Im Grunde klingt das SM7B meiner Erfahrung nach ganz und gar nicht dumpf. Zumindest für ein dynamisches Mic sind da wirklich ordentlich Höhen vorhanden.
Wichtig ist dabei aber an welchem Preamp das Mic betrieben wird und wie man einspricht. Ist die Impedanz des Preamps niedrig, kann es schon passieren dass Höhen geschluckt werden. Hierbei entscheidend ist die Impedanz des ersten Preamps, als die des Cloudlifters. Der sollte aber 3KOhm haben und damit völlig unproblematisch sein.
Wie auch immer, mit dem Enhancer vom DBX solltest du das gut in der Griff bekommen. Das Gerät ist auch wirklich easy einzustellen, wenn man verstanden hat für was die unterschiedlichen Einzelbereiche gedacht sind.
Wichtig ist erstmal das Signal rauschfrei hinzubekommen, dann hat man bei den restlichen Einstellmöglichkeiten genug Freiheit ohne dass das Rauschen überhand nimmt.
Du musst einfach mal schauen ob du mit oder ohne Cloudlifter bessere Ergebnisse bekommst. Ohne wirst du die 60dB beim dbx fast ausreizen müssen. Ob das dann noch vom Rauschen passt, kann ich auswendig nicht sagen. Bei mir am ASP880 rauscht auch da immer noch (fast) nichts. Kann aber gut sein, dass du mit dem Cloudlifter ein besseres Ergebnis erreichst. Ich würde den auf jedenfall mit kurzem Kabel möglichst nah am Mikro anschliessen. Auch wie die Kabel liegen (weg von den Netzkabeln), macht von den Brummeinstreuungen trotz symmetrischer Leitung einen Unterschied, wenn man 60dB Gain in der Kette hat.
Wie
@CMDCake schon geschrieben hat, solltest du das Focusrite auf möglichst niedrigen Gain einstellen und das Focusrite Solo mit dem Output-Regler des DBX 286A pegeln. Beim Solo würde ich übrigens Eingang 2 nehmen und auf Line schalten. Das sollte insgesamt auch hier den bestmöglichen Rauschabstand bringen. Wichtig ist aber, dass wenn du an den Einstellungen des DBX was veränderst, dass du dann evtl mit dem Output Regler etwas nachkorrigieren musst.
Die Einstellungen von
@CMDCake finde ich als Ausgangssetting nicht verkehrt. Letzlich ist aber alles von der jeweligen Stimme und Aufnahmesituation abhängig. Und natürlich auch eine Geschmacksfrage.
Gerade der Kompressor dürfte für Einsteiger am schwierigsten einzustellen sein. Ich persönlich würde den Kompressor etwas schneller und stärker verdichtend einstellen, also den Density Regler weiter nach rechts drehen und dafür ggf den Drive Regler nicht so weit aufdrehen. Die beiden Regler sollte man in etwa Gegenläufig verwenden: Beide nach links bringt nix und beide zu weit nach rechts klingt übertrieben. Für eine ordentliche Kompression sollte die Gain-Reduction Anzeige mMn nach im Bereich zwischen 9-20dB arbeiten.
Achte aber darauf, dass der Kompressor das Rauschen hochzieht. Falls das zum Problem wird, kannst du das mit dem Drive Regler die Kompression etwas zurücknehmen.
Den Deesser lassen wir mal weg, es sei denn du bekommst Probleme mit zu scharfen und übertriebenen S-Lauten.
Beim Enhancer ist es im wesentlichen Geschmacksfrage wieviel man davon einsetzt. Man gewöhnt sich aber auch recht schnell an übertriebene Settings, deswegen ist ein guter Tip nochmal 1/3 bis die Hälfte zurückzuregeln wenn man eine Einstellung gefunden hat die einem aufs erste gefällt.
Den Expander würde ich nur dann hernehmen, wenn du Probleme mit dem Rauschen oder mit Nebengeräuschen hast. Die Einstellungen sind vor allem davon abhängig wie laut diese sind.
Lade dann einfach mal Testaufnahmen hoch, dann gibts ordentliches Feedback von uns.
Soweit mal...