Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Fujiyama schrieb:
Was ich damit sagen will ist das China zwar etwas tut (nur mäßig),
Kannst du gern weiter behaupten es stimmt aber nicht. Meine Interpretation ist dann wohl doch nicht falsch gewesen. Du willst aussagen, dass China wenig tut. Und das stimmt einfach nicht.

BTW. auch wir bauen nicht nur EE aus... Warum sollte China dann nicht erlaubt sein, neben EE auch konventionell auszubauen?
 
Fujiyama schrieb:
Was ich damit sagen will ist das China zwar etwas tut (nur mäßig), jedoch gleichzeitig immer mehr CO2 ausstoßt und das auch die nächsten Jahre so weiter machen wird.
Dann frage ich dich:
Soll China in Zukunft weiterhin für uns billig produzieren oder lieber mehr fürs Klima machen ?
Wärst du bereit dafür dann das z.B. 3-fache zu bezahlen ?

Ist der Verursacher in diesen Fällen wirklich China oder sind es nicht die westlichen Firmen die dort produzieren lassen ?
Viele dieser Firmen geben sich als Klimaneutral aus, ist das nicht einfach nur Greenwashing ?
 
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Unsere Regierung hat ja schon unklug gehandelt, als diese die Akws abgeschaltet haben, und statt dessen die Braunkohlekraftwerke weiter zu betreiben, alleine das verursacht schon 15Millionen Tonnen CO2 mehr.

Zum Thema China und CO2, ja China baut massiv erneuerbaren Energien aus und kommt auf ca. 1500Gigawatt Leistung ca 35% der Weltweiten Produktion, Deutschland kommt auf 150Gigawatt Leistung bei den Erneuerbaren, wenn man es allerdings auf die Bevölkerungszahlen umlegt sind die noch weit hinter uns.
Quelle

@Kassenwart bin zwar nicht der gemeinte, ich würde viele Produktionen gerade für Europa wichtige wieder zurück holen, es wurde ja in Europa nicht unbedingt alles günstiger als es ins Ausland verlagert wurde, sondern einfach mehr Gewinn abgegriffen.

Siehe Bekleidung, viele Markenhersteller lassen im Ausland fertigen, und verlangen Preise die Trigema auch verlangt oder sogar mehr letzterer produziert aber in DE.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fujiyama schrieb:
Momentan ist Deutschland aber nur die einzelne Stimme die nix ändern kann.
Wie kommst du darauf? Wir sind nicht das einzige Land und ein Vorreiter im Klimaschutz erst recht nicht. Das Pariser Klimaabkommen haben 195 Länder unterzeichnet.

Wir sitzen alle im selben Boot und vielen ist das auch mittlerweile bewusst. Wir haben Verbündete. Es ist kein David gegen Goliat, auch wenn so eine Steinschleuder für den schnellen Sieg schön wäre. Ich bin in der Hinsicht viel optimistischer als du villeicht, aber dafür pessimistischer was unsere Fähigkeiten anbelangt im Bezug auf Symptombekämpfung. Das Problem wird ja immer größer. Wie lange kommen wir dagegen an, wenn wir die Ursache nicht angehen? Immer wieder Pflaster auf eine größer werdende Wunde kleben?

Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit klimaneutral zu werden um hoffentlich große Teile der Erde bewohnbar zu halten. Danch gibt es dann vielleicht noch die Chance mehr Treibhaugase zu binden als wir außstoßen. Vieles werden wir dann nicht mehr rückgängig machen können.
 
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drago-museweni schrieb:
(…)wenn man es allerdings auf die Bevölkerungszahlen umlegt sind die noch weit hinter uns.
Ich würde mir einen größeren Bruchteil vom (geplanten) Gesamtausbau in China für Europa jetzt wünschen. China und der Führung kann wirklich viel vorgeworfen werden, klotzen statt kleckern in Hinblick auf EE ist dennoch dort Programm.

https://www.theguardian.com/world/2023/jun/29/china-wind-solar-power-global-renewable-energy-leader

Währenddessen wird hier noch Technologieoffenheit diskutiert.
 
