Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Richtig hast du nicht.
Du hast eine Liste verlinkt statt eigene Worte zu nutzen und zu erläutern, welche DU warum für sinnvoll erachtest. Und mit Bedingunen war ganz sicher nicht gemeint, was du hier dann geliefert hast. Sondern wie die von dir favorisierten Geoengineering wann wie und unter welchen Vorraussetzungen durchgeführt werden würden.

SW987 schrieb:
Über den physikalischen Effekt von Schwefelpartikeln in der höheren Atmosphäre gibt es zahlreiche Infos im Internet).
Das ist ganz toll. Aber genau das war deine Aufgabe, das zu erklären. Vor allem warum du meinst, dass das im größeren MAßstab funktioniert und welche Nebenwirkungen es hat und weshalb du dennoch diese Methode favorisieren würdest. Du wilst mir doch nicht erklären, das du nicht weißt, wie ein Essay aussehen sollte...
 
Was ist Dein Problem? Eine Suchanfrage?

Bitte...

"Auch weitere Vulkanausbrüche haben zu einem Temperaturrückgang geführt. 1784 brach der Laki in Indonesien ganze 8 Monate lang aus und bewirkte einen Temperaturrückgang von ca. 1ºC auf der gesamten Nordhalbkugel. In jüngerer Vergangenheit brach der Pinatubo auf den Philippinen aus. Dieser Vulkanausbruch
wurde 1991 verzeichnet und hatte einen Temperaturrückgang von 0.6ºC zur Folge, ebenfalls auf der Nordhalbkugel. ...
Bei einem Vulkanausbruch entstehen vor allem Gase und Asche. Hauptsächlich handelt es sich um das Gas Schwefeldioxid, das sich in der Atmosphäre mit Wasserdampf verbindet.
Durch diesen Vorgang bilden sich Partikel, die sich wie Spiegel verhalten, indem sie das Sonnenlicht ins All reflektieren und es somit die Erdoberfläche nicht erreichen kann. Die Erwärmung findet also viel höher als Gewohnt statt."
link

Offensichtlich sind SOx-Partikel ein schneller und sehr wirksamer Hebel (wenn auch mit noch nicht absehbaren Nebenwirkungen).
 
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So und wer meldet sich jetzt freiwillig und bohrt die Yellowstone Caldera an, das dieser ausbricht dann sollten die 2° mehr essig sein, und man kann froh sein wenn es keine 5° weniger sind.

Aber sehr interessant mit den SOx Partikeln.
 
SW987 schrieb:
Es geht m. E. darum in möglichst vielen Varianten der Zukunft handlungsfähig zu bleiben und nicht alles auf die falsche Karte zu setzen.
Also wenn du von Geoengineering sprichst meinst du eigentlich Schwefeldioxid in die Atmosphäre einbringen.

Zu deinem Szenario:
SW987 schrieb:
Die betroffenen Nationen, darunter USA und China
Da hapert es bereits. Ein so derartiger Eingriff in die Umwelt mit globalen Auswirkungen benötigt einen Konsens und gleichzeitige Zustimmung der Weltgemeinschaft. Schwierig wenn die Auswirkungen des Klimawandels nicht gleich verteilt sind sondern bestimmte Kontinente & Länder stärker betroffen sind als andere und damit die Not nicht über all gleich groß ist.
Die Überblicksstudie weist explizit darauf hin, dass dieses Phänomen besonders bei älteren, weißen Männern zu beobachten ist, die Angst vor dem Verlust von Status und Privilegien haben: »Wer zu einer Gruppe gehört, die vom Klimawandel besonders bedroht ist, wird besonders motiviert sein, Eindämmung zu unterstützen, während diejenigen, die vom Status quo profitieren, sich eher gegen Eindämmungsschritte stellen
Die ältere und, global betrachtet, schlimmere »Big Lie« ist: Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel, und falls doch, dann ist er kein Problem.
https://www.spiegel.de/wissenschaft...olumne-a-b7c46c11-3be9-4c32-9f32-4d67c6f02812
Sehr gute Basis für einen Konsens der Weltgemeinschaft für das einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre.

