Welches Mini-ITX-Gehäuse zur lautlosen Kühlung mit i3?

Cyberae

Lt. Commander
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Hi,

ich möchte mir einen kleinen Desktop-PC im Mini-ITX-Format aufbauen.
Bisherige Komponenten sind ein Mini-ITX-Mainboard samt passendem Core i3. Optisches Laufwerk wird nicht unbedingt benötigt, wichtiger sind möglichst kleine Abmessungen und möglichst geringe Geräuschentwicklung.

Ich suche daher noch ein kleines Mini-ITX-Gehäuse, dass sich möglichst leise kühlen lässt (am besten langsam drehender 120er oder so). Als Netzteil würde ich eine PicoPSU verwenden.
Achja: Ein integrierter SD-Cardreader und USB3/eSATA wären super!

Würde mich über Vorschläge freuen...
Danke!
cyb
 
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Wie viel Geld willst Du denn ausgeben und werden noch andere Komponenten wie 'ne GraKa verbaut?
Wenn Geld keine Rolle spielt:
Streacom FC8
 
Ich denke, am besten würde sich ein LianLi Q07 eignen mit ca. 11L Volumen. Wenn du eine Pico-PSU verwendest, findet im Gehäuse sogar ein TR HR02 Macho Platz, der mit dem i3 leichtes Spiel haben wird. Passivbetrieb sollte möglich sein (zumindest mit UV), ansonsten reicht ein Lüfter auf 300rpm.

Kannst dir ja mal den Thread von Zwirbelkatz anschauen, der hat allerdings einen i7 2600K verbaut: LINK

EDIT: Wenn Geld keine große Rolle spielt, wäre natürlich auch ein Fanless-Case mit Heatpipe-Kühlung eine Überlegung wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenns wirklich "das perfekte Gehäuse" ist, spielt Geld nur eine sekundäre Rolle.

Allerdings sind mir beide vorgeschlagenen Gehäuse fast noch etwas zu groß. Gibts nichts kleineres?
Geht aber schon in die richtige Richtung, v.a. das FC8; auch wenn das fast zu edel ist.


Achja: Eine Graka soll nicht verbaut werden; eine IGP reicht mir. Wird ein reiner Desktop-Rechner (surfen, Mail, Videos, Musik, etc.).
 
Danke für eure Beiträge! :)

@ Shaav: Das PC-Q02 geht in die richtige Richtung, aber so ganz das, was ich will, ist es trotzdem nicht.

@ Peter_Shaw: In der Liste ist leider gar keines dabei, das mir so 100% zusagt.

Ein Gehäuse, dass mir halbwegs gefallen würde, wäre das Antec ISK 110: http://geizhals.at/de/692226
Allerdings hat es kein USB 3.0, kein Cardreader... und ich weiß auch nicht, ob und wie leise man das mit einem i3 sinnvoll kühlen kann. Ein 100er-Lüfter ist nun auch nicht unbedingt riesengroß (wenn auch besser als 80er oder 90er)...

Eure Meinung?
 
Das im ersten Post verlintke Streacom FC8 25*24*10 cm groß, viel kleiner gehts nicht, wenns leise sein soll.

Wenns wirklich klein sein soll passt wohl nur sowas in dem Schnitt:
http://geizhals.at/eu/416793
http://geizhals.at/eu/574296 (hat mehr Platz für den CPU-Kühler, mit etwas Glück passt ein Scythe Big Shuriken)

Was die CPU angeht: Ob T-Modell oder nicht, ist relativ egal. Die Unterschiede im Stromverbrauch sind sehr gering.

mfg
 
@ KainerM

Der 2100T verbraucht 5-10W weniger, das ist durchaus ein relevanter Unterschied, wenn man nicht viel Platz für die Kühlung hat.

@ TE

Wenn kein Gehäuse deinen Ansprüchen genügt, musst du dir wohl ein Casecon bauen, am besten mit Heatpipe-Kühlung. ;)
Oder doch ein Komplettpaket? --> LINK
 
Ja, ich bin wählerisch! ;)

Das Q09F gefällt mir optisch nicht.

Ich denke, für einen kleinen Desktop-Rechner reicht die kleine i3 Variante mit 35W TDP aus, oder?
 
Naja, die 35W Varianten zahlen sich nur seltenst aus. Ob der Prozessor unter Vollast 35W oder 49W braucht ist egal. So groß ist der Unterschied zwischen den normalen i3 und den T-Varianten. Also ruhig den 65W kaufen, das geht sich schon aus.

https://www.computerbase.de/artikel...test.1481/seite-8#abschnitt_leistungsaufnahme
Zwischen 2100 und 2100T liegen 9W - aber da ist auch der Wirkungsgrad des Netzteils schon drinnen, der bei maximal 15% Last relativ niedrig sein wird. Wobei für ein echtes Office-system auch der Pentium G mehr als ausreichend ist. Der verbraucht gleich viel wie der 2100T und hat nur etwa 10% weniger Leistung, kostet aber die Hälfte. Wenn die fehlenden Features für dich egal sind passt der wie die Faust aufs Auge.

Mfg
 
Ein Core i3 braucht nie und nimmer 50W. Es dürften eher um die 35W sein (siehe dazu auch hier und hier), der i3 2100T liegt dann in etwa auf Celeron-Niveau und verbraucht wohl gut 25W. Bei diesen Messungen bleibt das NT außen vor, sodass dessen Effizienz keine Rolle spielt.
Und wie gesagt: Wenn man keinen Platz für einen großflächigen Kühlkörper hat und das System dennoch leise sein soll, machen 10W mehr oder weniger durchaus einen Unterschied.
Wenn man die Features eines i3 nicht benötigt, kann man natürlich auch was Kleineres nehmen, ich würde da aber gleich zum Celeron raten, da dieser einfach das bessere P/L-Verhältnis hat.
 