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@SE. ja das ist dann wieder der Vorteil wenn einer das Sagen hat, und das auch durchgezogen wird bei uns undenkbar.

Bin den Chinesen auch neidisch um Ihre Druckluftspeicher, das habe ich bei uns auch noch nicht gehört.

100Megawatt Leistung
 
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@drago-museweni
Ich würde mir nur wünschen, dass sich die „führenden Industrienationen“ an China einfach mal wenigstens beim EE Ausbau ein Vorbild nehmen.
 
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Bei was sollten sich die anderen Industrienationen noch ein Vorbild nehmen?

Beim Kohleverbrauch...
1689703030459.png

link

Oder bei der Bedrohung anderer Länder (Taiwan)?

Übrigens zählt der Sektor Militär nicht zur CO2-Bilanz. Deshalb würde die Besetzung von Taiwan auch nicht CO2-neutral vonstatten gehen.

Den CO2-Wert in der Atmosphäre juckt diese ganze Naivität ohnehin nicht...

1689703176103.png

link

Spätestens gegen Ende des Jahrzehnts, werden die Klimawandelfolgen so massiv sein, dass nach jedem Plan B gegriffen wird, der halbwegs funktioniert. Das wird m. E. mit hoher Wahrscheinlichkeit Geoengineering sein, mit all seinen negativen Begleiterscheinungen, für die es dann auch wieder Lösungen bedarf.
 
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@SW987 den ganzen Text hättest dir sparen können da es nur um EE geht, der Rest ist hinlänglich bekannt von China, und Bedrohung anderer Länder macht nicht nur China, andere greifen sogar wirklich an da ist China noch ein kleines Licht.

So oder so, der Planet wird sich weiter drehen und dem Klima tut es auch nichts wenn es uns nicht mehr passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
SW987 schrieb:
Bei was sollten sich die anderen Industrienationen noch ein Vorbild nehmen?
Schrieb ich doch. Der Zubau von Kohle ist vor allem überwiegend ungenutztes Backup, soweit ich weiß.

SW987 schrieb:
Oder bei der Bedrohung anderer Länder (Taiwan)?
Ich bezog mich einzig und allein auf EE. Ich dachte das hätte ich deutlich genug formuliert.
SW987 schrieb:
Gibts dazu relevante Forschung mit greifbaren Ergebnissen?
Ich meine, Fusion ist auch schön, aber eben nicht auf sehr sehr lange Zeit verfügbar. Darauf zu hoffen ist naiv wenn jetzt der Umbau stattfinden muss.
 
Revan1710 schrieb:
Doch genau diese Meinung kam doch gerade wieder hoch und hast du auch geliket: Sich auf die Folgen (eines ungebremsten Wandels) vorzubereiten anstatt zu versuchen, die Auswirkungen so gut es geht einzudämmen.
Man sollte beides tun, wirklich. Die CO2 Erzeugung nimmt immer weiter zu. Die Erderwärmung wird realistisch gesehen nicht mehr aufzuhalten sein, es sei denn die Klimamodelle rechnen falsch. Aber da sind sich ja alle einig, dass das nicht so sein wird.

Jetzt sag ich ja, wir müssen CO2 reduzieren. Das bedeutet aber nicht den Klimawandel aufhalten, sondern Schaden begrenzen. Wir sehen in Südeuropa und auch in den USA, was da Wettertechnisch los ist. In Phoenix grad 19 Tage hintereinander über 43 Grad. Das gabs noch nie. Das wird Tote geben, das wird vielleicht nun immer häufiger passieren.

