Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Das Problem ist unsere kapitalistische Wirtschaftsform. Unser Klima werden wir mit einer Wirtschaftsform, die auf ewiges Wachstum setzt, jedenfalls nicht
retten. Aber das werden die Menschen wohl nie begreifen. Wenn man wirklich was gegen den Klimawandel tun möchte, gibt es nur einen Weg und der
heißt Verzicht. Und das ist wiederum mit den Regeln des Kapitalismus nicht vereinbar. Aber was ich viel dramatischer finde, ist, dass die meisten Menschen in Wirklichkeit auch auf nichts verzichten wollen. Deswegen treten wir beim Klimaschutz auch seit Jahrzehnten auf der Stelle. Nichts bewegt sich. Niemand
möchte auf Luxusgüter verzichten und das Wirtschaftssystem würde in sich zusammenbrechen, wenn es denn doch so wäre. Und deswegen wird alles so
bleiben, wie es ist. Na ja, solange unser Planet uns Menschen halt noch verkraften kann.:D
 
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Naja die senkung des CO2 ausstoßes der letzten 30Jahre würde ich jetzt nicht als nichts abstempeln sind ja schon gute 35% weniger.

Aber klar wir könnten schon viel weiter sein, verstehe ich eh nicht warum man nicht mehr Speicher baut wie Druckluftspeicher (ca 70% Effizienz) die ich schon verlinkt hatte einfache Technik wo oft aufgebaut werden könnten, nicht das non plus Ultra aber ein guter Beitrag um zb. die EE zu speichern zumindest für paar Tage/Wochen je nach Effektivität dieser Systeme.

Frage ich mich bei unserer Firma auch riesen Dachflächen und keine PV, ja alle sind nicht geeignet aber wenn nur die Beleuchtung der Hallen damit laufen würde wär das eine große Ersparnis.
 
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drago-museweni schrieb:
Aber klar wir könnten schon viel weiter sein, verstehe ich eh nicht warum man nicht mehr Speicher baut wie Druckluftspeicher (ca 70% Effizienz) die ich schon verlinkt hatte einfache Technik wo oft aufgebaut werden könnten, nicht das non plus Ultra aber ein guter Beitrag um zb. die EE zu speichern zumindest für paar Tage/Wochen je nach Effektivität dieser Systeme.
Das kann ich mir nur durch den politischen Einfluss von bestimmten Weltkonzernen erklären. Förderungen bestimmter Technologien werden eingeschränkt
oder ganz aufgehoben. Irgendwie wird immer irgendwo auf die Bremse getreten, teilweise unverständlich (für uns). Oder ist das doch nur eine weitere
Verschwörungstheorie? :D
 
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getexact schrieb:
Und es ist nachgewiesen wahr, dass sie der größte CO2 Emittent der Welt sind und die Entwicklung dort nach oben zeigt.
Auch das könnte Deutschland signifikant ändern. Deutschland müsste dafür nur Gesetze erlassen, dass jegliche Produkte die in Asien bzw. generell produziert werden eine entsprechend gute Umweltbilanz aufweisen. Deutschland kann das sogar auf EU Ebene durchsetzen würde ich meinen.

Natürlich müsste man das dann auf alle importierten und auch hier produzierten Güter gleichermaßen anwenden. Unternehmen werden dann Fertigungen und Technologien verwenden die anfangs sicherlich teurer sind, aber die ganze EU als Markt wird man nicht auslassen können und Lösungen finden.

Ein erster Schritt ist das Lieferkettengesetz, leider wird da politisch auch dagegen geschossen.
 
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hallo7 schrieb:
Lieferkettengesetz
Hatte ich ja auch schonmal angeführt (meine ich).

Wobei das Lieferkettengesetz aktuell auch weit davon entfernt ist, das zu tun, was es tun sollte, da die Großen die Verantwortung einfach nur abschieben und ihre Zulieferer all die Versicherungen und Information liefern sollen, die eigentlich die großen erbringen sollen. Das sieht dann so aus, dass kleine Firmen, die von dem Gesetz gar nicht erfasst sind, von den Großen einen ellenlangen Katalog bekommen, wo sie dann alles mögliche bestätigen und versichern sollen. Die Verantwortung wird also aktuell einfach nur durchgereicht. Die Großen, die vom Gesetz in die Verpflichtung genommen werden sollen, entledigen sich damit einfach ihrer Verantwortung und schieben sie ab.