Ich spinne dein Szenario mal etwas weiter:

In China geraten die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels aus dem Ruder und die Zentralregierung entscheidet sich dafür Schwefeldioxid in der Atmosphäre zu verteilen. Der Himmel in den USA wird milchig und die Niederschläge lassen nach. Das bedeutet für die amerikanischen Bauern ein Verlust der Ernteerträge.

Kurzer Hinweis: Amerikanische Bauern reagieren sehr empfindlich auf Rationierung von Wasser. Da kippt die Stimmung ganz schnell wenn deren Ernten mau ausfallen und sie hören, dass die Chinesen dafür verantwortlich sein könnten.
Knoll and Nielsen, along with members of the People’s Rights Network, which has engaged in militant anti-mask protests in neighboring Idaho, began staffing a tent on the property which they dubbed a “water crisis info center”.

They also told a number of media outlets that they were prepared to restore the flow of water, even at the price of a confrontation with the federal government, with Knoll telling Jefferson Public Radio last Monday: “We’re going to turn on the water and have a standoff.”
https://www.theguardian.com/us-news/2021/jun/08/klamath-falls-oregon-protests-ammon-bundy
SW987 schrieb:
"Wir" alles sind uns einig, dass diese Aktion einmalig ist und "uns" nicht von der Verpflichtung entbindet, den EE-Ausbau fortzusetzen!"
So viel erstmal zum Thema Einigung. Nun, was bedeutet denn "einmalig"?
Wenn wir bis zum Jahr 2100 trotz steigender CO2-Emissionen das Klima von 2020 allein mithilfe von Schwefeldioxid halten wollten, müsste die Menschheit jährlich fünf bis achtmal so viel Schwefeldioxid in die Stratosphäre bringen, wie 1991 beim Ausbruch des Pinatubo frei wurde“
https://www.mpg.de/16569676/geoengineering#:~:text=Das Schwefeldioxid reagiert in der,die auf die Erde trifft.
Also jedes Jahr eine neue Einigung der Weltgemeinschaft Schwefeldioxid in die Atmosphäre einzubringen? Was passiert wenn China oder USA die Auswirkungen des Schwefeldioxid härter trifft als andere und keinen Bock mehr auf die Einigung haben?
SW987 schrieb:
Der budgetbasierte und flexible Lösungsansatz hat den Vorteil, dass er innerhalb beider Szenarien "funktioniert".
Deine "Lösung" löst gar nichts. Denn es wird der bequeme Weg und nicht der notwendige Weg gewählt werden. Ich mein Menschen denken nur von 12 bis Mittag. Täglich lese ich wie der menschengemachte Klimawandel geleugnet wird wenn es im Winter einen Tag schneit oder es im Sommer regnet. Die uns damit erkaufte Zeit nimmt den notwendigen Druck heraus, schafft neue Probleme und wird der fossilen Industrie und den Menschen als Argument dienen so weiter zu machen wie bisher.

Um es mit deinen Worten zu sagen: Das Einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre und die damit verbundene Abmilderung der Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden dazu führen, dass wir weiterhin untätig bleiben, damit in jedem Fall die schlechtmöglichste Variante wählen und damit auf die falsche Karte setzen.

Denn das tuen wir bereits spätestens seit den 1970er Jahren als wir vom drohenden menschengemachte Klimawandel erfahren haben.
 
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Lipovitan schrieb:
Also wenn du von Geoengineering sprichst meinst du eigentlich Schwefeldioxid in die Atmosphäre einbringen.[...]
Nochmal, dass ist nicht mein Vorschlag, sondern ein nicht unwahrscheinliches Szenario, auf das man vorbereitet sein sollte.
Lipovitan schrieb:
Zu deinem Szenario:

