Welcher NAS-Server

jigsaw1988

Cadet 3rd Year
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Hallo zusammen,

Ich habe mir jetzt diverse NAS-Systeme angeschaut und habe folgende im Visier:

Synology DS218J (ohne Festplatte)
TerraMaster F2-210 (ohne Festplatte)

Gibt es zwischen den beiden Produkten gravierende Unterschiede? Hauptsächlich möchte ich 4k-Inhalte abspielen.

Budget: ca. 150 €
 
Die Frage ist ja, wie du die 4k Inhalte abspielen willst.
Die DS218J kann die Videos nicht aufbereiten. Die Endgeräte bekommen die Videodatei so, wie sie auch vorliegt..
 
Meine Empfehlung: Nimm das Synology.
Gute Oberfläche, einfache Einrichtung, kann alles was Otto-Normal braucht und auch Hausfremde Apps sind darauf gut ausgelegt.
4K Videos kann sie auch Problemlos abspielen. Live-Transkodieren musst du sie hoffentlich nicht, dafür reicht einfach die leistung (beider Systeme) nicht. Richtiges Abspielgerät und man hat damit eh keine Probleme. Entweder TV kann alle nötigen Formate, oder z.b. FireTV Stick mit Plex/Kodi.

(iDomiX rät auch vom TerraMaster, 220, aber sollte egal sein, ab wegen Problemen, geschwindigkeit usw.)
 
Zuletzt bearbeitet:
jigsaw1988 schrieb:
Hauptsächlich möchte ich 4k-Inhalte abspielen.
Solange Du nie auf die Idee kämst, mehr als das zu wollen, kann man sich die DS218j evtl. antun - zum Transkodieren wurde ja schon geschrieben.

Aber ansonsten würd ich für keines der beiden Produkte Geld verschwenden.

@Silveran
wenn ich mich recht entsinne, rät iDomiX auch perse von der DS218j ab
 
Raspbery Pi 4 und das beste NAS gehört dir.

Natürlich musst du beim Pi alles selber einrichten.
Aber wenn es mal läuft läuft alles so wie du es haben willst.
 
Really?
Auf was sollte ich bei dem Pi 4 achten, was den Arbeitsspeicher und die Ausstattung betrifft?
 
TechX schrieb:
@Silveran
wenn ich mich recht entsinne, rät iDomiX auch perse von der DS218j ab
Nein per se rät er davon für normalen Ottonormal nicht ab. Wer höhere Anforderungen hat, ja. Ist halt Einstiegsserie.
IDomiX hat halt für sich höhere Anforderungen weil er ja auch mehr damit macht als nur Normale Nutzer die nur Videos abspielen, datenspeicher usw. brauchen.

@jigsaw1988: Da lass dich nicht Kirre machen. Das Synology NAS ist schon ganz gut.
 
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Fard Dwalling schrieb:
Die Frage ist ja, wie du die 4k Inhalte abspielen willst.
Die DS218J kann die Videos nicht aufbereiten. Die Endgeräte bekommen die Videodatei so, wie sie auch vorliegt..

Kannst du bitte diese Frage erstmal beantworten. Welche Geräte sollen über welche App 4K Videos darstellen?

Als Datei-Server geht zB auch eine Fritz!Box 7590. Die schafft > 20 MB/s Write und > 60 MB/s Read je nach Protokoll. Für 4K braucht es weniger als 15 MB/s Read.
 
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mgutt schrieb:
Kannst du bitte diese Frage erstmal beantworten. Welche Geräte sollen über welche App 4K Videos darstellen?

Als Datei-Server geht zB auch eine Fritz!Box 7590. Die schafft > 20 MB/s Write und > 60 MB/s Read je nach Protokoll. Für 4K braucht es weniger als 15 MB/s Read.
Hallo,

sorry für die späte Rückmeldung. Ich würde gerne die Inhalte am Fernseher mit Plex abspielen.
 
jigsaw1988 schrieb:
am Fernseher mit Plex abspielen.

Gut. Dann folgende Fragen:
a) Unterstützt dein TV den H.265 Codec in 4K?
b) Unterstützt dein TV DTS?
c) Wenn er kein DTS unterstützt, hast du Lust der MKV manuell AC3 Tonspuren hinzuzufügen?
d) Hast du Lust erzwungene Untertitel im Netz zu suchen oder manuell aus der MKV zu extrahieren/konvertieren, damit sie als separate SRT zur Verfügung stehen?

