Am dem was Rossibaer sagt ist was dran.
"Die" Sprache gibt es nicht, "die" Einsteigersprache sowieso nicht.
Wenn man eine Frage in der Richtung stellt erhält man x verschiedene Antworten, schließlich ist jeder irgendwo von der Sprache überzeugt mit der er arbeitet. Ich würde ein Einsteigerbuch für eine x-beliebige Sprache nehmen, wichtig ist es erst ein Mal die Grundlagen zu lernen. Der Rest, also die Syntax einer Sprache, ist dann nur Formsache. Wer mit einer Programmiersprache programmiert hat kommt auch mit einer anderen zurecht, trotz aller Unterschiede.
Ich beschränke mich mal darauf ein paar Beispiele aufzulisten:
Ich persönlich arbeite viel mit Ruby, auch in der Arbeit. Das ist aber vielleicht nicht so gut geeignet für Einsteiger, da es meines Wissens nach noch etwas an deutschsprachiger Dokumentation für Anfänger fehlt. "Die Programmiersprache Ruby" und das Pickaxe Buch sind zwar gut, aber nicht unbedingt für den Einstieg gedacht. Dank Rails wird Ruby zunehmend gefragter, wenn die Verbreitung momentan hierzulande auch noch eher gering ist.
Mit Perl kann man sehr schnell Programme zusammenhacken, es ist aber auch leicht sich da einige schlechte Angewohnheiten anzueignen, besonders wenn man ohne das "use strict" Pragma in die Tasten haut. Es gibt eine gute Implementation für Windows von ActiveState. Auf Linux ist Perl normalerweise ohnehin installiert und wird auch sehr oft für administratives verwendet, auch in dem Unternehmen in dem ich arbeite. Mit GUI schauts nicht so gut aus, ist ein bisschen Gefrickel um TK oder eine andere GUI zum Laufen zu kriegen. Besonders unter Windows.
Java ist nach wie vor unglaublich gefragt in Unternehmen, auch wenn ich persönlich kein Fan bin. Andere Vorteile sind die gute und reichliche Dokumentation, viele Benutzer und die gute Portierbarkeit der Programme. Den Zwang zu OOP kann man gut finden, muss man aber nicht.
C# hat eine sehr Java-ähnliche Syntax und ist sehr gut geeignet wenn du vorwiegend unter Windows arbeiten willst, .NET sei Dank. Durch Visual C# kann man auch relativ einfach gute GUIs machen.
C und C++ sind natürlich nach wie vor sehr wichtige Sprachen und es hilft enorm wenn man sich hier auskennt, besonders auch für Linux wo man viel selbst kompiliert. Es gibt aber durchaus Einsteigerfreundlicheres.
Python ist gut, verletzt meiner Ansicht nach aber FFF. Mir gefällt der Zwang zur bestimmten Gestaltung des Quelltexts persönlich nicht so. Natürlich sollte man sein Programm klar strukturieren, aber das "Wie" bestimme ich dann doch lieber selbst.
Für dynamische Webseiten ist immer noch PHP das Maß der Dinge.
Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden was er verwendet. Die Programmiersprache ist auch nur ein Werkzeug und jeder verwendet das was ihm am Besten gefällt.
OOP ist auch ein strittiges Thema, das wird immer als der Heilige Gral der Programmierung hingestellt. Letztlich ist es nur ein möglicher Weg. Ich verwende OOP (oder Teile davon) wenn ich es gerade passend finde, und ansonsten wird einfach funktional und modular programmiert. Ein Zehnzeiler braucht kein OOP. Nicht mal längere Programme brauchen es unbedingt. In großen Projekten kann es sehr hilfreich sein, aber es geht immer auch anders. Ich persönlich habe den Eindruck dass Leute, die mit funktionaler Programmierung angefangen haben (wie ich) nicht ganz so hin und weg von OOP sind wie die Leute, die von Anfang an damit gearbeitet haben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Triff deine eigene Wahl. Keiner kann dir das abnehmen. Für 10 die sagen Java wirst du 10 finden die C sagen, und wieder 10 sagen ganz was anderes.