Was kann man tun? Weiterhin bis 2035 oder 2045 oder weiß der Geier Ziele formulieren, obwohl die Welt schon brennt? Das macht doch keinen Sinn. Wir müssen im HIER und JETZT schon viel tun, aber da helfen uns keine Wärmepumpen, die in 20 Jahren eingebaut werden müssen und evtl. den CO2 Ausstoß von Deutschland irgendwann senken würde, wenn das Klima weiter erhitzt, ist das doch bescheuert.

Spielplätze im freien für Kinder sind unbenutzbar geworden teilweise. Kein Schatten. Keine Bäume. Keine Grünflächen. Alles ist versiegelt. Wir müssen JETZT Maßnahmen ergreifen um das Leben erträglicher zu machen. GLEICHZEITIG kann man natürlich auch Ziele definieren um unseren CO2 Ausstoß weiter zu reduzieren. Aber dennoch frag ich mich, warum es dann unbedingt heißen muss, dass man Hauseigentümer gängelt? Warum werden gleichzeitig Kohlekraftwerke weiter betrieben, die soviel mehr CO2 ausstoßen, als Deutschland durch das Heizungsgesetzt bis Ende 2045 einsparen will? Das ist doch bescheuert.
 
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Fujiyama schrieb:
In dem verlinkten Artikel steht nur das es ein Gesetztesentwurf ist. Wer weiß ob das alles so später umgesetzt wird und ob nicht weiterhin Kohlekraftwerke in Indien geplant und gebaut werden.
Die Aussage ist, das weitere Kohlekraftwerke schlicht nicht benötigt werden. Zu teuer, zu unrentabel. Außerdem hat auch Indien seine Klimaneutralität angekündigt.
"Indien hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Intensität der nationalen Wirtschaft bis zum Ende des Jahrzehnts um weniger als 45 % zu reduzieren, bis 2030 eine kumulierte installierte elektrische Leistung von 50 % zu erreichen und bis 2070 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen."
"Indien wurde unter den Top-5-Ländern der Welt und als das beste unter den G20-Ländern eingestuft, basierend auf seiner Leistung beim Klimawandel."
Quelle
Fujiyama schrieb:
Was ich damit sagen will ist das China zwar etwas tut (nur mäßig), jedoch gleichzeitig immer mehr CO2 ausstoßt und das auch die nächsten Jahre so weiter machen wird.
Das ist soweit richtig auch wenn man immer sehen muss mit welcher Auslastung oder überhaupt diese neuen Kohlekraftwerke letztendlich wirklich laufen werden. Bei einem Ausbau der regenerativen Energien grösser als die EU und die USA zusammen würde ich nicht von nur "mäßigen" Investitionen sprechen. Wo stehen wir denn dann?
Letztenendes finde ich kann man die Ausrede "Aber China..." einfach nicht mehr gelten lassen. Bei vielen wird es vielleicht erst ein Umdenken geben wenn man den Sommerurlaub nicht mehr wie gewohnt in Italien, Südfrankreich oder Spanien verbringen kann. Das wird sich zwangsläufig verlagern. Auf Mallorca verlässt aktuell kaum noch jemand das Haus oder Hotel.
 
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getexact schrieb:
Man sollte beides tun, wirklich. Die CO2 Erzeugung nimmt immer weiter zu. Die Erderwärmung wird realistisch gesehen nicht mehr aufzuhalten sein, es sei denn die Klimamodelle rechnen falsch
Dann sind wir uns ja eigentlich doch einig. Dass eine gewisse Erwärmung schon da ist und nicht mehr umzukehren ist, ist auch klar. Es macht trotzdem einen Unterschied, in welchem Maße diese noch weiter zunimmt und wie katastrophal sich damit die Folgen verschlimmern.

getexact schrieb:
Aber dennoch frag ich mich, warum es dann unbedingt heißen muss, dass man Hauseigentümer gängelt? Warum werden gleichzeitig Kohlekraftwerke weiter betrieben, die soviel mehr CO2 ausstoßen, als Deutschland durch das Heizungsgesetzt bis Ende 2045 einsparen will? Das ist doch bescheuert.
Genau da beißt sich die Katze dann in den Schwanz. Die Mehrheit scheint endlich die Dringlichkeit und Notwendigkeit nach Maßnahmen begriffen zu haben, gleichzeitig gibt es bei jeder Maßnahme aber dann ein großes Geschrei, frei nach dem Motto "Bitte schnell und wirksam etwas gegen den Klimawandel tun, aber bitte so, dass es mich nicht tangiert".

