Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Tomislav2007 schrieb:
Es gibt so viele unbesetzte Ausbildungsplätze wie noch nie und es gibt gleichzeitig so viele junge Menschen ohne Berufsausbildung wie noch nie.

Meine Idee dazu, viele wissen halt auch nicht was einem nach der Ausbildung oder schon wärend dessen für Möglichkeiten der Weiterbildung bestehen, die einem Studium in nicht viel nachstehen nur das man auch Praxis mitbringt, zb. einen Meister oder Techniker im Anschluss machen da kann es dann sehr weit nach oben gehen, wer richtig Bock hat schiebt nebenbei einen Betriebswirt nach und dann steht einem fast alles offen bis zum Direktor natürlich nicht überall, aber in vielen Bereichen.

Und ob das die Mehrheit der Jüngeren weiß glaube ich nicht, bei uns gehen viele diesen Weg habe auch schon einen jüngeren Kollegen dazu gebracht das zu machen, und dieser ist heil froh das gemacht zu haben, es dauert etwas aber nach und nach rollt der Euro immer mehr, und man muss nicht mehr körperlich Knechten.
 
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Meine Meinung dazu ist vielleicht etwas altmodisch, aber die lautet:
"Wer Vollzeit arbeitet muss deutlich mehr Geld haben als wenn er nicht arbeitet und wer sein Leben lang Vollzeit gearbeitet hat soll am Ende eine Rente bekommen von der man vernünftig Leben kann ohne Flaschen sammeln zu müssen."

Was noch dazu kommt und was so absurd ist, dass die körperlich harte Arbeit die auf Dauer krank macht weil der Körper für Dauerbelastung einfach nicht gedacht ist, die wird oft auchnoch am schlechtesten bezahlt. Vielleicht sollte man da mal anfangen umzudenken. Was ist denn das wertvollste was wir haben? Leben, Körper und Gesundheit, aber oft wird so getan als sei Körper und Gesundheit nix wert, zumindest in der Arbeitswelt.

Wir sollten was Arbeit angeht mal grundsätzlich umdenken und Arbeit nicht als Sinn des Lebens, Freude oder Selbsterfüllung und Verwirklichung ansehen sondern als das was sie Jahrtausendelang war, nämlich als notwendiges Übel das für eine moderne Gesellschaft leider gebraucht wird. Und dann unter dieser Prämisse die Arbeitsbedingungen so gestalten dass die für alle annehmbar sind.

Den ganzen Mist mit der Überhöhung des Werts der Arbeit haben uns übrigens die blöden Christen und dann die Protestanten eingebrockt. Der typische Christ war im Altertum meist Sklave oder Leibeigener und hatte nix ausser Arbeit und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in dem dann die Belohnung wartet wenn man "gut" war. Nur wenn man als Sklave ausser Arbeit nichts hat, muss Arbeit zwangsläufig "gut" sein, sonst macht die Religion ja keinen Sinn.
Die Einschätzung der Berufe wandelt sich bei Luther von der Anschauung, dass die Individuen in jedem Stande selig werden können, es also sinnlos ist, auf die Art des Berufes wert zu legen, zu der Anschauung, dass der Beruf eine von Gott gestellte Aufgabe ist. Um Gott wohlzugefallen, ist die Erfüllung der irdischen Pflichten, also die Arbeit mit Fleiß auszuführen, zu der er den Menschen berufen hat, unter allen Umständen der einzige Weg, und nicht eine Überbietung der innerweltlichen Sittlichkeit durch mönchische Askese.
Luther war übrigens von einem gewissen Calvin beeinflusst. Calvinismus sagt hier vermutlich einigen etwas.

Während viele andere christliche Gruppen die umfassende Gnade Gottes als oberstes Prinzip ihrer Religion betrachten, erlegten sich die Calvinisten auf, von einer vor der Schöpfung stattgefundenen Gnadenwahl auszugehen. Nur bestimmte Menschen seien demnach ausgewählt, das Reich Gottes zu betreten. Als Zeichen hierfür sollten weltlicher Erfolg und ein frommes Leben gelten. Da aber niemand wirklich wissen konnte, wer die Gnade Gottes in sich trägt, bemühten sich die Mitglieder um ein möglichst strikt geordnetes Leben und erachteten Reichtum und ständige Re-Investitionen als Zeichen eines gottgefälligen Lebens. Der Reichtum konnte hierdurch zum Selbstzweck werden, und da die Calvinisten darüber hinaus ein extrem asketisches Leben führten, vermehrten sich ihre Aktiva und Passiva immer weiter, sie konnten sich, ob von Gott erwählt oder nicht, als wirtschaftlicher Machtfaktor etablieren.