Da ist noch viel zu tun, damit dieses Gesetz tut, was es tun soll. Leider. Aber an sich lässt sich da eben auch ganz klar in Sachen CO2 und generell Stoffen, die potentiell gefährdend sind, Einfluss nehmen. Auf den europäischen Markt will niemand verzichten.
 
hallo7 schrieb:
Deutschland müsste dafür nur Gesetze erlassen, dass jegliche Produkte die in Asien bzw. generell produziert werden eine entsprechend gute Umweltbilanz aufweisen. Deutschland kann das sogar auf EU Ebene durchsetzen würde ich meinen.
Deutschland kann in der EU nichts alleine einfach so durchsetzen, außerdem ist China der größte Handelspartner Deutschlands. Da sind Transformationen nötig, die Ewigkeiten brauchen. Dazu würde alles teuer werden und du musst hier erst mal Porduktionen aufbauen und zwar teuer und dementsprechende Mitarbeiter finden, die den Job dann machen wollen, was grad Chinesen machen. Das ist einfacher gesagt, als getan, gelinde gesagt und die deutschen freuen sich dann über weiter steigende Preise...zumal wir dann wieder beim Rohstoff Problem sind, denn China beherrscht die Märkte...

Am Ende hängen wir am Tropf von China...
 
getexact schrieb:
Am Ende hängen wir am Tropf von China...
Und China hängt am Tropf von Europa...

Gern erneut: Europa/Deztschland hat schon viel durchgesetzt, was Einfluss auf die Produktion in China nimmt. Reach, RoHS, das Lieferkettensorgfaltsgesetz etc.

Dein Narrativ, dass man da kaum was tun könne, entspricht einfach nicht der Realität.
 
@Erkekjetter Es ist ja quasi der erste Schritt. Ich hoffe das man dieses Gesetz dann auch entsprechend verschärft sobald Erfahrungen vorliegen und auch Kontrollprozesse installiert sind. Zurzeit werden ja auch keine direkten Umweltaspekte berücksichtigt, das kann man aber relativ einfach hinzufügen, wenn das Gerüst aufgebaut ist.

@getexact Deutschland hat in der EU das größte Mitspracherecht, es kann sehr wohl Richtungen aufzeigen und natürlich mit Partnern dann die EU überzeugen. Jedenfalls einfacher als Luxemburg oder Österreich. Am Ende müssen natürlich alle zustimmen. Aber selbst Deutschland alleine kann in China einiges bewegen, wie du ja sagst, es ist der größte Handelspartner und viele Deutsche Unternehmen beliefern die ganze EU und werden nicht 2 Produktionen aufrecht erhalten wenn der Deutsche Markt strengere Regeln erfordert.
Auch die Produktion muss nicht gleich von China in die EU wandern, sie muss nur in China sauberer werden. Das kann man mit lockeren Regeln anfangen, die nur erstmal keine oder nur kleine Änderungen notwendig machen und dann über die Zeit strenger machen.
Wie man das dann löst ist Unternehmenssache.
Der Preis bei sehr vielen Produkten hat mit den Erzeugungskosten nichts zu tun, da ist durchaus Spielraum bei vielen Gütern. Viele Produkte werden jetzt schon mit dem Preis verkauft, den man maximal ansetzen kann um Gewinn/Menge zu maximieren. Ein höherer Preis, gibt aber auch Ansporn für Konkurrenz und entsprechenden Fortschritt in der Fertigung.
 
drago-museweni schrieb:
Nicht Erwerbstätig, sondern Leute die wirklich Wertschöpfung betreiben zb. Beamte musste da schon rausnehmen, da diese durch Steuergeld bezahlt werden was von anderen generiert wird,
Das kann man so nicht denken. Wir leben in einem Kreislauf. Da kann man nicht einen Teil raussuchen und sagen, den braucht man nicht, und kann man sparen. Sonst ist man im Henne Ei Prinzip.

