Welche Bücher sind empfehlenswert zum Lernen von Linux (Debian)?

RedPanda05 schrieb:
Die Netinstall Iso kommt ohne Sudo daher.

Jetzt will ich es aber wissen :-)

Habe die debian-12.4.0-arm64-netinst.iso, die hier gerade noch liegt, als VM (mit UTM) auf meinem Macbook gestartet.

Da kommt jetzt dieser Dialog (im grafischen Installer)

1768498098960.png


Im Kleingedruckten steht, das sudo verwendet wird, wenn man kein root Password vergibt. Die Installation braucht noch ein paar Minuten, ich sag Euch bescheid, ob es dann wirklich sudo gibt...
 
Ich habe das auch schon ohne root-Passwort (Leer gelassen / weiter geklickt).
Ich nutzte aber nicht die Grafik-Version sondern die klassische Installation, wie zu DOS-Zeiten.
Da hatte es nicht funktioniert. Ich konnte überhaupt nichts machen, außer neu installieren mit root-Passwort.

Außerdem ist die aktuelle Version 13 und nicht 12.
Da hat sich wohl wieder so einiges geändert.
 
Sudo ist out-of-the-box da:
1768499092733.png

Ergänzung ()

DHC schrieb:
Außerdem ist die aktuelle Version 13 und nicht 12.
Da hat sich wohl wieder so einiges geändert.
Ich kann den Test auch gerne noch mit einer 13er ISO wiederholen, die muss ich nur erst runterladen.
Meine aktiven VMs sind zwar mittlerweile auf 13, aber die habe ich per Inplace-Upgrade erzeugt, und nicht per neuer Installation, daher habe ich keine ISO.

DHC schrieb:
Da hatte es nicht funktioniert. Ich konnte überhaupt nichts machen, außer neu installieren mit root-Passwort.
Klar, ein System ohne root Passwort und ohne sudo ist nicht funktional, das sollte nicht sein. Aber ich kann mir eher schlecht vorstellen, dass es da so einen Bug im Installer gibt...
Ergänzung ()

RedPanda05 schrieb:
stand der Dialog da schon immer
Das kann ich Dir natürlich nicht sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
TomH22 schrieb:
Dir natürlich nicht sagen.
Ich habe gerade mal in Debian 9 reingeschaut. Scheinbar war der da schon immer, vermutlich habe ich nie nach „the root user should not have an empty password“ weitergelesen xd
 
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So, habe jetzt noch 13 probiert, mit dem Text Installer:
1768500506419.png


Die Desktop-lose Installation als ssh Server habe ich jetzt nicht probiert, kann mir nicht so recht vorstellen, dass das einen Unterschied macht. So wie ich das verstanden habe, fehlt auch bei Eingabe eines root Passworts nicht sudo, sondern der non-root Benutzer wird einfach nicht in die sudoers Gruppe eingetragen.
Ergänzung ()

RedPanda05 schrieb:
„the root user should not have an empty password“
Ok, bei Debian ist es immmer wichtig das Kleingedruckte zu lesen.

Und dass deren Webseite eine Hölle aus der Steinzeit des Internets ist, da sind wir uns glaube alle einig.
 
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@RedPanda05, @TomH22
Dann wisst ihr ja, wie es mir die letzten Tage/Wochen erging.
Ich war schier am verzweifeln.

Ich bin eh grad wieder am Neuinstallieren.
So sieht die Auswahl bei mir aus:
1768501565309.png
 
Zuletzt bearbeitet:
DHC schrieb:
Dann wisst ihr ja, wie es mir die letzten Tag/Wochen erging.
Naja, ich brauche privat jetzt auch nicht unbedingt sudo. Root macht den Job ja auch 😅


Was ist eigentlich der Grund, warum Debian Root favorisiert und Ubuntu Server Sudo?
Zumindest würde ich das so aus den Installern ableiten.
 
@RedPanda05
Man liest aber immer wieder, dass man nicht mit root, sondern mit sudo arbeiten sollte.
Es wird wohl sein Gründe haben.

Deshalb installiere ich als erstes sudo.
Danach erfolgt alles immer mit vorangestelltem sudo.
 