Und wir haben das ganze hier dann einfach immer weiter optimiert. Mittlerweile ist der Kapitalismus selbst eine Religion geworden und wer deren Regeln hinterfragt, ändern will oder menschlicher gestalten will, der wird von allen Seiten angegangen. Ist ja auch klar, denn viele haben die Glaubensgrundsätze des Kapitalismus - "Wachstum über alles", "Jeder kann alles erreichen wenn man sich nur anstrengt", "Ohne Arbeit biste nix", "Jeder profitiert davon", so verinnerlicht, das zu ändern geht einfach nicht mehr. Denn dann müsste man sich selbst ja eingestehen dass man jahrzehntelangt verarscht wurde von den wirklichen Profiteuren, und das sind eben nicht alle sondern nur so um die 10%
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
"Wer Vollzeit arbeitet muss deutlich mehr Geld haben als wenn er nicht arbeitet
Stimmt, man sollte das Bürgergeld kürzen, unsere soziale Hängematte ist viel zu weich und angenehm.

D0m1n4t0r schrieb:
und wer sein Leben lang Vollzeit gearbeitet hat soll am Ende eine Rente bekommen von der man vernünftig Leben kann ohne Flaschen sammeln zu müssen."
Wer einen vernünftigen Beruf gelernt hat der hat eine Rente von der er vernünftig leben kann ohne Flaschen zu sammeln.

D0m1n4t0r schrieb:
Was noch dazu kommt und was so absurd ist, dass die körperlich harte Arbeit die auf Dauer krank macht weil der Körper für Dauerbelastung einfach nicht gedacht ist, die wird oft auchnoch am schlechtesten bezahlt.
Selbstverständlich werden die am schlechtesten bezahlt die am wenigsten Bildung haben.
Sollen wir Hilfsarbeiter auch noch dafür belohnen das sie keine Ausbildung gemacht haben ?

D0m1n4t0r schrieb:
Wir sollten was Arbeit angeht mal grundsätzlich umdenken und Arbeit nicht als Sinn des Lebens, Freude oder Selbsterfüllung und Verwirklichung ansehen sondern als das was sie Jahrtausendelang war, nämlich als notwendiges Übel das für eine moderne Gesellschaft leider gebraucht wird.
Wer so denkt soll auf der Couch sitzen bleiben und weiter darauf warten das ihm jemand das schöne Leben auf dem Silbertablett serviert und schenkt.

D0m1n4t0r schrieb:
Und dann unter dieser Prämisse die Arbeitsbedingungen so gestalten dass die für alle annehmbar sind.
Wie wäre es mit etwas mehr Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat im eigenen Leben ?
Einfach mal eine Berufsausbildung machen und einen Beruf mit besseren Arbeitsbedingungen lernen.
Für die die keine Berufsausbildung machen wollen/können bleiben nur die schlechteren Arbeitsbedingungen.
Eine Küche ist heiß, bei der Müllabfuhr ist es dreckig, ein Bauhelfer muss schleppen, das läßt sich nicht ändern.

DerOlf schrieb:
Die Frage ist also, wo dieser Vorwurf herkommt.
Lies dir einfach durch was hier von einigen geschrieben und gefordert wird.

Grüße Tomi
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Meine Meinung dazu ist vielleicht etwas altmodisch, aber die lautet:
"Wer Vollzeit arbeitet muss deutlich mehr Geld haben als wenn er nicht arbeitet und wer sein Leben lang Vollzeit gearbeitet hat soll am Ende eine Rente bekommen von der man vernünftig Leben kann ohne Flaschen sammeln zu müssen."

Was noch dazu kommt und was so absurd ist, dass die körperlich harte Arbeit die auf Dauer krank macht weil der Körper für Dauerbelastung einfach nicht gedacht ist, die wird oft auchnoch am schlechtesten bezahlt. Vielleicht sollte man da mal anfangen umzudenken. Was ist denn das wertvollste was wir haben? Leben, Körper und Gesundheit, aber oft wird so getan als sei Körper und Gesundheit nix wert, zumindest in der Arbeitswelt.