Ein paar Beispiele:
Die Beamten generieren auch Einnahmen (Gebühren, Strafen, etc.). Und sie leisten auch einen produktiven Beitrag. Durch sie werden Schüler gebildet, die das "Kapital von morgen" sind. Polizisten schützen die Ordnung und Sicherheit und Deinen Wohlstand. Sie erteilen die Baugenehmigungen, passen auf, dass alles seine Ordnung hat. Feuerwehrleute sorgen dafür, dass der Wohlstand nicht abbrennt. Krankenhäuser sorgen dafür, dass Du gesund bleibst. Wasserwerke, dass Du Wasser hast, Stromwerke, dass ... usw. Die halbe Infrastruktur, kostet erstmal nur und produziert nicht unmittelbar, aber mittelbar, denn dadurch können überhaupt erst Einnahmen erzielt werden, Leistungen angeboten, Menschen produktiv werden.
Außerdem zahlen Beamte auch Steuern. Es gibt unzählige Steuerarten, nicht nur Lohnsteuer. Lohnsteuer macht nicht mal 1/4 der gesamten Steuereinkünfte aus, d.h. 3 von 4 Steuereuros werden anders generiert.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Steuereinnahmen/steuereinnahmen.html#:~:text=Nach der Steuerverteilung blieben dem,(+1,0 %) abgeführt.


Mit diesen obengenannten Logik müsste man auch als Arbeitgeber sagen,
ihr Arbeitnehmer kostet mich nur Geld, wenn ich Euch loswürde, würde ich nicht so hohe kosten haben. Ohne die AN würde der AG aber auch nichts produzieren, also keine Einnahmen haben. Ohne Arbeit würde die AN auch keine Einnahmen haben. Es ist halt ein Kreislauf und das eine bedingt das andere.
Es gibt auch genug Firmen, die Steuersubventionen bekommen.

Oder anderes Beispiel, in den Firmen heißt es oft, dass nur die Produktion/Verkauf wichtig und ausschlaggebend sind. Denn nur die generieren Geld. :freak: Das ist zwar einerseits richtig, andererseits Quatsch. Denn die anderen Abteilungen tragen alle dazu bei. Ohne Personal, gäbe es keine Mitarbeiter, ohne Recht keine Prüfung, ob alles mit rechten Dingen zugeht und keine Ermöglichung der Geschäfte (Verträge etc.) ohne Kom und Marketing deutlich weniger Umsätze, da keiner die Produkte kennen würde, ohne FuE gäbe es gar keine Produkte bzw. nur die von heute, aber keine innovativen morgen, ohne die Hausverwaltung keinen, der sich darum kümmert, dass das Haus läuft (Strom, Bezahlung von Rechnungen, Lohnbuchhaltung, etc. ...) usw.
Der Ansatz ist also ziemlich populistisch und kurz gedacht.
 
Netzfund aber trifft doch auf vieles hier zu

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Discovery_1 schrieb:
Aber was ich viel dramatischer finde, ist, dass die meisten Menschen in Wirklichkeit auch auf nichts verzichten wollen. Deswegen treten wir beim Klimaschutz auch seit Jahrzehnten auf der Stelle. Nichts bewegt sich. Niemand
möchte auf Luxusgüter verzichten und das Wirtschaftssystem würde in sich zusammenbrechen, wenn es denn doch so wäre. Und deswegen wird alles so
bleiben, wie es ist.
Das trifft es genau.

Als ob China nicht in der Lage wäre Klima-freundlich zu produzieren. Aber wer will den dann die höheren Preise dafür bezahlen ?

Immer schön weiter auf China zeigen während jeden Tag der Amazon Bote klingelt.
 
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Smartin schrieb:
Das kann man so nicht denken.
Das stand so im Artikel.

Smartin schrieb:
Ein paar Beispiele:
Die Beamten generieren auch Einnahmen (Gebühren, Strafen, etc.).
Ja was auch wieder Geld ist was vorher schon erwirtschaftet wurde und nur anders verwendet wird.
Smartin schrieb:
Und sie leisten auch einen produktiven Beitrag.
Darum ging es in dem Artikel nicht sondern nur darum wo das Geld herkommt, ums einfach zu sagen auch ohne Beamte wäre das Geld da, halt nicht beim Staat.
Smartin schrieb:
Durch sie werden Schüler gebildet...
Das bestreitet auch niemand du hast das nur falsch verstanden, es ging um Wertschöpfung in vorm von Geld generieren, das das alles notwendig ist für das gemeinsame Leben etz dürfte wohl jedem klar sein, und keiner bestreiten.
Smartin schrieb:
Außerdem zahlen Beamte auch Steuern....
Das ist aber eine Steuer die von Steuern bezahlt wird, nochmal es ging nicht um das zu bewerten sondern wo das Geld das alles am laufen hält generiert wird, und nicht die zweit und dritt Verwendung.

