Kassenwart schrieb:
Wir streichen also so lange Sozialleistungen bis Menschen gezwungen sind einen "beschissenen Job" anzunehmen.
Das hatten wir doch mit Hartz4 schon durchexerziert ... es hat nicht geholfen.
Eine soziale Absicherung, die nicht absichert ist den Namen nicht wert ... und damit verlagert sich das Problem von zu hohen Sozialleistungen auf zu geringe EInstiegsgehälter.
Es gibt zwei (Subtrahend und Diminuend), deren veränderung die Differenz kleiner oder größer werden lassen kann ... steigert man überall um €5,-, bleibt die Differenz (in EUR) konstant ... steigert man prozentual (alle +5%) dann vergrößert das die Differenz.
Wenn einem die Differenz zu groß erscheint, dann kann man auch den größeren Posten verringern und die Differenz wird kleiner.
Erscheint einem die Differenz zu klein, dann ist es im Umkehrschluss eben nicht nur der geringere Posten, dessen weitere Verriongerung die Differenz erhöhen kann. Auch die Vergrößerung des Diminuenden vergrößert die Differenz zwischen Subtrahend und Diminuend.
Wenn erreichbare EInstiegsgehälter und der Bürgergeldsatz zu nahe beieinander liegen, der Bürgergeldsatz aber bereits am soziokulturellen Existenzminimum kratz (von unten), dann sollte eigentlich klar sein, dass die Einstiegsgehälter rauf müssen, damit sich Arbeit im Vergleich zu Bürgergeld auch wieder lohnt.
Aber dem Bodensatz mehr Geld geben? ... naja ... oben klang es an ... das ist das "Kryptonit" des Kapitalisten.
Also schreiot man lieber nach Zwangsarbeit, vielleicht einen deutschen Arbeitsdienst (hatten wir ja schonmal, und eine Weile ist das auch "gut" gegangen) und vor allem danach, dass man denen, die ohnehin schon kaum über die Runden kommen, doch noch weniger zustehen soll.
Die Krönung ist aber, dass die niedrigen Löhne an der Basis dafür herhalten sollen, dass sich am System, welches Unsummen in einige wenige Taschen spült, nie etwas ändern wird ... weil dann können sich die armen Mitarbveiter ja nichts mehr leisten.
Ich kann mir nicht mehr leisten als ein Bürgergeldempfänger ... aber wenigstens muss ich mir nicht mehr von dummen Karrieristen anhören, dass ich ja zu faul wäre.
Es reicht, wenn mich ein Wirtschaftsmigrantensohn für dumm hält, weil ich noch nicht Millionär bin.