Welches Macbook Pro gebraucht kaufen?

plasmabot

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Moin,

ich würde mir gerne ein MacBook Pro 15" zulegen und bin mir etwas unsicher, welches Modell ich nehmen soll. Ich habe mir schon die 2015er und 2016er Modelle angeschaut und habe gesehen das der Preis unterschied nicht so riesig ist. Aber ich habe gehört, das die 2016er Modelle probleme mit der Tastatut und dem Touchpad haben.

Hat jemand damit Erfahrung oder sagt ihr, dass das Problem nicht so extrem ist, wie ich mir das vorstelle.

Ich werde das Gerät hauptsächlich für die Schule/Studium und dem Programmieren benutzen.

Mich würde eure Meinung sehr interessieren.
 
Also ab den 2016er Modellen und danach (bis 2019 eingeschlossen) haben alle ein Problem mit dem Butterfly-Keyboard. Zwar hat Apple immer wieder versucht das irgendwie in den Griff zu kriegen, am Ende sind sie aber wieder mit der 2020er Serie zurück zum guten alten Scheren-Layout. Wenn du einen physischen ESC Key willst und nicht Capslock remappen möchtest und kein Keyboard benutzen willst, dass häufig 2-3x seit 2016 getauscht werden musste - wähle 2014 oder 2015er Modelle.

Alle 2014er und 2015er Modelle teilen sich alle den selben Prozessor - Intels i7-4xxxHQ Serie, alle haben 16GB Ram und PCIe SSDs. Die relevanten Unterschiede gehen los bei der GPU:
Alle Modelle haben die iGPU der Intel CPUs. Für die dedizierten GPUs gilt folgendes:
2014 hatte die GT750M (eine umgelabelte GT 650m aus der 2013er Serie) und die 2015er Serie hatte AMD GPUs.

Für aktuelle Programme und für die modernen Systeme (also ich sag mal 10.14+ und dann Big Sur) gilt, dass Apple keine ordentlichen Treiber für nvidia anbietet. Lieber zu AMD also.

Und bedenke noch etwas - wenn du auf Bootcamp setzen musst / darfst, also für eine native Windows Installation, dann wird dein Akku nicht sehr lange halten + dein Kühlsystem dauerhaft am Limit laufen, weil Apple keine ordentlichen Treiber für den dynamischen GPU (von iGPU auf dGPU) Wechsel anbietet.

Für dein Anwendungsgebiet würde ich auf ein MBP Mid 2014 mit mindestens 512GB SSDs und mit iGPU - also ohne nvidia oder AMD Grafik - setzen.
Ergänzung ()

Kleiner Nachtrag: die 2014er und 2015er Modelle sind nach 2017 nochmal deutlich im Wert gestiegen, weil viele Entwickler und kleinere Firmen versucht haben, noch die "guten, alten" Macbooks herzubekommen, als sich so langsam das Ausmaß der Butterflykeyboardgeschichte abgezeichnet hat.
 
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Da Apple kurz vor einem Architekturwechsel steht würde ich von gebrauchter Hardware die Finger lassen. Auch aktuelle würde ich meiden, wer weiß wie lange die Hardware noch mit Software versorgt wird.
 
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@wüstenigel Danke für deine sehr ausfürliche Antwort. Ein Bootcamp werde ich nicht benötigen, weil ich schon beim Mac Betriebssystem bleiben will. Und da ich die Tastatur für die Uni sehr in Anspruch nehmen werde, schaue ich mich jetzt lieber für ein 2014/2015 Modell um. Danke für die Antwort!
Ergänzung ()

@ghecko Ich hatte noch nie Probleme mit gebrauchter Hardware. Wenn man gut erhaltenes Zeug kauft und gut darauf aufpasst, wird schon nichts passieren. Mein Rechner habe ich auch aus gebraucht Teilen für 200€ zusammengebaut und der läuft schon 3 Jahre Problemlos und hält mit 800€ Rechnern mit.
 
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plasmabot schrieb:
Ich hatte noch nie Probleme mit gebrauchter Hardware. Wenn man gut erhaltenes Zeug kauft und gut darauf aufpasst, wird schon nichts passieren.
Du hast mich missverstanden. Apple ist ein geschlossenes Ökosystem, das jetzt komplett auf eine andere Architektur (ARM) umschwenkt, die gänzlich zu x86 inkompatibel ist. Der Softwaresupport von "alter" x86er Hardware erzeugt somit einen Mehraufwand und wie lange Apple und die Drittanbieter von Software das durchziehen ist fraglich. Dann fliegt man aus dem Softwareökosystem und hat nur noch über Umwege Zugang zu aktueller (gepatchter) Software. Gerade ältere Hardware ohne T-Chip sehe ich als Wackelkandidaten die als erstes aufgegeben werden. Gab es alles schon mal, als Apple von PPC auf x86 umgestiegen ist.
plasmabot schrieb:
Mein Rechner habe ich auch aus gebraucht Teilen für 200€ zusammengebaut und der läuft schon 3 Jahre Problemlos und hält mit 800€ Rechnern mit.
Weil es unter Windows und Linux kein Problem ist, aktuelle Software auf ältere Hardware aufzuspielen. Ist das nicht mehr möglich, ist die Hardware ebenfalls nutzlos. Und das droht dir bei Apple.

Wenn es unbedingt MacOS sein muss und du wirklich die aberwitzigen Preise für ein altes MBP bezahlen willst, rate ich dir gleich auf ein neues Modell mit ARM zu warten. Das kannst du dann auf Jahre nutzen und endet nicht nach 3-4 Jahren als Briefbeschwerer mit Alu Unibody.
 