RedPanda05 schrieb:
Naja, ich brauche privat jetzt auch nicht unbedingt sudo. Root macht den Job ja auch
Sagen wir mal so:
sudo ist ja eher dafür gedacht, das man spezifische Befehle unter einem anderen User-Account durchführen kann. So wie sudo aber dann dort (wie auch bei ubuntu) genutzt wird, ist das ja einfach im Wildcard-Modus zu fahren und dann kann man genauso gut auch das klassische su nehmen und sich sudo sparen.
 
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andy_m4 schrieb:
wie sudo aber dann dort (wie auch bei ubuntu) genutzt wird, ist das ja einfach im Wildcard-Modus zu fahren und dann kann man genauso gut auch das klassische su nehmen und sich sudo sparen.
Das war auch mein Gedanke, deswegen fand ich den unterschiedlichen Ansatz der Installer immer etwas kurios.


DHC schrieb:
Man liest aber immer wieder, dass man nicht mit root, sondern mit sudo arbeiten sollte.
Das nimmt sich privat wenig. Ich behaupte mal, dass die wenigsten sich hinsetzen und ihre sudo config anpassen.
 
andy_m4 schrieb:
Das funktioniert aber bei Debian nicht.
Da fehlen die Pfade (Envirnoment oder wie die heißen).
Man muss zwingend su - eingeben. Sonst kommt man nicht weit.

Ein weiteres Problem sind Gruppenzuordnungen.
Wenn man eine neue Gruppe einem Benutzer zuweisen.
usermod -aG sudo <benutzer>
dann muss man einen Benutzerwechsel durchführen, damit die neue Gruppe aktiv wird.
Wenn man keinen weiteren Nutzer deklariert hat muss man einen reboot durchführen.
Letztens habe ich ein 1,5 Stundenvideo von zwei Linux-Profis gesehen, die sind da selber darüber gestolpert.

Es ist alles nicht so einfach, wie man meint.
Theorie und Praxis sind halt nicht das selbe.
 
RedPanda05 schrieb:
Das ist nicht nur in debian so ;)
Warum liest man fast überall nur su?
Auch hier wurde nur su genannt, eben ohne das - (Minus).
 
JumpingCat schrieb:
Ähm du musst das schon aber so machen:
Ich habe DHC schon weiter vorne empfohlen, dass man, wenn man eine Distribution das erste mal installiert, man schon die Standard Installation verwenden sollte, zumindest wenn man erwartet, das man nicht irgendwas nachinstallieren sollte. Aber ich weiß auch garnicht, worauf das hier hinauslaufen soll, denn DHC will scheinbar sehr spezielle Dinge machen und wundert sich dann, wenn er sehr spezielle Probleme bekommt.

Es gibt beim Standard Installer auch nicht soviel auszuwählen wie man oben sieht:
Wenn Du den Desktop weglässt, und ssh-Server auswählst, wird das mit ziemlicher Sicherheit keinen Einfluss auf die Installation von sudo haben.

Die Option "Standard-Systemwerkzeuge" sollte man in meinen Augen nur abwählen, wenn man genau weiß, was sie bewirkt.

DHC schrieb:
Dann wisst ihr ja, wie es mir die letzten Tage/Wochen erging.
Ich war schier am verzweifeln.
Wobei ja nun die Frage bezüglich sudo nichts zum verzweifeln ist, und Du hast es ja scheinbar auch hinbekommen es nachzuinstallieren. Du hast ja scheinbar das Ziel, einen reinen ssh-Server ohne graphischen Desktop zu installieren. Wie gesagt, ich würde das zumindest bei einer x86-64 VM nicht empfehlen, denn so groß ist der Resourcenverbrauch des Desktops (vor allem wenn niemand eingeloggt ist) nicht, dass sich der Verzicht lohnt. Das kann man auf Mni-Computern wie einem Raspberry-Zero machen.

Mir ist nach wie vor nicht so ganz klar, welche genauen Wissendefizite Du mit der Ausgangsfrage bzgl. Linux Literatur beheben willst.
Geht es um

  • Arbeiten mit der Shell im allgemeinen, also basic commands wie ls, cp, ln, usw?
  • Komplexe Shell Kommandos wie awk, sed, Nutzung von pipes?
  • Shell Skripte
  • Systemkonfiguration (also Konfigrationsdateien, Services wie systemd, usw.)
Man braucht nicht für alle Ziele alles (außer natürlich die Basic commands). Will man z.B. die Systemkonfiguration anpassen (z.b. spezielle Dateisysteme wie BTRFS enrichten, lvm verwenden, usw.), dann muss sich in das jeweilige Thema einlesen, aber man muss kein Shell Guru für sein.