Da hapert es bereits. Ein so derartiger Eingriff in die Umwelt mit globalen Auswirkungen benötigt einen Konsens und gleichzeitige Zustimmung der Weltgemeinschaft. Schwierig wenn die Auswirkungen des Klimawandels nicht gleich verteilt sind sondern bestimmte Kontinente & Länder stärker betroffen sind als andere und damit die Not nicht über all gleich groß ist.[...]
Ich meine, dass dies nicht nur von der klimatischen Betroffenheit abhängen würde. Auch Faktoren wie Wirtschaftskraft und militärische Stärke, würden eine Rolle spielen. Zum Schluss werden die Flugzeugträger gezählt, dann weiß man was Sache ist.
Lipovitan schrieb:
[...[In China geraten die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels aus dem Ruder und die Zentralregierung entscheidet sich dafür Schwefeldioxid in der Atmosphäre zu verteilen. Der Himmel in den USA wird milchig und die Niederschläge lassen nach. Das bedeutet für die amerikanischen Bauern ein Verlust der Ernteerträge.[...]
Das könnte passieren, ja. Ändert aber nichts mehr am "ersten Versuch". Alles weitere nach dem "ersten Versuch" sind weitere Szenarien.
Lipovitan schrieb:
Kurzer Hinweis: Amerikanische Bauern reagieren sehr empfindlich auf Rationierung von Wasser. Da kippt die Stimmung ganz schnell wenn deren Ernten mau ausfallen und sie hören, dass die Chinesen dafür verantwortlich sein könnten.[...]
Ganz bestimmt. Aber wenn die amerikanischen Flugzeuge (bedingt durch die Leistungsfähigkeit) 80 % der SOx-Partikel ausgebracht haben, wird es wahrscheinlich kompliziert.
Lipovitan schrieb:
So viel erstmal zum Thema Einigung. Nun, was bedeutet denn "einmalig"?[...]
Na eine Ausrede, einen Vorwand! Wie sonst will man der Bevölkerung einen derartigen, dauerhaften(!) Eingriff mundgerecht machen?
Lipovitan schrieb:
[...]Also jedes Jahr eine neue Einigung der Weltgemeinschaft Schwefeldioxid in die Atmosphäre einzubringen?[...]
Nein, die "Weltgemeinschaft" hat dann de facto gar nichts mehr zu melden.
Lipovitan schrieb:
Was passiert wenn China oder USA die Auswirkungen des Schwefeldioxid härter trifft als andere und keinen Bock mehr auf die Einigung haben?[...]
Interessante Frage. Kommt wohl dann auf die dann jeweils wirtschaftliche und militärische Stärke an. So wie jetzt auch.
Lipovitan schrieb:
Deine "Lösung" löst gar nichts. [...]
Ich habe gar keine "Lösung" beschrieben, sondern eine andere Herangehensweise an das Problem.
Lipovitan schrieb:
Denn es wird der bequeme Weg und nicht der notwendige Weg gewählt werden. [...]
Wenn man in einen stürzenden Gebirgsbach fällt, kann man versuchen zu überleben oder versuchen zur ursprünglichen Stelle zurückzuschwimmen und trocken aus den Wasser zu steigen.
Lipovitan schrieb:
Ich mein Menschen denken nur von 12 bis Mittag. Täglich lese ich wie der menschengemachte Klimawandel geleugnet wird wenn es im Winter einen Tag schneit oder es im Sommer regnet. Die uns damit erkaufte Zeit nimmt den notwendigen Druck heraus, schafft neue Probleme und wird der fossilen Industrie und den Menschen als Argument dienen so weiter zu machen wir bisher.

Um es mit deinen Worten zu sagen: Das Einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre und die damit verbundene Abmilderung der Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden dazu führen, dass wir weiterhin untätig bleiben, damit in jedem Fall die schlechtmöglichste Variante wählen und damit auf die falsche Karte setzen.

Denn das tuen wir bereits spätestens seit den 1970er Jahren als wir vom drohenden menschengemachte Klimawandel erfahren haben.
Wenn "wir" alle weiterhin(!) untätig bleiben, dann frage ich mich woher die bisher 50 % EE-Strom kommen (die gerne weiter zunehmen dürfen).

Das bisher Erreichte wird madig gemacht und durch aktuelle Brechstangenpolitik gefährdet. So sieht es m. E. nach aus.
 
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Den Klimawandel mit Geoengineering bekämpfen zu wollen ist ungefähr so, wie ein brennendes Haus löschen zu wollen, während man gleichzeitig noch Benzin reinkippt.

