JumpingCat schrieb:
Ähm du musst das schon aber so machen:
Ich habe DHC schon weiter vorne empfohlen, dass man, wenn man eine Distribution das erste mal installiert, man schon die Standard Installation verwenden sollte, zumindest wenn man erwartet, das man nicht irgendwas nachinstallieren sollte. Aber ich weiß auch garnicht, worauf das hier hinauslaufen soll, denn DHC will scheinbar sehr spezielle Dinge machen und wundert sich dann, wenn er sehr spezielle Probleme bekommt.
Es gibt beim Standard Installer auch nicht soviel auszuwählen wie man oben sieht:
Wenn Du den Desktop weglässt, und ssh-Server auswählst, wird das mit ziemlicher Sicherheit keinen Einfluss auf die Installation von sudo haben.
Die Option "Standard-Systemwerkzeuge" sollte man in meinen Augen nur abwählen, wenn man genau weiß, was sie bewirkt.
DHC schrieb:
Dann wisst ihr ja, wie es mir die letzten Tage/Wochen erging.
Ich war schier am verzweifeln.
Wobei ja nun die Frage bezüglich sudo nichts zum verzweifeln ist, und Du hast es ja scheinbar auch hinbekommen es nachzuinstallieren. Du hast ja scheinbar das Ziel, einen reinen ssh-Server ohne graphischen Desktop zu installieren. Wie gesagt, ich würde das zumindest bei einer x86-64 VM nicht empfehlen, denn so groß ist der Resourcenverbrauch des Desktops (vor allem wenn niemand eingeloggt ist) nicht, dass sich der Verzicht lohnt. Das kann man auf Mni-Computern wie einem Raspberry-Zero machen.
Mir ist nach wie vor nicht so ganz klar, welche genauen Wissendefizite Du mit der Ausgangsfrage bzgl. Linux Literatur beheben willst.
Geht es um
- Arbeiten mit der Shell im allgemeinen, also basic commands wie ls, cp, ln, usw?
- Komplexe Shell Kommandos wie awk, sed, Nutzung von pipes?
- Shell Skripte
- Systemkonfiguration (also Konfigrationsdateien, Services wie systemd, usw.)
Man braucht nicht für alle Ziele alles (außer natürlich die Basic commands). Will man z.B. die Systemkonfiguration anpassen (z.b. spezielle Dateisysteme wie BTRFS enrichten, lvm verwenden, usw.), dann muss sich in das jeweilige Thema einlesen, aber man muss kein Shell Guru für sein.
RedPanda05 schrieb:
Was ist eigentlich der Grund, warum Debian Root favorisiert und Ubuntu Server Sudo?
Root ist halt die "traditionelle" Methode. Wobei es schon immer verpönt ist, sich direkt per root anzumelden (zumindest remote über z.B. ssh), sondern als normaler User und dann su zu verwenden.
sudo hat verschiedene Vorteile:
- Man braucht kein root Passwort mehr, was vor allem bei Systemen mit mehreren Admins ein Sicherheitsvorteil ist. Denn ein geteiltes Passwort (was man also irgendwo ablegen muss, bei Änderungen anderen mitteilen muss) ist immer ein Risiko. Mit Sudo verwaltet jeder User sein persönliches Passwort, kann es auch jederzeit ändern
- Dadurch dass das sudo einzelnen Kommandos vorangestellt wird, kann man gezielt nur die Aktionen mit root Berechtigungen ausführen, die sie auch benötigen. Das geht grundsätzlich auch mit su, aber da gibt es kein Passwort Caching, man muss bei jedem Kommando wieder das root Passwort eingeben.
- Sudo hat ein PlugIn Konzept für Security Policies, Logging und Auditing. Das ist natürlich auch alles nur im Unternehmeskontext interessant. Man kann z.b. den root Zugriff zusätzliche Authentication wie 2FA, Biometrie einstellen.
- Man kann aber, bei Bedarf, auch vereinfachte Policies definieren. Auf meinen lokalen Entwicklungs VMs habe ich z.B, nopasswd gesetzt, d.h. ich muss bei sudo nie ein Passwort eingeben. Das ist beqeumer, trotzdem arbeite ich nicht die ganze Zeit mit root. Ich glaube jeder, der schon lange mit Linux/Unix arbeitet, hat schon mal als root versehentlich ein rm -rf * im falschen Verzeichnis (oder was vergleichbar dummes...) gemacht...