Lies den Artikel der auch nicht Fehlerfrei ist da Firmengewinne nicht mit einbezogen wurden, du dichtest dir da zuviel zusammen.

@Kassenwart wieso muss immer alles teuerer werden, dadurch man könnte ja auch einfach mal die Gewinne angemessener gestalten, hat man ja bei der Gierflation gesehen was gemacht wird wurde.
 
drago-museweni schrieb:
Ja was auch wieder Geld ist was vorher schon erwirtschaftet wurde und nur anders verwendet wird.
Das ist ja aber immer so. Geld muss immer erstmal irgendwie erwirtschaftet werden. Das ist ja mein Punkt, dass es in einem Kreislauf passiert.
drago-museweni schrieb:
Darum ging es in dem Artikel nicht sondern nur darum wo das Geld herkommt, ums einfach zu sagen auch ohne Beamte wäre das Geld da, halt nicht beim Staat.
drago-museweni schrieb:
Das bestreitet auch niemand du hast das nur falsch verstanden, es ging um Wertschöpfung in vorm von Geld generieren, das das alles notwendig ist für das gemeinsame Leben etz dürfte wohl jedem klar sein, und keiner bestreiten.
Ich habe das schon richtig verstanden. Mein Punkt ist, man kann nicht einen Teil der Wertschöpfung aus der Wertschöpfungskette rausnehmen und glauben, dass die Wertschöpfungskette genauso funktioniert wie vorher. Jeder Teil der Wertschöpfungskette hat Einwirkung auf den Erfolg selbiger, es sei denn der Teil bringt gar nichts und kostet nur. Das ist das, was von den "Machern" oft proklamiert wird, ist aber nicht die Wahrheit. Das habe ich ja durch die Beispiele deutlich machen wollen. Gerade anhand des Unternehmensbeispiels.
drago-museweni schrieb:
Das ist aber eine Steuer die von Steuern bezahlt wird, nochmal es ging nicht um das zu bewerten sondern wo das Geld das alles am laufen hält generiert wird, und nicht die zweit und dritt Verwendung.
Sieh es von der anderen Seite. Das zeigt ja nur, dass das Problem nicht so groß ist. Wenn ich jemandem 100 Eur gebe, und ihm dann 90 wieder wegnehme, dann kann ich mich doch nicht beschweren, dass er 100 bekommen hat und mir die 90 nur bezahlen konnte, weil ich ihm vorher 100 gegeben habe. :freak: Das ganze System ist "linke Tasche", "rechte Tasche". Ein einziger Euro wird zig mal ausgegeben, wie der neu versteuert, wieder ausgegeben, wieder versteuert, usw.
 
Tharamur schrieb:
Aktuell gibt es 25% Förderung, wenn deine Innengeräte + das Außengerät einer Energie-Effizienzklasse von A++ entspricht. Bedingung dafür ist, dass die Klimaanlage auch zum Heizen benutzt werden kann. In meinem Fall ist das eine Luft/Luft-Wärmepumpe. Habe ebendiese Förderung gerade am Laufen und warte nur noch auf die Rückmeldung vom BAfA.
Ich dachte, dass die Förderung vorerst ausgesetzt ist?
https://www.baulinks.de/webplugin/2023/0175.php4

Wollte auch einen Antrag stellen und habe entsprechende Auskunft erhalten.
 
OdinHades schrieb:
Und wir drehen uns wieder im Kreis. Dass China also Co2 ausstößt, ist das Totschlagargument dafür, dass wir hier nichts zu tun brauchen. [...]
Nein, aber es zeigt die Grenzen des eigenen Handlungsrahmens auf.
Weder geteaxt noch ich haben hier die Notwendigkeit hinsichtlich Klimaschutz und Umbau auf EE angezweifelt oder kritisiert.

In der Kritik stehen der geplante Weg und die Führungsgröße. Ich zum Beispiel halte einen 1,5°-Ziel > CO2-Budget > Dreisatz Ansatz für naiv und gefährlich.

Es mag sein, dass neben den 2 % CO2 die Deutschland selbst verursacht es noch gewissen Einfluss auf die restlichen 98 % hat. Zunächst wäre da (noch!) die EU, klar, aber dann kommt eigentlich nur noch die wirtschaftliche Stärke, welche zuletzt stetig sinkt.

Alles in allem, ist klar, es gibt einen großen Anteil auf den Deutschland keinen Einfluss hat.