Der Gebäude-Bereich und wie wir heizen ist nun mal eine große Stellschraube, die auch angegangen werden muss. Das ist aber eben kein Vorhaben, dass man innerhalb von einem Jahr schafft - ansonsten wäre es definitiv radikal und sozial kaum umsetzbar.
Über das "Wie" lässt sich freilich wieder streiten, aber wie das nun wieder abgelaufen ist, ist einfach nur ein Trauerspiel. Die Grünen werden in dieser Richtung wenigstens überhaupt aktiv (wie gesagt über das wie kann man streiten) und genau daraus wird ihnen ein Strick gedreht: Die Union feuert mit allem dagegen, weil man schließlich kein Gesetz der deklarierten "Feind"-Partei durchwinken will bzw. sich da einbringen will anstatt konstruktiv mitzuwirken und die Springer-Presse macht daraus wieder einen Riesen-Skandal, den die Populisten natürlich gerne aufgreifen.

Derweil spart die FDP im Verkehrsministerium keinen mg CO2 ein und bohrt in den Gesetzen der Koalitionspartner fleißig Schlupflöcher für die Lobbyverbände.

Wir können uns eben nicht nur die Rosinen rauspicken bei den Maßnahmen - der eine oder andere saure Apfel wird für jeden dabei sein. Wie meistens wird man solchen Dingen aber auch nicht nachtrauern und über vieles wird man nicht einmal reden.
 
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Revan1710 schrieb:
aber bitte so, dass es mich nicht tangiert".
So funktioniert aber leider die Demokratie. Die Regierung hat Mittel und Wege die Ziele zu erreichen. Das ist aber dann leider kein Selbstläufer, sondern muss dem Bürger vermittelt werden und zwar glaubhaft, sonst verlieren die Parteien ihre Macht, weil sie keine Stimmen bei der nächsten Wahl bekommen.

Jetzt kann ich also meine Politik danach ausrichten, dass man Klimaschutz und CO2 Einsparung schafft, dennoch auch den Bürger mit ins Boot bekomme. Das ist alles keine Raketenwissenschaft, sondern nennt sich "Kommunikation". Und an der hapert es gewaltig. Und das ist noch untertrieben.

Der Bürger ist derjenige, der die Zeche mit Steuern bezahlen muss. Er sieht die Regierung, die sein hart verdientes Geld verschwendet, 100 Mrd. für Bundeswehr hier, Millionen für PKW Maut dort, Mrd. Hilfen da hin und dort hin. Steuerlast am Maximum. Am Besten sollen alle bis 70 arbeiten, weil wir ja einen Fachkräftemangel haben, bitte keine Teilzeit mehr, und die doofe Generation Z will nur noch im Home Office arbeiten. Dann werden Atomkraftwerke abgeschaltet und Kohle hochgefahren, der Bürger soll aber auf seinen Verbrenner verzichten und sich am Besten ne neute WP einbauen. Egal ob das Gebäudetechnisch Sinn macht, dafür wiederum Ressourcen des Planeten drauf gehen und wiederum wieder CO2 entsteht.

Du merkst: man redet sich dumm und dusselig. Immer wieder die selben Argumente von Seite A und Seite B. Ein ewiger Streit. Aber eben größtenteils selbst durch die Regierungen selbst verschuldet, die selbst mit dicksten Karren durch die Welt fahren, aber der Bürger soll jendes und dieses tun. Die politische Kaste schafft sich dadurch evrl. bald selber ab, weil sie keine greifbaren Lösungen für den Bürger hat.