Eine Rente oberhalb der Grundsicherung ist zur Lotterie geworden, und wenn man die verliert, wird auch noch das erarbeitete Sparvermögen durch Anrechnung gestohlen. Bei solchen Zukunftsaussichten wundert es mich gar nicht, dass die Jugend ihre Qualifikation lieber in weniger Arbeitsstunden, als in mehr Geld umsetzt.

Der Sozialabbau für Beitragszahler hat schon vor Schröder angefangen, als die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente zugunsten vorerkrankungsschnüffelnder Privatbetrüger gestrichen wurde, aber Schröders Freibrief zur Altersdiskriminierung, Billiglohndegradierung und Vermögensplünderung war der Gipfel der Unverschämtheit. Und die angeblichen Linksparteien haben ein zweites Mal gelogen, das "Bürgergeld" hat keinen dieser Punkte behoben.

Vielleicht sollte man den Fördern-und-Fordern-Spieß zur Abwechslung mal umdrehen, in Form einer Ü60-Quote für größere Unternehmen. Wer ständig nach einem höheren Renteneintrittsalter kräht, hat auch die entsprechenden Angebote abzuliefern, und zwar nicht nur für wenige handverlesene Koryphäen.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Und die angeblichen Linksparteien haben ein zweites Mal gelogen, das "Bürgergeld" hat keinen dieser Punkte behoben.

Vielleicht sollte man den Fördern-und-Fordern-Spieß zur Abwechslung mal umdrehen, in Form einer Ü60-Quote für größere Unternehmen. Wer ständig nach einem höheren Renteneintrittsalter kräht, hat auch die entsprechenden Angebote abzuliefern, und zwar nicht nur für wenige handverlesene Koryphäen.
Och die Linksparteien sind schon Links, aber nur für ihre Partei, nicht für den Bürger.
Langsam sollte es auch der letzte verstanden haben.

Und ja bzgl. Ü60 Quote, allerdings meiner Erfahrung nach sind die Unternehmen generell Unwillig der Zeit angemessene also angehobene Löhne zu zahlen.

Bei der "Gierflation" der Hersteller sollten andere zumindest einen Inflationsausgleich bekommen.
Dann darf man sich nicht wundern wenn das Interesse gering ist, und die Fachkräfte ausbleiben.
jaja es liegt nicht immer nur am Geld ,...DOCH zb. in der Logistik liegts eindeutig am Geld.
Dann bleiben die Regale eben tagelang leer, dann gibts wie ich selbst schon erlebt hab, keine frischen Eier mehr,...einfach weil das Fahrpersonal fehlt.
 
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Höheres Renteneintrittsalter fordern ist Blödsinn. Denn was passiert wenn Leute länger arbeiten müssen? Richtig, sie nehmen den jungen Leuten den Arbeitsplatz weg. Höheres Renteneintrittsalter bewirkt bei den Alten dass deren Rente später ausgezahlt wird und bei den jungen bewirkt es dass die erstmal Arbeitslosengeld und dann Bürgergeld bekommen.
Es wird kein einziger Arbeitsplatz dadurch mehr oder weniger, es ändert sich lediglich wer einen Arbeitsplatz besetzt, entweder ein Alter oder ein Junger.
Wer will dass Alte länger arbeiten der tauscht im Prinzip nur Rentenzahlungen vs Bürgergeld Zahlungen und darum gehts letztendlich, denn Bürgergeld ist niedriger als Rente.
Zu fordern dass Alte länger arbeiten sollen bedeutet nur dass der Staat die Ausgaben reduzieren möchte.

Und Tomislav, wie du tickst wissen wir ja mittlerweile, aber spar dir solche Bullshitbehauptungen dass Leute nur in der "sozialen Hängematte" rumliegen wollen und dass das Bürgergeld zu hoch ist und gekürzt werden soll. Gibt genug Untersuchungen dazu dass genau das Gegenteil der Fall ist, dass Leute ohne Job eben nicht faul sind sondern sehr gerne arbeiten möchten. Nur geht das eben nicht immer, oft wegen Krankheiten. Und was das Bürgergeld angeht bzw. davor Hartz IV da gibt es quasi ständig untersuchungen und sogar Urteile dass der Satz viel zu niedrig ist. Aktuell laufen dazu paar Verfahren in denen es darum geht dass während Corona und in Folge des Ukrainekriegs die Kosten explodiert sind. Das wird lustig wenn diese Verfahren durch sind und Arbeitsagentur und Jobcenter neue Bescheide für 2020-2023 erstellen müssen die alle dann vermutlich um die 200 Euro höher sind als jetzt.
Was du absonderst in Bezug auf Motivation und Lebenseinstellung von Arbeitslosen das ist Bild-Zeitungsniveau, unterste Schublade und hat nichts mit der Realität zu tun.
Gegen Leute die ganz unten angekommen sind noch zu hetzen zeugt überdies von einem echt miesen Charakter. Ich hatte ja die ganze Zeit gehofft du würdest hier nur rumtrollen, aber ich fürchte du meinst den Mist echt leider ernst.
 
