Welche Objektivkonstellation?

Phnxz

Lt. Commander
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Hallo zusammen,

nach meinem Geburtstag und vor meiner Amerikareise haben ich nun etwas Geld um dies in meine Fotoausrüstung zu investieren.

Ich besitze eine 500D mit 18-55 Kitobjektiv. Stativ wird auch gleich dabei gekauft.

Ich habe vor eine Rundreise in den USA zu machen und habe bei all den Bildern, die ich bisher zu der Gegend gesehen habe fast immer Brennweiten von ca. 10-20mm bemerkt.

Meine Frage zielt auf Folgendes ab:


Welche Objektiv-"Zusammenstellung" ist eure Meinung nach die Beste?

1. Sigma 18-250 (ca. 400€), Canon 50, 1,8 (ca. 100€)

- 18mm müssten mir im UWW-Bereich ausreichen, die lichtstarke Festbrennweite würde ich hauptsächlich zum Spass am Bokeh nutzen etc. (Auch wenn diese Brennweite dann quasi doppelt vorhanden ist)


2. Tamron 10-24 (ca. 400€),
Canon 55-250 (ca. 170€),
Canon 50, 1,8 (ca. 100€)

- Kein wirkliches Immerdrauf. Ich müsste viel wechseln. Dafür habe ich denke ich mal fast alles abgedeckt.




Was meint ihr? Habt ihr noch mögliche Ansätze oder Tipps etc?
Kann mich einfach nicht entscheiden! Mal ein paar Tage tendiere ich zum Immerdrauf von Sigma, dann graut es mir davor mögliche Objekte gar nicht ablichten zu können, da die Brennweite von 18mm einfach zu hoch ist...

mfg Phnxz.
 
Ein Superzoom wie das 18-250 würde ich mir persönlich nicht kaufen.

Solange die Lichtverhältnisse recht gut sind ist das Kit Objektiv schon gar nicht mal so schlecht, nur bei wenig Licht stößt man damit bedingt durch die geringe Blende irgendwann an seine Grenzen.

Die Preiswerteste Lösung wäre vermutlich zusätzlich ein 55-250 IS II, dazu dann vieleicht noch das 50mm 1,8. Am Crop sind 50mm aber manchmal schon zu viel, ich hab meins wieder verkauft und durch ein 30mm ersetzt.

Ein UWW ist immer eine etwas schwierige Sache, damit interessante Bilder zu machen ist wirklich nicht so einfach. Wenn man da nicht auf einen vernünftigen Bildaufbau achtet werden die Bilder am Ende schnell langweilig.

Wenn du ca. 5-600 Euro investieren willst bzw. kannst würde ich eventuell das 18-55 ersetzen durch ein Tamron 17-50 2,8 (ca 290€) oder Tamron 17-50 2,8 VC (ca 360€) und dazu noch ein Tele wie das EF-S 55-250 IS II (ca 220€) oder etwas teurer Tamron 70-300 VC USD (ca 330€)

Falls dir aber wirklich 18-55 bzw 17-50 als Standard Zoom zu wenig sind wäre vieleicht das schon genannte Sigma 17-70 oder auch Canon EF-S 17-85 ganz interessant. Top wäre da wohl das EF-S 15-85 IS USM, aber das ist alles andere als günstig, leider.
 
Wenn du in Städten bist solltest du auf jeden Fall ein UWW dabei haben!

Ich bin gerade noch in NYC und habe die mit Abstand meisten Fotos hier mit einem 16-35 an einer 5D gemacht, also dementsprechend was ein 10-xx an einem Crop-Body hergeben würde.

Am langen Ende kann man schon einiges im Bereich People-Fotografie machen und am kurzen Ende auch große Gebäude einfangen bzw. schlicht den ganz interessanten Effekt eines UWW ausnutzen.

Ansonsten kann auch ein Tele manchmal ganz interessant sein. Mir war es weniger wichtig und so haben wir nur das kleine 55-250 von meiner Freundin mitgenommen, reicht auch so lang es hell ist. PS: so ein leichtes Objektiv fühlt sich an der 7D ganz schön komisch an, aber meine Freundin hats geliebt.

Das 50er am Crop weiß ich nicht ob ich das für so eine Reise unbedingt bräuchte, ich hatte mein 85er dabei (entsprechend länger für FF) und hab es kein einziges Mal benutzt.
 
Was meint ihr? Habt ihr noch mögliche Ansätze oder Tipps etc?

Als ersten Ansatz würde ich mir mal überlegen, wie gut du mit deinen bisherigen Objektiven (also dem Kit-Objektiv) zurechtkommst. Hat dir bisher nach oben / unten hin Brennweite gefehlt? Wenn ja, dann wäre es am sinnvollsten, in die entsprechende Richtung zu erweitern. Oder liegt bei deiner bisherigen Fotografie eher der Fokus auf Freistellen bzw. Fotografieren bei schlechtem Licht? Dann wäre ein 2,8er Standardzoom oder eine Festbrennweite am sinnvollsten. Bei Festbrennweiten bist du halt auf den "Fußzoom" angewiesen, teste also vorher, ob das was für dich ist (nimm also dein Zoomobjektiv, stell es auf 50mm ein und mache dann eine Fototour, ohne zu zoomen). Zum Analysieren deiner Fotogewohnweiten kann ich auch das Tool "Exposure Plot" empfehlen. Da kannst du eine Statistik über deine verwendete Brennweiten und Blenden erstellen. Was fotografierst du normalerweise gerne? Auch davon hängt sehr ab, was sinnvoll ist.

