Oder halt ihre Faulheit überwinden und sich Aus- oder Weiterbilden. Darum geht es doch am Schluss - Menschen in Arbeit zu bringen und wieder wertvoll für die Gesellschaft zu machen.Kassenwart schrieb:Wir streichen also so lange Sozialleistungen bis Menschen gezwungen sind einen "beschissenen Job" anzunehmen.
Oder was meinst du mit "Motivation" ?
Aus "Geld beziehen" -> "Nettozahler" machen. Wenn alle nur rumliegen, können wir ein Sozialsystem für Menschen die es wirklich nötig haben (weil sie eben z.b. krankheitsbedingt, etc nicht arbeiten können) irgendwann nicht mehr finanzieren. Und das wäre dann wirklich tragisch,
Gleichzeitig könnte man dadurch die Sozialleistungen auch mal wieder senken -> was Arbeiten für allen lohnenswerter machen würde.
Ist doch super.DerOlf schrieb:Ich versuche mir gerade vorzustellen, was wohl bei den Beinahe-Rentnern los wäre, wenn die GenZ sich hinstellt, und sinngemäß sagt: "Danke für die Ausbildung Deutschland, aber meine Kompetenzen stelle ich dann doch lieber ausländischen Unternehmen und Staaten zur Verfügung. Ach ja ... natürlich nehme ich die andere Staatsbürgerschaft an, weil ich keine Lust auf eure Steuern habe".
Witzig wie immer alle über die "böse Globalisierung" schimpfen oder sich darüber aufregen, dass sich Unternehmen die Vorteile der "Globalisierung" für sich nutzen.
Man selbst aber nicht ansatzweise auf die Idee kommt genau das gleiche zu tun.
Man stelle sich vor wenn plötzlich 50-70% den GenZ Richtung Ausland abwandert - weil die Arbeitsvorstellungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Ihnen dort besser passen. Was denkst du würde dann in Deutschland passieren?
Könnte es sein, dass sich dann etwas an den Bedinungen ändert, weil man die Arbeitskräfte im Land halten will?
Die Personenfreizügigkeit ist ein Markt: Offensichtlich für waren und Dienstleistungen -> aber eben auch für Staaten die interessant für Menschen sein können weil sie irgendwo etwas besser oder anders machen.
Das führt zu Wettbewerb und dazu, dass sich gute Ideen europaweit durchsetzen können. Aber eben - das funktioniert nicht wenn man sagt "denen im Norden geht es so gut und uns in Deutchland nicht" -> das funktioniert nur wenn ein wesentlicher Teil der erwerbsfähigen Menschen z.b. nach Norwegen abwandert.
Hier haben wir das gleiche Thema, wir bei Sozialschmarotzern, oder Menschen die darüber jammern das sie schlechte Arbeitsbedienungen haben.
Man hat IMMER die Möglichkeit selbst seine Situation zu verändern, man muss nur Finger aus dem A.. nehmen und let's go.
Aber man jammert lieber in Foren, Stammtischen, Demos und an allen anderen Orten wo es nichts bringt. "Staat soll Mami und Papi spielen und die Probleme lösen, statt selber was zu tun".
Ich finde es ja nur noch ermüdend.
DerOlf schrieb:Im Grunde forderst du genau das ... den Abzug von Bildungskapital aus Deutschland. Du willst also das einzige Exportgut, welches wir noch haben, ins Auland jagen, weil die deutsche Wirtschaft es nicht schafft, ihre Arbeitsbedingungen ins 21. Jahrhundert zu holen?
Nochmal kurze Zusammenfassung. Der Markt funktioniert. Wenn Deutschland nennenswert Arbeitskräfte verliert, Zuwandere sich zunehmend für andere Länder als Deutschland entscheiden werden sich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Arbeitsbedingungen ändern.
Solange die Menschen aber in Deutschland bleiben, und die Zuwanderer gerne nach Deutschland kommen, hat weder die Wirtschaft noch die Politik irgendeine Motivation irgendwas zu ändern.