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ghecko schrieb:
Du hast mich missverstanden. Apple ist ein geschlossenes Ökosystem, das jetzt komplett auf eine andere Architektur (ARM) umschwenkt, die gänzlich zu x86 inkompatibel ist. Der Softwaresupport von "alter" x86er Hardware erzeugt somit einen Mehraufwand und wie lange Apple und die Drittanbieter von Software das durchziehen ist fraglich.
Apple selbst ist eigentlich dafür bekannt, dass sie Hardware sehr sehr lange supporten. Ich denke bis der Support eingestellt wird für das MBP 14/15 ist hier für den Themenersteller nicht mehr relevant. Außerdem kann man dann immer noch das letzte supportete System weiterverwenden - gibt viele Leute, die immer noch ihre 2012er MBP verwenden, obwohl die keinen Support mehr erhalten. Oder man denke an die ganze Community auf reddit oder macrumors, die sich damit beschäftigt, auf alten Macs die aktuellste Software laufen zu lassen.
 
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@ghecko Ich glaube nicht das diese Umstrukturierung ein großes Problem wird, Apple kann ja nicht einfach auf Millionen von Benutzern ohne Updates lassen. Zu dem fällt jedes andere Notebook für mich Design technisch durch und da ich auch ein Iphone und AirPods habe ist denke ich ein Macbook besser geeignet. Trotzdem danke ich dir sehr für deine Antwort.
 
wüstenigel schrieb:
Ich denke bis der Support eingestellt wird für das MBP 14/15 ist hier für den Themenersteller nicht mehr relevant
Nun, garantieren kannst du es nicht, denn das tut Apple selbst nicht.
Ich sehe das ganze aus einem technischen/wirtschaftlichem Standpunkt, und da spricht alles dagegen, x86 mit durch die Zukunft zu schleifen. Ob es letztlich so eine kurze Nummer wird wie bei PPC->x86 werden wir sehen. Ich wollte nur drauf hinweisen, worauf der Zeiger bei Apple aktuell steht.
 
Bei der aktuellen Lage würde ich uU nach einem günstigen 2012er schauen. Damit läuft ohne großes Geprickelt noch Big Sur und in 1-2 Jahren kannst du dann auf ein ARM-Gerät umsteigen, allzu viel Geld wird mit einem sehr günstigen Einstieg ja nicht verbraten. Zumindest Linux läuft auf den "alten" MacBooks auch noch wirklich anständig, da sind selbst mit einem 2009er noch 5 Jahre Software-Support sicher, aber das ist ein anderes Thema.
 
Genau das, was @ghecko ansprach. Nämlich, dass dieses Jahr neue MacBooks kommen, welche erstmals (seit 2006) nicht auf Intel, sondern auf Apple Silicon-CPUs setzen, was für den weiteren Support der (aktuellen) Intel-Maschinen keine rosige Zukunft in Aussicht stellt.

Daher die Empfehlung zu warten und ein ARM MacBook zu kaufen, wenn es im Herbst/Winter dann soweit ist. Alternativ, wenn du nicht warten kannst, würde ich jetzt ein Gerät mit geplanter 2-3 jähriger Lebenszeit günstig(!) erwerben, anschließend mit 50-100€ Verlust (eher Nutzungskosten für die entsprechende Zeit) an einen Bastler weitergeben und dann auf ARM setzen.
Da bietet sich eben das Mid 2012 MBP an, da es für um die 220€ zu haben ist und noch mind. 2 Jahre Sicherheitsupdates erhält, wenn auch offiziell keine neuen Majorversionen mehr.
 
Da können bis auf wenige Ausnahmen wohl alle nur spekulieren. Ich gehe aber von ähnlichen Preisen wie momentan aus.
 
Ich sehe kein Problem darin, jetzt (gebrauchte) Macs zu kaufen.
Insbesondere, wenn man, wie @plasmabot augenscheinlich nicht immer das Neueste vom Neuen besitzen muss. Allerdings würde ich mehr darauf achten, diese schlimme Tastatur nicht im Gerät zu haben, denn mit der ist ein Hardwareausfall eher vorprogrammiert als durch Software-EOL.
 
Werde mir jetzt ein 2013er Modell kaufen und dann bis nächstes Jahr warten. Danke für eure Hilfe.
 
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Allein wegen des Mac Pros, der immerhin mind. 8.000 Euro kostet, werden sie den Support für ihre Intel-Geräte nicht innerhalb von zwei Jahren droppen. Bis das gesamte Portfolio auf die eigenen Chips umgestellt ist, wird es ohnehin auch erstmal dauern. Ich denke darüber sollte man sich wirklich keine Gedanken machen.
Schon beim Wechsel von PowerCPU zu Intel hat man die Unterstützung für die alte Architektur 5 Jahre lang beibehalten.
Und das zu einer Zeit, wo Apple-Geräte ohnehin kaum verbreitet waren (Marktanteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Heute hat Apple je nach Quelle 15-20% Marktanteil. Auch weil alte Geräte relativ lang genutzt werden. Ich gehe fest davon aus, dass Apple es tunlichst vermeiden wird, den Support für Intel zu früh rauszuschmeißen.
 
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@ghecko Was hast du denn genau gemacht
plasmabot schrieb:
Mein Rechner habe ich auch aus gebraucht Teilen für 200€ zusammengebaut und der läuft schon 3 Jahre Problemlos und hält mit 800€ Rechnern mit.
 
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