An dieser Stelle klingt das auch alles wenig erstrebenswert und auf die Schnelle konnte ich nicht einen seriösen Wissenschaftler finden, der sich für eine solche Idee erwärmen kann. Als sinnvoll werden einzelne Ansätze lediglich als unterstützende Maßnahme erachtet. Es bleibt aber dabei, dass die Treibhausgas-Emissionen auf 0 runter müssen. Mit oder ohne Geoengineering.

Das Thema bleibt in meinen Augen eine bequeme Ausrede, um notwendige Maßnahmen nach hinten verschieben zu wollen, sich auf bisherigen Fortschritten auszuruhen und munter Däumchen zu drehen.

Den Kampfbegriff der Brechstangenpolitik halte ich auch für herbeifantasiert. Brechstange wäre es, wenn CO2-Emissionen einfach von heute auf morgen verboten wären. Ist aber nicht der Fall, hat auch niemand vor. Es sollte nicht mal irgendjemand zum Kauf einer Wärmepumpe gezwungen werden, zu keinem Zeitpunkt und auch das Abschaffen des Autos stand nie bei irgendwem auf der politischen Agenda. Entsprechende Märchen werden nur aus ganz bestimmten Kreisen in die Welt gesetzt, und sie halten sich hartnäckig.

Bild dir deine Meinung und so, aber halte dich nicht zu lange mit Fakten auf, die stören nur.
 
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.Sentinel. schrieb:
Ich dachte, dass die Förderung vorerst ausgesetzt ist?
https://www.baulinks.de/webplugin/2023/0175.php4

Wollte auch einen Antrag stellen und habe entsprechende Auskunft erhalten.
Davon weiß ich aktuell nichts. Ich hatte meinen Antrag letztes Jahr Ende Dezember gestellt (vielleicht liegt es ja daran). Vor ca 6 Wochen hatte ich dann vom BAfA ein Schreiben erhalten, ich solle mir vom Hersteller der Klimaanlage bestätigen lassen, dass nach der neuen Verordnung meine Geräte noch förderfähig sind. Diese Bestätigung habe ich vor ca 2 Wochen von Daikin erhalten und selbige dann in meinem Account auf der HP vom BAfA hochgeladen.
 
SW987 schrieb:
Besitzt Du Wohneigentum, ja? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Immobilie mit CO2-Blutgeld der deutschen Wirtschaftskraft der letzten Jahrzehnte finanziert wurde. Bist Du bereit, die Immobilie zu verkaufen und den Erlös an eine absaufende Südseeinsel zu spenden, um diese CO2-Erbschuld zu begleichen?
Ich besitze keine Immobilien und wenn sich am Markt nichts ändert wird das auch nichts mehr. Ne kleine eigene Wohnung wäre ja ganz nett.

Was fantasierst du dir hier wieder zusammen? Wo willst du mit der Frage hin? Mein und dein gesamtes Leben basiert auf "CO2 Blutgeld", und jetzt? Ist das wieder einer dieser unbegründeten Ängste das der Staat morgen zu dir kommt und dein ganzes Leben auf den Kopf stellt? Dir alles wegnimmt weil nicht klimaneutral?

Einigung der "Weltgemeinschaft" auf Geoengineering ist ein mögliches Scenario für dich? Chancen sind jetzt nicht null, aber erst wenn wir schon richtig tief in der Scheiße stecken. Dann wird sich die "Weltgemeinschaft" vielleicht auf eine Maßnahme einigen können, oder einer zieht es einfach durch und spart sich die anderen zu fragen. Hört sich eher nach Wunschdenken an, dann man jetzt nichts mehr machen muss, weil Geoengineering wird schon richten.
 
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Statt hier immer wieder mit Nebelkerzen oder andere Hirngespinsten zu kommen sollte man einfach schauen was Experten auf dem Thema zu sagen haben:

„Um den Klimawandel zu stoppen, gibt es für mich eigentlich nur den einen Weg: Den CO2-Ausstoß so schnell wie möglich verringern. Denn eines ist klar. Das Strahlungsmanagement wäre nur ein Herumdoktern an den Symptomen – gegen das eigentliche Problem, das Kohlendioxid, richten wir damit nichts aus.“
Link