Wenn du eine Frage davon mit "Nein" beantwortest, dann brauchst du ein NAS mit einer CPU, die über Intel Quick Sync verfügt. ZB die DS218+ oder DS918+. Oder eine sehr starke CPU (> 3000 Punkte bei CPU Benchmark pro 4K Stream), die es bei Synology aber nur bei professionellen Modellen gibt.

Auf mich trifft übrigens b), c) und d) zu. Ich wandle extra alles, damit ich keine Transkodierung benötige.
 
Habe einen UE65KS8090:

a & b) ja
d) bei Bearf, ja

Ich denke ernsthaft über die Variante Raspberry nach. Spricht denn irgendwas dagegen?
 
jigsaw1988 schrieb:
Ich denke ernsthaft über die Variante Raspberry nach. Spricht denn irgendwas dagegen?

Dagegen spricht nur, wenn man kein Bock auf Linux, Kommandozeile, Bastel-Optik, usw hat. Außerdem ist sowas wie ein RAID mit einem RPI grenzwertig (USB Adapter, Zeitaufwand, etc.). Das einzige was für den RPI spricht ist der Preis. Meine Meinung ist, dass der in keiner Relation zur Zeit steht. Denn auch wenn das NAS mal installiert ist und läuft, so ist jede Problemlösung sehr zeitaufwendig, da man ständig in Foren unterwegs ist und nach Lösungen sucht. Außerdem geht dann eben nur das. Bei der Syno habe ich parallel noch andere Sachen laufen. zB MakeMKV im Docker (kann nicht jedes NAS), der automatisch meine BR Rips in MKV wandelt. Oder Active Backup, was Backups aller PCs abholt. Oder Cloud Sync, das alles in die Cloud sichert und optional sogar verschlüsselt. Bei einem RPI geht das auch irgendwie alles, aber der Aufwand ist eben viel größer und mal eben auf einen stärkeren RPI umziehen ist auch nicht. Bei Syno stecke ich die Platten einfach nach ein paar Jahren in das gerade aktuelle Modell oder in eines mit mehr Bays und es läuft weiter.
 
Das hätte ich vor 10 Jahren noch durchgehen lassen, aber mit minimalem technischen Verständnis ist der Aufwand kaum größer.
Kommandozeile benötigt man auch nicht zwingend. Einzig die GUIs sind tatsächlich etwas "altbacken" und nicht so klickie buntie wie bei Syno.

jigsaw1988 schrieb:
Really?
Auf was sollte ich bei dem Pi 4 achten, was den Arbeitsspeicher und die Ausstattung betrifft?
Auf gar nichts, du hast nur Auswahl bei der Ramgröße, aber da gibt es eine Goldene Regel. Zu viel RAM gibt es nicht.
 
Pandora schrieb:
mit minimalem technischen Verständnis ist der Aufwand kaum größer.

Das kommt auf die Definition von Aufwand an. Wenn du ein RAID konfigurierst oder dir eine Platte aus dem RAID flöten geht, dann sind das bei einer Syno wenige Klicks durch selbsterklärende Menüs inkl automatscher E-Mail-Benachrichtigung und Warntönen. Keine Ahnung welche GUI du da bei einem RPI nutzen willst. Jeder Schritt beim RPI wird da im Vergleich mit googlen usw mindestens 30 Minuten dauern.

Mal eben einen verschlüsselten Ordner anlegen ist auch nicht. Da müsste man schon gleich die komplette Partition verschlüsseln und wie entschlüsselt man die mal eben? Bei Syno geht das easy per Webclient.

Mein Beispiel selektiv Ordner per WebDAV zu synchronisieren ist auch nicht soo einfach umzusetzen und verschlüsseln schon gar nicht:
https://forum.ubuntuusers.de/topic/webdav-sync-client-ubuntu/

Und ein NAS spontan bei Mutti hinstellen, damit man auch von dort hochladen kann ist auch nicht mal eben mit dem RPI gemacht. Ich habe zB eine alte Syno, die ich jederzeit irgendwo hinstellen kann um große Backups schneller in die Cloud zu bekommen. Dank Quickconnect brauche ich mir keinen Kopf über Portfreigaben oder sonstiges machen. Und auf den RPI schiebe ich auch nicht über 2 LAN Ports mit über 200 MB/s Daten drauf, geschweige denn lese sie so schnell aus. Wobei ich zugegeben mittlerweile mit 10 GBit verwöhnt bin.
 