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Es gibt viele offene Ausbildungsstellen, weil die Bewerber oft überhaupt nichtmehr ausgebildet sind von der Schule und verwöhnt von ihren Helikopter-Eltern.

Notorische zu spät kommer, ständig aufs Handy Glotzer, ich mache mir keine Notizen und vergesse dann alles sofort wieder. Was habe ich schon alles erlebt, das war früher nicht so. Der Ehrgeiz und die Ernsthaftigkeit ist verloren gegangen.

Ganz anders sieht es mit jungen Migranten und Flüchtlingen aus. Die sind ehrgeizig und offen für Herausforderungen, weil sie häufig kein Lotterleben spendiert bekommen haben. Einziges Problem ist die Sprachbarriere, da erhoffe ich mir mehr Engagement vom Staat.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Höheres Renteneintrittsalter fordern ist Blödsinn.
Bin ich voll bei dir.
Die jungen Leute haben jedoch nicht selten schon Frührente mit unter 30 ! beantragt und sind Dauer Krank.
Da kommt man sich als alter Sack echt blöd vor bis zum geht nicht mehr gearbeitet, und nur in den dringensten Fällen den Arzt bemüht haben.
Früher sind wir wenn wir von Rad gefallen sind aufgestanden, und weiter gehts,...Aua vergeht schon wieder.
Das ist heute völlig anders.
 
Hallo

JMP $FCE2 schrieb:
Eine Rente oberhalb der Grundsicherung ist zur Lotterie geworden,
Für Hilfsarbeiter mag das stimmen, wer einen vernünftigen Beruf gelernt hat der hat keine Probleme eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu bekommen.

audiogenießer schrieb:
Ganz anders sieht es mit jungen Migranten und Flüchtlingen aus. Die sind ehrgeizig und offen für Herausforderungen, weil sie häufig kein Lotterleben spendiert bekommen haben. Einziges Problem ist die Sprachbarriere, da erhoffe ich mir mehr Engagement vom Staat.
Die Erfahrung mache ich auch schon seit langem, ich neige mitlerweile auch dazu eher Migranten einzustellen wenn es sprachlich halbwegs funktioniert.

Grüße Tomi
 
audiogenießer schrieb:
Ganz anders sieht es mit jungen Migranten und Flüchtlingen aus. Die sind ehrgeizig und offen für Herausforderungen, weil sie häufig kein Lotterleben spendiert bekommen haben. Einziges Problem ist die Sprachbarriere, da erhoffe ich mir mehr Engagement vom Staat.
Bei den Migranten gibt es solche und solche.
Wie sollte es auch anders sein.

Bemühe aber einfach mal die Arbeitslosenstatistiken und du wirst sehen das deine Annahme nicht stimmt.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Für Hilfsarbeiter mag das stimmen, wer einen vernünftigen Beruf gelernt hat der hat keine Probleme eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu bekommen.

Grüße Tomi
Wenn ich das schon höre "vernünftiger Beruf".
Du würdest bis zum hals in der Scheisse sitzen, wenns nicht jene geben würde die den Dreck wegmachen.
Das sind auch "vernünftige Berufe".
Alle Berufe die wertvolle Dienste an der Gesellschaft leisten sind vernünftig , und das müssen keine Berufe sein wo man studiert, oder ein Abi für haben muss.
 