Wenn man es mit einem großen Unsicherheitsfaktor zu tun hat, dann muss der eigene Plan mehrere Szenarios abdecken. Und ja, dazu gehört eben auch, dass das CO2 einfach weitersteigt.

Die Schweiz zum Beispiel hat sich auch das Ziel Klimaneutralität gesetzt, aber sie lässt sich 5 Jahre mehr Zeit und macht jede weitere Maßnahme abhängig davon, ob es dafür demokratische Mehrheiten gibt. Sie bleibt flexibel und stellt sich jeweils auf die neue Situation ein.

Eventuell kommen die USA und China zu dem Schluss, dass es nicht um Klimaschutz, sondern die Bewohnbarkeit des Planeten geht und mit Geoengineering starten. Was passiert eigentlich mit dem 1,5°-Ziel, wenn die Temperatur durch Geoengineering nicht mehr ansteigen sollte?

Deshalb meine ich bedarf es einer anderen budgetbasierten Führungsgröße, nämlich die technische und wirtschaftliche Machbarkeit, welche an die jeweilige Entwicklung angepasst werden kann.


R.Kante schrieb:
[...]Der Atmosphäre ist es dabei herzlich egal, ob dass CO2-Molekül nun Rot mit Hammer und Sichel angemalt ist, oder Schwarz-Rot-Gold daherkommt. Die Auswirkungen sind die gleichen, also sind wir in der Pflicht unseren Ausstoß zu verringern.[...]
Und mindestens im selben Maße hilflos, wenn andere es nicht tun.

Erkekjetter schrieb:
[...] Es ist nur zu erwarten und völlig unüberraschend, dass viele Menschen mehr CO2 produzieren als wenig. Ich kann dieses Scheinargument nicht mehr hören...[...]
Der Trend geht nach oben, das ist kein Schein, sondern Fakt.

Selber schrieb:
@getexact Was ist eigentlich der Punkt auf den du hinaus möchtest? Wir brauchen nichts zu tun solange China aufhört einen ähnlichen Lebensstandard wie wir anzustreben? Die sollen die Bedürfnisse ihrer Bewohner bitte komplett ignorieren, damit wir Deutschen die es schon zu relativem Reichtum geschafft haben (mit riesigem CO2 Ausstoß) weniger unter dem Klimawandel leiden müssen?[...]
Hast Du Dir diese Rechnung schon mal zu Ende überlegt?

Ich finde diese Rechnungen interessant. Ungeachtet der virtuellen Voodoo-Kosten der Zukunft, mit der die aktuellen Zwangsmaßnahmen erklärt werde, stellt sich die Frage nach der Vergangenheit (wie Du es auch tust).

Besitzt Du Wohneigentum, ja? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Immobilie mit CO2-Blutgeld der deutschen Wirtschaftskraft der letzten Jahrzehnte finanziert wurde. Bist Du bereit, die Immobilie zu verkaufen und den Erlös an eine absaufende Südseeinsel zu spenden, um diese CO2-Erbschuld zu begleichen?

Nein? Warum nicht?
hallo7 schrieb:
Auch das könnte Deutschland signifikant ändern. Deutschland müsste dafür nur Gesetze erlassen, dass jegliche Produkte die in Asien bzw. generell produziert werden eine entsprechend gute Umweltbilanz aufweisen. Deutschland kann das sogar auf EU Ebene durchsetzen würde ich meinen.[...]
So einfach ist das? Sorry, aber als ich diesen Absatz gelesen hatte, musste ich an die Katholiken im Mittelalter denken, die die sehr ernste Überzeugung hatten, dass die Sonne und die Planeten sich um die Erde drehen.
 
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SW987 schrieb:
Eventuell kommen die USA und China zu dem Schluss, dass es nicht um Klimaschutz, sondern die Bewohnbarkeit des Planeten geht und mit Geoengineering starten.
Dein immer wiederkehrendes Buzzword "Geoengineering" ohne jegliche Erläuterung was da überhaupt dahinter steckt und unter welchen Bedingungen das stattfinden soll.

Bitte erkläre uns das doch einmal.
 
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Gerne.

Zunächst sollte ich aber voranstellen, dass ich kein "Freund" von Geoengineering bin, genauso wenig wie von Kohle- oder Atomkraft.

Meine Perspektive geht aus von der Aufgabe, die zu lösen ist, und das unter schwierigsten und teilweise nicht beeinflussbaren oder derzeit nicht bestimmbaren Rahmenbedingungen.