"Forscher warnen: Der Einsatz von Geo-Engineering gegen den Klimawandel könnte sogar mehr Schaden anrichten als ein gescheiterter Klimaschutz. Denn der Einsatz von Schwefeldioxid als künstlicher Sonnenfilter kühlt zwar das Klima ab, die Gefahr lauert aber danach: Wird das regelmäßige Sprühen abgebrochen, steigen die Temperaturen zehnfach schneller an als jetzt – mit verheerenden Folgen für die Natur, wie Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Ecology & Evolution“ berichten."
Link

"Der Einsatz von solarem Geoengineering ist auf faire, demokratische und effektive Weise nicht zu regeln." Denn dazu müsste die Menschheit gemeinsam festlegen, wie stark und für wie lange das Klima gekühlt wird und wie Menschen und Länder entschädigt werden, denen dadurch ein Nachteil entsteht."
Link

Und wenn Grüne Politik gerne als Brechstangenpolitik bezeichnet wird was soll dann Geoengineering sein ? Mehr Berechstange geht wohl nicht.
 
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SW987 schrieb:
So einfach ist das? Sorry, aber als ich diesen Absatz gelesen hatte, musste ich an die Katholiken im Mittelalter denken, die die sehr ernste Überzeugung hatten, dass die Sonne und die Planeten sich um die Erde drehen.
Ich habe nirgends behauptet das es einfach ist, dieses Szenario umzusetzen. Aber es würde funktionieren, wenn man es auf EU Ebene umsetzt um zumindest die dreckigsten Produktionen etwas einzudämmen.
 
SW987 schrieb:
So einfach ist das? Sorry, aber als ich diesen Absatz gelesen hatte, musste ich an die Katholiken im Mittelalter denken, die die sehr ernste Überzeugung hatten, dass die Sonne und die Planeten sich um die Erde drehen.
Das DE Einfluss auf China nimmt (was sie aktuell und schon immer getan haben!), was Produktionsbedingungen angeht, hälst du für vermessen und schwierig. Faselst aber gleichzeitig was von Geoengineering, was einzelne Länder dann ohne Absprache mit anderen Ländern aber mit Auswirkungen auf diese, durchführen sollen. Das ist dann dein Szenario auf das man sich einstellen und abzielen soll.

Das ist alles so widersprüchlich um nicht zu sagen wirr...
 
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hallo7 schrieb:
Ich habe nirgends behauptet das es einfach ist, dieses Szenario umzusetzen. Aber es würde funktionieren, wenn man es auf EU Ebene umsetzt um zumindest die dreckigsten Produktionen etwas einzudämmen.
Ich halte das allerdings auch für eine Wunschvorstellung, vor 50 Jahren hätten wir soetwas vielleicht umsetzen können, als "wir" (Westen) die vollständige Dominanz der kapitalistischen Welt bezogen auf Produktion, Warenverkehr und Finanzen hatten.

Das Zentrum dieser Macht hat sich längst auf Ostasien verschoben, der Einfluss hier ist stark begrenzt, im besten Fall bekommen wir dann eben ein paar Zertifikate im Anhang die unsere Anforderungen bescheinigen. Wir haben nicht die Möglichkeit hier den notwendigen Druck auszuüben das man uns das in einem Stil kontrollieren lässt, der das ganze glaubhaft machen würde, die ökonomischen Abhängigkeiten sind dafür nicht mehr so einseitig wie man denkt bzw. wie man es brauchen würde.
 
Dazu genügt ein Blick auf das weltweite BIP und dem Anteil der EU...
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Was sich durch die aktuelle Politik beschleunigen wird ist der wirtschaftliche Niedergang.

Eventuell klappt's ja über die feministische Außenpolitik.
 
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Erstaunlich, dass 1,4 Milliarden Chinesen, bei sich angleichender technologischer Basis, mehr produzieren können als 80 Mio Deutsche oder 250 Mio Amerikaner. Wie kann das bloss sein? Das muss diese vermaledeite politik sein, die einfach nichts kann!
 