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Hallo

xxlrider schrieb:
Du würdest bis zum hals in der Scheisse sitzen, wenns nicht jene geben würde die den Dreck wegmachen.
Nö, es wird immer diejenigen geben die eine Berufsausbildung nicht machen wollen/können, der NAchsuchs an Hilfsarbeitern wird uns nicht ausgehen.

xxlrider schrieb:
Das sind auch "vernünftige Berufe".
Nö, nicht für einen selber.
Ein vernünftiger Beruf ist es für mich wenn ich vernünftige Arbeitsbedingungen habe und ich ordentlich bezahlt werde.

xxlrider schrieb:
Alle Berufe die wertvolle Dienste an der Gesellschaft leisten sind vernünftig , und das müssen keine Berufe sein wo man studiert, oder ein Abi für haben muss.
Dann sollen Hilfsarbeiter zufrieden lächeln das sie wertvolle Dienste an der Gesellschaft leisten aber sich nicht beschweren das sie schlecht bezahlt werden.

xxlrider schrieb:
Bemühe aber einfach mal die Arbeitslosenstatistiken und du wirst sehen das deine Annahme nicht stimmt.
Ja, bei Migranten/Ausländern gibt es auch solche und solche, diejnigen die arbeiten wollen sind aber oft motivierter/brauchbarer.

Grüße Tomi
 
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Ich schlage vor Tomislav nutzt einfach mal eine Woche lang nicht die Dienste all derer die einen minderwertigen Beruf gelernt haben.
Fangen wir mal an mit der Person hinter der Ladenkasse. Die taugt ja nur als Kassiererin. Also weg damit, minderwertig.
Einkaufen ist also schonmal nicht mehr. Tankstelle übrigens auch nicht.
Dann das nächste Kleidung. Die Leute haben ja nix gelernt, müssen also in Indien und Bangladesh in der Fabrik rumsitzen und nähen.
Also weg mit der Kleidung.
Internetbestellungen gehen übrigens auch nicht mehr wegen dem Zustellfahrer. Der hat auch nix gelernt.

Wir sind aber mal gnädig und lassen dich alle anderen wertlosen Berufe und Dienstleistungen von Minderleistern nutzen, das einzige worauf du verzichten musst ist alles was mit Einkaufen, Kleidung, Bezahlen und liefern zu tun hat. Viel Spaß beim verhungern.
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Ich schlage vor Tomislav nutzt einfach mal eine Woche lang nicht die Dienste all derer die einen minderwertigen Beruf gelernt haben.
Ich habe nichts gegen minderwertige Berufe, ich ehre jeden der arbeiten geht und nicht auf Staatskosten lebt, am meisten die Putzfrau die meine Toilette putzt.
Ich habe ein Problem mit Menschen die andere für ihr selbst gewähltes Schicksal verantwortlich machen wollen und von anderen ein besseres Leben fordern.
Jeder hat sein eigenes Leben selber in der Hand, einfach mehr Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat zeigen, es gibt so viele Möglichkeiten.
Wer einen Beruf nicht lernen kann/will soll sich einfach eingestehen das er das selber nicht kann/will und damit aufhören die Schuld woanders zu suchen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Für Hilfsarbeiter mag das stimmen, wer einen vernünftigen Beruf gelernt hat der hat keine Probleme eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu bekommen.

Seit 20 Jahren liest man regelmäßig, dass Bewerbungen Ü50jähriger automatisch aussortiert werden, und Ü58jährige werden sogar offiziell aus der Arbeitslosenstatistik gelogen.

Mit gesundheitlichen Einschränkungen hat man die Lotterie erst recht verloren.
 
Hallo

JMP $FCE2 schrieb:
Seit 20 Jahren liest man regelmäßig, dass Bewerbungen Ü50jähriger automatisch aussortiert werden, und Ü58jährige werden sogar offiziell aus der Arbeitslosenstatistik gelogen.
Das hat sich sich dank Fachkräftemangel schon seit Jahren geändert, ich bin 54 Jahre und habe mein Xing Profil deaktiviert weil mich die vielen Angebote nerven.

JMP $FCE2 schrieb:
Mit gesundheitlichen Einschränkungen hat man die Lotterie erst recht verloren.
Das kann man nicht so pauschal sagen, das hängt von der gesundheitlichen Einschränkung und dem gesuchten/gelernten Beruf ab.
Mit einem kaputten Rücken wird man natürlich große Probleme haben eine Arbeitsstelle als schleppender Bauhelfer zu bekommen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Ich habe nichts gegen minderwertige Beruf, ich ehre jeden der arbeiten geht und nicht auf Staatskosten lebt, am meisten die Putzfrau die meine Toilette putzt.
Ich habe ein Problem mit Menschen die andere für ihr selbst gewähltes Schicksal verantwortlich machen wollen und von anderen ein besseres Leben fordern.
Jeder hat sein eigenes Leben selber in der Hand, einfach mehr Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Rückgrat zeigen, es gibt so viele Möglichkeiten.
Wer einen Beruf nicht lernen kann/will soll sich einfach eingestehen das er das selber nicht kann/will und damit aufhören die Schuld woanders zu suchen.