Sie schwallern über Mrd. Beträge und Summen, die sich kein Mensch mehr vorstellen kann. Und all das + die aktuellen, realen Nöte der Menschen, konfrontiert mit einem "abstrakten" CO2 Problem...das geht nicht mit solchen Top Down Entscheidungen, glaub mir.
 
getexact schrieb:
Wir müssen JETZT Maßnahmen ergreifen um das Leben erträglicher zu machen
Was wären den diese Maßnahmen ? Hast du vielleicht ein paar Beispiele ?

Aber bitte keine Verbote
Aber bitte nichts was den eigenen Geldbeutel belastet
Aber bitte nichts was unserer "armen" Wirtschaft schadet
Aber bitte erst wenn auch China mitmacht

Und welche Partei soll man dann eigentlich wählen ?
 
Kassenwart schrieb:
Was wären den diese Maßnahmen ? Hast du vielleicht ein paar Beispiele ?
persönlich denke ich gibt es ein paar Maßnahmen,. die man ergreifen kann.

  • Home Office nicht weiter zurückbauen, sondern ausbauen, somit wird Verkehr vermindert und CO2 eingespart. Zumindest fahren dann weniger Autos auf den Straßen
  • Ladenetz ausbauen und zwar schnell, damit E-Autos auch für normale Menschen ohne Eigenheim pratkisch sein kann
  • Tempolimits

Thema Ungleichbehandlung: "Während die Ärmsten in Deutschland 2019 etwas über 3 Tonnen CO2 pro Jahr emittierten, waren es beim reichsten 1 Prozent etwa 105 Tonnen – also fast das 35-fache. Schaut man bei den Reichsten auf noch kleinere Gruppen, steigt diese Ungleichheit weiter an: Die Emissionen der reichsten 0,001 Prozent in Deutschland, etwa 800 Menschen, werden auf 11.700 Tonnen im Jahr geschätzt – das Tausendfache des deutschen Durchschnitts.

Zwischen 1991 und 2019 sind die Emissionen in Deutschland um etwa 34 Prozent gesunken. Das liegt vor allem an den ärmeren zwei Dritteln der Bevölkerung, die ihre Emissionen um mehr als 34 Prozent reduzierten, teilweise deutlich mehr. Das reichere Drittel sparte dagegen unterdurchschnittlich. Und schaut man auf die reichsten 800, die 0,001 Prozent, so senkten diese ihre Emissionen nicht, sondern erhöhten sie sogar um 10 Prozent. Somit haben in Deutschland diejenigen, die weniger zur Klimakrise beigetragen haben, mehr Verantwortung beim Klimaschutz übernommen."

Ich würde also im Sinne der Fairness definitiv auch Luxus stärker besteuern und gesetzlich reglementieren.

  • Privatflugzeuge verbieten? Oder härtere Regeln? Gerne.
  • Wir sollten mehr Grünflächen in Städten schaffen. Mehr Bäume pflanzen. Mehr Trinkbrunnen installieren.
  • Wir sollten mehr, kleine E-Fahrzeuge bauen, die erschwinglich sind und keinen weiteren Q8 E-Tron mit 400km Reichtweite für 100.000€+
  • Förderungen von Menschen, die finanziell nicht die Mittel haben ihre Heizung auszutauschen und keine Gießkanne anwenden.

Ansonsten fällt mir bestimmt noch mehr ein. Muss ich drüber nachdenken. Gibt vieles was man machen kann.
 
Mir will nicht in den Schädel, wie man sich derart wegen ein paar Euro einnässt, wenn die Bude buchstäblich in Flammen steht. Was hat man denn von seinem schönen Eigenheim, wenn jenes in einer staubtrockenen Wüste steht oder von der nächsten Flut vernichtet wird? Freut man sich dann ganz dolle über ein bisschen mehr Geld auf dem Konto?

