Lipovitan schrieb:
Also wenn du von Geoengineering sprichst meinst du eigentlich Schwefeldioxid in die Atmosphäre einbringen.[...]
Nochmal, dass ist nicht mein Vorschlag, sondern ein nicht unwahrscheinliches Szenario, auf das man vorbereitet sein sollte.
Lipovitan schrieb:
Zu deinem Szenario:
Da hapert es bereits. Ein so derartiger Eingriff in die Umwelt mit globalen Auswirkungen benötigt einen Konsens und gleichzeitige Zustimmung der Weltgemeinschaft. Schwierig wenn die Auswirkungen des Klimawandels nicht gleich verteilt sind sondern bestimmte Kontinente & Länder stärker betroffen sind als andere und damit die Not nicht über all gleich groß ist.[...]
Ich meine, dass dies nicht nur von der klimatischen Betroffenheit abhängen würde. Auch Faktoren wie Wirtschaftskraft und militärische Stärke, würden eine Rolle spielen. Zum Schluss werden die Flugzeugträger gezählt, dann weiß man was Sache ist.
Lipovitan schrieb:
[...[In China geraten die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels aus dem Ruder und die Zentralregierung entscheidet sich dafür Schwefeldioxid in der Atmosphäre zu verteilen. Der Himmel in den USA wird milchig und die Niederschläge lassen nach. Das bedeutet für die amerikanischen Bauern ein Verlust der Ernteerträge.[...]
Das könnte passieren, ja. Ändert aber nichts mehr am "ersten Versuch". Alles weitere nach dem "ersten Versuch" sind weitere Szenarien.
Lipovitan schrieb:
Kurzer Hinweis: Amerikanische Bauern reagieren sehr empfindlich auf Rationierung von Wasser. Da kippt die Stimmung ganz schnell wenn deren Ernten mau ausfallen und sie hören, dass die Chinesen dafür verantwortlich sein könnten.[...]
Ganz bestimmt. Aber wenn die amerikanischen Flugzeuge (bedingt durch die Leistungsfähigkeit) 80 % der SOx-Partikel ausgebracht haben, wird es wahrscheinlich kompliziert.
Lipovitan schrieb:
So viel erstmal zum Thema Einigung. Nun, was bedeutet denn "einmalig"?[...]
Na eine Ausrede, einen Vorwand! Wie sonst will man der Bevölkerung einen derartigen, dauerhaften(!) Eingriff mundgerecht machen?
Lipovitan schrieb:
[...]Also jedes Jahr eine neue Einigung der Weltgemeinschaft Schwefeldioxid in die Atmosphäre einzubringen?[...]
Nein, die "Weltgemeinschaft" hat dann de facto gar nichts mehr zu melden.
Lipovitan schrieb:
Was passiert wenn China oder USA die Auswirkungen des Schwefeldioxid härter trifft als andere und keinen Bock mehr auf die Einigung haben?[...]
Interessante Frage. Kommt wohl dann auf die dann jeweils wirtschaftliche und militärische Stärke an. So wie jetzt auch.
Lipovitan schrieb:
Deine "Lösung" löst gar nichts. [...]
Ich habe gar keine "Lösung" beschrieben, sondern eine andere Herangehensweise an das Problem.
Lipovitan schrieb:
Denn es wird der bequeme Weg und nicht der notwendige Weg gewählt werden. [...]
Wenn man in einen stürzenden Gebirgsbach fällt, kann man versuchen zu überleben oder versuchen zur ursprünglichen Stelle zurückzuschwimmen und trocken aus den Wasser zu steigen.
Lipovitan schrieb:
Ich mein Menschen denken nur von 12 bis Mittag. Täglich lese ich wie der menschengemachte Klimawandel geleugnet wird wenn es im Winter einen Tag schneit oder es im Sommer regnet. Die uns damit erkaufte Zeit nimmt den notwendigen Druck heraus, schafft neue Probleme und wird der fossilen Industrie und den Menschen als Argument dienen so weiter zu machen wir bisher.
Um es mit deinen Worten zu sagen: Das Einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre und die damit verbundene Abmilderung der Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden dazu führen, dass wir weiterhin untätig bleiben, damit in jedem Fall die schlechtmöglichste Variante wählen und damit auf die falsche Karte setzen.
Denn das tuen wir bereits spätestens seit den 1970er Jahren als wir vom drohenden menschengemachte Klimawandel erfahren haben.
Wenn "wir" alle weiterhin(!) untätig bleiben, dann frage ich mich woher die bisher 50 % EE-Strom kommen (die gerne weiter zunehmen dürfen).
Das bisher Erreichte wird madig gemacht und durch aktuelle Brechstangenpolitik gefährdet. So sieht es m. E. nach aus.