Grüße Tomi
Das ist der übliche Blödsinn der die Runde macht.
Wahr ist das auch Berufe wo man ausgebildet wird, oft schlecht bezahlt werden.
Und natürlich ist der Kunde verantwortlich das nicht mehr gezahlt wird.
Das ist auch der übliche Blödsinn der die Runde macht.
Früher brauchten die Chefs kein 120k Pkw, der fuhr nen alten Benz das war ihm genug.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Es kann doch nicht sein das Fachkräfte an jeder Straßenecke gesucht werden und wir gleichzeitig 2,6 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss haben.
Tomislav2007 schrieb:
Ein vernünftiger Beruf ist es für mich wenn ich vernünftige Arbeitsbedingungen habe und ich ordentlich bezahlt werde.
Wenn es "vernünftige" Berufe wären dann hätten wir auch kein Fachkräftemangel.

Ein großer Teil an Fachkräften fehlt in der Kinderbetreuung, Erziehung, Kranken- und Altenpflege. Das sind alles Jobs mit miesen Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung.

Also warum sollte sich ein Jugendlicher dafür interessieren ?
 
Hallo

xxlrider schrieb:
Wahr ist das auch Berufe wo man ausgebildet wird, oft schlecht bezahlt werden.
Dann ist es kein vernünftiger Beruf, es ist doch bekannt wieviel man in welchem Beruf verdient.
Wer sich trotzdem für einen schlecht bezahlten Beruf entscheidet hat es sich selber ausgesucht und ist selber schuld.
Mit welcher Begründung kann man die Schuld für seine selbst ausgesuchte Berufswahl anderen in die Schuhe schieben ?
Wenn man in einem schlecht bezahlten Beruf arbeitet kann man immer noch eine Weiterbildung machen und mehr verdienen.

Kassenwart schrieb:
Wenn es "vernünftige" Berufe wären dann hätten wir auch kein Fachkräftemangel.
Ach so, die an jeder Straßenecke gesuchten Pfleger, Handwerker, ITler, Elektroniker, Techniker, Meister, Ingenieure, Ärzte, etc. sind keine vernünftigen Berufe.

Kassenwart schrieb:
Ein großer Teil an Fachkräften fehlt in der Kinderbetreuung, Erziehung, Kranken- und Altenpflege. Das sind alles Jobs mit miesen Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung.
Schreiende Kinder gehören zur Kinderbetreuung, volle Windeln gehören zur Altenpflege, Schichtdienst gehört zur Krankenpflege.
Sind das wirklich miese Arbeitsbedingungen oder haben manche nur überzogene Vorstellungen vom Berufsleben ?
Seit wann sind das miese Arbeitsbedingungen, seitdem jeder studieren oder erfolgreicher Influencer werden will ?
Seit wann ist Bürgergeld die einzige Alternative wenn es mit dem Studium oder dem erfolgreichen Influencer nicht klappt ?
Bei uns im Krankenhaus kriegt eine Krankenpflegerin nach der Ausbildung 2800€ + Zuschläge (Nacht/Schicht/Wochenende) = ca. 3250€, mies finde ich das nicht.

Die Zeiten wo man von der Lehre bis zur Rente in einem Betrieb war sind lange vorbei, heute muss man flexibler sein, wer das nicht will oder kann geht halt unter.
Wenn man einen Beruf gelernt hat der nicht mehr gut läuft (z.B. Bäckereifachverkäuferin die durch die Billigketten abgewertet wurde) muss man sich umorientieren.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Stimmt, man sollte das Bürgergeld kürzen, unsere soziale Hängematte ist viel zu weich und angenehm.
Würde sogar soweit gehen, ohne Gegenleistung kein Geld bei arbeitsfähigen Menschen.

Tomislav2007 schrieb:
Wer einen vernünftigen Beruf gelernt hat der hat eine Rente von der er vernünftig leben kann ohne Flaschen zu sammeln.
Auch das stimmt aber die Politik sollte auch nicht immer an den Rahmenbedingungen schrauben, und seinen eigenen Bediensteten 68% Zahlen als Pension, und der arbeitende Pöbel wird mit 48% abgespeist nach 50Jahren Arbeit.

Bei 68% könnte ich mich sehr entspannt zurück lehnen.
 
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