Es ist ja auch nicht so, als würde irgendjemand genötigt, von heute auf morgen zehntausende Euros in die Hand zu nehmen. Es sind durchaus entsprechend lange Zeiträume eingeplant, in denen sich ein Eigenheimbesitzer entsprechende Finanzierungen leisten können sollte. Es wird halt von den Springermedien so hingestellt, als würden die Leute "mit der Brechstange" in den Ruin getrieben, und die Leute fressen das. Gefordert wird dann, einfach gar nichts zu tun.

Jo, und dann stellen sich einige Leute hin und erzählen dir, dass man ja noch gar nicht genau wisse, welche Folgen der Klimawandel habe. Obwohl genau jetzt das passiert, wovon die Wissenschaft seit 30-40 Jahren redet und was stets gekonnt ignoriert wurde. Mehr noch, es passiert schneller, als gedacht. Mit den derzeitigen Hitzerekorden rechneten die Experten erst zur Mitte des Jahrhunderts. Der Klimakollaps wurde für 2100 angepeilt. Kannste dir ausrechnen, dass der auch früher anklopfen könnte.

Wieder andere blubbern hübsche Fantasien darüber, sich auf den Klimawandel einzustellen. Klar, musst du ja letztlich tun, denn der Klimawandel kommt nicht, er ist schon längst da. Dennoch müssen die CO2-Emissionen auf 0 runter. Denn ansonsten wird das Ganze schlicht unkontrollierbar. Die Niederlande und New York werden unter Wasser stehen, weltweit dürften sich 1-2 Milliarden Klimaflüchtlinge auf den Weg machen, nebenbei brennen uns die Ernten buchstäblich weg. Wie genau willst du dagegen angehen, wenn du noch weiter Öl ins Feuer gießt?

Vor allem wird es auch dramatisch teurer, je länger wir so tun, als sei alles in bester Ordnung. Was diese lustige Vorbereitungen auf den Klimawandel kosten, dagegen sind die Maßnahmen zur CO2-Reduzierung doch ein feuchter Furz. Da bin ich dann echt gespannt, wer denn den ganzen Spaß bezahlen will. Ich glaube nicht, dass diejenigen, die schon wegen einer Wärmepumpe das Flennen kriegen, die innerhalb der nächsten Jahrzehnte anstehen könnte, sich da freudig freiwillig melden.

Zuletzt wäre da noch die schöne Ausrede mit China, was aber im Thread bereits hinlänglich als Unfug entlarvt wurde. Kein Land auf der Welt investiert mehr in die Erneuerbaren als China. Klar kannste hübsche Statistiken posten, auf denen die CO2-Emissionen seit den 90ern angestiegen sind. Du kannst auch auf Kohlekraftwerke verweisen, die infolge der Stromausfälle der letzten Jahre hastig als Reserve hochgezogen wurden und werden. Trotzdem investiert China massiv in Erneuerbare. Währenddessen schwafeln wir in Europa weiter von "Technologieoffenheit" und nachdem wir bei E-Autos deshalb längst abgehängt wurden und die Solarbranche ebenfalls von der Klippe haben springen lassen, sind wir nun im Begriff, die Windkraft auch abzugeben. Aber hauptsache Diesel im Tank, vielen Dank.

Aber was weiß ich schon. Tschuldigung für den Rant, manchmal überkommt es mich.
 
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Der Plan ist seit Jahrzehnten gut @getexact ... was fehlt ist die Motivation für die oberen 1%.
Genau Motivation ... am besten intrinsisch ... kannste aber wohl vergessen, bei solch einem Nachwuchs:
Da herrscht tatsächlich die Meinung, dass man es sich erlauben könne, dass tausendfache des Durchschnitts rauszuballern, weil man ja auch (mindestens) 1 Million mal soviel leistet.
Ausserdem sparen ja die Armen für die reichen mit ... beim sehen dieses Videos verspürte ich tatsächlich Lust, Backpfeifen zu verteilen ... gerade bei den reichen Kindern. Mir wäre so ein Gelaber endpeinlich.