Ich sehe diese "Werkzeuge" im Notfall für brauchbare Alternativen an, dann, wenn nichts mehr geht.

Ich denke in der Medizin wurde die Knochensäge auch nicht erfunden, um damit einen Husten zu behandeln, sondern um Leben zu retten.

Von den Verfahren, die unter Geoengineering subsummiert werden, erachte ich (wissentlich der verbundenen Probleme), das Verfahren mit der Ausbringung von SOx-Partikeln am wahrscheinlichsten.

Eines(!) von vielen Szenarien könnte sich so abspielen:

Im Sommer 2023 kommt es durch den menschgemachten Klimawandel in Verbindung mit einem El Nino weltweit zu Hitzerekorden und vereinzelten Hitzekatastrophen.

Die betroffenen Nationen, darunter USA und China, sehen sich einem gewissen Druck der Bevölkerung ausgesetzt, etwas dagegen zu unternehmen. Angesichts der Tatsache, dass sich wütende, verzweifelte und hilflose Bevölkerungsgruppen kaum mit der Botschaft "CO2-Einsparung hilft in x Jahrzehnten!" zufrieden geben werden, werden die Regierungen nach unmittelbar wirksamen Maßnahmen Ausschau halten.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Fernsehansprache des US-Präsidenten im Kern lautet:

"Angesichts der akuten, aktuellen Not, haben wir mit unseren internationalen Partnern beschlossen, neben dem weiteren EE-Ausbau einmalig(!) einen großen Vulkanausbruch zu simulieren, um dadurch die damit verbundenen Temperaturabsenkung zu erreichen. "Wir" alles sind uns einig, dass diese Aktion einmalig ist und "uns" nicht von der Verpflichtung entbindet, den EE-Ausbau fortzusetzen!"

Wie es dann in den nächsten Jahren weitergeht, überlasse ich der Phantasie der Mitlesenden.

Das ist, wie gesagt, ein mögliches Szeanrio von vielen, genauso wie das erfolgreiche "1,5°-Ziel-Szeanrio", welches ich persönlich als extrem unwahrscheinlich erachte.

Der budgetbasierte und flexible Lösungsansatz hat den Vorteil, dass er innerhalb beider Szenarien "funktioniert".

Es geht m. E. darum in möglichst vielen Varianten der Zukunft handlungsfähig zu bleiben und nicht alles auf die falsche Karte zu setzen.
 
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Geoengineering kann ja vom reinen Bäume pflanzen bis zur Verdunklung der Sonne alles bedeuten.
 
Du hast nichts erklärt. Du hast, als konkrete Maßnahme, lediglich die Ausbringung von SOx Partikeln genannt, aber nicht dargelegt, was das wie bringt. Die Aussage, einen Vulkanausbruch zu simulieren, ist keine Erklärung der funktionsweise und Wirkung der MEthode. Einen so langen Beitrag komplett an der Fragestellung vorbei zu formulieren, ist das jetzt Kunst oder zeigt das einfach nur, dass du nichts drauf hast außer Buzzwords?

Die Fragestellung war klar, was du unter Geoengineering verstehst und welche konkreten Maßnahmen dir vorschweben und nicht, welche Erklärung irgendeine Regierung abgibt....
 
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Erkekjetter schrieb:
Du hast nichts erklärt. [...]
Tatsächlich?

Lipovitans Fragen lauteten:

"Dein immer wiederkehrendes Buzzword "Geoengineering" ohne jegliche Erläuterung was da überhaupt dahinter steckt und unter welchen Bedingungen das stattfinden soll."

Diese habe ich klar beantwortet:

"Dahinter steckt" die Ausbringung von SOx-Partikeln, um damit die temperatursenkende Wirkung dieser Partikel zu nutzen, welche auch bei einem Vulkanausbruch zu beobachten ist. (Über den physikalischen Effekt von Schwefelpartikeln in der höheren Atmosphäre gibt es zahlreiche Infos im Internet).

"Unter welchen Bedingungen das stattfinden soll"? Auch das habe ich beschrieben, es sind die wesentlichen Bedingungen, dass Teile der Bevölkerungen massive Abhilfe fordern und sich Weltmächte wie die USA und China diesbezüglich einig sind.

Jetzt stellen sich die Fragen:

1. Habe ich nichts erklärt?
2. Hast Du es nicht gelesen?
3. Hast Du es gelesen und nicht verstanden?
 
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