kann Steam Datenträger nicht selbst mounten, daher im Dateimanager in dem Fall Dolphin, die Festplatte selber einhängen und dann Steam starten. Weil sonst findet Steam die installierten Spiele nicht. Nur ein Hinweis.

Mir ist das auch klar, und darum ging es nicht. Es ging darum, dass man keine Samba-Shares in FlatSeal eintragen kann, damit Steam darauf zugreifen kann.

Auch das Einbinden des Samba-Shares im Home-Verzeichnis und das Erteilen der Rechte in FlatSeal funktioniert leider nicht. Steam versucht darauf zuzugreifen, aber es kommt zu einem Fehler.
 
CountSero schrieb:
Für Home lasse ich einmal pro Woche einen Snapshot erstellen, ist nicht ganz so wichtig wie Root.
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass Snapshots von Home eher sinnlos sind und man sich da lieber eine richtige Backupstrategie anlachen sollte, die die wichtigen Daten auf einem anderen Datenträger speichert. Du siehst ja selbst, dass du bereits mit Workarounds angefangen hast, um datenintensivere Ordner aus dem Snapshot auszuschließen.
 
@Garmor Ja, das werde ich noch machen. Es ist ja nur ein reiner Gaming‑ und Multimedia‑Rechner.
Alles, was verloren geht, kann ich wieder herunterladen. Meine wichtigen Daten liegen auf der NAS, und von dort wird alles zusätzlich gesichert.

Wenn ich mir damit aktuell Zeit sparen kann und dabei noch etwas lerne, werde ich es auf jeden Fall mal testen. Das Ganze ist jetzt ohnehin eher eine kleiner Lernkurs.
Ergänzung ()

@Linuxfreakgraz Kurzes Update: Es lag nicht am Samba-Share-Mount, sondern am Zielaufwerk. Ich kann jetzt direkt Backups vom Server in Steam installieren. Da waren wohl die Rechte falsch gesetzt.
 
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hust Dank AI laufen auch BluRays auf anhieb mit VLC hust
 
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Gut das Bluray funktioniert war mir bis zu diesen Thread neu. Hab ja kein entsprechendes Laufwerk um das zu testen.
 
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Habicht schrieb:
Wie bereits erwähnt, bei Privatanwendern ist das Thema relativ irrelevant und hier im vorliegenden Fall mit Fedora noch weniger - Fedora legt automatisch bei der Installation eine Zram mit mindestens 8 GB an, die stehen zusätzlich zum Swap ebenfalls zur Verfügung, sprich, die hast eine weitere vom System angelegte Absicherung für genau solche Fälle.
Gerade bei privaten Anwendern macht ein robustes Setup Sinn, jedenfalls wenn der Anwender nicht frickeln will oder soll.
Oder sind private Anwender durch Windows so konditioniert worden das diese Computer akzeptieren die auch schwierige Situationen nicht gracefull meistern?

Und zram & Co sind auch merkwürdig: https://chrisdown.name/2026/03/24/zswap-vs-zram-when-to-use-what.html
Und die dort genannten Gründe von Fedora für zram sind ziemlich bullshittig:
Their reasons for eliminating disk swap aren't entirely about memory management, and are largely also being driven by other system properties. For example, when swap evicts pages to disk, private keys, passwords, session tokens, and browser state end up on a persistent partition. zram sidesteps this entirely: it lives in RAM, and a reboot wipes it, so there's no risk of anything getting to disk. Swap encryption can help here too, but it adds configuration complexity and still requires trusting the key management story, and ultimately Fedora's goal is to eliminate the surface area, not layer mitigations on top of it.

Diesen Effekt kann man besser erreichen in dem man den swap jedesmal beim starten des swaps mit einem zufälligen key verschlüsselt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm, ist ja schön wenn du das alles bei dir so wunderbar eingerichtet hast - aber ehrlich gesagt interessiert mich die Thematik jetzt nicht sonderlich.
Ich bleibe beim KISS-Prinzip und lege einfach eine großzügig eingerichtete swap-partition an, damit bin ich die letzten 20 Jahre gut gefahren und ich gehe davon aus, dass das so bleibt. ;)
 
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Ich sehe jetzt auch nicht, was für einen Zusatznutzen mir zswap und zram bringen könnten. Denn meine Swap wird im Betrieb ohnehin praktisch nicht genutzt, dort liegen höchstens mal ein paar hundert KiB an Daten und zudem ist ist die Swap auf der NVME angelegt. Wirklich gebraucht wird sie nur für den Hibernation und bei dessen Einrichtung bin ich der Empfehlung gefolgt, die Swap als eigene Partition einzurichten. Genauso wie ich später auch /home in eine eigene Partition verschoben hab.
 
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seh ich auch so - und normalerweise passt man seine Hardware auch an die genutzten Anwendungen an.

Wenn ich bspw. mit DaVinci Studio professionell arbeiten möchte, dann bau ich mir halt auch eine Maschine, die wenigstens 128 GB RAM hat und falls das dann immer noch nicht reicht, dann wird halt erweitert. ;)
 
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