Was sind denn konkret die Unterschiede zwischen i3 und z.B. Celeron?
Würde evtl. auch ein AMD E-350 reichen?

Ich arbeite halt an einem großen Bildschirm mit vielen Sachen gleichzeitig: Browser mit 50+ Tabs, Thunderbird, Messenger, FTP-Client, Feedreader, Dropbox, GIMP... Alles an und für sich keine große Sache, aber vielleicht in der Masse doch etwas hakelig?

Würde man einen i3 in dem Antec ISK 110 http://geizhals.at/de/692226 sinnvoll unterbringen und kühlen können? Es muss nicht unbedingt lautlos, sollte aber zumindest sehr leise sein.

cyb
 
Zum unterschied zw. i3 und Celeron: Gestrichen wurde der Großteil der Features, zum Beispiel HT (die kleinen Sandys können nur 2 Threads parallel bearbeiten) oder QuickSync.

Siehe dazu auch hier:
Pentium processors suffered most in this situation, as the list of differences between them and the Core i3 is quite long. Inexpensive Pentium CPUs not just got lower clock speeds than Core i3, they also do not support Hyper-Threading and Quick Sync as well as AES and AVX instructions.

Celeron turned out a little luckier in this case. Since almost everything they could possibly disable in Sandy Bridge processors has already been disabled in Pentium, they differences from the higher-end series are truly minimal. Celeron processors have smaller L3 cache: it has been reduced from 3 MB to 2 MB. Besides, the entry-level processors work at lower clock frequencies than Pentium CPUs: the maximum frequency of their computational cores doesn’t exceed 2.5 GHz and the graphics core works at 1.0 GHz maximum frequency.
Quelle: http://www.xbitlabs.com/articles/cpu/display/celeron-g540-g440_2.html#sect0

Die Unterschiede zwischen Celeron und Pentium sind also eher gering, bei beiden fehlen die meisten Features der i3-CPUs. Ob du diese Features jedoch benötigst, musst du selbst wissen.

Zum E350: Mir wärs zu knapp. Die CPU-Leistung ist wirklich gering, nicht zu vergleichen mit der des Celeron etwa. Leistungsaufnahme und Anschaffungskosten sind auch nicht wirklich ein Argument: E350-Boards gibts ab 80€, H61-Board+Celeron G530 ab 95€, die maximale LA des G530 liegt bei 25-30W.
Dazu solltest du dir diesen Test ansehen, aus dem auch das obige Zitat stammt. Hier tritt ein SingleCore Celeron gegen einen E350 an. Dazu muss gesagt werden, dass der SingleCore (G4xx) im Idle deutlich mehr verbraucht als ein Dualcore (G5xx), da ihm EIST fehlt und somit die Spannung nicht abgesenkt wird. Auch die Leistung des G440 ist deutlich geringer als die des G530/40 (ungefähr Faktor 3!), das kannst du aber alles auf den vorangehenden Seiten nachlesen.

Grüße,
Peter_Shaw

EDIT: Zum Antec ISK 110: Ich denke schon, dass man da etwa einen Scythe Kozuti ohne Probleme unterbringt, womit eine 30W-CPU doch recht leise zu kühlen sein dürfte. Gut sind hier die vielen Öffnungen, sodass der Luftaustausch auch ohne zus. Gehäuselüfter kein großes Problem darstellen sollte.
Falls doch ein optisches LW mit rein soll: http://geizhals.at/de/499780
 
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wow, danke für deinen super-hilfreichen Beitrag!
Schade, der E-350 fällt damit wohl raus.

Kannst du oder wer anderes einschätzen, wie sich der kleine i3 (2,5 bzw. 2,6GHz) im Vergleich zu einem E8300 (3,0GHz) schlägt?
Mit 35W TDP gibt es ja auch einen i5. Ist der deutlich besser/performanter/effizienter und damit dem i3 zu bevorzugen?

cyb
 
Ich denke, der Core i3 wird schon ein Stück schneller sein, wobei der Unterschied in single-threaded-applications geringer und in multithreaded-applications aufgrund von HT größer ausfallen dürfte.
Hier findet sich im Performance-Index ein E8600 (3,3GHz), das kann schon mal ein Anhaltspunkt sein.

Der Core i5-2390T ist interessanterweise gar kein echter Vierkerner, wie man vermuten könnte, hat aber sonst alle Funktionen der i5-Reihe, was wohl die etwas seltsam anmutende Namensgebung erklären kann.
Besonders aufgrund der allen i5-CPUs eigenen TurboBoost-Technik kann sich der 2390T je nach Anwendung trotz moderatem Basistakt von 2,7GHz recht deutlich vom i3 2100T absetzen, da er auf bis zu 3,5 (!) GHz hochtaktet (3,1 GHz bei Last auf beiden Cores).
Außerdem bietet der i5 im Gegensatz zum i3 2100T AES-Unterstützung.
Auf die Verbrauchswerte eines i3 2100T kommt man mit dem i5-2390T natürlich nicht, da dürfte die Differenz mindestens 5 Watt betragen.

Genaueres zu den CPUs sowie Benchmark-Ergebnisse und Messungen der LA findest du hier.
 
Macht der Sprung vom Dualcore i3 zum Dualcore i5 Sinn? Ist der spürbar oder eher zu vernachlässigen für das beschriebene Szenario?
Würde ich evtl. sogar von einem Quadcore profitieren?

Einen Quad würde man aber wiederum kaum im Antec ISK 110 betreiben können - oder?
 
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