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Erkekjetter schrieb:
Das DE Einfluss auf China nimmt (was sie aktuell und schon immer getan haben!), was Produktionsbedingungen angeht, hälst du für vermessen und schwierig. [...]
Nein, aber zum großen Teil für naiv und getragen von viel Ökogrößenwahn.
Erkekjetter schrieb:
Faselst aber gleichzeitig was von Geoengineering, was einzelne Länder dann ohne Absprache mit anderen Ländern aber mit Auswirkungen auf diese, durchführen sollen. [...]
Höchstwahrscheinlich "werden", nicht sollen. (Lies bitte genauer was geschrieben wird.)
Erkekjetter schrieb:
Das ist dann dein Szenario auf das man sich einstellen und abzielen soll.[...]
Nein, es ist ein nicht unwahrscheinliches Szeanrio, auf das man mit seinem Planungs- und Steuerungsmodell reagieren können muss.
 
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SW987 schrieb:
es ist ein nicht unwahrscheinliches Szeanrio
Ich halte es für ein SEHR unwahrscheinliches Szenario. Komischerweise halten es auch Experten auf dem Gebiet für nicht wahrscheinlich weil ineffizient verbunden mit hohem Risiko. Ich bin daher sehr dankbar, dass man solchen Schwachfug nicht einplant. Das Thema ist komplex genug und geht zu langsam vorran, wenn nun auch noch jeder noch so hanebüchene Quatsch berücksichtigt würde, gebe es nur eines: Stillstand.

Aber was wissen die schon, wir sollten alle auf sw987 hören, der weiß es! Hat zwar auch mit seinen bsiherigen Prognosen hier im Forum grundsätzlich danebengelegen, aber ganz sicher hatter diesmal Recht!
 
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Erkekjetter schrieb:
Ich halte es für ein SEHR unwahrscheinliches Szenario. Komischerweise halten es auch Experten auf dem Gebiet für nicht wahrscheinlich weil ineffizient verbunden mit hohem Risiko. Ich bin daher sehr dankbar, dass man solchen Schwachfug nicht einplant. [...]

Beijing and Washington share an interest in rules for climate experimentation.

Ist Dir das entgangen?

Erkekjetter schrieb:
Aber was wissen die schon, wir sollten alle auf sw987 hören, der weiß es! Hat zwar auch mit seinen bsiherigen Prognosen hier im Forum grundsätzlich danebengelegen, aber ganz sicher hatter diesmal Recht!
Wie oft muss ich Dich noch um das Unterlassen derartiger Unterstellungen bitten.

Also, bitte link auf einen entsprechenden Beitrag von mir, damit Dein Verhalten nicht in den Bereich von übler Nachrede abrutscht.
 
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Kassenwart schrieb:
Hast du den Artikel gelesen ?[...]
Ja, und Du?

China und die USA wollen die Regelungslücken im Völkerrecht schließen, die es bisher bzgl. Geoengineering gibt. Beide forschen bereits daran und haben ein Interesse, dass die Technik nicht unkontrolliert zum Einsatz kommt.

Wären beide grundsätzlich dagegen, dann würde man auf ein völkerrechtliches Verbot bzw. die Ächtung dieser Technik hinwirken und nicht auf Regelungen für den Einsatz. Eigentlich ganz logisch.
 
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Die Vorstellung, dass sich die meisten der größten CO2-Emittenten reinreden lassen ist und bleibt m. E. eine naive Vorstellung...

"Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Vortag von Insidern erfahren, dass ein Vorstoß zum Ausbau der Erneuerbaren auf Widerstand großer Produzenten und Verbraucher fossiler Brennstoffe gestoßen sei. Russland, Saudi-Arabien, Südafrika und Indonesien hätten einen Vorschlag der sieben führenden Industriestaaten (G 7) – zu denen auch Deutschland gehört – abgelehnt, den Anteil erneuerbarer Energien der G-20-Staaten bis 2030 zu verdreifachen. China als der weltweit größte Emittent von Kohlendioxid habe den Plan ebenfalls abgelehnt."
link

Herr Habeck meint dazu: "Das Entscheidende ist, dass die vielen Progressiven zusammen vorangehen."

Ich meine, dass ist eine Verklärung der knallharten Realität.

Denn das Entscheidende sind die CO2-Mengen, die weiter emittiert werden und damit der CO2-Wert in der Atmosphäre.

Die Realisten werden sich m. M. n. darauf einstellen, die Träumer auf die Nase fallen (zum Leidwesen der eigenen Bevölkerung).
 
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