Bei Ubuntu mag das stimmen, aber es gibt auch für den Betrieb als NAS konzipierte Betriebssysteme. Für den Pi wäre OMV der Quasistandard und funktionell steht es dem DSM in nichts nach. Außer der Weboberfläche mit Windows 2000 Charme.

Edit: Ach verdammt, quick connect ist da tatsächlich noch ein Feature bei dem mir keine gleichermaßen simple Lösung einfällt.
 
Erst mal vielen Dank für die tolle Beratung.
Die (externen) Festplatten habe ich bereits hier. So gesehen benötige ich eigentlich nur ein "Gehäuse" mit einem Plex-Server. Demnach werde ich mich wahrscheinlich für den Pi4 entscheiden.
 
Pandora schrieb:
quick connect ist da tatsächlich noch ein Feature bei dem mir keine gleichermaßen simple Lösung einfällt.
Da fehlt noch vieles mehr im Vergleich:
  • ordnerbasierte Verschlüsselung (oder überhaupt irgendeine integrierte Verschlüsselung als Schutz vor Einbrechern usw)
  • jegliche Backup-Tools, die bei Syno enthalten sind wie zB Hyper Backup, Cloud Sync, Active Backup, Drive, usw
  • keine vollwertige BTRFS Unterstützung
  • keine 2-Faktor-Authentifizierung
  • kein File Caching (sei es RAM oder SSD)
  • kein Datei-Explorer, also nichts kopieren, verschieben, zippen, Netzlaufwerke einbinden, usw und damit auch keine Möglichkeit Daten vor Ransomware zu schützen. Ich lasse zB per Synology Active Backup für Business ohne Client meine Dateien vom Windows PC abholen und in ein Verzeichnis sichern, wo nur der Admin-Account Zugriff drauf hat. Der wiederum ist 2 Faktor geschützt und hat so gut wie alles gesperrt, so dass man nur über den Webclient an die Daten kommt. Kein PC kann also seine eigenen Backups löschen oder gar verschlüsseln (Ransomware).
  • kein Docker (in meinem Fall MakeMKV, MKVToolnix und Unifi Controller)
  • keine Aufgabenplanung (OMV braucht selbst Cronjobs, hat aber keine GUI dafür). Ich habe dort viele Scripte hinterlegt, die zeitgesteuert Aufgaben ausführen

Und das sind nur die Sachen, die ich nutze. Ich denke viele vergessen beim Preis was so ein Syno oder QNAP NAS noch so alles mitbringt.

Aber genug Gehate von mir. Wer nur eine simple NAS Funktion braucht ist mit OMV sicher auch gut bedient. Ich würde nur eben vorher prüfen ob dann nicht auch die NAS Funktion einer Fritz!Box ausreicht oder die Ordner-Freigabe eines Windows PC (= SMB Server).
 
Verstehe ich das richtig, dass ich ein Raspberry nicht als Netzlaufwerk am Rechner benutzen kann?
Also: Festplatte + Pi4 + Fritzbox = ich kann vom Rechner nicht auf die Festplatte zugreifen?
 
Natürlich geht das, aber eben nur wenn du eine entsprechende Software wie OMV installierst. Mit OMV kann der RPI dann zB SMB und du kannst dort angeben welche Ordner mit welchem User+Passwort erreichbar sein sollen. Hier ein recht kompaktes Video, wo du das sehen kannst:

Also nächste App würdest du zB den Plex Server installieren. Der nutzt sein eigenes Protokoll zur Kommunikation mit den Clients, greift nur eben auf die selben Verzeichnisse mit den Filmen zu.

Beide USB Platten kämen dann also an den RPI für die Dateien. Das Betriebssystem und die Apps liegen auf dessen SD Karte. Die Fritz!Box spielt in dem Setup gar keine Rolle.

Du musst dir nur eben noch Gedanken dazu machen ob du ein RAID, eine Verschlüsselung oder ein Backup benötigst. Entsprechende Lösungswege findest du ja zahlreich im Netz.
 
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