Die Ärmsten sparen teilweise freiwillig ... zu einem großen Teil wird der "Verzicht" aber darauf zurückzuführen sein, dass das Geld einfach mal knapp ist. Ich war seit 20 Jahren nicht mehr im Urlaub sondern genieße stattdessen die Ruhe in meiner Heimatstadt (hier ist es recht schön, solange genügend Leute im Urlaub sind).
Ich bin noch nie geflogen, besitze weder Auto noch FS, ernähre mich weitestgehend fleischlos ... und auch das mache ich seit 20 Jahren.
Ich habe mir das Recht erarbeitet, andere zu fragen, was sie beitragen und ihnen dann zu sagen, dass das ein feuchter Furz ist.

Eine realistische Lösung sehe ich aber ehrlich gesagt auch nicht ... aber die Natur wird das Problem lösen ... die Frage ist, wie viel von der Menschheit bei dieser "natürlichen" Lösung dann draufgeht.

Mir ist es mittlerweile echt egal ... die Menschheit bekommt wie immer genau das, was sie verdient. Ich habe mich bemüht, es nicht so sehr zu verschlimmern ... aber es ist eben wirklich so, dass man damit ziemlich alleine dasteht während sich andere Null einschränken und stattdessen lieber nach Ausreden suchen.

Akzeptable Maßnahmen haben leider meist NULL Wirkung ... deswegen sind sie ja akzeptabel.
Medizin, die wirkt, schmeckt eben einfach scheiße.
 
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getexact schrieb:
So funktioniert aber leider die Demokratie. Die Regierung hat Mittel und Wege die Ziele zu erreichen. Das ist aber dann leider kein Selbstläufer, sondern muss dem Bürger vermittelt werden und zwar glaubhaft, sonst verlieren die Parteien ihre Macht, weil sie keine Stimmen bei der nächsten Wahl bekommen
Genau dieser Versuch wird aber gerade beim Heinzungsgesetz doch komplett torpediert. Wie soll man den Bürger denn mitnehmen, wenn Teile der Medien daraus einen Skandal machen und Teile der Opposition es auch einfach nur einstampfen will anstatt es auszubessern?

Ein Großteil hat doch immernoch garnicht verstanden, wie das Gesetz überhaupt aufgebaut ist. Hängengeblieben ist nur der böse Habeck, der am nächsten Morgen bei dir klingelt, um deine Ölheizung einzukassieren.

Das nächste Problem sind dann die "Versprechen" der anderen Parteien. Da ist dann eben einfach die Rede davon, dass man nix machen muss und die Welt schon von alleine heile bleibt - sowas hört man natürlich gerne und die Option würde wohl auch jeder bevorzugen, wenn es nicht einfach eine billige Lüge ist, mit der man Stimmen abgreifen will.

Ich finde es in der aktuellen Zeit extrem schwierig, vernünftige Politik zu machen, mit der Probleme auch wirklich angegangen werden und nicht nur um sich möglichst gut auf die nächste Wahl vorzubereiten. Und da haben wir Wähler definitiv unseren Anteil, weil wir nur zu gerne nur das hören, was wir wollen anstatt der Wahrheit.
 
getexact schrieb:
persönlich denke ich gibt es ein paar Maßnahmen,. die man ergreifen kann.
Ich würde dir bei allen Maßnahmen zustimmen. Ist übrigens alles Grüne Politik. Aber die scheint nicht so gut anzukommen.

Man hat ja gesehen was für ein Problem der Bürger mit einer so einfachen Maßnahme wie mit dem Tempolimit hat.
 
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