Von Superzooms würde ich auch eher abraten. Die sind groß, schwer und mit mittelmäßiger Abbildungsqualität. Lieber würde ich in zwei gute Objektive investieren, die deinen fotografischen Vorlieben entgegenkommen. Davon hast du mehr als von der Möglichkeit, alles vom Weitwinkel bis hin zum Telebereich mit einer Linse abzubilden.
 
Vielen Dank für eure ausführlichen Posts!

Sicherlich ist ein UWW von sagen wir mal 10-24mm sehr attraktiv - gerade bei der Natur, die der Westen der USA bietet.
Momentan tendiere ich mehr zu einem lichtstärkeren Ersatz für mein Kit-Objektiv sowie ein Zoom-Glas ( Canon 55-250mm IS oder IS II ). Das vorgeschlagene Tamron ist dabei auch Spitzenreiter, da ich dann auf das 50mm Canon mit 1,8 Blende verzichten könnte. Somit eine Kombi aus 17-50mm 2,8 und 55-250mm Canon. Denke dass ich die Version mit Bildstabilisator bevorzuge, da gerade bei schwachem Licht die ein oder andere Belichtungszeit verwackelungsfrei wird.


Danke für eure Hilfe!

mfg Phnxz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn's unbedingt ein flexibles Superzoom sein muss, dann würde ich maximal das Sigma 18-125mm 3.8-5.6 nehmen. Das bringt noch eine ganz ordentliche Qualität über den kompletten Bereich, und reicht vom Tele her im Normalfall auch aus.
Die noch größeren Superzooms sind, finde ich, rausgeworfenes Geld, da sie eigentlich immer bescheidene Qualität bei allen Brennweiten bieten (einfach mal die Beispielbilderthreads im DSLR Forum durchschauen).

Das Tamron 17-50mm 2.8 (die alte Version ohne IS) kann ich auch sehr empfehlen, ist mein absolutes Allround-Objektiv und optisch sehr gut. Kontrast, Schärfe und Farben sind drei Preisklassen höher, als es eigentlich kostet, lediglich das Bokeh ist ein bisschen unruhig, das kann eine teure Portrait-Linse besser. Aber zu dem Preis - inzwischen kriegt man das ja fast geschenkt! Ich hab noch 360 dafür gezahlt, und selbst das war schon sehr günstig für diese Qualität.

Das neue Tamron mit IS soll ja nicht mehr ganz die gleiche optische Qualität haben - da wäre ich also erst mal vorsichtig. Vor allem, da ein IS bei einem Weitwinkelzoom nur in sehr begrenzten Anwendungsfällen etwas bringt, nämlich für sehr lange Belichtungszeiten bei statischen Motiven. Sobald sich im Bild etwas bewegt, braucht man sowieso Belichtungszeiten, die man bei 17-50 noch locker aus der Hand halten kann.
Da würde ich lieber eine bessere optische Qualität für weniger Geld bevorzugen, und die gesparten Euros in ein gutes Stativ investieren.
 
Zusammenstellung 2 ist besser. 18 mm ist kein Ultraweitwinkel an einer Crop Kamera, eher Normal WW.

Von daher ist auch das Super Zoom 55-250 nicht schlecht, natürlich gibt es bessere Teile, aber ich denke du bist hier gut bedient mit.

Ich fotografiere Vollformat, hatte auch mal ein Superzoom 28-300, ich war angenehm überrascht von der Qualität. Mein Nachbar hat nur ein Superzoom und macht hervorragende Fotos damit. Nachteil ist halt die bescheidene Lichtstärke. Ich habe als Weitwinkel ein 1:2,8 14-24 Zoom und eine 1:1,4 24 Festbrennweite, beide von Nikon (die kosten beide ein kleines Vermögen, aber so etwas kauft man normalerweise nur 1 mal).
 
Zuletzt bearbeitet:
würde auch niemals ein suppen zoom kaufen

für usa würde ich
1x ww
1x universal zoom
1x FB
1x tele

weiteres je nach gebiet, vll makro etc

bspw. 18-135mm, 70-300, 10-20, 50mm
Ergänzung ()

hier wird dieses thema mehrfach besprochen !
http://www.dslr-forum.de/search.php?searchid=663070
 
MikeBe schrieb:
Ich fotografiere Vollformat, hatte auch mal ein Superzoom 28-300, ich war angenehm überrascht von der Qualität.

Oft ist es nicht so... ich war letztes Jahr mit einem Pressekollegen unterwegs, der ein 28-300 Tamron auf einer 5D MkII hatte. Ich war mit der Videokamera unterwegs, weswegen er mir nachher Fotos schickte. Meine erste Reaktion war "oh mein Gott, die arme Kamera!"

Die Fotos waren so scharf und kontrastreich wie aus einer 1000D mit der billigsten Kitscherbe.
Wobei es zugegebenermaßen auch kein echter Profifotograf war, sondern ein Journalist mit dicker Kamera. Die Schärfe mag also auch an den Fähigkeiten gelegen haben :p
Aber ein echter Fotograf hätte dieses Objektiv nach spätestens einem Tag dezent irgendwo an die Wand gehauen, und den Schaden der Versicherung gemeldet ;)
 
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