RedPanda05 schrieb:
Was ist eigentlich der Grund, warum Debian Root favorisiert und Ubuntu Server Sudo?
Root ist halt die "traditionelle" Methode. Wobei es schon immer verpönt ist, sich direkt per root anzumelden (zumindest remote über z.B. ssh), sondern als normaler User und dann su zu verwenden.

sudo hat verschiedene Vorteile:

  • Man braucht kein root Passwort mehr, was vor allem bei Systemen mit mehreren Admins ein Sicherheitsvorteil ist. Denn ein geteiltes Passwort (was man also irgendwo ablegen muss, bei Änderungen anderen mitteilen muss) ist immer ein Risiko. Mit Sudo verwaltet jeder User sein persönliches Passwort, kann es auch jederzeit ändern
  • Dadurch dass das sudo einzelnen Kommandos vorangestellt wird, kann man gezielt nur die Aktionen mit root Berechtigungen ausführen, die sie auch benötigen. Das geht grundsätzlich auch mit su, aber da gibt es kein Passwort Caching, man muss bei jedem Kommando wieder das root Passwort eingeben.
  • Sudo hat ein PlugIn Konzept für Security Policies, Logging und Auditing. Das ist natürlich auch alles nur im Unternehmeskontext interessant. Man kann z.b. den root Zugriff zusätzliche Authentication wie 2FA, Biometrie einstellen.
  • Man kann aber, bei Bedarf, auch vereinfachte Policies definieren. Auf meinen lokalen Entwicklungs VMs habe ich z.B, nopasswd gesetzt, d.h. ich muss bei sudo nie ein Passwort eingeben. Das ist beqeumer, trotzdem arbeite ich nicht die ganze Zeit mit root. Ich glaube jeder, der schon lange mit Linux/Unix arbeitet, hat schon mal als root versehentlich ein rm -rf * im falschen Verzeichnis (oder was vergleichbar dummes...) gemacht...
 
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@TomH22 den Großteil davon kannte ich schon, aber es ist trotzdem sehr hilfreich das einmal komprimiert dargestellt zu bekommen.
Danke dafür :)
Eine Frage hätte ich aber noch:

TomH22 schrieb:
Sudo hat ein PlugIn Konzept für Security Policies, Logging und Auditing. Das ist natürlich auch alles nur im Unternehmeskontext interessant. Man kann z.b. den root Zugriff zusätzliche Authentication wie 2FA, Biometrie einstellen.
Spricht die zusätzliche Authentifizierung nicht eher für root in diesem Kontext?
 
DHC schrieb:
Auch hier wurde nur su genannt, eben ohne das - (Minus).
Das Kommando heißt su, - ist ja nur eine Option. Ruf einfach man "man su" auf.

Du kannst auch su - <username> aufrufen um als User <username> zur arbeiten. "su" steht für "Set user", und nicht für "Superuser" wie oft fälschlich geglaubt wird.

Das "-" bewirkt, dass eine "Login Shell" für den Zielbenutzer aufgerufen wir, also dasselbe passiert, wie bei einem "echten" Login. Dadurch ist das Envrionment richtig gesetzt.
Ergänzung ()

RedPanda05 schrieb:
Spricht die zusätzliche Authentifizierung nicht eher für root in diesem Kontext?
Wie meinst Du das?
 
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TomH22 schrieb:
Dadurch ist das Envrionment richtig gesetzt.
Genau darüber stolpert ein Anfänger.
So ist es mir ja auch ergangen.

Aber mittlerweile, weiß ich das ganze halbwegs gut zu händeln.
 
DHC schrieb:
Man muss zwingend su - eingeben. Sonst kommt man nicht weit.
Ich hab nix Gegenteiliges behauptet.
Wobei su auch so klappt, aber wie Du schon sagtest: mit dem - erhält man auch gleich das Environment.
 
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